Eine Heirat/Ehe impliziert FÜR MICH, dass ich mir vorstellen kann, ein Leben lang mit diesem Menschen zusammenzusein...in guten wie in schlechten Tagen sozusagen. Und Liebe setze ich da schon voraus...ohne ginge es bei mir überhaupt nicht.Zitat von Marinella
Da ich ersteres nicht versprechen kann (zumindest nicht für den Rest meines Lebens), habe ich mich dazu entschlossen, nicht wieder zu heiraten. Eine Zweckehe würde für mich aus den genannten Gründen (unter diesen Umständen könnte ich lebenslange Treue nicht "versprechen", ich liebe diesen Mann nicht) nicht in Frage kommen.
Just my 2 Cents...letztendlich musst du natürlich selber wissen, wo deine Schmerzgrenze liegt und was du dir zumuten kannst/willst.
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Thema: Zweckehe ?
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17.09.2007, 11:19Inaktiver User
AW: Zweckehe ?
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17.09.2007, 12:17
AW: Zweckehe ?
Ich sehe das mit dem Heiraten ganz genauso wie Sandra.
Ich habe aber bei dir, Marinella, den Eindruck, dass du Heirat aus ganz anderen Gründen in Erwägung ziehst. Du bist dir glaube ich von vornherein im Klaren darüber, dass ihr keine dauerhafte Basis habt, von "lebenslang" ganz zu schweigen.
Letztlich geht es beim Heiraten darum, eine Familie zu gründen
Er will ein Kind (ob nun "wegen der Gene" oder warum auch immer), und hat sich für diesen Zweck eine Frau ausgeguckt, dich. Er will alles richtig machen, so wie es sich gehört, deswegen will er dich heiraten und plant den Hausbau.
Du hast ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil du ihn nicht liebst, das kompensierst du durch das, was du für ihn tun willst (kochen, putzen, Überblick über finanzielle Dinge, dich für seinen Kinderwunsch zur Verfügung stellen).
Weiß er eigentlich, wie du zu ihm und euren Zukunfstplänen stehst?
Wenn er dich wirklich lieben sollte, machst du ihn, indem du auf seine Pläne einsteigst, geplant unglücklich.
Von meiner Seite her, könnte ich auch mit jedem anderen meine Zeit verbringen.
es interessiert mich nicht viel wie er fühlt und wie er denkt
Er ist ohnehin nur zärtlich auf Knopfdruck und einfach kein leidenschaftlicher Mensch
Ich bin bei Gesprächen allenfalls höflich interessiert und schau ihn an wie das Abendprogramm im Fernsehen.
Irgendwann wird er das merken, und angesichts dessen, was du für ihn empfindest, ist das hier
Wir haben Vereinbarungen getroffen, sexuelle Treue
ein schlechter Witz.
Ich gebe eurer Ehe maximal zwei Jahre.
Sorry, aber auch ich bin der Meinung, dass ich in deiner Situation über manches andere, aber sicher nicht übers Heiraten nachdenken würde.
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18.09.2007, 16:28
AW: Zweckehe ?
@ Marinella
Du mußt dringend was an deinem Burn-out tun!
Du schlidderst sonst in eine Fette Depression und das ist dann echt schwer zu behandeln!
Mönsch du bist noch jung, du hast dein Leben in deiner Hand, lass es dir nicht wegnehmen....
Kurzer Nachtrag: ich bin 38 und seit 11 Jahren glücklich verheiratet.Und keine Aussicht auf Verschlechterung.....
Es gibt sie noch.simplemind
_____________________________________
Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
George Bernhard Shaw
4.6.18

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18.09.2007, 17:58
AW: Zweckehe ?
Liebe Marinella,
ich denke durchaus, daß eine Zweckehe funktionieren kann. Das haben die vergangenen Jahrhunderte durchaus bewiesen, in denen Ehe vorrangig den Zweck einer Wirtschaftsgemeinschaft hatten und man sich zur Absicherung auch weiter fortgepflanzt hat.
Ich bin der Meinung, daß das auch heute noch so laufen kann und bei einigen Paaren, wenn nach Jahren oder Jahrzehnten die Liebe und Leidenschaft füreinander schwindet, eine Ehe solche Züge annimmt. Wenn man sich damit arrangieren kann, ist das vielleicht für viele auch gut. Aber: Diese Paare haben einmal etwas füreinander empfunden, sind einander mit Respekt begegnet und tun es immer noch. Für mich gehört da auch dazu, daß man bei Gesprächen nicht einfach nur höflich interessiert tut. Selbst dann, wenn man nicht mehr glühendes Begehren füreinander empfindet, sollte man sich für den Menschen, mit dem man sein Leben teilt, in irgendeiner Weise interessieren.
