mirca hat schon einiges dazu gesagt, was ich auch so unterschreien möchte.Zitat von Inaktiver User
um es noch mehr zu verdeutlichen:
ich bin nicht gläubig. also will ich keinen göttlichen segen für meine verbindung oder mein kind.
ich bin genauso wie micra auch der meinung, dass auch der staat nichts mit meiner beziehung zu tun hat. ich wehre mich gegen eine staatliche lizenzierung der bindung und setze mich auch politisch dafür ein, dass die privelegien der ehe gestrichen werden.
und ich will mir auch von den menschen, die ich liebe nicht vorschreiben lassen, wie ich meine beziehung führe. denn das geht nur meinen freund und mich etwas an. klar, frage ich um rat und bitte um hilfe. aber es bedarf für mich keiner öffentlichen zeremonie um meinem partner ernsthaftigkeit oder sonstiges zu demonstrieren. und ich bin nach wie vor überzeugt, dass die mehrheit der heiratenden das nicht für sich und den partner machen, sondern weil es einen gewissen gesellschaftlichen druck gibt. "es gehört halt dazu".
für mich nicht. keine institution muss meine beziehung "legalisieren". das machen wir schon selbst.![]()
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15.12.2007, 10:20Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
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15.12.2007, 10:55Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Zitat von Inaktiver User
Mancher hat schon geglaubt, dass wahre Glück gefunden zu haben, bis der der eine/die eine kam, plötzlich war alles anders.
Und meine Einstellung ist auch nicht das "Normmass".
Es sind Erfahrungswerte, die ich hier zum Besten gebe.
Du musst auch nicht glauben, was ich schreibe.
Vielleicht machst Du die Erfahrung eines Tages selber.
Ich habe sie gemacht, und seitdem weiss ich, dass es diese sprichwörtlich "grosse Liebe" gibt.
Gefühle, die alles verändern.Geändert von Inaktiver User (15.12.2007 um 10:59 Uhr)
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15.12.2007, 10:57Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Glück ist nicht gleich Glück.
Zitat von Satyr
Es gibt viele Formen des Glücks, aber nur eine "GROSSE" Liebe.
(Ob man im Alter diese Gefühle auch noch haben kann, und dann unbedingt auch noch heiraten möchte, weiss ich nicht.)
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15.12.2007, 11:07
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
@stine:
Für meinen Geschmack legst Du den Schwerpunkt zu sehr auf die Liebe - als würde dieses Gefühl alles mögliche "passend machen".So sehe ich das nicht. Die Lebensentwürfe müssen auf jeden Fall passen.
Für mich gehört die Hochzeit einfach nichts so fix zum Lebensentwurf. Abweichende Vorstellungen zum Thema Familienplanung wären dagegen für mich auf jeden Fall ein Ausschlusskriterium.
Ich verstehe Leonies und ewks Konzept deshalb sehr gut. Ich "begreife" nur noch nicht so ganz.
Wie soll ich jemandem glauben, dass er sich für mich entscheidet, der keine Ehe will?
Reicht es denn nicht, wenn er zum Beispiel bereit ist
oder sich eben eine Familie mit mir wünscht?berufliche Entscheidungen vom Partner abhängig zu machen,
Und macht es evtl. einen Unterschied, ob jemand
a) selbst keinen dringenden Heiratswunsch verspürt (d.h. in dieser Richtung initiativ wird)
oder
b) sich mit Händen und Füssen gegen eine von mir gewünschte Ehe sträubt?
Mir scheint, hier wird bei "Nicht-Heiratern" immer b vorausgesetzt. Das würde mich allerdings auch skeptisch machen. Für a hingegen habe ich viel Verständnis.Gefahr im Küchenschrank
Er steht im mittleren Regal,
ganz hinten in der Ecke.
Wann und wie ist ihm egal,
so hockt er im Verstecke.
Er kichert still in sich hinein,
gibt nicht den kleinsten Mucker.
Er ist so listig und gemein.
Der raffinierte Zucker.
Peter Sendtko
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15.12.2007, 11:09
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Ich bezweifel das sie die 30 Jahre zusammen wären, wenn sie sich nicht sehr stark lieben würden. Man sieht es in jedem Blick, den sie sich zuwerfen, in jeder Interaktion der Beiden miteinander.
Zitat von Inaktiver User
Es ist schön und gut, das Du eine Einstellung hast die auf Deinen Erfahrungen beruht. Nur sind Deine Erfahrungen eben nicht die einzigen, die man machen kann.
Liebe, auch die große Liebe, kann ohne Trauschein wunderbar funktionieren.
Dies anzuzweifeln, fände ich schon ein wenig anmaßend :)
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15.12.2007, 11:42Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Ich zweifel hier nichts an.
Zitat von Satyr
Und, wenn Menschen 30 Jahre glücklich zusammenleben, werden sie sich auch lieben.
Ich liebe meinen Sohn auch und könnte mir ein Zusammenleben mit ihm auch gut vorstellen.
Aber, es gibt noch etwas anderes, als gutes Verstehen, glücklich und zufrieden miteinander zusammen sein.
Und dass die grosse Liebe ohne Trauschein funktioniert, zweifel ich auch nicht an.
Ich sage lediglich, läuft einem die "grosse Liebe" über den Weg, ist man überrascht, wie sehr man sich die "Klammer" dann wünscht. Dann möchte man Enge, Zusammengehörigkeit, verwandtschaftliche Bande, die man eben nur durch eine Heirat erreichen kann.
