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    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Jara,
    ich sehe das anders.
    Wenn ein Mann mich nicht heiraten will, reicht seine Liebe nicht, dann bin ich ihm nicht wichtig genug, deswegen würde ich mich von ihm trennen.
    Und nicht, weil meine Liebe nicht reicht.
    Also wenn jemand sagt (oder mir das Gefühl gibt): "Ich möchte schon sehr gern heiraten, nur DICH nicht, weil ich bestimmt noch eine bessere finde." - dann gebe ich dir Recht.

    Aber es gibt ja auch noch den anderen Fall "Ich liebe dich über alles, ich will eine Lebenspartnerschaft mit dir - nur heiraten will ich nicht, denn heiraten finde ich doof." Und was dann?

    Irgendwie dreht sich die Diskussion gerade im Kreis, oder?

    Gruß, Jaara

  2. Inaktiver User

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von jaara
    Irgendwie dreht sich die Diskussion gerade im Kreis, oder?
    so ist es - meine Antwort auf Satyrs Posting # 424 steht hier im Thread schon mindestens dreimal.
    Und ein weiteres Mal schreibe ich sie nicht - nur wenn neue Aspekte kommen und zu einem einzelnen Aspekt gefragt wird, bin ich wieder dabei.

    Gruß, Leonie

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    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Ob das jetzt ein neuer Aspekt ist, weiß ich nicht. Aber ich glaube gerade etwas zu verstehen.

    Offensichtlich gilt für euch:

    Eingehen der Ehe = Lebenspartnerschaft
    „Verweigern“ der Ehe = Verweigern der Lebenspartnerschaft

    Das ist für mich nicht so zwingend miteinander verbunden. Ich kann mir auch eine Lebenspartnerschaft ohne Ehe vorstellen. Und zwar vor allem deshalb, weil Ehen nun mal durchaus rechtlich auflösbar sind.

    Ich persönlich würde aus der Verweigerung der Ehe eben erst einmal nur die Verweigerung der Ehe ablesen und nicht automatisch die Verweigerung der Lebenspartnerschaft.

    Ebenso wie ich aus dem Eingehen der Ehe nicht sicher schließen kann, dass ich eine Lebenspartnerschaft habe, dafür sind die Scheidungsraten definitiv zu hoch.

    Für mich heißt heute Lebenspartnerschaft: Wir wollen es ganz, ganz ernsthaft versuchen, aber wenn es nicht klappt, dann müssen wir uns leider trennen. Und dafür ist es für mich letztlich unerheblich, ob ich mal vor dem Altar gestanden habe oder nicht.

    Und wenn mir jemand sagen würde: Ich werde dich definitiv NIEMALS verlassen, dann würde ich das nicht glauben können. Dafür habe ich schon zu viele Pferde k**** sehen.

    Gruß, Jaara

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    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von jaara
    Offensichtlich gilt für euch:

    Eingehen der Ehe = Lebenspartnerschaft
    „Verweigern“ der Ehe = Verweigern der Lebenspartnerschaft
    Für mich ist das auch nicht in gleicher Absolutheit verbunden, wie bspw. für Leonie. Aber ich würde schon sehr genau hinhören, wenn einer gar nicht heiraten will, worum es geht.

    Ich will nicht wegen des Status' heiraten, sondern weil ich zum einen denke, dass die sehr bewusste Entscheidung füreinander der Lebenspartnerschaft zuträglich ist. Und zum anderen halte ich das rechtliche Modell, was damit einhergeht, für weitestgehend passend für mich, wenn auch nicht in jedem Detail. Warum soll ich das bleiben lassen, wenn es für uns vorteilhaft ist (nein, es geht nicht ums Steuersplitting)?

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

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    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von Satyr
    Weil ich nicht glauben kann das jemand wirklich MICH liebt, als Menschen, wenn er sich wegen sowas trennen würde. Da scheint es dann nicht primär um mich zu gehen.
    Ja, das ist so, das hat jaara doch gut auf den Punkt gebracht.

    Zitat Zitat von jaara
    Das ist genau das, was ich weiter oben mit der Wunscherfüllungsmaschine gemeint habe.

