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    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    In einer Ehe wie auch in einer Beziehung an sich sollte die Bereitschaft schon vorhanden sein die Veränderungen des Partners anzunehmen und richtig damit umzugehen.
    Von beiden Seiten.
    Das würde ich so verallgemeinert nicht unterschreiben. Es kommt eben immer auf die spezielle Veränderung an. Mit manchen Dingen kann man umgehen, mit manchen nicht.
    Das dürfte höchstindividuell sein.

    Troztdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass es keine so graviernden Veränderungen sein können.
    Sicher gibt es Vorkommnisse die einen verändern können aber hier ist jeder einzelne gefragt in sich selbst hineinzuhorchen.
    Ist es z.B. nur eine Phase in der man sich befindet?
    Sind diese Veränderungen vielleicht sogar positiv?
    Natürlich gilt es diese Punkte erst abzuklären. Wenn ich sie aber beide mit "Nein" beantworten kann.. also ein "Nein, für DIESE BEZIEHUNG ist es nicht positiv" (was nicht heisst das es für den Menschen negativ sein muss), dann kommt eben die Überlegung ob es noch Sinn macht, diese Beziehung zu führen bzw. ob es überhaupt Ansatzpunkte gibt, an denen man arbeiten kann.

    Schon klar du sagst, du liebst deinen Partner wg. seinem Charakter ->> aber dieser Charakter wird sich nicht so stark verändern dass gar nichts mehr geht
    Das ist meine Meinung.

    Beispiel:
    Ein homorvoller Mensch wird nicht auf einmal todernst werden oder
    jemand der immer alles absichern und kontrollieren muss auf einmal riskobereit.
    Mhm.. doch.
    Der Ex meiner Schwester, beispielsweise. Anfangs ein Lebensfroher, witziger und charmanter Mann. Nach einigen Jahren verlor er seinen Job und hatte große Schwierigkeiten etwas neues zu finden (er hat gesucht wie blöde). In dieser Zeit hat er sich SEHR verändert. Er WURDE todernst, deprimiert, war nicht mehr witzig.. und auch charmant konnte man ihn nicht mehr nennen.

    Er hat das auch selbst erkannt, beide versuchten dran zu arbeiten.. aber es hat nichts gebracht.
    Auch als er wieder Arbeit hatte, bekam er die Kurve nicht mehr. Beide haben schlicht nicht mehr zu einander gepasst - und sind nun mit anderen Partnern sehr glücklich.

  2. Inaktiver User

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    @Satyr,

    würdest Du tatsächlich in einer Beziehung nach - sagen wir mal - 2 Jahren "alles versuchen, sie nicht zu beenden", wenn Du merkst, dass es nicht passt?

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    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    @Satyr,

    würdest Du tatsächlich in einer Beziehung nach - sagen wir mal - 2 Jahren "alles versuchen, sie nicht zu beenden", wenn Du merkst, dass es nicht passt?
    Das kann ich so pauschal nicht sagen. Es kommt drauf an WAS nicht passt.
    Aber wenn die Gefühle passen und ich keine Angst um meine Gesundheit haben muss oder dergleichen.. ja. Wenn die Liebe da ist, ich diesen Menschen absolut liebe.. dann würde ich natürlich alles versuchen um die Beziehung nicht zu beenden. DAS ist für mich liebe. Wenn ich dazu, für diesen Menschen, nicht bereit wäre.. dann wäre ich gar nicht erst 2 Jahre mit diesem Menschen zusammen gewesen und ich könnte auch nicht sagen, das ich diesen Menschen liebe.

  4. Inaktiver User

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    [QUOTE=Inaktiver User]@Satyr,

    würdest Du tatsächlich in einer Beziehung nach - sagen wir mal - 2 Jahren "alles versuchen, sie nicht zu beenden", wenn Du merkst, dass es nicht passt?[/QUOTE

    Die Frage ist zwar nicht an mich gerichtet, aber ich würde immer alles versuchen - wenn sich keine Lösung findet würde ich mich auch immer trennen - egal ob verheiratet oder nicht.

    Dass ich verheiratet war, hat meine Entscheidung mich zu trennen nie beeinflusst...

