Das diskutiere ich mit denen nicht - wenn, dann mit den Söhnen.Zitat von Inaktiver User
Das war aber nie ein strittiges Thema. Die sind ja in unserer Familie aufgewachsen, haben bei ihren jungen Tanten und Onkeln gesehen, wie das in unserer Generation gehandhabt wurde, und empfinden ähnlich. Obwohl das in der Familie der einen Freundin anders gehandhabt wird - aber Familien sind verschieden, das ist nun einmal so.
Und die sind ja auch wirklich noch jung - das sind jedenfalls Jugendfreundschaften, das sehen die selbst auch so.
Würdest Du die Freundin Deines 18Jährigen zum Familienfest einladen?
Das heißt natürlich nicht, dass sie kein Stück Kuchen bekommen, wenn sie an einem "normalen Geburtstag" vorbeikommen.
Aber wenn es ein richtiges Familienfest ist, zu dem die Verwandtschaft quer durch die Republik reist ... ?
Und das würden die Söhne auch gar nicht wollen, weil sie dann nicht so gut mit den Cousins 'rumtollen könnten - das kriegen die zusammen noch gar nicht gebacken.
Gruß, Leonie
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08.09.2007, 21:17Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
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08.09.2007, 21:49Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Ja natürlich würde ich das! Auch den Freund meiner 15jährigen Tochter, mit dem sie 6 Monate zusammen ist, wenn er das denn wollte. Einfach, weil sie zusammen sind und sich lieben. Oder verliebt sind, ich will es jetzt auch nicht überbewerten.
Zitat von Inaktiver User
Jedenfalls duze ich mich mit ihm und für mich gehört er momentan ganz selbstverständlich dazu. Er war auch an meinem Geburtstag dabei, wobei das bei mir kein Familienfest ist, sondern mit Freunden gefeiert wird, aber auch da war klar, dass die beiden zusammen mitfeiern. Alles andere empfände ich als Ausgrenzung. Ich wüßte nicht, wieso ich das tun sollte?
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08.09.2007, 22:50
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Ja, würde ich, ganz hypothetisch gesprochen. Auf Opas Geburtstag war der Freund meiner 17 jährigen Nichte ganz selbstverständlich willkommen.
Zitat von Inaktiver User
Ich selbst habe mich mit der Familieneinführung meiner Liebespartner (wirkliche Beziehungen gab/gibt es nur zwei) schwer getan, aber meine Mutter war von Anfang aufgeschlossen, hat gefragt, wann sie zu Weihnachten vorbeikommen etc.
Sie hat sich bezüglich meiner ersten großen Liebe im Stillen einige richtige Gedanken gemacht, wie ich später erfuhr. Und auch, wenn sie ihre berechtigten Zweifel hatte, dass wir ein Leben lang beieinander bleiben, war er in unsrer Familie jederzeit willkommen. Sie nahm mich ernst, in meiner Art zu leben. (zustimm eiewiekeine
) Da gehörte damals dieser Mann dazu und ihr wäre niemals in den Sinn gekommen, eine Einladung an eine vorherige Überprüfung unser Beziehung zu knüpfen (sicher sähe das anders aus, hätte ich damals wöchentlich meine Liebhaber gewechselt, doch darum geht es ja nicht).
Bisher habe ich meine Eltern für sehr konventionell gehalten. Vor dem Hintergrund dieses Threads erscheinen sie bei mir gerade in einem völlig neuen Licht.
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08.09.2007, 23:06Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Es gibt nicht viele Dinge, die mich weniger interessieren als die Geburtstage meines eigenen Opas. Aber dann noch der Opa von der Freundin? Oh mein Gott.......
Zitat von katalina
Brumby
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08.09.2007, 23:10
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Zitat von Inaktiver User
Ehrlich gesagt, habe ich das auch gedacht. Ich hätte mich in dem Alter auch nicht drum gerissen. Aber er kam ganz freiwillig und spielte auch noch mit den Kleinstenkeln
.
Das ist also die Jugend von heute!
