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  1. Inaktiver User

    Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    Ich hatte gestern eine diskussion mit einem guten freund/kollegen von mir, der seit 4 jahren mit seiner freundin zusammen ist/lebt, beide mitte/ende 30. Sie möchte gerne heiraten, er nicht.
    Warum nicht, kann er nicht genau sagen. Er ist scheidungskind, sein vater war nie präsent. Heiraten, also dieses zeremoniell an sich bedeutet ihm nichts, er findet das ganze prozedere "unnötig" und sieht diese formelle aktion nicht als liebesbeweis.
    Vermutlich hat er angst, dies ist aber meine spekulation, er hat sich in dieser form mir ggü. nicht geäußert.
    Ihr geht es um die verbindlichkeit, eine art von offziellem bekenntnis zueinander, was in dieser aktion liegt. Was ich verstehen kann, da ich es ähnlich sehe wie sie. Allerdings ist sie für meine begriffe auch recht radikal in ihrer haltung bzw. bissi manipulativ und sagt z.b. auch, dass sie nur kinder will, wenn sie auch mit ihm verheiratet ist. Er hätte gern ein kind mit ihr, will aber eben nicht heiraten.... Schwierig.
    Wie ist das bei euch?
    Könntet ihr (langjährige) beziehung führen ohne zu heiraten?
    Was bedeutet euch heirat standesamtlicher (oder auch zudem kirchlicher) art?

    Lg Von K.

  2. Inaktiver User

    AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    Was ist denn daran manipulativ, wenn sie ein Kind nur will, wenn sie verheiratet sind? Er kann es ja einfach sein lassen.

    Für mich hat eine Ehe einen sehr hohen ideellen Wert, die steuerlichen Vergünstigungen etc find ich völlig nebensächlich. Beziehungen hat man viele, Freunde auch, aber Ehemänner normalerweise nicht. Das ist schon etwas Besonderes und Einzigartiges.

    Wenn ich heirate, dann ist das das Bekenntnis, ich hab mich für dich entschieden. Nicht heiraten ist keine Entscheidung.

    Und ich hätte auch kein Kind mit jemand gewollt, der sich nicht voll und ganz für mich entscheiden kann.

  3. Inaktiver User

    AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nicht heiraten ist keine Entscheidung.
    *lach*

    und ich schreibe hier manchmal

    "Nicht heiraten ist auch eine Entscheidung".

    Aber eben die Entscheidung, die endgültige Entscheidung füreinander nicht zu treffen. Sich nicht ganz einzulassen.
    Insofern sind wir uns ganz einig

    Ich hätte mich getrennt, wenn es bei uns nicht auf Hochzeit hinausgelaufen wäre. Und zwar schneller als nach 4 Jahren!
    Und mein Mann umgekehrt auch.

    Gruß, Leonie

  4. User Info Menu

    AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    Ich führe eine langjährige Beziehung ohne Trauschein, aber mit Kindern und kenne diverse Paare, die das tun, teilweise seit über 20 Jahren - also sehr verbindlich.

    Ich dachte eigentlich, dass das heute kein Problem mehr sei, aber das Lesen in der Bricom hat mir gezeigt, dass Heiraten immer noch (oder wieder?) hoch im Kurs steht (warum auch nicht, jeder wie er will) und dass so einige Leute unverheiratete Paare nicht ernst nehmen (was ich persönlich absolut unmöglich finde).

    Ich finde nicht, dass man einen Trauschein braucht, mein Freund auch nicht. Ein Liebesbeweis ist das für uns absolut nicht.

    Schwierig sind halt solche Konstellationen wie bei Deinen Freunden, da wird's schwer einen Kompromiss zu finden.

    PS: Leonie, jetzt muss ich aber auch lachen - Ich hatte schon auf Dich gewartet, jetzt haben wir uns überschnitten. Lange nicht mehr gelesen, liebe Grüße

  5. Inaktiver User

    AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    Jo68

    Wer Zwillinge hat, wird auch von mir als "Lebenspartnerschaft" angesehen ...

    schön, Dich hier zu treffen

    Gruß, Leonie

  6. User Info Menu

    smile AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    Ich finde Heiraten ist ein bewustes "Ja" zueinander.

    Am Anfang kommt man zusammen und ganz unterschiedliche Motivationen können dabei im Spiel gewesen sein.
    Meist kennt man diesen neuen Menschen noch gar nicht, es ist wie eine Wundertüte die man öffnet und dann vergeht die Zeit....

    Ich finde sich dann füreinander bewust zu entscheiden und eine "Einheit" zu werden ist das schönste überhaupt!
    Denn schlieslich zeigt es, das der Andere die bisherige Zeit reflektiert hat, einen annimmt mit all den schrulligen Eigenarten und gemeinsam in die Zukunft schauen möchte.

    Ich finde das ein ganz wunderbares Bekenntnis!

    Ok, klingt auch reichlich naiv.... die Scheidungsquoten und vieles mehr sollte mich auf den Boden der Tatsachen zurück holen.... *lach*

    Hm, ich denke ebenfalls das Heiraten heute wieder bei den 30somethings "Salonfähig" geworden ist. Die Ehe vielleicht ein ruhiger Hafen in der dynamischen, hektischen Zeit bilden soll. Manche Scheidungskinder vielleicht auch bewust sagen, ich mach das "besser" als meine Eltern...
    Eine "wilde Ehe" ist zumindest wirklich keine Revolution mehr.
    Im Gegenteil oft mal kommen die Ratschläge a la "ja wenn kein Kind unterwegs ist, lasst Euch doch Zeit, bindet Euch lieber nicht..."

