Bist du der Meinung, dass man in dieser Beziehung auf langfristige Sicht glücklich werden kann?Zitat von Inaktiver User
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28.06.2008, 18:07Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
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28.06.2008, 18:08Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Zitat von Inaktiver User
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28.06.2008, 18:11Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
....wenn es eine Grundvoraussetzung für den Einzelnen wäre und die Liebe eben nur deswegen aufrecht erhalten bzw. wachsen kann:
nein.
Ich kann aber auch wieder nur mit unserer Beziehung vergleichen (und wie gesagt: es gibt für mich keine Norm!!!):
wir haben wirklich alles auf uns zukommen lassen.
Wir wussten bei unserer Eheschliessung weder, ob wir Kinder wollen, schon gar nicht, dass wir mal nach Afrika fliegen werden, um dort eines zu adoptieren und überhaupt nicht, dass wir mal ein schwerbehindertes Pflegekind aufnehmen.
Sämtliche andere "nicht selbstgemachte" Probleme, die noch gekommen sind, waren auch nicht absehbar.
Was uns verbunden hat, war die "Lust auf das Abenteuer: gemeinsam Leben."
Vermutlich war das unsere Grundvoraussetzung.
Aber die war uns nicht bewusst. Es ging im Prinzip um uns selbst, alles andere war uns egal.
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28.06.2008, 18:15Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
umgekehrt schreibst Du ja aber, dass sogar Ehen an ungewollter Kinderlosigkeit zerbrechen.
Zitat von Inaktiver User
dann verspreche ich doch keinem die Ehe, wenn ich solche Divergenzen schon merke.
(oder doch - irgendwo müssen die Scheidungen ja herkommen - und das "Auseinander-Leben" überzeugt mich nicht so richtig).
aber genau deshalb finde ich ja, dass so grundlegende Fragen früh in der Beziehung geklärt werden sollten - möglichst bevor tiefe Liebe entstanden ist.
Wobei ein "das wird sich finden" bei beiden ja auch eine Klärung ist - dann muss man das eben gemeinsam finden.
Dass "völlig bedingungslos" nicht menschenmöglich ist (vermutlich noch nicht einmal gegenüber dem eigenen Kind), da sind wir uns einig.Da ich aber keine Heilige bin ;-), kann ich auch sagen, dass unsere Beziehung an Bedingungen geknüpft ist:
ich würde unvermittelt die Scheidung einreichen, würde er auch nur einmal die Hand gegen mich erheben.
Ob nun Treueversprechen oder nicht - das wäre mir dann völlig gleich und die Liebe wäre in dem Moment gestorben.
Aber nach über 20 Jahren würde ich mich nicht gleich trennen, wenn mein Mann mich einmal schlagen würde (ist natürlich alles Gedankenexperiment - bei Dir ja auch). Denn ich weiß ja, dass das "nicht seins" ist - und würde auch dann hinschauen, was da los ist, ob er vielleicht Hilfe braucht und ob wir auf den gemeinsamen Weg zurückfinden können.
Was jetzt natürlich nicht heißt, dass ich der Meinung bin, jemand solle in einer Gewaltbeziehung bleiben oder er "dürfe" sich nach einem Mal Schlagen nicht trennen, nur weil er verheiratet ist.
Und ich habe mir ja auch einen Mann ausgesucht, bei dem mir Gewalttätigkeit unvorstellbar ist.
Gruß, Leonie
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28.06.2008, 18:19Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
das würde ich von uns genauso sagen.
Zitat von Inaktiver User
Claudia, wenn er Treue nicht ernst nehmen würde - dann hätte doch aber alle Liebe auch nichts genützt, oder - um mal auf Marilyns Beispiel zu kommen.
Oder wenn er eben der Meinung gewesen wäre, so ab und zu eine Ohrfeige tut der Beziehung ganz gut.
Gruß, Leonie
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28.06.2008, 18:22
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Ich kanns mal versuchen :) -> :
Zitat von Inaktiver User
Sagen wirs so.. wenn jemand die selbe Einstellung zur Liebe hat wie ich, dann wird die Trennung nicht notwendig sein.Du verliebst Dich in einen Mann, von dem Du im wesentlichen weißt, wie er aussieht und dass Du seine Stimme magst.
