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28.04.2010, 14:39
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
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28.04.2010, 14:39
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Das ist dann aber Deine sehr, äh, eigene Interpretation des Begriffs.
Ein Wertesystem ist ein System aus Werten und kann sonstwoher kommen. Von anderen, aus Dir selbst, aus übernommenen Werten, aus bewußten Abgrenzungen... in den meistne Fällen ist es wohl eine Mischung.
Aber ein Zusammenspiel von Werten bleibt ein Wertesystem. Und sollte natürlich mit dem eigenen Empfinden übereinstimmen, wenn ich einen Wert nicht als stimmig sehe, übernehme ich ihn ja hoffentlich nicht.Die Ente bleibt draußen.
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28.04.2010, 14:40Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
ohne Verbindlichkeit keine Beziehung - klar.
aber es gibt Beziehungen unterschiedlicher Stufen von Verbindlichkeit - alles andere ist am Leben vorbei und sich selbst in die Tasche gelogen.
und anfangs ist die Verbindlichkeit noch nicht so groß.
und dann kann man darüber diskutieren, welche Stufen es da gibt, wer welche wann realisieren möchte, ob sich ein Paar da einig ist, wie das wem kommuniziert wird, und wie man das erreichen kann.
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28.04.2010, 14:42
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28.04.2010, 14:44Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
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28.04.2010, 14:46Inaktiver User
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28.04.2010, 14:49
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
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28.04.2010, 14:52Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Ein recht gutes Beispiel
aber auch hier wundert mich immer wieder die übliche Form, die du erwähnst. Klar ist die Ehe die übliche Form. Früher war es die Ehe vor dem Herrn, dann wurde die Kirche durch den Staat ersetzt und die die die Ehe nur als christliche Form anerkannt haben, sahen eine Teufelspirale abwärts und einen Sittenverfall. Aber was will man machen, wenn die Leute nicht mehr an die Kirche glauben.
was will man machen wenn die Leute (okok: ich ) nicht an eine staatliche Kompetenz in privaten Angelegenheiten glauben. Gerne schließe ich Verträge, gebe meinen Schlüssel meinem Liebsten oder stelle ihn selbstverständlich meinen Freunden vor.
In deinem Beispiel geschieht bei mir etwas ganz anderes: Wenn meine Schwester dieses Geld nicht zurückzahlt, dann hat sie und davon gehe ich aus, etwas aufgegeben was sehr viel mehr wert ist, wie die wirklich verliehenen 100000 Euro. Und das sollte sie wissen, wenn nicht hat sie einen an der Waffel. Ich würde 10000 Euro auch nur rausgeben, wenn ich auf das Geld eh verzichten könnte, das ist der riesige Unterschied zu einer Partnerschaft.
In einer Partnerschaft gibt man ja etwas, ohne dass man eine Rechnung aufstellt wie viel jetzt zurückgekommen ist.
Ich verstehe diesen Zusammenhang nicht mit dem Hintertürchen...[COLOR="Blue"]Manchmal fällt mir folgendes Gleichnis ein:
Wir treffen uns auf einer Insel - jeder hat hinter sich eine Brücke aufs Festland. Die Insel ist unsere Beziehung.
Die Eheschließung wäre ein Zerstören der Brücken - es gibt keinen Plan B mehr.
Jetzt kann man argumentieren: Wir zerstören unsere Brücken nicht - wir wollen, dass jeder freiwillig auf der Insel bleibt.
Und wenn es ihn mal wegzieht - dann soll er seine Brücke nehmen.
Oder: Wenn er nicht bereit ist, seine Brücke zu zerstören, dann braucht er ein Hintertürchen - er will die Möglichkeit haben, leicht wegzukommen. Jemandem, der seine Brücke behalten will, glaube ich nicht, dass er fest vorhat, mit mir auf der Insel zu bleiben, egal was kommt. Und daran zu arbeiten, dass es auf der Insel schön wird, auch wenn das mal anstrengend ist - er braucht ja seine Outside-Option.
Entweder Partnerschaft oder Hintertürchen, beides aufeinmal gibts nicht. Aber ich denke von einer Partnerschaft auch nicht in Analogie zu einer Insel, ich bin ein Kontinentalmensch, selbst Nordamerika ist mir zuviel Einheitsbrei aus Sprache und Kultur.
Und warum führst du vorher eine Partnerschaft in der die Brücken noch da sind? Bei einer Partnerschaft wäre bei mir nie eine Brücke vorhanden, bzw. es viel eher ein Liebesbeweis, wenn du es so nennen willst, wenn er trotz Brücke, diesen Weg garnicht benutzt.Und wenn es gar nicht mehr geht auf der Insel - so ganz gar nicht mehr - dann käme ich auch ohne Brücke weg - im großen Notfall muss ich dann eben schwimmen oder paddeln oder den Seenotrettungskreuzer rufen.
Denn das ist mal ein ganzes Stückchen schwieriger, sich selber kurz vor der Brücke stehend dazu zu überwinden, sie nicht zu benutzen. Man hat die Möglichkeit, tut es aber trotzdem nicht.
Viel leichter ist es eine Ehe zu annulieren...
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28.04.2010, 14:53
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Wie kann man denn damit nichts anfangen können, selbst wenn man eine andere Auffassung hat? Versteh ich nich ...

Apropooo Auffasung/Meinung: Die ganze Geschichte um die es hier geht, ist aus meiner Sicht viel zu sehr jenseits der Ratio gelagert, als das man es hier sozusagen verstandesgemäß in irgendeiner Form 'klären' könnte.
VanDyck
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28.04.2010, 14:56
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Und da fehlt mir der Zeitaspekt. Eine Ehe dauert hoffentlich sehr, sehr lange. Und da fürchte ich, dass es auch Zeiten geben kann, wo die Kraft gerade nicht da ist, wo sie über längere Zeit nicht da ist. Das muss aber nicht heißen, dass sie nie mehr da sein wird. Es geht mir darum, solche Zeiten zu überstehen, gemeinsam herauszufinden, Geduld für Krisen des Partners zu haben. Da hoffe ich, dass das Wissen um das gegenseitige, ernsthafte Versprechen eine zusätzliche Kraftquelle sein kann, um das durchzuhalten. Mir - und wohl allen hier - geht es nicht darum, dass eines Tages die Kraft für immer weg ist und man dann wenigstens wegem dem Trauschein für den Rest der Zeit zusammenbleibt.
Aber das konnte man schon aus den vorherigen Beiträgen verstehen, wenn man denn wollte, oder?
Ich dachte zwar, dass es hier schon sehr oft geäußert wurde, aber dann (von mir) noch ein letztes Mal:
Es geht (mir) darum, dass man sich an ein eigenes Versprechen gebunden fühlt, nicht an einen Wisch. Der Wisch ist nur Ausdruck davon. Wenn der Wille dahinter aber weg ist, ist das ganze nichts mehr wert, das ist klar.
Wir sind übrigens auch eine Familie, wo man sich zwar einerseits problemlos größere Beträge leihen würde, aber andererseits selbstverständlich dies schriftlich festhalten würde inkl. der vereinbarten Rückzahlungsmodalitäten. Wir haben schon unbedeutendere Dinge schriftlich festgehalten. Mir gefällt die Analogie.Die Ente bleibt draußen.



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