    Vielleicht ist heiraten die neue Revolution und "Heiraten, Hausbau, Labrador und Bugaboo" der normative Traum vom Sein....

    Ich werde nun bei einem Glas Rotwein weiter sinnieren....
    Tanja

  7. Inaktiver User

    AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber eben die Entscheidung, die endgültige Entscheidung füreinander nicht zu treffen. Sich nicht ganz einzulassen.
    Insofern sind wir uns ganz einig
    Da siehst du mal!! So konservativ kann ich sein!

    Nicht dass ich in der Verlegenheit wäre, aber mein Alptraum wär, mit Ü50 dann zu sagen: das ist mein Freund.

    Lebensgefährte ist man ja heut schon nach einem Jahr, ich weiß auch nicht. Und wie zynisch Lebensabschnittsgefährte für mich klingt, kann ich gar nicht sagen. Am blödsten find ich dann noch, wenn Unverheiratete sagen: Mein Mann. Das soll's doch wohl grad nicht sein??? Oder nach zehn Jahren heiraten, oder weil ein Kind kommt. Alles nicht meins.

    Das Schöne am Heiraten ist doch grad der Vertrauensvorschuß, der Glaube aneinander. Wenn ich den nicht hätte, und mich dann auch "trauen" würde, würde ich eine so enge Bindung gar nicht eingehen.

  8. Inaktiver User

    AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    "Nicht heiraten ist auch eine Entscheidung".
    Das habe ich hier schonmal von dir gelesen und das finde ich auch auf eine art sehr richtig.

    Aber, wie auch Joe sagt: Wenn 2 mit derselben einstellung zusammen kommen, funktioniert es auch ohne prima.

    Ich selbst hab´mich von einer heiratsbefürworterin zu einer -skeptikerin verwandelt.
    Ich meine, jeder hat seine gründe, warum ihm heiraten nix bedeutet.
    Für mich bedeutet "nicht heiraten wollen" auch eine fehlende bereitschaft bestimmte verpflichtung und verantwortung für die beziehung/für den partner tragen zu wollen.

    Während ich früher darin aber immer nur eine mangelnde bereitschaft des mannes sah, sehe ich heutzutage auch die vorteile für die frau, die im nicht-heiraten liegen.

    Für mich begründet sich eine fundierte argumentation hinsichtlich "nicht-heiraten-wollen" der frau vor allem in finanzieller unabhängigkeit der frau, frei nach dem motto: Wenn ich genug kohle haben um ggf. mich und ein kind/kinder ohnehin selbst weitgehend problemlos durchzubringen, erübrigt sich heiraten.
    Sprich: Heiraten war und ist für mich auch in erster linie basis finanzieller versorgung im notfall.
    Wenn das wegfällt.... wozu? diesen gedankengang verstehe ich durchaus sehr gut.
    Bleibt das romantische, das bekennende, der liebesbeweis... schön
    und gut....
    Glaube aber auch gern, dass man jenes dem partner auch ohne trauschein hinlänglich begreiflich machen kann.... und das umgekehrt auch so wahrnehmen kann, den umstand, dass man geliebt wird, dass man zusammen bleiben möchte, auch ohne offizielle dokumentation....

    Bei der freundin meines kollegen ist beides der fall... sie verdient sehr gut, die braucht keinen versorger.
    Und er liebt sie auch. Das dokumentiert er in vielen kleinigkeiten und auch großen dingen, die zeigen, dass sie ihm ungemein wichtig ist....
    Ich finde sie tatsächlich vielfach "undankbar" im umgang mit ihm... aber o.k., das ist natürlich meine wahrnehmung und ich steck´sicherlich nicht richtig "drin", wer weiß schon, wie er sich mit ihr allein so gibt.
    Deshalb - aufgrund meiner guten meinung von ihm - aber auch mein ansatz von "sie manipuliert ihn".
    Eigentlich wollte ich ja sogar "sie erpresst ihn" schreiben, weil ich´s echt so empfinde.
    Ich meine, was für eine aussage ist denn "Ich krieg nur ein kind mit dir, wenn du mich heiratest."....?
    Worum geht es ihr denn da nun?
    Finde ich ziemlich fern ab von partnerschaftlicher augenhöhe....

    Dennoch habe ich ihm gesagt, er solle es für sie tun, auch wenn´s ihm nichts bedeutet. Soweit schaltet er noch auf sehr stur... aber vielleicht kapiert er´s ja noch worum´s (ihr) geht...

    K.

  9. User Info Menu

    AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    "Das Schöne am Heiraten ist doch grad der Vertrauensvorschuß, der Glaube aneinander."

    @ einewiekeine: Das hast Du wunderbar formuliert! *lächel*

  10. Inaktiver User

    AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Bleibt das romantische, das bekennende, der liebesbeweis... schön
    und gut....
    Glaube aber auch gern, dass man jenes dem partner auch ohne trauschein hinlänglich begreiflich machen kann.... und das umgekehrt auch so wahrnehmen kann, den umstand, dass man geliebt wird, dass man zusammen bleiben möchte, auch ohne offizielle dokumentation....

    Und er liebt sie auch. Das dokumentiert er in vielen kleinigkeiten und auch großen dingen, die zeigen, dass sie ihm ungemein wichtig ist....
    Da kommen wir doch der Sache schon näher.

    Man liebt sich, man möchte zusammenbleiben
    - das ist doch viel zu wenig - mir jedenfalls bedeutet die Begründung einer Lebenspartnerschaft, die endgültige Entscheidung füreinander deutlich mehr.

    Es geht nur um das Bekennende - das Romantische und den Liebesbeweis brauche ich nicht. Nicht die Hochzeit - aber die Ehe.

    Gruß, Leonie

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