  5. Inaktiver User

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    da kommen wir nicht zusammen.

    wenn es einerseits auf die Liebe alleine ankommen soll (und nicht zusätzlich genau hingeschaut wird, mit wem ich mich da zusammentue) und andererseits gesagt wird, dass die Liebe als Gefühl schicksalhaft kommt und geht, ohne dass ich da etwas machen kann - dann ist das doch keine hohe Verbindlichkeit.

    Das wäre mir definitiv zu wenig - bei jemandem mit dieser Einstellung würde ich nicht bleiben - und das merke ich natürlich u.U. erst nach 2 Jahren.

    Auf einer solch wackeligen Grundlage kann man sich ja gar nicht endgültig entscheiden - muss ja auch keiner.
    Aber dann nicht mit mir.

    Gruß, Leonie

  6. Inaktiver User

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Was ist daran wackelig?

    Ursella sagt nur, dass sie alles versuchen würde um eine Bezieung zu retten, wenn aber unüberwindbare Differenzen vorliegen würde sie sich trennen - ob Ehe oder nicht.

    Was ist daran nicht richtig? Sie nimmt Beziehung ernst und trennt sich nicht sofort beim kleinsten Anflug von Problemen, weil sie an eine Beziehung glaubt, sie zieht aber auch Grenzen und zur Not auch einen Schlussstrich auch in der Ehe.

    Du vertritts doch immer die Meinung, dass man sich trennen sollte, wenn man z.B. keine Einigung erreichen kann z.B. beim Thema Kinder Ja/Nein. Gilt das nicht für die Ehe?

    Lieber unglücklich verheiratet als glücklich geschieden?

  7. Inaktiver User

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Kinder Ja/Nein ist so essentiell, dass man das auch vielleicht vor der Eheschliessung abklären sollte...

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    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Eine verbindliche Beziehung zu leben ist noch keine endgültige Entscheidung füreinander.

    Woher du sowas immer so genau weißt....

    @christine: "Wegwerfgesellschaft" klingt ein bisschen arg kulturpessimistisch.
    Dass Leute sich heute eher trennen, ist ganz klar. Früher mussten vor allem Frauen viel eher dableiben, weil sie sich nicht allein ernähren konnten und Sex fast automatisch Fortpflanzung hieß. Heute können Menschen freier entscheiden; ich finde das ist ein Vorteil - besser solo als in einer unglücklichen Ehe.

    Nochmal: ich will niemandem die Ehe madig machen. Aber dass Leute, die unverheiratet Kinder haben, gegenüber kinderlosen Ehepaaren steuerlich massiv benachteiligt werden, wird sich langfirstig nicht halten lassen. Christines "Warum heiraten die nicht einfach, wenn sie die Vorteile haben wollen", sticht insbesondere bei Alleinerziehenden nicht, bei denen die Beziehung bereits gescheitert ist.

    Die Ehe sollte eine Privatsache ohne steuerliche Vorteile sein, bis Kinder da sind, wie in vielen anderen Ländern auch.

    Und übrigens: nein, mir geht es nicht darum, die Vorteile selbst zu haben, auf die verzichte ich schon ganz bewusst.

    Es geht mir darum, dass ich es politisch für richtig halte, den vor nunmehr 60 Jahren eingeführten besonderen Schutz der Ehe, der in anderen westlichen Verfassungen nicht enthalten ist, durch einen zeitgemäßen Passus über den Schutz von Lebensgemeinschaften mit Kindern zu ersetzen, dem dann auch steuerliche Regelungen nachfolgen können.

    Und klar, Christine, vielleicht heiraten dann weniger Leute.

    Aber erstens: Wo ist das Problem?

    Und zweitens: Haben es dann vorher nicht zu viele aus finanziellen Motiven getan und sind dann nicht die, die es trotzdem noch tun, die "wahren Romantiker"?
    Geändert von Ariela (26.06.2008 um 15:23 Uhr)
    "That life exists/
    And identity/
    That the powerful play goes on/
    And you may contribute a verse."
    Walt Whitman

    “Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
    Benjamin Franklin

  9. Inaktiver User

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    @ Ursella,

    Du hast Dich doch ziemlich schnell getrennt, weil Du einen anderen getroffen hast - hast Du dann alles versucht, Deine Ehe zu retten?



    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was ist daran wackelig?
    wackelig ist die Kombination von "nur auf Liebe aufgebaut" und "Liebe kommt und geht, da kann man nichts machen".