    Will jemand primär MICH oder primär EINE Frau um eine Familie zu gründen. Das muss sich natürlich nicht ausschließen, kann es aber.

    Wenn eine Frau sich von einem Mann trennt, weil er nicht heiraten möchte, dann IST ihr Ehe offensichtlich wichtiger als DIESER Mann. Dann IST er doch austauschbar.

    Ganz ohne Wertung ob das nun gut ist oder nicht - das ist doch ein Fakt - oder nicht?

    Gruß, Jaara
    Ich verstehe dich Satyr, ich sehe das genauso. Aber so dreht sich die Diskussion natürlich im Kreis. Es gibt Frauen und Männer, denen ihr Lebensplan wichtiger ist, als die romantische Liebe. Das muss man zur Kenntnis nehmen. Soweit ich sehe wird das auch von einigen Frauen hier nicht bestritten, z.B. Leonie. Andere haben klare Bedingungen in deren Rahmen die Liebe stattzufinden hat. Ist auch OK. Solange man sich damit abfindet, dass alles zusammen vielleicht nicht vorkommt, oder dieser Mensch zu Lebzeiten nicht gefunden wird.

    Kindisch ist es aber dem/der Auserwählten den Vorwurf zu machen, dass er/sie nicht das gleiche Lebensmodell hat wie man selber. Man will nicht abwarten, sondern genau diesen und das zu den eigenen Bedingungen. Und das kommt in diesen "Männer wollen nicht heiraten threads" immer wieder vor.
    "Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen" Eva H.

    Trinke 8 Liter Wasser am Tag, schlafe 24 Stunden, verzichte auf jeden Stress und du siehst aus wie Iris Berben.
    Länger glatte Achseln! Denn Schönheit ist Freiheit.

    Konfuzius sagt: "Die Ziege beschwert sich, dass sie einen Affen zum Mann hat."

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    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Kindisch ist es aber dem/der Auserwählten den Vorwurf zu machen, dass er/sie nicht das gleiche Lebensmodell hat wie man selber. Man will nicht abwarten, sondern genau diesen und das zu den eigenen Bedingungen. Und das kommt in diesen "Männer wollen nicht heiraten threads" immer wieder vor.
    Da habe ich jetzt ein Verständnisproblem - oder besser gesagt: ich finde Deine Ausführungen nicht logisch.

    Denn der Auserwählte praktiziert doch in dem Moment genau das gleiche Schema, oder? Er hat nicht das gleiche Lebensmodell und will seine Beziehung behalten, aber eben zu den eigenen Bedingungen (keine Heirat).

    Und wenn er sagt: Nein, unter den Umständen (sie "heiratswütig"), kann ich mir eine Fortsetzung der Beziehung nicht vorstellen - dann ist es doch wieder nicht die "romantische Liebe", bei der man den anderen mit all seinen Macken (also auch dem Heiratswunsch) akzeptieren muss.

    Wann immer man sagt "der/die andere könnte doch einfach" (abwarten, meine Heiratsunwilligkeit ein für allemal akzeptieren), kann der andere doch mit dem Gleichen Recht argumentieren "er/sie könnte doch einfach" (mich jetzt heiraten).

    Da finde ich ein pragmatisches "passt nicht" deutlich weniger egozentriert.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


  7. Inaktiver User

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von minstrel
    Da habe ich jetzt ein Verständnisproblem - oder besser gesagt: ich finde Deine Ausführungen nicht logisch.

    Denn der Auserwählte praktiziert doch in dem Moment genau das gleiche Schema, oder? Er hat nicht das gleiche Lebensmodell und will seine Beziehung behalten, aber eben zu den eigenen Bedingungen (keine Heirat).

    Und wenn er sagt: Nein, unter den Umständen (sie "heiratswütig"), kann ich mir eine Fortsetzung der Beziehung nicht vorstellen - dann ist es doch wieder nicht die "romantische Liebe", bei der man den anderen mit all seinen Macken (also auch dem Heiratswunsch) akzeptieren muss.

