Und genau das sehe ich aus einer ganz anderen Perspektive: Zu all dem Realismus und bei allem Blick auf die Realität gehört eben eine gewisse Portion Romantik und Liebe dazu, sonst würde ja GAR NIEMAND heutzutage mehr heiraten!!Zitat von Inaktiver User
Wenn man sich die Scheidungsstatistiken ansieht und im Internet von frustrierten Geschiedenen liest würde einem das Heiraten ja sofort vergehen. Wenn man nicht dran GLAUBEN würde, daß es mit diesem einen hält auch wenn es bei so vielen anderen schief gegangen ist...
Man kann realistisch sein und sich der "Gefahren" bewusst sein, und gleichzeitig Träume haben. Wo kommen wir hin, wenn wir uns von vornherein von unseren Träumen verabschieden? Das finde ich eine ganz schön traurige und abgeklärte Vorstellung.
Ich finde es nur ziemlich doof, suse zu unterstellen sie sei unrealistisch und zu romantisch, nur weil sie gerne heiraten möchte!!! Immerhin gibt es gottseidank auch noch viele positive Beispiele von verheirateten glücklichen Paaren.
Abgesehen davon ist sie schon länger mit ihrem Partner zusammen, sie wird also bestimmt auch seine Macken kennen und nicht nur tolle Zeiten gehabt haben.
Das zentrale Problem scheint mir bei den Beiden die Kommunikation zu sein: suse, Du hast geschrieben daß Du schon seit 2 1/2 Jahren auf einen Heiratsantrag WARTEST und das scheint mir der springende Punkt zu sein: Wieso hast DU ihn nicht schon früher gefragt? Oder das Thema insgesamt mal angesprochen? Ihr müsst doch vorher schon mal über Eure Zukunftsvorstellungen gesprochen haben, oder? Wenn man so lange wartet und wartet und wartet, ist man natürlich umso schneller enttäuscht...
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Ergebnis 21 bis 30 von 60
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14.11.2007, 10:49
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
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14.11.2007, 11:16Inaktiver User
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
suse,
aus dem Märchenland mit den Traumprinzen sollte man/frau sich in Deinem Alter möglichst verabschiedet haben.
Eure Beziehung gehört aus meiner Sicht mal kräftig durchgeschüttelt und ein Klärungsprozess in Gang gesetzt - denn das klingt doch alles ziemlich unreflektiert und dahinplätschernd.
Und es kann gut sein, dass am Ende dieses Klärungsprozesses eine Trennung steht - denn ich finde Deine Zweifel an seinen "ernsten Absichten" sehr berechtigt.
Und ich denke, Du reagierst so heftig, weil Du das genau spürst.
Im übrigen schließe ich mich shaun an - redet Ihr nicht miteinander? Nicht über "schwierige Themen"?
2 1/2 Jahre auf einen Heiratsantrag zu warten - das kommt mir auch sehr seltsam vor.
Wir sind beide Anfang 30
Das er mein "Traumprinz" ist, ist mir schon lange klar. Wir ergänzen uns super, haben gemeinsame Hobbys, wollen beide irgentwann mal ein Häuschen auf dem Lande und Kinder haben.
Woraufhin er völlig irritiert war. Also irgentwann will er schon Heiraten, aber nicht in den nächsten Jahren. Warum auch, ist doch auch so schön.
In diesen beiden Absätzen steht doch eigentlich alles.
Was heißt denn "irgendwann" mit Anfang 30 nach über 4 Jahren Beziehung???
Was ist denn in 3 Jahren anders???
(sowieso sollte man sich mit Anfang 30 mal an die Kinder machen, wenn einem Kinder wichtig sind und man den Partner dazu hat. Die Fruchtbarkeit nimmt auch unter 35 schon merklich ab und da sollte man nicht "mutwillig" warten)
Er hat grundsätzlich nichts gegen Heiraten - aber für Dich kann er sich nach über 4 Jahren nicht entscheiden???
Aber hoppla.
Es ist schön so, wie es ist. Aber zu mehr ist er nicht bereit.
Wo soll diese Bereitschaft in 2 Jahren herkommen?
Es geht ihm, so wie Dir mit Deinem Ex:
Bei meinem Exfreund hätte ich mir das nicht vorstellen können. Der hat mir einen Heiratsantrag gemacht und ich hab reisaus genommen, weils zwar ganz nett war, ich mir mit ihm aber die Zukunft nicht vorstellen konnte.