Ihr macht was zusammen und habt Sex und eine Beziehung.
Und dann liebst Du ihn und bleibst bei ihm - unabhängig davon, ob er säuft, sein Wort nicht hält, in den Tag hineinlebt und nichts verdient, hart an seiner Karriere arbeitet, meint dass Geld am besten für sein Motorrad ausgegeben werden sollte und sonst für nichts, er die Freiheit braucht mindestens fünf Tage in der Woche ohne Dich zu sein ...
denn die Liebe ist am wichtigsten und sich trennen wäre die Liebe mit Füßen treten?
Liebe ersetzt nicht das Arbeiten an einer Beziehung. Liebe ist nur die Motivation dazu.
Soll heissen: Wenn ich Mottorräder nicht mögen würde, dann würde ich mich nicht trennen - ich würde versuchen einen Kompromiss zu finden. Selbiges beim Saufen.. da will ich die Hälfte des Alkohols abhaben
Nein ernsthaft.. natürlich bedeutet Beziehung auch, das man sich immer wieder zueinander und miteinander bewegt. Nicht das ich immer zu ihr komme und sie immer zu mir, sondern das man sich in der Mitte trifft. DAZU muss der Partner natürlich bereit sein.
Ich schrieb schonmal, das diese Bereitschaft für mich eine Grundvorausetzung ist, mich völlig einzulassen. Das gilt bei mir für Beziehungen wie Freundschaften.
Es gibt sooo viele Dinge die man als Elementar hochstilisieren kann, zu einem Trennungsgrund. Man kann sich aber auch darauf besinnen das man diesen Menschen liebt - und eine Lösung erarbeiten. Gemeinsam, eben aus der Beziehung heraus.
Meine Erfahrung ist, das sich ein Kompromiss der von BEIDEN geformt wird, auf Dauer besser anfühlt als ein "Ich habe meinen Kopf durchgesetzt".. letzteres bedeutet nämlich viel zu oft, das man einen Menschen verliert den man liebt.
Und wer will das schon?
"Alles" wäre zu viel gesagt. Wenn sie sich nen Eis kaufen möchte, werde ich sie nicht abhalten *fg*oder dürfen es nur Leute sein, die eigentlich gar keine Vorstellungen haben - und alles muss mir Dir entschieden werden?
Aber Elementare Dinge.. die müssen nicht mit mir entschieden werden, die müssen GEMEINSAM entschieden werden.
Ich weiß, das ist im Grunde das selbe.. aber die Formulierung drückt aus, was mir wichtig ist.
Ich möchte das Dinge aus der Beziehung HERAUS wachsen. Nicht das die Beziehung in Dinge HINEIN wächst, die schon vorher da waren.
HERAUS hat für mich immer mehr mit Freheit zu tun als HINEIN. Und wenn ich einer Beziehung die Freiheit nehme, kann sie nicht atmen. Das wäre nicht das, was ich leben möchte.
Natürlich kann man - wenn man WILL.
Zitat von Inaktiver User
Wenn man allerdings ab dem Zeitpunkt nur noch gekränkt und unglücklich sein WILL, dann wird das nichts.
Wenn man aber die Situation nimmt wie sie ist und gemeinsam in der Beziehung auf etwas hinarbeitet, mit dem man zusammen glücklich leben kann, dann geht das auch.
Das Problem ist nur, das man dabei das Paar.. das Du und Ich, das WIR an die erste Stelle packen muss. Und nicht das "Aber ich wollte doch... "
ich finde das ziemlich anmaßend, dass alle Wünsche des Partners erst durch die Beziehung - und damit schließlich durch mich - verursacht sein dürfen.
Gruß, Leonie[/QUOTE]
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28.06.2008, 18:28Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Das klingt sehr blauäugig und naiv in meinen Ohren.
Zitat von Satyr
Bei aller Liebe würde ich bei keinem Mann bleiben wollen der unser ganzes Geld versäuft oder ein chronischer Lügner ist oder mich ständig grün und blau prügelt oder sonstige negative Eigenschaften besitzt die ich auf DAUER nicht ertragen kann und will!
Liebe ja, aber nicht BEDINGUNGSLOS!
