aber Partner meiner Kinder, die noch keine Lebenspartnerschaft haben, sind weder Freunde (meistens jedenfalls) noch Familienmitglieder.ja, aber ich mache in meinem verhalten zwischen freunden und familienmitgliedern keinen unterschied!
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08.09.2007, 17:29Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
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08.09.2007, 17:34
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Zitat von Inaktiver User
Aber es ist ja auch keine Abwertung, geduzt zu werden.
Ich wäre sehr irritiert gewesen, wenn meine Eltern bei ernsthaften Beziehungen solche Unterschiede gemacht hätten.
Und wie lange es dauert, weiss man ja meist anfangs nicht. Klar bieten sie das Du nicht unbedingt beim ersten Treffen an, aber es hat bei uns auch nie ein Jahr gedauert. Wenn die Kinder jetzt ständig neue Partner anschleppen, sähe es vielleicht anders aus, aber dazu gehören wir nicht und das wissen meine Eltern auch.
Meine Eltern freuen sich, dass ich jetzt heiraten werde, aber das Verhältnis zu meinem Verlobten wird sich dadurch nicht verändern, das war schon vorher gut und familiär.
Das wird aber schwer, wenn die Lebenspartnerschaft eben nicht durch Hochzeit besiegelt wird. Ein konkretes Beispiel aus meiner Familie: meine Schwester ist schon viele Jahre mit ihrem Freund zusammen, sie leben zusammen, sie sind nicht verheiratet. Was an seinem familiären Background liegt, der sehr schwierig ist, deswegen tut er sich selbst mit Familie schwer.Und im Familienkreis: Gehört der Partner (als Schwiegerkind, Schwager) zur Familie?
Und das ist eben an die Lebenspartnerschaft gebunden.
Jedenfalls empfinden wir das in unserer Familie so.
Nicht nur die Eltern.
Ich hätte es übergriffig von meinen Schwiegereltern gefunden, wenn sie mir das Du angeboten hätten, bevor wir kundtun, dass wir konkret heiraten werden.
Geduzt wird, wer zu Familie gehört - und das sind Lebenspartner.
Zur Familie gehört er schon lange. Und dazu mußte meine Schwester sich nicht hinstellen und verkünden, dass sie auch unverheiratet sich jetzt für eine Lebenspartnerschaft entschieden haben.
Ich fände das irgendwie übergriffig, mein Verhalten davon abhängig zu machen. Das müssen die beiden wissen, wie sie ihre Partnerschaft genau gestalten. So etwas gehört für mich auch zur liebenden Großzügigkeit, dass ich meinenen Familienmitgliedern nicht vorschreiben will, wie sie zu leben haben und ihre Partner wertschätze.
So leben es meine Eltern zum Glück - und meine zukünftigen Schwiegereltern auch. Sie vertrauen ihren Kindern, dass die sich die richtigen Partner suchen und ihre Beziehungen so leben, wie es für sie richtig ist und ihnen entspricht. Mit oder ohne Hochzeit.
Wenn mein zukünftiger Mann plötzlich einen höheren Status in der Familie hätte als mein de-facto-Schwager, würde ich mich sehr, sehr mies fühlen.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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08.09.2007, 17:40Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
das ist für mich unvorstellbar - aus Sicht des Schwiegerkindes (da hätte ich wohl erschrocken abgelehnt) wie auch als zukünftige Schwiegermutter.
Zitat von Edelherb
Das verstehe ich überhaupt nicht.Ich fände das irgendwie übergriffig, mein Verhalten davon abhängig zu machen. Das müssen die beiden wissen, wie sie ihre Partnerschaft genau gestalten. So etwas gehört für mich auch zur liebenden Großzügigkeit, dass ich meinen Familienmitgliedern nicht vorschreiben will, wie sie zu leben haben und ihre Partner wertschätze.
Wo würden da Vorschriften oder mangelnde Wertschätzung liegen?
Oder irgendein Widerspruch dazu, dass jeder selbst wissen muss, wie er seine Beziehung gestaltet?
Klar entwickelt sich das dann im Laufe der Jahre - aber es müssten bei mir schon "viele" sein.