Du schreibst, daß Du Dich auch allein über Wasser halten kannst. Von daher hält Euch nicht einmal die oben genannte Wirtschaftsgemeinschaft zusammen. Was ist es dann?
Auf mich wirkt es, als ob Du im Moment ziemlich am Boden bist und einfach das Gefühl genießt begehrt und gebraucht zu werden. Das kann ich verstehen. Aber: Selbst, wenn Ihr Euch miteinander arrangiert, was passiert, wenn einer von Euch beiden doch noch den wirklich richtigen Partner trifft? Wenn Liebe doch ein Thema werden sollte? Ein Kind, das man dann zum Selbstzweck bekommen hat, leidet dann doch erst recht unter einer Trennung.
Wenn keine Liebe da ist - zumindest von Deiner Seite - wie wäre es mit Freundschaft oder mit einer WG? Das hilft vielleicht ein Tief zu durchtauchen.
Bitte überstürzt das Heiraten nicht. Da wieder raus zu kommen ist dann doch nicht ganz so leicht. Vielleicht kommt mit einer intensiven Freundschaft auch die Liebe? Das würde die Karten wieder neu mischen...
Ich wünsche Dir von Herzen, daß Du den richtigen Weg für Dich findest.
Freudestrahlend,die sich eine Beziehung oder Ehe ohne Liebe nicht vorstellen kann
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18.09.2007, 20:34Inaktiver User
AW: Zweckehe ?
Respekt...auch ein ganz wichtiger Bestandteil einer Ehe.
Du liebst den Mann nicht...und ich würde sogar behaupten, dass du ihn nichtmal respektierst. Ist dir mal aufgefallen, wie "abwertend" du über ihn sprichst/schreibst?
Wobei...abwertend ist vielleicht nicht das richtige Wort. Kalt & gleichgültig trifft es eher.
a) es interessiert dich nicht viel, wie er fühlt und wie er denkt (das sollte es aber, wenn du mit diesem Menschen zusammensein oder ihn heiraten willst)
b) er ist ohnehin nur zärtlich auf Knopfdruck und einfach kein leidenschaftlicher Mensch (vllt ist er das...aber willst du so einen Mann wirklich für den Rest deines Lebens? Und kannst du ihm unter ALL DIESEN Umständen überhaupt Treue versprechen?)
c) du bist bei Gesprächen allenfalls höflich interessiert und schaust ihn an wie das Abendprogramm im Fernsehen (reicht dir das an Kommunikation in einer Ehe/Beziehung?)
d) er möchte seine Gene weitergeben (den Gefallen würde ich nichtmal einem Mann tun, den ich liebe, wenn ich mir keine weiteren Kinder wünsche)
Mein Rat: Lies dir deine eigenen Texte nochmal in Ruhe durch und dann realisiere mal, was du da im Begriff bist dir anzutun. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das wirklich das ist, was du willst bzw was du dir für dein weiteres Leben vorstellst.Geändert von Inaktiver User (18.09.2007 um 20:42 Uhr)
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03.10.2007, 15:50
AW: Zweckehe ?
Hallo ihr Lieben !
Vielen vielen Dank fuer eure Antworten, mir gehen einige Saetze davon im Kopf herum, die meine alten Gedankenkreise abgeloest haben. Ihr helft mir, klarer zu sehen.
Es stimmt, dass ich kein gutes Gefuehl fuer diese Verbindung habe. Denn einerseits liebe ich den Mann nicht und das liegt andererseits auch daran, dass mir Vieles an ihm nicht behagt.
Erst dacht ich, dass ich die kleinen Fehlerchen gut wegstecken kann, viel besser als wenn ich mir seine Liebe wuenschte, aber es ist genau anders herum. Ich glaube, dass ich ihn nicht in meinem Herzen haben will, weil er all die Dinge tut, die ich bei Maennern nicht ausstehen kann, er saeuft, er luegt, er ist aggressiv und findet sich toll, wenn er andere zur Sau macht, dabei ist er selbst eine ziemliche Lachnummer.
