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  1. Inaktiver User

    AW: Ich möchte wieder heiraten

    Zitat Zitat von marla63
    "flüchtig" verstehe ich hier im sinne von "vergänglich". und das ist liebe nun mal. während eine ehe mit dem ziel und wunsch "lebenslänglich" geschlossen wird.
    natürlich gibt es keine Garantie.

    aber vergänglich - im Sinne von "da kann ich nichts machen, der Schmetterling fliegt irgendwann wieder weg (oder die Liebe geht zur Neige)"?

    Liebe wächst durch gelebte, liebevolle Beziehung.
    Und Beziehung, Liebe und Lust müssen "gepflegt" werden.
    Und das wird eben oft vernachlässigt.
    Dem bin ich aber nicht "ausgeliefert" - oder jedenfalls ein Paar gemeinsam nicht.

    Gruß, Leonie

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    AW: Ich möchte wieder heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Liebe wächst durch gelebte, liebevolle Beziehung.
    Und Beziehung, Liebe und Lust müssen "gepflegt" werden.
    das kann und muss ich mir vornehmen. aber ich kann ja immer nur für mich selbst sprechen bzw. versprechen. und dann kann ich auch immer nur versprechen, es mir vorzunehmen und mein bestes zu geben - mehr ist es einfach nicht. doch zu einer ehe gehören 2 menschen. wenn ich nicht einmal für mich selbst etwas garantieren kann - für einen anderen menschen kann ich es erst recht nicht. wenn der andere nicht mehr will, kann ich wirklich nichts machen. wer bereits scheidung und trennungen hinter sich hat, sieht das meist sehr viel realistischer.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  3. Inaktiver User

    AW: Ich möchte wieder heiraten

    stimmt sicher.

    aber genau deshalb müssen eben beide das wirklich wollen - und ich muss genau hinschauen, ob der andere wirklich will.

    aber das macht mir auch klarer, warum ich nicht bei jemandem geblieben wäre, der mich nicht heiraten will.

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    AW: Ich möchte wieder heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    aber das macht mir auch klarer, warum ich nicht bei jemandem geblieben wäre, der mich nicht heiraten will.
    den schluss verstehe ich jetzt nicht.

    wenn mein partner meine einwilligung zur heirat als beweis meiner liebe und verbindlichkeit braucht, würde ich denken, er kennt mich aber schlecht und hat wenig vertrauen zu mir und meinem willen, mich stets um unsere beziehung zu bemühen. und wenn er so wenig vertrauen hat, würde ich wieder nicht verstehen, warum er mich dann heiraten will.

    für mich ist eine partnerschaft ohne trauschein genauso verbindlich wie eine ehe, und ich würde sie innerlich nicht schneller aufgeben als eine ehe. nur dass eben der zwang von außen dahinter fehlt, die hürde der scheidung vor gericht (vor fremden). wenn ich mich also hier bemühe und beziehungsarbeit leiste, ist das doch gerade ein beweis meiner vebindlichkeit und treue, ganz in freiwilligkeit - weil ich es will, nicht weil mich ein rechtlicher rahmen dazu anhält.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  5. Inaktiver User

    AW: Ich möchte wieder heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    aber genau deshalb müssen eben beide das wirklich wollen - und ich muss genau hinschauen, ob der andere wirklich will.

    aber das macht mir auch klarer, warum ich nicht bei jemandem geblieben wäre, der mich nicht heiraten will.
    Ich denke mal, dass die eigene Familiengeschichte da prägend wirkt. Wenn ich in meinem näheren Verwandtenkreis eine glückliche, lang andauernde Ehe hätte miterleben dürfen, würde ich das wohl auch so sehen. Ich musste aber leider diverse Scheidungen/Trennungen miterleben und so ist mein Vertrauen schon etwas angeknackst. Und das nicht, weil ich meinem Partner nicht vertrauen würde. Ich kann also jeden verstehen, der Angst vor so einem Schritt hat.
    - Das würde ich also als Grund, partout nicht heiraten zu wollen, gelten lassen, auch wenn mich selber das nicht von einer Eheschließung abhalten würde.