Es tut mir Leid - aber so sehe ich das.
Gruß, LeonieGeändert von Inaktiver User (14.11.2007 um 11:49 Uhr)
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14.11.2007, 11:19Inaktiver User
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
Hallo Suse,
Ich kann dich voll und ganz verstehen. Ich haette auch ein riesiges Problem damit gehabt, erst zu heiraten, nachdem ein Kind unterwegs ist.
Er haette mir dann nie mehr "beweisen" koennen, dass er mich heiraten will, weil er mich liebt und mit mir gemeinsam alt werden will. Sondern eben nur, weil ich die Mutter seines Kindes bin. Was fuer mich persoenlich ein ebenso indiskutabler Heiratsgrund ist, wie eventuelle Steuerersparnisse oder das schoen Fest.
Warum will er erst in ein paar Jahren heiraten? Ist er sich dann sicherer als jetzt nach vier Jahren?
Was mich interessieren wuerde: wenn dein Freund seit Jahren weiss, dass eine Heirat fuer dich dazugehoert - auch wenn ihr noch ueber kein konkretes Datum gesprochen habt-, dann haette er fairnesshalber etwas frueher als nach vier Jahren erwaehnen koennen, dass ihm das ganz und garnicht so dringend ist.
Statt dessen spielt er auf Zeit, nach dem Motto: jetzt sind wir schon so lange zusammen, deshalb wird sie sich schon nicht trennen.
So erlebt bei einer Freundin. Ueber Heirat wird immer mal wieder beilaeufig gesprochen aber wenn frau konkreter nachfragt, wird aus dem Traumprinzen ein "vielleicht spaeter" Mann, der das alles nieee so verstanden hat. Natuerlich ueberlegt frau sich eine Trennung, wenn man so lange zusammen ist und die biologische Uhr langsam tickt.
Also: wenn er schon seit Jahren weiss, dass eine Heirat zu deinem Lebensplan gehoert, finde ich sein Verhalten nicht astrein.
Wuensche dir, dass noch alles gut wird,
Seestern
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14.11.2007, 11:21Inaktiver User
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
beides nicht genug Grund zum Heiraten.
Zitat von Nadi67
Mit der Hochzeit geht man eine Lebenspartnerschaft ein - das ist mehr als eine Liebesbeziehung, in der man zusammenwohnt.
Das ist die endgültige Entscheidung füreinander, das Versprechen, die Beziehung nicht mehr zur Disposition zu stellen, sondern in jeder Situation einen gemeinsamen Weg zu suchen.
Das kann man auch ohne Hochzeit - aber das ist immer noch eher unüblich.
Das brauchen wir aber nicht zu diskutieren - ich sehe bei suses Freund keine Bereitschaft, diese Entscheidung für sie zu fällen.
"ist doch auch so schön" - das wäre mir nun wirklich zu wenig.
Und auch ein "für meine Liebe brauche ich keine Heirat" wäre mir viel zu wenig. Für meine Liebe nicht - stimmt.
Aber für das Eingehen einer Lebenspartnerschaft und für das "Sich ganz aufeinander einlassen".
Gruß, Leonie
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14.11.2007, 11:28
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
So. Da muss ich jetzt auch mal einhaken.
Ich sehe das ganz und gar nicht so, wie die unkende Fraktion hier.
Selbstverständlich musst Du mit ihm sprechen. Darüber, wie er sich seine/Eure Zukunft vorstellt. Darüber, was ihm Verbindlichkeit bedeutet, wie viel Verbindlichkeit er gerne hätte und wie er die zum Ausdruck bringen möchte.
Ich kann mir aber eine ganze Menge gute Gründe für seine momentane Abwehrhaltung vorstellen.
Seit x Jahren lauerst Du auf einen Heiratsantrag - mit einer unausgesprochenen Erwartungshaltung, der er sich jetzt (endlich) unterwerfen soll. Schon das kann eine Ursache für Rebellion sein.
Du möchtest nicht "nur" wegen einer Schwangerschaft geheiratet werden. Kann ich emotional gut nachvollziehen (wir hatten da auch mal so eine Diskussion...
) Vielleicht möchte er aber auch nicht "nur" geheiratet werden, weil alle Deine Freundinnen heiraten???
In beiden Fällen verursacht die zeitliche Korrelation ein mulmiges Gefühl bezüglich der "wahren" Gründe.