Der Hinweis mit dem Alltagsleben hat mich auch nachdenklich gemacht. Ich hatte mich aber unklar ausgedrueckt, also ich bin nicht so vereinsamt, dass ich ohne ihn den Alltag nicht ertragen koennte, sondern ich will eine alltagstaugliche Beziehung haben.
Das habe ich hier aber wenn ich ehrlich bin auch nicht, schon wieder einer, der sich daneben benimmt und dann Essen geht und mir Geschenke verspricht.
Ich wohne in einer WG, weil ich damit gute Erfahrungen gesammelt habe, als die Kinder noch kleiner waren, wir hatten so viele Aufsichtspersonen und viele Freiheiten fuer alle. So in etwa wie diese KinderhaushaltWG stelle ich mir vor, dass meine Familie sein koennte ohne Liebe zwischen den Eltern. Jetzt ist mir aber klar geworden, dass ich meinen Freund gar nicht als WG-Partner haben will. Er ist nicht nett genug, als dass ich ihn in der Naehe meines Kindes haben wollte, nee, ich will kein Kind mit ihm.
Mir ist auch klar geworden, dass ich nach 18 Jahren in zwei Kontrollbeziehungen schon wieder in ein Wespennest gestochen habe. Wie sag ich ihm denn jetzt, dass wir nicht heiraten. Er meint ja, ich bin so geduldig mit ihm, weil ich ihn toll finde und nicht, weil er mir nicht wichtig ist.
Ich werd mir etwas ueberlegen muessen. So geht es auf jeden Fall nicht weiter, oje schon Oktober und im Januar spaetestens... Obwohl, weiss ich, ob ich auf sein Geschwaetz was geben kann? So cholerisch wie der sich auffuehrt. er weiss ja schon, dass ich es nicht mag, wenn er rumschreit, im Grunde ist er blauaeugig, wenn er damit rechnet, dass ich ihn heirate.
Falls einer weiss, wie man eine Kontrollbeziehung fuer immer los wird, bitte melden. Ist wahrscheinlich nicht das richtige Forum hier, trotzdem Danke.
Lieben Gruss an alle
Marinella
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03.10.2007, 17:42Inaktiver User
AW: Zweckehe ?
Hallo Marinella,
ich gehe mit einigen nicht konform, denn ich denke, eine sogenannte Vernunftehe kann durchaus funktionieren - wenn man eben eine Ehe aus vernünftigen Gründen eingeht, sie beiden Seiten Vorteile bringt und man sich mit Respekt begegnet. Wenn die Ziele im Leben ähnlich sind.
Aber - ich glaube nicht, daß das bei Euch der Fall ist.
Wenn ich das lese:Ich glaube nicht, daß er sich nicht Dir gegenüber auch irgendwann aggressiv oder abfällig benimmt. Ich glaube, er wird Dich nicht respektieren, weil er genau weiß, daß Du ihn nicht aus Liebe geheiratet hast und das wird er Dir heimzahlen.
Zitat von Marinella
Was ist, wenn er Dich auch anlügt?
Und wenn jemand lügt, säuft, das Geld nicht im Griff hat und aggressiv ist - ist das jemand, den man für eine VERNUNFTEHE in Betracht zieht? Gibt es Eigenschaften, die jemanden für eine Ehe untauglicher machen?
Jede einzelne dieser Eigenschaften wäre für mich ein KO-Kriterium - alle zusammen..... von VERNUNFTEHE kann da wahrlich nicht gesprochen werden.
Antje
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04.10.2007, 14:28
AW: Zweckehe ?
Hallo Antje,
Danke auch dir fuer deinen Beitrag. Ja deine Richtung halte ich im Moment auch. Die Grundlage fuer Zweisamkeit ist nicht da, deshalb brauchen wir diese Beziehung auch nicht mit einer Ehe zu besiegeln.
Was mich zur Ueberlegung mit der Zweckehe gebracht hat, war die Anschauung, dass sicherlich auch die Wirtschaftsgemeinschaften frueher nicht unbedingt gluecklich waren aber dennoch funktioniert haben, um die Kinder gross zu ziehen.
Als Naechstes hab ich mich dann gefragt, was bei meiner Beziehung der Grund waere, der alles zusammen haelt, und hab gar nichts gefunden, das ich mir von der Ehe versprechen koennte. Ich hab schon Kinder und komm finanziell ueber die Runden, die Kinder sind auch versorgt wenn auch nicht reich aber es reicht zum Leben und fuer eine anstaendige Ausbildung.