Und man kann dann ja auch mal darüber reden.
Gruß, LeonieGeändert von Inaktiver User (08.09.2007 um 17:45 Uhr)
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08.09.2007, 17:48
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Wenn für meine Eltern die Verlobung ein derzeit deutliches Signal wäre, dann empfinde ich das als Wertung. Mit Verlobung bzw. dann Hochzeit ist besser als ohne. Denn mit gehört man dazu, ohne nicht. Und keiner bekommt gerne das Gefühl vermittelt, nicht dazu zu gehören.
Zitat von Inaktiver User
Die erste Zeit geht es nicht darum, da ist man sich noch fremd. Aber mit der Zeit, eine funktionierende Familie vorausgesetzt, wo man gerne Kontakt hat und es nicht nur um Pflichtbesuche geht, wäre das ein Signal, ein sehr deutliches.
Ich würde dies zumindest so empfinden, meine Schwester sicherlich auch, mein "Schwager" sowieso, und bei Cariad war es ja auch so.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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08.09.2007, 17:52Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Es geht doch nicht um besser oder schlechter - aber anders.
Zitat von Edelherb
Und der Umgebung soll die Hochzeit (oder meinetwegen die Entscheidung zur Lebenspartnerschaft) egal sein?
Immerhin ist das das öffentliche Bekenntnis zueinander.
Aber Du schreibst ja, dass die Beziehung Deiner Schwester "langjährig" ist und es Gründe gibt, nicht zu heiraten. Das ist dann ja wieder etwas anderes.
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08.09.2007, 18:02Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Mal allgemein: Ich finde, nach zehn Jahren oder mehr des Zusammenseins gehört man irgendwie automatisch zur Familie, oder? Zumindest, wenn man sich nicht explizit ausgrenzt. Man wird zu Familienfesten eingeladen, für familiäre Dienste eingespannt und so weiter. All das war ja auch schon lang der Fall. Offenbar siehst du das ähnlich wie meine Mutter: nicht verheiratet, also nicht Familie, also kein "du".
Zitat von Inaktiver User
(Übrigens hat mein Partner, weil er die Situation so unangenehm fand, nach etwa 15 Jahren meinen Eltern das Du angeboten. Nicht nach der Etikette, aber alles in allem für uns noch die beste Lösung. Gut, das ist wirklich ein anderes Thema...)
Nun zu deiner Frage: Es gibt für mich viele Gründe, nicht zu heiraten. Ein paar davon habe ich in diesem Thread schon geschildert: Ich will mit meinem Partner mein Leben lang zusammen sein, aber da ich nicht das Orakel von Delphi bin, weiß ich schlicht nicht, was die Zukunft bringt. Dazu kommt, dass der Staat diese Institution von der Kirche übernommen hat, und allem Religiösen stehe ich sehr ablehnend gegenüber. Außerdem empfinde ich die staatliche Förderung der Ehe als negativ: Da wird etwas subventioniert, von dem die Gemeinschaft an sich nichts hat. Insgesamt sehe ich schlicht keinen Sinn darin.
Von meinem Partner kann ich sagen, dass er Zeremonien einfach nicht leiden kann. Er sieht das allerdings weniger dogmatisch als ich, aus pragmatischen Gründen würde er schon heiraten.
Aber das eigentlich nur am Rande. Ich erkläre das gerne, so lang ich es nicht rechtfertigen muss. Sollte nicht jede Lebensweise zunächst einmal akzeptiert werden, so lange sie niemandem schadet?
Warum brauchst du ein merkwürdiges staatliches Dokument, um mit deinem Partner zusammen zu sein und die Liebe als solche zu erkennen?
Grüße, Cariad
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08.09.2007, 18:07
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Ja, soll es sein. Aber ich habe noch nie mein Verhalten davon abhängig gemacht, ob Leute verheiratet sind oder nicht, ich kann mich zumindest momentan an nichts erinnern. Denn de facto ist das heute eben durcheinander. Leute heiraten aus seltsamen Gründen, Ehen zerbrechen, andere sind stabil und verbindlich zusammen, ohne verheiratet zu sein (und ohne irgendetwas verkündet zu haben).