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15.12.2007, 11:58
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Und das sehe ich ein wenig differenzierter :)
Natürlich möchte man dann enge Bande... ich denke aber nicht, das man diese nur durch eine Heirat bekommen kann. Dafür können Ehen viel zu leicht aufgelöst werden, heutzutage.
Die Ehe ist einfach keine "wirkliche" Verpflichtung mehr auf Lebenszeit. Was ja auch gut ist, nicht falsch verstehen. Aber dann zu sagen das NUR dadurch die Bande enger werden können, finde ich nicht ganz passend. Die Bande von denen man da redet, sind doch größtenteils im Kopf und nicht mehr rechtlicher Natur wie früher.
Abgesehen vom gleichen Namen, lassen sich alle rechtlichen Bande auch ohne Ehe knüpfen, das ist kein Problem. Und einige davon fände ich sicher auch ganz klasse, bei meiner großen Liebe.
Ich persönlich finde es halt romantischer sich seine "eigene Ehe" zu basteln, weil sie dann exakt das darstellt, wohinter das Paar steht, was das Paar möchte - Sie und ich, gemeinsam. Und nicht das, was der Staat unter Ehe versteht.
Das heisst nicht das ich etwas gegen Leute habe die "klassisch" heiraten. Ich finde es nur anmaßend deren Modell über ein anderes zu stellen und zu sagen das nur dieses "wahre Liebe" oder "echte Bande" bringen kann. Das stimmt nämlich nicht :)
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15.12.2007, 12:10
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Hallo Minstrel,
ich habe beim Schreiben schon gewußt, dass dieser Punkt evtl. missverständlich sein könnte:
Es ist wohl eine Definitionssache. Ich sehe die "Liebe" nicht als eine rosa-rote Wolke, sondern das vollkommene Annehmen der anderen Person, mit den Stärken und Schwächen, mit den Schrulligkeiten und auch nicht zu mir passenden Seiten. Denn die gibt es immer. Erst, wenn ich mein Gegenüber genauso wie er ist LIEBEN kann, würde für mich der nächste Schritt folgen: Der Gedanke an Heirat. Wenn nun aber genau dieser Mensch mir sagt, dass er nicht (oder nicht mehr) heiraten möchte und mir eine Erklärung gibt, dann stelle ich sein Wohl über die Sache. Was bringt mir eine Heirat die nicht 100% gewollt ist.@stine:
Für meinen Geschmack legst Du den Schwerpunkt zu sehr auf die Liebe - als würde dieses Gefühl alles mögliche "passend machen".So sehe ich das nicht. Die Lebensentwürfe müssen auf jeden Fall passen.
Mir bleibt dann zu gehen, oder das zu akzeptieren, weil ICH will ja etwas, was der andere mir nicht geben kann, zumindest nicht in dieser Zeit.
Wenn ich gehe, weil ein Lebensplan den ich mir zurecht gelegt habe und der von meinem Gegenüber mitabhängig ist, stelle ich mein Ego über seines. Das ist in meinen Augen keine Liebe.
Ich hatte es auch in einem anderen Posting geschrieben, dass Herz und Verstand auch immer zusammenfließen sollten bei der Partnerwahl. Aber ich verstehe es nicht so, dass ich meine starren Vorstellungen um jeden Preis durchsetzen sollte.
Gruß Stine
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15.12.2007, 12:17
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Eben. Und dann bleibt die Frage, ob ich jemanden lieben kann, in dessen Lebensplan Hochzeit keine Rolle spielt bzw. ob mir das so wichtig ist, dass ich das vorher kläre.Erst, wenn ich mein Gegenüber genauso wie er ist LIEBEN kann
Es gibt ja sicher auch Bedürfnisse (oder Nicht-Bedürfnisse) Deines Gegenübers, die ein Lieben für Dich unmöglich machen.
Für mich wäre es zum Beispiel sein Nicht-Bedürfnis, echte Freunde zu haben, oder sein Nicht-Bedürfnis Kinder zu haben oder sein Bedürfnis, Steuern zu hinterziehen oder....
Heiraten gehört für mich nicht in diese Kategorie - für Leonie und ewk aber eben schon. Das hat aber doch nichts damit zu tun, dass sie einen geliebten Partner nicht so annehmen wie er ist. Nur eben damit, dass ein geliebter Partner per Definition kein Nichtheirater ist.Gefahr im Küchenschrank
Er steht im mittleren Regal,
ganz hinten in der Ecke.
Wann und wie ist ihm egal,
so hockt er im Verstecke.
Er kichert still in sich hinein,
gibt nicht den kleinsten Mucker.
Er ist so listig und gemein.
Der raffinierte Zucker.
Peter Sendtko
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15.12.2007, 12:17
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Zitat von Minstrel: a) selbst keinen dringenden Heiratswunsch verspürt (d.h. in dieser Richtung initiativ wird)Das geht mir auch so mit dem Verständnis. Nur hat man einen Menschen gefunden, den man wirklich liebt - und ich spreche hier nicht von einem Wunscherfüller oder Verliebtheit, dann ist dieser Punkt aus meiner Sicht zu vernachlässigen.Für a hingegen habe ich viel Verständnis.
Denn auch wenn ich "mehr" lieben sollte, als der andere, oder mir das dann einrede, ... dann ist es eben so. Einer liebt immer/oft mehr als der andere.
Ansonsten würde es für mich überspitzt heißen: Frau sucht einen Mann, der sich vor ihr klein macht. Und ganz selbstverständlich seine Heiratsabneigung abstellt.
Gruss von Stine


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