  6. Inaktiver User

    AW: Ich möchte wieder heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    - Das würde ich also als Grund, partout nicht heiraten zu wollen, gelten lassen, auch wenn mich selber das nicht von einer Eheschließung abhalten würde.
    Nö, gilt nicht!

    Ich würde es einfach gern mal von jemand hören, der sich wirklich unter gar keinen Umständen je ins Ehejoch zwingen lassen würde.

  7. Inaktiver User

    AW: Ich möchte wieder heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nö, gilt nicht!

    Ich würde es einfach gern mal von jemand hören, der sich wirklich unter gar keinen Umständen je ins Ehejoch zwingen lassen würde.
    Verstehe. Dann kann ich dir da wohl leider nicht weiterhelfen...

    Halt, ich erinnere mich an eine Bekannte, die mir sagte, sie habe lieber einen Partner verloren als ihn zu heiraten. Für sie war Ehe der Inbegriff der Unfreiheit für eine Frau, weil sie das in ihrer Jugend (in den 50er/60ern) so in ihrem Umfeld erlebt hat. Sie hat förmlich Beklemmungen bekommen, wenn sie nur an Heirat gedacht hat. Sie hat durchaus lange Partnerschaften gehabt und die waren ihr sehr wichtig, aber Ehe hätte für sie Gefängnis bedeutet und das wollte sie nie.
    Eine reine Gefühlssache bei ihr.
    Gilt das? Nur secondhand, aber dennoch?

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    AW: Ich möchte wieder heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nö, gilt nicht!

    Ich würde es einfach gern mal von jemand hören, der sich wirklich unter gar keinen Umständen je ins Ehejoch zwingen lassen würde.
    das wäre natürlich ein ganz besonders schöner und wertvoller liebesbeweis.

    aber eine garantie ist auch das nicht. ich bin schrecklich mit meinen kopfgesteuerten einwänden - ich weiß!!.

    aber ich habe einfach schon zu oft erlebt, dass meine beziehungen auseinander gegangen sind. dabei hatte ich jedesmal das gefühl: mit dem möchte ich alt werden und hatte mir schon die hochzeit vorgestellt. aber es entwickelte sich auseinander, da hätte noch so viel beziehungsarbeit nichts mehr gebracht.

    ich bin auch ein mensch, der schon immer rasante entwicklungsschritte durchgemacht hat und noch große veränderungen vorhat. ich kenne ehen in meiner umgebung, die ich als glücklich bezeichnen würde. doch in ausnahmslos allen fehlt mir die lebendigkeit. den vergleich mit dem gefängnis kann ich deshalb ein wenig nachvollziehen.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  9. Inaktiver User

    AW: Ich möchte wieder heiraten

    Zitat Zitat von marla63
    das wäre natürlich ein ganz besonders schöner und wertvoller liebesbeweis.

    aber eine garantie ist auch das nicht. ich bin schrecklich mit meinen kopfgesteuerten einwänden - ich weiß!!.

    aber ich habe einfach schon zu oft erlebt, dass meine beziehungen auseinander gegangen sind. dabei hatte ich jedesmal das gefühl: mit dem möchte ich alt werden und hatte mir schon die hochzeit vorgestellt. aber es entwickelte sich auseinander, da hätte noch so viel beziehungsarbeit nichts mehr gebracht.

    ich bin auch ein mensch, der schon immer rasante entwicklungsschritte durchgemacht hat und noch große veränderungen vorhat. ich kenne ehen in meiner umgebung, die ich als glücklich bezeichnen würde. doch in ausnahmslos allen fehlt mir die lebendigkeit. den vergleich mit dem gefängnis kann ich deshalb ein wenig nachvollziehen.

    Auch @ salsera: doch, das fand ich jetzt ein gutes Beispiel, danke!!

