Also ich sehe das (sehr überraschend, ich weiß) ein wenig anders. Natürlich ist die Liebe das, was alles tragen muss. Aber es ist deshalb nicht wackelig, weil die Liebe der Grund ist, weshalb beide versuchen alles zu tun, um diese Liebe zu leben.Zitat von Inaktiver User
Desto verschiedener man ist, desto mehr Arbeit ist da von nöten, keine Frage. Aber ich für meinen Teil, investiere diese Arbeit sehr gerne, wenn ich liebe.
Und da sind wir bei dem Teil mit dem für einander entscheiden.
Wenn ich merke das meine Partnerin NICHT investiert, nicht die Liebe zur Grundlage nimmt um den Rest aufzubauen.. dann hat sie sich nicht klar für mich entschieden bzw. ihre Liebe reicht dafür nicht.
Ist ihr gutes Recht, wäre auf Dauer für mich ein Trennungsgrund.
Ich brauche keine Ehe um festzustellen, ob beide sich aufeinander festlegen möchten. Ich muss nur merken wieviel beiden an der Beziehung liegt und wieviel sie für die Liebe bereit sind auf einander zu bauen.
Das finde ich meiner Meinung nach am wichtigsten.
So oft schon, habe ich Eheleute gesehen die einige Monate nach der Eheschließung nicht mehr zufrieden waren. Warum? Weil sie geheiratet haben und dachten "So, nun sind wir an der Spitze unserer Beziehung angekommen". Dementsprechend wenig haben sie ab da für die Beziehung getan.
Wenn ich aber liebe, dann tue ich alles was möglich ist, für die Beziehung - vorrausgesetzt der Partner macht mit und man baut gemeinsam. Und das immer wieder aufs Neue.
Und was passiert, wenn man die Hochzeit weglässt?nein - das gilt nicht für die Ehe.
Genau das bedeutet ja die endgültige Entscheidung füreinander.
Vor der Hochzeit geht es auch darum zu überlegen, ob man sich für diesen Menschen endgültig entscheiden will und ob man berechtigtes Vertrauen hat, in jeder Situation einen gemeinsamen Weg zu finden. Und sich im Zweifel zu trennen.
Nach der Hochzeit hat man sich entschieden. Dann trennt man sich nur noch im Extremfall. So ist meine Einstellung dazu.
Aber das beides gehört zusammen.
Wenn man diese Überlegungsphase hat und beide kommen zu dem Schluss "Ja, ich entscheide mich endgültig für diesen Menschen, ich Vertraue ihm und will in jeder Situation einen gemeinsamen Weg finden"..
Das kann man sich doch sagen und dies dann eben auch leben? Das kann man doch nicht nur mit Hochzeit, wo soll da der Unterschied sein?
Ich trenne mich nur im Extremfall, wenn ich jemanden liebe. Oder ich trenne mich, wenn die Liebe abhanden kommen sollte und nicht reanimierbar ist. Aber das wird wohl fast jeder so sehen, ob nun in einer Ehe oder nicht.
Sieht hier wohl jeder so. Hat mit Ehe nix zu tun.1. Gibt es unterschiedliche Stufen von Verbindlichkeit - jenseits von "Techtelmechtel" und "Beziehung".
JA, gibt es - wer das bestreitet, hat es noch nicht erlebt, nimmt es nicht ernst oder läuft nicht mit offenen Augen durch die Gegend.
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26.06.2008, 16:39
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
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26.06.2008, 16:46Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Zitat von Inaktiver User
Extremfall wäre, wenn der Mann die Frau ins Krankhaus prügelt, gelegentliche blaue Augen kann man ja verkraften und ertragen...
Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich sagen hinter Leonie verbirgt sich ein katholischer Priester.
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26.06.2008, 18:16Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
das habe ich noch nie anders gesagt - das kann man.
Zitat von Satyr
Wenn man es denn tatsächlich tut.
Es kommt mir auf die Entscheidung "für immer" an - bewusst und übereinstimmend und fundiert.
Ich hätte dazu immer die Hochzeit gewollt (auch weil wir Kinder wollten). Aber das Wesentliche ist die Entscheidung.
Nein, das sieht hier nicht jeder so - jedenfalls schreiben manche anderes.Sieht hier wohl jeder so.Gibt es unterschiedliche Stufen von Verbindlichkeit - jenseits von "Techtelmechtel" und "Beziehung".
JA, gibt es
Auch Du - Du sagst, nach der Kennlernphase gibt es keinen Unterschied mehr. Aber nach kurzer Zeit ist das doch noch nicht fundiert. Und wenn ich mir ansehe, woran sich Ehepaare so aufreiben - das ist doch nicht "so einfach schwindende Liebe". Sondern entweder Vernachlässigung der Beziehung (da sind wir uns vermutlich einig) oder eben Dinge die nicht passen - und oft von vornherein nicht gepasst haben.
Und hier habe ich mehrere so verstanden, dass sie sagen "Beziehung ist Beziehung" - da gibt es nicht mehr wirklich Unterschiede in der Verbindlichkeit
(auch weiter vorne hier im Thread und in anderen Threads).
Gruß, Leonie
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26.06.2008, 18:41
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Ja eben? Kennlernphase = Techtelmechtel. Alles danach ist für mich verbindlich. Spüre ich das nicht beim Partner oder den Willen dazu bei mir, dann gibt es kein Danach.