Wenn es in die Selbstaufgabe rutscht stellt sich mir immer wieder die Frage ob es dann überhaupt noch Liebe ist die man da betreibt oder etwas völlig anders.
Das glaube ich nicht.
Zitat von Satyr
Wenn es mein tiefster Herzenswunsch ist dann gehört eben auch eine Spur Egoismus dazu. Die sollte auch in einer guten Beziehung vorhanden sein.
Ein anderer Fall ist es, wenn äußere Umstände einen zu etwas zwingen. Wie z.B. im Fall des Kinderkriegens, wenn ein Partner unfruchtbar ist.
Auch in einer Beziehung gibt es nicht immer nur ein WIR. Sondern auch ein DU und ein ICH. Und ich respektiere die Wünsche meines Parnters genauso wie ich erwarte, dass er meine respektiert.Geändert von Inaktiver User (28.06.2008 um 18:34 Uhr)
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28.06.2008, 18:36
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Zitat von Inaktiver User
Einiges geschieht das ja auch eher unbewußt.
Um mal ein plattes Beispiel zu nennnen: Für mich wäre nie ein Raucher als Partner in Frage gekommen. Die habe ich unbewußt schon aussortiert bevor ich sie nächer kennenlernen konnte.Ich bin Tipplegasthenikerin.
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28.06.2008, 18:41Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Danke Satyr,

aber da zeigt sich wieder ein ganz anderes Beziehungsverständnis.
dann muss ich vor jeder Beziehung "tabula rasa" machen?
Zitat von Satyr
Und dass ich u.U. einen Menschen verliere, den ich liebe (Du sprichst von "oft") - das schreckt mich nicht - ich brauche ja nur einen, den ich ein Leben lang lieben und mit ihm glücklich werden kann.
die Beziehung braucht Freiheit? Wer ist denn "die Beziehung" ?HERAUS hat für mich immer mehr mit Freheit zu tun als HINEIN. Und wenn ich einer Beziehung die Freiheit nehme, kann sie nicht atmen. Das wäre nicht das, was ich leben möchte.
Und Kompromisse - im Sinne von "in der Mitte treffen" - das mache ich gar nicht. Und mein Mann auch nicht.
Wir machen keine Kompromisse - wir finden einen gemeinsamen Weg. Und der liegt oftmals nicht in der Mitte - sondern vielleicht ganz woanders.
Nur in dem Punkt stimme ich Dir zu - mit dem Richtigen und ähnlichem Beziehungsverständnis, geht das immer (oder allermeistens), wenn man WILL. Und dass ich das mit diesem Menschen ab jetzt immer will, das entscheide ich irgendwann. Aber das gilt nicht von Anfang an.
viele Paare scheitern aber auch an zuviel "WIR".Das Problem ist nur, das man dabei das Paar.. das Du und Ich, das WIR an die erste Stelle packen muss. Und nicht das "Aber ich wollte doch... "
und merken erst irgendwann, wie sehr sich zumindest einer verbogen hat - der dann unglücklich wird und ausbricht.
und dann war da noch mein:
Zitat von Inaktiver User
Gruß, Leonie
P.S. Vielleicht ist das zu indiskret - dann bitte ignorieren:
Wie wäre es denn, wenn Du Deine Form der Sexualität mit der geliebten Frau nicht leben kannst? Oder wenn der Sex gar nicht funktioniert?
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28.06.2008, 18:45Inaktiver User
AW: Männer, die nicht heiraten wollen...
Stimmt, LeonieZitate Leonie:
Wobei ein "das wird sich finden" bei beiden ja auch eine Klärung ist - dann muss man das eben gemeinsam finden.
!
Eine völlig korrekte Betrachtungsweise im Hinblick auf unsere Beziehung.
Für mich wäre es aus biographischen Gründen ein "bedingungsloser" Scheidungsgrund.Zitate Leonie:
Aber nach über 20 Jahren würde ich mich nicht gleich trennen, wenn mein Mann mich einmal schlagen würde (ist natürlich alles Gedankenexperiment - bei Dir ja auch). Gruß, Leonie
Aber auch ich kann mir keine Gewalt durch meinen Mann vorstellen - sonst hätte ich ihn nicht geheiratet.Geändert von Inaktiver User (28.06.2008 um 18:50 Uhr)


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