    Wann immer man sagt "der/die andere könnte doch einfach" (abwarten, meine Heiratsunwilligkeit ein für allemal akzeptieren), kann der andere doch mit dem Gleichen Recht argumentieren "er/sie könnte doch einfach" (mich jetzt heiraten).

    Da finde ich ein pragmatisches "passt nicht" deutlich weniger egozentriert.

    Das sehe ich auch so.

    Entgegenkommen muss auf beiden Seiten sein.

    Sich einfach zu verweigern, weil Mann Angst hat (wovor auch immer), zeigt genauso deutlich, dass es ihm nicht um die Frau geht, (dass seine Liebe nicht reicht) wie umgekehrt.

  8. User Info Menu

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Nö. Wenn ich mich der Heirat verweigere weil ich das Staatliche Paket doof finde, hat das ncihts mit der Liebe zu tun. Es geht nur darum das der Staat sich für mich dann zu viel einmischt in eine Beziehung, aus der er sich vorher rausgehalten hat.

    Das hat rein garnichts mit "zu geringer Liebe" zu tun. Das wird nur leider oft fehlinterpretiert. Was, wenn man es weiter spinnt, eine Art Erpressung wird. "Wenn Du mich liebst.. dann.."
    Klingt für mich irgendwie nicht Partnerschaftlich.

  9. User Info Menu

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    jetzt wirds aber spannend, minstrel

    Ich stimme dir zu, dass es auch von dem Heiratsunwilligen kindisch wäre, die Heiratswillige dauerhaft überreden zu wollen, unverheiratet zu bleiben, wenn sie so sehr daran hängt.

    Aber: sind wir nicht einig, dass sich die Liebe selbst genug ist? Die Reihenfolge ist doch folgende: Liebe ensteht und ein unverheiratetes Paar bildet sich. Die Bedingung Heirat wird von einem gestellt, der schon alles hat, nämlich die Liebe des anderen. Diese Liebe ist groß oder nicht, sie kann nicht durch eine Ehe bewiesen werden.

    Die Ehe ist eine Wirtschaftsgemeinschaft. Es ist doch kein Zeichen von Liebe eine Wirtschaftsgemeinschaft zu gründen.

    Die Liebe und die Ehe als eins zu betrachten, ist, aus meiner Sicht, nicht zu begründen. Es sei denn, man ist religös. In jedem Falle scheint mir der soziale Status, einschließlich Hochzeit mit entsprechender "Kulisse", überlebenswichtig für die Selbstdefinition der/des Ehesuchenden. Dagegen kann man nichts machen. Nicht ohne Grund gab es zu früheren Zeiten die Moralvorstellung: Kein Sex vor der Ehe. Die angestrebte Gemeinschaftsform war die Ehe, nicht die Liebe. Das wollten die letzten Generationen ändern. Diese Bedingung ist überholt.

  10. Inaktiver User

    AW: Männer, die nicht heiraten wollen...

    Zitat Zitat von reiner

    Aber: sind wir nicht einig, dass sich die Liebe selbst genug ist?
    Nein, sind wir nicht. Ganz und gar nicht.

    Die Ehe gibt es nun mal, und auch Beziehungen ohne Trauschein, und das sind eben eindeutig unterschiedlich verbindliche Formen der Bindung.

    Solange es diese verschiedenen Arten also gibt, und das bestimmt eben nicht das Individuum, sondern die Realität, ist für mich eine Bindung ohne Ehe immer weniger verbindlich und damit für mich zweitklassig. Und mit zweitklassigem geb ich mich nicht zufrieden. Auch nicht im Vegleich mit anderen, den ich durchaus anstelle. Ich nehm niemand ab, dass er sein Leben völlig individuell und unbeeinflußt von jeglichen gesellschaftlichen Normen lebt, das wär ja nahezu autistisch.

    Nein, ich lebe in einer Gesellschaft mit Konventionen, zu denen ich zwar eine persönliche Haltung entwickeln kann, aber leugnen, dass diese bestehen, geht nicht. Und da ist es eben so, dass eine Ehe immer noch mehr respektiert wird als eine bloße Beziehung, und ich stehe dazu, dass mir das was bedeutet. Ich lebe nämlich nicht im luftleeren Raum, sondern in dieser Gesellschaft.

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