    Das heißt erstens, dass man ggf. zusammen ist, auch wenn es nicht passt, oder wenn es jetzt passt, aber nicht langzeittauglich ist (etwa wenn Studenten zusammen sind, obwohl der Kinderwunsch und das Umgehen mit Geld völlig unterschiedlich ist - das macht in der Situation vielleicht nichts, aber es ist klar, dass das nicht über die Jahrzehnte trägt) - nur weil man sich liebt.

    Und das heißt außerdem, dass ich im Zweifel gehe, weil ich der Meinung bin, da könne man nichts machen. Die Handlungsmöglichkeiten sind aber in der Regel viel geößer als es erscheint - das sieht man an den Geschichten hier in der BriCom und im RL ja immer wieder.


    Du vertritts doch immer die Meinung, dass man sich trennen sollte, wenn man z.B. keine Einigung erreichen kann z.B. beim Thema Kinder Ja/Nein. Gilt das nicht für die Ehe?
    nein - das gilt nicht für die Ehe.
    Genau das bedeutet ja die endgültige Entscheidung füreinander.
    Vor der Hochzeit geht es auch darum zu überlegen, ob man sich für diesen Menschen endgültig entscheiden will und ob man berechtigtes Vertrauen hat, in jeder Situation einen gemeinsamen Weg zu finden. Und sich im Zweifel zu trennen.
    Nach der Hochzeit hat man sich entschieden. Dann trennt man sich nur noch im Extremfall. So ist meine Einstellung dazu.
    Aber das beides gehört zusammen.



    Zitat Zitat von Ariela
    Woher du sowas immer so genau weißt....
    ich habe nicht geschrieben, dass es ohne Heirat keine endgültige Entscheidung füreinander geben kann.

    wir argumentieren hier ja auf zwei Ebenen:

    1. Gibt es unterschiedliche Stufen von Verbindlichkeit - jenseits von "Techtelmechtel" und "Beziehung".
    JA, gibt es - wer das bestreitet, hat es noch nicht erlebt, nimmt es nicht ernst oder läuft nicht mit offenen Augen durch die Gegend.

    2. Macht sich die "weitergehende Verbindlichkeit", die Entscheidung, dass es für immer ist, an der Ehe fest.
    Nein, nicht unbedingt - die endgültige Entscheidung kann auch getroffen werden, ohne sie zu besiegeln. Aber Hochzeit ist dann immer noch die Regel.
    Und die Tatsache, dass ein Paar schon ein paar Jahre zusammen ist, heißt nicht, dass eine solche Entscheidung - übereinstimmend und bewusst - gefallen ist.

    Gruß, Leonie
    Geändert von Inaktiver User (26.06.2008 um 16:09 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    ich habe nicht geschrieben, dass es ohne Heirat keine endgültige Entscheidung füreinander geben kann.

    wir argumentieren hier ja auf zwei Ebenen:

    1. Gibt es unterschiedliche Stufen von Verbindlichkeit - jenseits von "Techtelmechtel" und "Beziehung".
    JA, gibt es - wer das bestreitet, hat es noch nicht erlebt, nimmt es nicht ernst oder läuft nicht mit offenen Augen durch die Gegend.

    2. Macht sich die "weitergehende Verbindlichkeit", die Entscheidung, dass es für immer ist, an der Ehe fest.
    Nein, nicht unbedingt - die endgültige Entscheidung kann auch getroffen werden, ohne sie zu besiegeln. Aber Hochzeit ist dann immer noch die Regel.
    Und die Tatsache, dass ein Paar schon ein paar Jahre zusammen ist, heißt nicht, dass eine solche Entscheidung - übereinstimmend und bewusst - gefallen ist.

    Gruß, Leonie
    auf der ebene sind wir uns einig - klar gibt es die phasen und natürlich ist es gut, irgendwann sagen zu können: "ja, wir wollen unser leben miteinander verbringen" - die heirat ist dafür eine mögliche form.
    mir geht es wirklich viel mehr um die oben erläuterten politischen fragen, weil die benachteiligung nicht verheirateter eltern eklatant ungerecht ist. das lässt sich nicht wegdiskutieren.
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    And you may contribute a verse."
    Walt Whitman

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