Ich zum Beispiel. Wir haben Ringe und ich trage meinen normalerweise täglich. Mein Mann trägt seinen selten bis nie. Hab ich kein Problem damit. Is halt nicht seins.
Hätte ich auch gemacht. Da war ich völlig offen, wie wir das machen. Wir hatten dann letztlich Standesamt und eine Party. Ringe haben wir auch, aber siehe oben, meinem Mann sieht von außen keiner an, dass er ne Ehefrau hat. Kirche? Nix. Gleicher Name? Auch nix. Und trotzdem sind wir voll verheiratet... und das auch noch freiwillig...Ich möchte wissen, wieviel Menschen weniger sich für die Ehe entscheiden würden, wenn der Partner heiraten will, jedoch keine Kirchenzeremonie möchte, keine Gäste (sondern allein auf einer karibischen Insel oder sowas) und sowohl Ringe als auch den gleichen Nachnamen ablehnt.
Das stimmt rational gesehen sicherlich in vielen Fällen, wenn wir mal von Sachen absehen wie Aufenthaltserlaubnis oder sowas. Zumal ich ja drauf warte, dass endlich das unsägliche Ehegattensplitting abgeschafft und durch ein Familiensplitting ersetzt wird. Denn der Trauschein ist derzeit, machen wir uns nichts vor, Monat für Monat viel bares Geld an Steuerersparnis wert, wenn ein Partner wenig oder nichts verdient, aus welchen Gründen auch immer. Und das auch bei Kinderlosen. Absurd.Meiner lautet: Weils überflüssig ist.
Emotional gesehen macht es aber doch einen Unterschied zu vorher, auch wenn sich de facto ja nichts ändert (bei uns nichtmal die Namen, eigentlich nur die Steuerklassen). Das ging mir schon so, dass es irgendwie einen Unterschied machte, auch wenn ich den nicht super genau erklären kann. Wir waren ja vorher auch schon einige Jahre verbindlich zusammen -trotzdem war es dann ein "Ja" sagen, das vorher nicht so klar da war. Irgendwie so... Ich denke, VanDyck trifft es mit "es hat durchaus mit etwas spirituellem zu tun" ganz gut. Eine Garantie gegen Trennung ist es sicher nicht, aber diese romantische Illusion habe ich mir nie gemacht...
Ich finde es aber völlig ok, wenn das nicht jeder will. Schwierig wird es halt (und das war ja eigentlich das Thema), wenn einer nicht will und der andere schon. Blöd... wobei ich da bei vielen (man liest das Thema hier in der Bri ja öfter) das Gefühl habe, dass der Partner (nunja: der Mann, es sind ja eigentlich immer die Frauen, die sehnsüchtig auf einen Antrag warten) erraten soll, was sie sich wünschen. Und das funktioniert natürlich nicht.
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13.05.2012, 22:55
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
“Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)
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13.05.2012, 22:57
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
“Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)
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13.05.2012, 23:01Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Sicher. Mein Post ist aber im Zusammenhang mit dem Post von schnellschnell zu sehen, die ja folgendes schrieb:
Ich seh es auch so, es geht in erster Linie darum, wie es sich anfühlt. Und wer beim Gedanken an eine Heirat nichts empfindet, der wird wahrscheinlich auch vieles andere nicht nachempfinden können, was mir wichtig ist. Schreckliche Vorstellung in einer Beziehung.
Ich finde es einfach schrecklich sich zu erdreisten so über andere Beziehungen zu urteilen, wenn man gar nicht weiss, was für eine gemeinsame (Liebes-)Geschichte die Paare haben.
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13.05.2012, 23:23
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13.05.2012, 23:32Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
ich urteile hier nicht über andere Beziehungen, ich rede über mich. Und ich finde es extrem anstrengend wenn nicht gelesen wird was man schreibt sondern sowas immer in Betroffenheitsgeblubber erstickt.
MIR bedeutet Heiraten viel, wie ich schon schrieb, MIR ist es wichtig, und daher fürchte ich, dass ein Mann dem das rein gar nichts sagt auch sonst nicht viel von dem nachfühlen kann was mir viel bedeutet, emotional. Mit den Beziehungen von anderen Leuten hat das nichts zu tun, also lass deine Anwürfe einfach stecken.
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13.05.2012, 23:33
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13.05.2012, 23:37Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Auch "sich eine Geliebte nehmen" entspricht nicht meinem Männer und Frauenbild, genauso wenig wie "einer anderen den Mann ausspannen".
Der Grund eine Beziehung zu beenden wäre das für mich sicher nicht - vielleicht der Anlass. Die Ursache für das Scheitern läge aber sicher woanders.
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13.05.2012, 23:37Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
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13.05.2012, 23:37
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Da du noch nichtmal geäußert hast, was dir (außer der Eheschließung) noch wichtig ist, woher willst du dann wissen, dass andere das nicht nachempfinden können?
Man kann von einer Einstellung zu einem Papier nicht auf Emotionen in diversen Bereichen schließen. Emotionen sind etwas, das in einem Menschen entsteht, Papier ist etwas, das aus Bäumen gemacht wird. Es wird gebleicht, was draufgedruckt und man kann es falten. Emotionen nicht.MIR bedeutet Heiraten viel, und daher fürchte ich, dass ein Mann dem das rein gar nichts sagt auch sonst nicht viel von dem nachfühlen kann was mir viel bedeutet, emotional.
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13.05.2012, 23:45
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Lies nochmal:
Wer ist denn wer... der...? Du selbst?Und wer beim Gedanken an eine Heirat nichts empfindet, der wird wahrscheinlich auch vieles andere nicht nachempfinden können, was mir wichtig ist. Schreckliche Vorstellung in einer Beziehung.
Das ist keine Haltung sondern eine Unterstellung, gerichtet an eine Allgemeinheit.Irgendwie scheint es schon sehr zu provozieren wenn andere da eine klare Haltung dazu haben... obwohl doch so wurscht ist was andere denken??




Zitieren
... sinngemäß: Wem Erdbeeren egal sind, der kann kein Müsli kennen. Weil Erdbeeren gehören da ja drauf.