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08.09.2007, 23:58Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Jetzt wo ich so drüber nachdenke, scheint mir das kein Einzelfall zu sein. Die Freundin von meinem Cousin ist auch immer Stammgast auf allen Familienfeiern von Oma und Opa und kennt meine entferntere Familie, also Großtanten/Großcousin/en usw, mittlerweile besser als ich - im Ernst. Die beschäftigt sich richtig mit denen und kennt sogar ihre Namen
Zitat von katalina
Und eine meiner letzten Freundinen fragte mich tatsächlich mal, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr und ihrer Mutter zu irgendeinem Familientreffen irgendwo ans andere Ende des Landes zu fahren. Übernachtung war bei Oma geplant - in getrennten Betten natürlich, denn Oma hat's natürlich nicht so mit vorehelichem Sex.
Ähhhhmmm, ja, ich verzichte dankend
Brumby
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09.09.2007, 00:00Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
@ ewk, so bringst Du Deinen Kindern das Konzept des Lebensabschnittsgefährten ja geradezu bei - das ist doch eigentlich gar nicht Dein Konzept, oder?
Zitat von Inaktiver User
Und wenn die Sache auseinandergeht - dann duzt Du Dich weiter mit ihm?Jedenfalls duze ich mich mit ihm und für mich gehört er momentan ganz selbstverständlich dazu.
(Meine Mutter pflegte zu sagen, dass dann bei ihren vielen Kindern irgendwann die halbe Schule sie duzen würde).
Und ich möchte noch einmal daran erinnern, dass solche Einladungen auch höchst unerwünscht sein können und als übergriffig empfunden (auch wenn sie abgelehnt werden können).
Bei Teenagern vielleicht noch nicht - die machen sich ja nicht so viele Gedanken. Aber später schon - je nachdem, aus was für einer Familie jemand kommt.
Gruß, Leonie
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09.09.2007, 00:00
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Ja, und als Elternteil will man doch auch nicht mit jeder Bettgenossenschaft von Sohnemann behelligt werden - da kann man ja gleich die Wohnung zum Obdachlosenasyl erklären.
Zitat von Inaktiver User
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09.09.2007, 00:29Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Ich möchte jetzt nicht auf den etwas beleidigenden letzten Teil eingehen, aber grundsätzlich ist es 1. eine Sache den Familientradition oder Familien-"kultur" und zweitens einfach der persönlichen Einstellung. Ich sehe den Punkt oben genauso wie du, was aber nicht heißt, dass das jetzt eine Todsünde für mich ist, wenn sich der Freund vom Kind auf eine Feier verirrt.
Zitat von noo.
Ausserdem hängt es auch von der Harmonie zwischeneinander ab. Offengesagt, ist mir z.B. der aktuelle Freund meiner Schwester ein viel lieberer Gast als gewisse andere Kotzbrocken aus nähester Verwandtschaft. Und warum man den Kindern das Lebensabschnittsgefährten-denken einimpft, wenn man ihr Freunde akzeptiert, wird mir nicht klar.
Wen ich duze und wen ich sieze hängt auch von zwei Dingen ab 1. Dem "offiziellen" Resepekt den ich ausdrücken möchte 2. Der Harmonie zu dem Menschen. Es kommt auf die Mischung an. Ich lege auch viel Wert auf Etikette, aber wir sind immernoch Menschen und keine Roboter, die sich an ein Protkoll halten.
Und ganz bestimmt mache ich das Duzen nicht davon abhängig, wie viele Leute es dann insgesamt gibt, die mich duzen dürfen und ob es schon die halbe oder die ganze Schule tut. Das halte ich doch für recht absurd. Genauso wie ich es für absurd halten würde, den besagten Freund von meiner Schwester auf einmal zu siezen wenn die sich trennen. Warum sollte ich das tun?
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09.09.2007, 00:32Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Leonie, mal rein hypothetisch: du hättest zwei Söhne, beide seit genau der selben Zeit liiert. Einer von beiden ist verlobt, der andere lebt "nur so" mit seiner Partnerin zusammen. Aber rein äußerlich ist außer der Verlobung kein Unterschied zwischen beiden Beziehungen festzustellen.
Zitat von Inaktiver User
Stopp, ich ändere es sogar noch ab: die Verlobten leben nicht zusammen, die beiden anderen aber sehr wohl.
Wenn ich dich richtig verstehe, würde die Verlobte des einen Sohnes zu Familienfeiern eingeladen werden, die Partnerin des anderen Sohnes müsste wegbleiben? Und das findest du nicht seltsam?


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