Zitat von Inaktiver User
Nein, dieses Kriterium ist mir heutzutage viel zu nichtssagend, um daraus etwas für die Beziehung zu schliessen. Auch wenn es anders sein sollte, zumindest in der Richtung, dass nur die Leute heiraten, die es sich etwas besser überlegt haben, was das heisst.
Meine Umgebung ist so bunt, dass ich mit diesem Kriterium nicht weit käme.
Aber muss sich jeder rechtfertigen? Wir würden ja heiraten, aber weil er einen Knacks hat, geht es nicht? Das klingt für mich wieder nach entschuldigen dafür, dass man nicht verheiratet ist.Aber Du schreibst ja, dass die Beziehung Deiner Schwester "langjährig" ist und es Gründe gibt, nicht zu heiraten. Das ist dann ja wieder etwas anderes.
Sie ist mit ihm zusammen, das ist für mich das Wichtigste. Sie hat beschlossen, dass er der Richtige für sie ist. Für jetzt oder für immer. Sie neigt nicht zur Unverbindlichkeit, das weiss ich. Sie wird sicherlich gerne eine möglichst lange, auch lebenslange Beziehung haben wollen. An welchem Punkt die beiden jetzt konkret sind, das müssen sie wissen. Mein Verhalten mache ich nicht davon abhängig. Für mein Verhalten ihm gegenüber ist einerseits wichtig, dass er ihr wichtig ist, andererseits die über die Jahre gewachsene Beziehung (im weiteren Sinne
) zu ihm. Nichts sonst.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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08.09.2007, 18:14Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
da sind wir uns einig
Zitat von Inaktiver User

Ich würde schon eine kürzere Zeit als "viele Jahre" bezeichnen.
(ich werde mir mal eine Notiz machen, wann bei meinen Söhnen 5 Jahre vorbei sind
)
schrieb ich doch schon 125-mal hier in der BriComWarum brauchst du ein merkwürdiges staatliches Dokument, um mit deinem Partner zusammen zu sein und die Liebe als solche zu erkennen?
Ich will das Versprechen einer Lebenspartnerschaft
("Trennung kommt in unserem Denken nicht vor")
Sonst hätte ich mir einen anderen gesucht.
Liebe alleine ist mir zu wenig.
Und jemandem, der mich nicht hätte heiraten wollen, hätte ich das nicht geglaubt.
Außerdem wollte ich viele Kinder - und dann passen die rechtlichen Regelungen schon.
Gruß, Leonie
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08.09.2007, 18:50Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Pardon!
Zitat von Inaktiver User
Erstens lese ich nicht alle deine Postings und zweitens hattest du mich auch nochmal gefragt. Es war eher eine rhetorische Frage - sie zeigt, wie unsinnig es ist, sich rechtfertigen zu müssen. Denn deine Gründe
kann man ebenso hinterfragen: Warum hast du so wenig Vertrauen in den Menschen an deiner Seite? Warum hat dir nicht ein Versprechen ohne staatliche Anerkennung genügt? Und so weiter. (Wie gesagt, hier nur als rhetorische Fragen.)Ich will das Versprechen einer Lebenspartnerschaft
("Trennung kommt in unserem Denken nicht vor")
Sonst hätte ich mir einen anderen gesucht.
Liebe alleine ist mir zu wenig.
Und jemandem, der mich nicht hätte heiraten wollen, hätte ich das nicht geglaubt.
Der Grund mit den Kindern macht für mich pragmatisch durchaus Sinn, so lange uneheliche Kinder in der Gemeinschaft anders behandelt werden als eheliche.
Grüße, Cariad
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08.09.2007, 19:43Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
ich finde es sollte der umgebung egal sein, ja!
Zitat von Inaktiver User
haben die partnerinnen deiner söhne kein problem mit deiner/eurer einstellung dass du ihnen das du nicht anbietest oder sie nicht willkommen sind an familienfeiern?
mich würde sowas sehr irritieren und nicht mal die extrem gläubigen eltern meines freundes würden die partner ihrer kinder so behandeln.
lg
lara


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