Wenn Du zwei Jahre gewartet hast - warum ist es dann jetzt so dringend. An den Umständen hat sich doch nichts geändert. (Nicht falsch verstehen, ich kann Deinen Wunsch gut nachvollziehen. Ich kann aber auch nachvollziehen, dass er erstmal mit "wasn jetzt kaputt" reagiert.)
Es gibt keinen optimalen "Zeitplan" für eine Hochzeit. Warum nicht jetzt heiraten? Warum gerade jetzt heiraten? Ich sehe keinen Grund, eine von beiden Fragen grundsätzlich höher zu werten.Gefahr im Küchenschrank
Er steht im mittleren Regal,
ganz hinten in der Ecke.
Wann und wie ist ihm egal,
so hockt er im Verstecke.
Er kichert still in sich hinein,
gibt nicht den kleinsten Mucker.
Er ist so listig und gemein.
Der raffinierte Zucker.
Peter Sendtko
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14.11.2007, 12:29
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
Wenn es für IHN auch ein Wunsch, ist einmal zu heiraten, dann weiss ich auch nicht warum er damit noch jahrelang warten will...
4 1/2 Jahre müssten eigentlich genug "Prüfung" sein.
Aber wie gesagt, evtl. braucht er jetzt erst mal noch etwas Zeit, um sich mit dem Gedanken anzufreunden. Die Zeit muss man ihm auch geben, denn ihm die Pistole auf die Brust zu setzen bringt bestimmt nix, und wenn dann eher das Gegenteil...
Ich selbst habe in den letzten Wochen gemerkt, daß das keine Entscheidung ist, die man mal eben treffen kann/sollte und daß einen die Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit dieser Entscheidung erst mal überfordern kann - selbst wenn man vorher schon mal dran gedacht oder drüber geredet hat.
Ich glaube daß es eine Lösung für die Beiden geben kann, sofern ihre Lebensentwürfe generell zusammenpassen und eine gewisse Kompromissfähigkeit da ist.
Wenn er jedoch weiterhin behauptet, generell einmal heiraten zu wollen, aber erst in ein paar Jahren, würde sich das für mich komisch anfühlen - als ob's halt jetzt und für mich nicht reicht.
Aber vielleicht will er einfach gar nie heiraten, und hat sich bisher nur nicht richtig getraut das zu sagen?
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14.11.2007, 12:32Inaktiver User
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
@Shaun:
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14.11.2007, 16:24
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
Bei mir fühlte sich der Gedanke erst nach etwa 6 Jahren gut an, vorher war mir (obwohl ich mir schon sicher war, dass ich mit ihm mein Leben verbringen möchte) nicht so richtig wohl bei dem Gedanken. Bei einem Vertrag mit so weitreichenden Konsequenzen sollte man sich schon sicher sein.
Zitat von Shaun78
Mein Mann war sich schon viel früher sicher als ich.
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14.11.2007, 16:24
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
Da bin ich noch mal.
Also er weiß schon seit Jahren, daß ich ihn Heiraten würde.
Seine damals gebrachten Einwände hab ich auch verstanden. Haben noch in verschiedenen Städten gelebt und er hatte schon allein bammel vorm Zusammenziehen, weil das mit seiner Ex wohl totaler Horror war.
Dann war das Thema vor etwas übner einem Jahr noch mal auf dem Tisch. Damals wurde es vertagt, weil wir grad am Umziehen waren, auf Jobsuche etc....
Diesen Sommer haben wir auch schon diverse male drüber gesprochen. Er kennt meine Einstellung und wußte auch schon länger, daß ich lieber heute als morgen Heiraten will.
Im Sommer kam es von seiner Seite dann eher so rüber "warte doch mal ab, alles zu seiner Zeit, ich werde dich schon noch fragen".
Wie gesagt. Dieser Punkt bestimmt eigentlich, wann der Zukunftsplan, der in allen weiteren Punkten weitestgehend übereinstimmt umgesetzt wird.
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14.11.2007, 16:57Inaktiver User
AW: ich will, er will eigentlich, vielleicht irgentwann
Du wolltest jemanden heiraten, mit dem du lediglich eine Fernbeziehung geführt hast. Findest du das nicht etwas "strange"? Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das auch nicht gerade ermutigend auf deinen Freund gewirkt hat.
Zitat von suse2686


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