Also stand ich da und konnte mich ueber nichts freuen, auch nicht auf das Haus, das er fuer uns kaufen will, weil ich lieber wieder nach Deutschland gehe.
Das Einzige waere, ein Kind gemeinsam zu erziehen, weil ich bisher alleinerziehend war, wuerde mir das sehr viel bedeuten, nun habe ich aber meine Zweifel, ob er der rechte Charakter ist, um ein erziehender Vater zu sein.
Die Dinge wie Luegen, Suchtverhalten und Aggression kann ich prinzipiell nicht leiden, da mache ich keinen Unterschied, ob ich oder ein Anderer belogen wird. Sonst koennte ich mir am Ende ja noch erlauben, andere anzuschreien und verlange aber von denen, dass sie hoeflich zu mir sind. ;-) Du weisst schon auf was ich anspiele. Das ist fuer ihn nun wieder anders, er ist zu bestimmten Menschen hoeflich oder nett und zu anderen grob, weil die das aushalten muessen. Das gefaellt mir so nicht, ich hab auch ehrlich gesagt das Gefuehl, dass er Kinder nicht respektieren wuerde, er hat Hierarchie so sehr verinnerlicht, dass er staendig klar macht, wer oben und gut ist und wer nichts kann und deshalb nach Unten gehoert. Das ist mir nicht ganz geheuer. Deshalb fuerchte ich auch, schon wieder in einer Kontrollbeziehung zu stecken, ich kann es aus meiner Perspektive nur nicht mit Sicherheit sagen.
Ich hatte ja den Gedanken einer Zweckehe und mich auf der Suche nach dem Zweck verhakt. Nun faellt von dir das Stichwort Vernunftehe.
Ich glaube vernuenftig waere diese Ehe nur, wenn keine weiteren Menschen mit daran beteiligt sind, also wenn ich keine Kinder haette und wir auch kein gemeinsames Kind bekommen, da ich finde, dass Kinder nicht in einer Hierarchie aufwachsen sollten.
Wahrscheinlich ist er aber so aufgewachsen und es waere fuer ihn vernuenftig, ihn taeglich umzuerziehen. Fuer mich waere das aber ein 24Stunden-Job und eigentlich heisst es ja auch, dass ich ihn so wie er ist nicht mag, da sollte ich wohl vernuenftiger Weise meiner Wege gehen und ihm fuer die Erfahrung danken.
Aber er geht mehr in die Richtung, sich umerziehen zu lassen. Es wird schwierig und ich glaub doch immer an das Gute und verzeihe so gern.
Marinella
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04.10.2007, 18:21
AW: Zweckehe ?
Ich verspreche dir das du über kurz oder lang wieder alleinerziehend bist....Das Einzige waere, ein Kind gemeinsam zu erziehen, weil ich bisher alleinerziehend war, wuerde mir das sehr viel bedeuten, nun habe ich aber meine Zweifel, ob er der rechte Charakter ist, um ein erziehender Vater zu sein.
Das klingt aber sehr naiv.....mit der Denke ist jede deiner Beziehungen zum Scheitern verurteilt.Aber er geht mehr in die Richtung, sich umerziehen zu lassen. Es wird schwierig und ich glaub doch immer an das Gute und verzeihe so gern.
und außerdem:
Du kannst niemanden umerziehen!!!simplemind
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Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
George Bernhard Shaw
4.6.18

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05.10.2007, 16:16
AW: Zweckehe ?
Was meinst du was naiv klingt? Ich finde es schwierig, mich von ihm zu trennen, weil ich ein Mensch bin, der gerne verzeiht und lieber an das Gute glaubt als alles zu verteufeln. Ich meine dass ich von Haus aus schon sehr kritisch bin und ohne einen gewissen Glauben daran, dass mein Freund ein guter Kerl ist, jede Beziehung zum Scheitern verurteilen wuerde. Vielleicht meinst du aber auch etwas Anderes.
Zitat von Simplemind66
Ich weiss auch nicht, ob du meinen Beitrag richtig gelesen hast. Wenn ich ein Kind mit meinem Freund bekaeme, dann waere das eine Beziehung bis zum Sargnagel. Nur moechte ich so wie ich ihn kennengelernt habe, kein Kind mit ihm gemeinsam erziehen.
Ich hab auch nicht gesagt, dass ich ihn umerziehe, das hast du in den falschen Hals gekriegt, ich hab geschrieben dass es so aus seiner Position heraus waere.
LG
Marinella


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