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28.04.2010, 13:49Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
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28.04.2010, 13:53Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
@sesam,
auch wenn ich Deinen Mann weiterhin verstehen kann - ich kann Dich jetzt besser verstehen - das war ja schon in Wort und Tat sehr explizit von Dir.
und ich kann auch verstehen, dass Du "allergisch" darauf reagierst, wenn nicht klar ist, ob er das aus sich heraus will, oder ob er das will, weil seine Familie das will.
klar kann man das nicht immer trennen - denn meine Vorstellungen sind natürlich von Erziehung und Vorbildern und Umfeld geprägt - und auch wenn ich anderer Meinung bin, kann ich die Einstellung meiner Familie doch in der Regel nachvollziehen und möchte sie nicht vor den Kopf stoßen.
trotzdem macht es natürlich einen Unterschied, ob es sein eigenes Bedürfnis ist, oder ein abgeleitetes.
Gruß, Leonie
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28.04.2010, 13:53
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Nein, ich glaube nicht, dass ich das falsch verstanden habe. Zum einen habe ich hier erläutert, warum ICH mich mit diesem Bild schwer tue- damit unterstelle ich aber anderen nicht, dass sie das genauso sehen.
Zum anderen geht es mir nicht um die Tage, wo man glücklich und zufrieden morgens aufwacht. Die sind eh klar, oder? Auch in einer unverbindlichen Beziehung bzw. einer, die "bis auf weiteres" gedacht ist (und in der Zeit, wo sie läuft, natürlich trotzdem eine gewisse Verbindlichkeit haben kann). Solange ich denke "oh wie schön" führe ich eine Beziehung weiter. Aber ich gehe davon aus, dass es auch Durststrecken geben wird. Tage, Wochen, Monate, wo ich mich nicht so fühle, wo mein Partner nicht so fühlt. Und da möchte ich darauf vertrauen können, dass wir da einen Weg heraus suchen, damit es wieder schön wird - wenn auch vieleicht anders als vorher - jeder für sich und beide gemeinsam. Und genau dieser Aspekt fehlt mir in der Aussage "ich entscheide mich jeden Tag neu" - womit ich nicht unterstelle, dass die Leute, die das sagen, unverbindlich leben. Es fehlt mir nur in der Formulierung.
Es war ein Bild, eine Metapher. Für mich gehört es nicht zu einer Ehe, ein Haus zu bauen.Diese Analogien zu materiellen Besitztümern finde ich ehrlich gesagt ein wenig gruselig.
Eine Ehe hat doch nichts mit Besitztum zu tuen.
Das Haus stand hier für die Beziehung selbst, die einen festen, verläßlichen Grund braucht.
Ich heirate allerdings nur jemanden, von dem ich glaube, dass er dieses Versprechen genauso ernst nimmt, wie ich.
Für mich ist die Ehe eben nicht das Gefängnis, was es technisch unmöglich macht, etwas anderes zu leben: morgen zu gehen, Geliebte nebenher zu haben, anderswo Kinder zu zeugen etc. Es geht mir um den Willen und die Manifestation dieses Willens - z.B. im Eheversprechen.Die Ente bleibt draußen.
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28.04.2010, 13:55Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
das würde ja endgültiger Entscheidung nicht widersprechen.
aber hier wurde der Gegensatz aufgebaut "ich kann/will mich nicht endgültig entscheiden, ich entscheide mich täglich neu."
Und was ist denn, wenn ich diese tägliche Kraft mal nicht habe - weil ich z.B. gerade überhaupt nur sehr wenig Kraft habe oder sie für anderes brauche, warum auch immer?
Und was ist, wenn "böse Tage" sind, wenn das Paar es gerade mal schwer miteinander hat?
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28.04.2010, 13:57Inaktiver User
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28.04.2010, 13:58Inaktiver User
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28.04.2010, 14:01Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Du musst das ja auch nicht machen, aber bitte unterstelle doch anderen nicht ständig etwas.
Es muss ganz einfach nicht so sein, dass
Dein Fall a) der andere sich einlassen will
Dein Fall b) das ganze ein Deckmanel für etwa ist.