    Ich kann es in gewisser Weise nachvollziehen, weil es auch da um den Symbolgehalt und nicht die Realität geht.

    Nüchtern betrachtet kann es ja nämlich für die Lebendigkeit einer Beziehung egal sein, ob man verheiratet ist oder nicht. Es gibt ja keine Vorschriften, wie man seine Ehe zu führen hat, das meine ich. Und wenn die Luft raus ist aus der Beziehung, hilft auch das Nicht-Verheiratsein was. Oder wieso sollte der Trauschein konkret eine Entwicklung zweier Individuen behindern? Das liegt doch immer an ihnen selber, oder nicht??

    Außer, und da schließt sich für mich der Kreis, man meint, dass eine Beziehung sowieso nicht auf ganz lange Sicht funktionieren kann. Und dann ist das Nicht-Heiraten doch wieder Ausdruck dessen, dass man sich eben nicht wie in der Ehe ganz und unbefristet für jemand entscheiden mag. Und somit doch ein Warnsignal für denjenigen, der sich diese unbedingte Entscheidung vorstellen kann.

  10. User Info Menu

    AW: Ich möchte wieder heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nüchtern betrachtet kann es ja nämlich für die Lebendigkeit einer Beziehung egal sein, ob man verheiratet ist oder nicht.
    ja, das stimmt. aber genauso nüchtern betrachtet gibt der trauschein einer beziehung ja auch sehr viel mehr als vorher ein gefühl von sicherheit und geborgenheit (ich bin überzeugt, dass
    das ein wesentliches heiratsmotiv ist für viele!), und es liegt in der natur des menschen, sich für alles, was er sicher meint, nicht mehr so zu engagieren, wie für das, dessen endlichkeit immer im bewusstsein ist. die beziehungen, die ich kenne, bestätigen das. alle die, die ich als spannend und lebendig wahrnehme, sind nicht verheiratet. aber ich möchte das auf keinen fall verallgemeinern (leonie, nicht schimpfen! )!
    kann aber auch sein, dass die menschen, die sich ein spannendes lebendiges leben wünschen, eben eher nicht die sind, denen das sicherheitsbedürfnis wichtiger ist und die heiraten.
    ich würde es, sollte ich noch einmal heiraten, ganz gewiss veruchen, anders zu machen.

    Oder wieso sollte der Trauschein konkret eine Entwicklung zweier Individuen behindern? Das liegt doch immer an ihnen selber, oder nicht??
    ja!!


    Außer, und da schließt sich für mich der Kreis, man meint, dass eine Beziehung sowieso nicht auf ganz lange Sicht funktionieren kann. Und dann ist das Nicht-Heiraten doch wieder Ausdruck dessen, dass man sich eben nicht wie in der Ehe ganz und unbefristet für jemand entscheiden mag.
    ich glaube immer noch daran, dass eine beziehung lange oder sogar bis ans lebensende funktionieren kann und habe konkrete vorstellungen, wie. aber ich weiß, dass sie es nicht MUSS. DAS ist für mich entscheidend, dieses MUSS. es kann eben auch anders kommen.
    doch wenn ich eine beziehung eingehe, entscheide ich mich heute und jetzt für sie, ohne an eine frist zu denken (auch wenn immer der wunsch da ist, sie möge lange halten). und ich engagiere mich für sie. so wie ich mich auch für einen unbefristeten job engagiere, obwohl mir klar ist, dass ich den vielleicht nicht bis an mein lebensende behalten werde. ich habe meinen arbeitsvertrag auf lange sicht unterschrieben, aber doch nicht für unbedingt alle zeiten. ich tu heute und hier alles dafür, gebe mein bestes, ihn auszufüllen, auch in schwierigen zeiten. doch wenn ich stagnation verspüre und keine idee mehr für einen aufschwung habe, dann möchte ich gehen können. so sollten auch ehen funktionieren, vielleicht gäbe es dann weniger vorbehalte gegen sie.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

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