Zitat von Inaktiver User
Bei mir endet die Kennenlernphase dort, wo der Alltag in die Beziehung einzug hält und man dies auch "spürt". Ab dem Punkt wo ich das "spüre", merke ich auch ob ich dies möchte oder ob die Beziehung in diesem Alltag mit abschreckt. Ab da kann ich mich sehr fundiert entscheiden.Aber nach kurzer Zeit ist das doch noch nicht fundiert.
Jain. Es gibt sooooo viele Dinge, die in vielen Jahren passieren können. Dafür gibts keinen Sammelbegriff. Liebe kann, aus verschiedenen Gründen, tatsächlich schwinden. Wenn Dinge nicht mehr passen, dann meist weil die Menschen sich verändert haben. Manche "Macken" verschlimmern sich, manches sieht man plötzlich anders weil man sich verändert hat usw. usw. usw...Und wenn ich mir ansehe, woran sich Ehepaare so aufreiben - das ist doch nicht "so einfach schwindende Liebe". Sondern entweder Vernachlässigung der Beziehung (da sind wir uns vermutlich einig) oder eben Dinge die nicht passen - und oft von vornherein nicht gepasst haben.
Alles Dinge wegen denen die Liebe tatsächlich schwinden kann.
Musst Du aber nicht glauben. Reicht das ich das für mich weiss :)
Mhm.. ich sehe eine Lebenspartnerschaft/Beziehung nach der Kennenlernphase - wenn ich mich also konkret dafür entschieden habe - tatsächlich nicht mehr oder weniger Verbindlich als andere ihre Ehe sehen. Da sehe ich keinen Unterschied.Und hier habe ich mehrere so verstanden, dass sie sagen "Beziehung ist Beziehung" - da gibt es nicht mehr wirklich Unterschiede in der Verbindlichkeit
(auch weiter vorne hier im Thread und in anderen Threads).
Aber in Kriesensituationen, in der Kennlernphase usw. usw. hat man natürlich andere Verbindlichkeiten. Das ist aber vom Thema Ehe völlig unabhängig. Das wird dort genauso sein.
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26.06.2008, 19:22Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
eben - und ich sehe noch viele weitere Abstufungen von Verbindlichkeit -innerhalb von "Beziehungen" - und insbesondere den Unterschied zur "Lebenspartnerschaft für immer" - das ist noch einmal eine richtige Schwelle, eine ganz andere Stufe der Verbindlichkeit.
Zitat von Satyr
also sind wir uns in diesem Punkt nicht einig.
was heißt denn, dass der Alltag einkehrt? Ziehst Du nach 6 Monaten zusammen?
Gruß, Leonie
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26.06.2008, 19:29
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Stimmt. Jemand der mit mir eine Beziehung lebt und diese nicht als voll verbindlich ansieht.. da würde ich mich trennen und veräppelt fühlen *g*
Zitat von Inaktiver User
Kann ich pauschal nicht beantworten. Dafür sind Beziehungen, jeh nach beteiligten Menschen, zu unterschiedlich.was heißt denn, dass der Alltag einkehrt? Ziehst Du nach 6 Monaten zusammen?
Aber ob "Alltag" in die Beziehung gekommen ist.. das merkt man meiner Erfahrung nach einfach. Mit zusammenziehn hat das nicht zwingend etwas zu tun.
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26.06.2008, 19:32Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
und wie konnte es dann bei Euch zur Trennung kommen, wenn beide das als "voll verbindlich" angesehen haben?
Zitat von Satyr
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26.06.2008, 19:35
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Leonie, ich verstehe dich so, dass du dir eine aktive, verbindliche Entscheidung für den Partner vorstellst, ein laut geäussertes "Ja!" - nicht nur ein "Ich lasse mich in eine Beziehung gleiten und wenn ich nicht 'Stopp' sage meine ich 'ja'.
Dem würde ich zustimmen, ich denke, es ist wichtig, dass es einen solchen Punkt, ein solches Bekenntnis zueinander gibt. Ob das nun Hochzeit oder Bugandu heisst ist egal - aber wichtig wäre ein aktives Element, nicht nur ein passives.
Viele Grüsse
annapaulemaxThe aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware (Henry Miller)
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26.06.2008, 20:10
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Genauso wie es auch bei vielen vielen Ehepaaren passiert, die sich auch als "voll verbindlich" angesehen haben - und es dann doch nicht schafften.
Zitat von Inaktiver User
Das habe ich doch nun schon mehrfach dargelegt.
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26.06.2008, 21:19Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Also ich Paudere mal ganz einfach aus dem Nähkästchen.
Zitat von Satyr
Ich kenne meinen Freund jetzt über ein Jahr. Und ich würde sagen, dass wir schon einen gewissen Alltag in unserer Beziehung haben auch wenn wir über die große Schwelle des Kennenlernes hinweg sind, erfahren wir doch täglich mehr voneinander. Natürlich sind jetzt kein großen Überraschungen da. Aber ich glaube die Kennenlernphase ist ziemlich lang.
Auch der Aufbau einer Beziehung ist ein sehr langer Prozess der eigentlich nie endet.
Obwohl oder gerade weil wir schon sehr früh zusammengezogen sind fühle ich mich diesem Menschen sehr verbunden.
Ich habe die ganze Zeit über geprüft ob unsere Beziehung "langfristig" sein kann und wird und ich prüfe immer noch. Wenn auch nicht mehr so aktiv und bewusst, denn meine Entscheidung ist gefallen aber wen ich "JA" gesagt habe gibt es kein Zurück mehr.
Darüber bin ich mir bewusst.


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