Du siehst das so, deshalb hast Du ja auch geheiratet. Das war Deine Entscheidung aufgrund Deiner Meinung, Erfahrung, Prägung etc.
Das ist macht Deine Entscheidung aber nicht allgemeingültig oder auch nur passend für andere.
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28.04.2010, 14:04Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
@Verheiratete, ich habe Dein Bild mit dem Arbeitsvertrag schon verstanden - befristeter vs. unbefristeter Vertrag steht für "Beziehung" und "Ehe".
aber ich denke, eine "ernste Beziehung" ist nicht mit einem befristeten Vertrag vergleichbar - das wäre unfair denjenigen gegenüber.
ich würde "unbefristeter Vertrag" gegen "gegenseitiger Verzicht auf Kündigungsrecht" verstehen, bzw. Kündigung nur im absoluten Notfall. Verbunden damit, dass man für den anderen verantwortlich bleibt, auch nach der Ehe.
Edelherbs Haus finde ich ein schönes Bild - für das, was man in der Ehe gemeinsam aufbaut - nicht nur die Beziehung selbst, sondern vieles mehr.
Noch 2 Gleichnisse, die natürlich auch hinken, aber Aspekte klar machen:
Wenn ich meiner Schwester 100000 Euro leihen möchte und das mit ihr verabrede, dann habe ich natürlich Vertrauen darein, dass sie mir das zurückzahlt. Aber bei der Größenordnung ist es doch normal und üblich, auch innerhalb der Familie, innerhalb der man gegenseitig vertraut, darüber etwas schriftlich festzuhalten.
Und wenn sie dann plötzlich nicht bereit wäre, das Vereinbarte zu unterschreiben - dann würde ich doch stutzig werden und mein Vertrauen würde brüchig.
Natürlich ist eine Ehe kein Kreditvertrag - aber wenn jemand nicht bereit ist, das Versprechen in die übliche Form zu bringen und das zu unterschreiben - dann würde ich stutzig.
und folgendes habe ich hier schon einmal geschrieben - ich kopiere es mal rein:
Manchmal fällt mir folgendes Gleichnis ein:
Wir treffen uns auf einer Insel - jeder hat hinter sich eine Brücke aufs Festland. Die Insel ist unsere Beziehung.
Die Eheschließung wäre ein Zerstören der Brücken - es gibt keinen Plan B mehr.
Jetzt kann man argumentieren: Wir zerstören unsere Brücken nicht - wir wollen, dass jeder freiwillig auf der Insel bleibt.
Und wenn es ihn mal wegzieht - dann soll er seine Brücke nehmen.
Oder: Wenn er nicht bereit ist, seine Brücke zu zerstören, dann braucht er ein Hintertürchen - er will die Möglichkeit haben, leicht wegzukommen. Jemandem, der seine Brücke behalten will, glaube ich nicht, dass er fest vorhat, mit mir auf der Insel zu bleiben, egal was kommt. Und daran zu arbeiten, dass es auf der Insel schön wird, auch wenn das mal anstrengend ist - er braucht ja seine Outside-Option.
(Und dann breche ich meine Brücke auch nicht ab - und werde mich im Zweifel auch erinnern, dass sie da ist, und sie benutzen. Denn wir haben ja nicht vereinbart, dass es keine Brücken mehr gibt.)
Also - ich gehöre zu denen, die die Brücken abbrechen wollen - die werden nicht mehr gebraucht - und ohne Brücken wird die Beziehung besser, tiefer, mit mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Meine jedenfalls, weil ich mich nicht richtig einlasse, wenn es noch Brücken gibt.
Vielleicht zerfallen die Brücken auch im Laufe der Zeit von alleine und der Rückweg wird sowieso immer schwieriger - aber ich will lieber die Entscheidung. Und man kann sich auch zu leicht täuschen, wie gut die Brücke des anderen noch in Schuss ist (oder sogar gepflegt wird in Gedanken).
Und wenn es gar nicht mehr geht auf der Insel - so ganz gar nicht mehr - dann käme ich auch ohne Brücke weg - im großen Notfall muss ich dann eben schwimmen oder paddeln oder den Seenotrettungskreuzer rufen.
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28.04.2010, 14:07Inaktiver User
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28.04.2010, 14:10



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