Was stört Dich denn konkret?Zitat von Inaktiver User
Interessiert mich wirklich, ich meine das nicht polemisch.
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28.08.2007, 14:32
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Die Ente bleibt draußen.
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28.08.2007, 14:33Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Ich hatte bereits diverse Postings zuvor geschrieben, dass ich beispielsweise nicht damit einverstanden bin, wie strafrechtliche Belange zwischen Ehepartnern geregelt sind.
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28.08.2007, 14:44
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Ok, ich gebe zu, dass ich das für mich als überhaupt nicht relevant erachte.
Zitat von Inaktiver User
Davon abgesehen werden sexuelle Nötigung und Vergewaltigung mittlerweile vor dem Gesetz gleich behandelt, egal ob es innerhalb oder außerhalb einer Ehe stattfand.
Wäre es noch anders, fände ich dies zwar politisch schlimm, ich würde daraus jedoch nicht schließen, selbst keinesfalls zu heiraten, da ich es s.o. für unerheblich halte - in meinem Fall. Aber das können andere natürlich anders sehen.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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28.08.2007, 14:52Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Nein, da bist Du falsch informiert - das ist leider immer noch nicht so.Davon abgesehen werden sexuelle Nötigung und Vergewaltigung mittlerweile vor dem Gesetz gleich behandelt, egal ob es innerhalb oder außerhalb einer Ehe stattfand.
Auch wenn mein Lebenspartner für mich persönlich keine Bedrohung darstellt, ist es einfach meine politische Meinung, dass so etwas nicht toleriert und durch "Nutzung" der Ehe geduldet werden darf.Wäre es noch anders, fände ich dies zwar politisch schlimm, ich würde daraus jedoch nicht schließen, selbst keinesfalls zu heiraten, da ich es s.o. für unerheblich halte - in meinem Fall. Aber das können andere natürlich anders sehen.
Wenn´s niemanden stört, wird es sich nie ändern - ähnlich ist es mit der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.
Ein weiterer Punkt sind die unsäglichen Regularien des Familienrechts, nachdem bei unehelich gezeugten Kindern zwischen einem leiblichen Vater und einem ehelichen Vater unterschieden werden kann/muss.
Alles sehr wirr und nicht unterstützenswert.....
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28.08.2007, 15:17
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Alle Quellen, die ich bisher gefunden habe, sagen aber, dass dies 1998 entsprechend geändert wurde. Ich hatte auch entsprechendes im Hinterkopf.
Zitat von Inaktiver User
Inwieweit es innerhalb der Rechtsprechung unterscheidungen gibt, weiss ich nicht, ich hatte bewusst vom Gesetzgeber ("vor dem Gesetz") geschrieben.
Sorry, aber dies generell zu behaupten, ist ein wenig dreist. Denn natürlich kann man verheiratet sein und sich für Änderungen einsetzen. Was sicherlich auch vielfach passiert. Oder glaubst Du, die Gesetzesänderung, die es immerhin 1998 gab, wäre nur von unverheirateten gemacht worden? Glaubst Du, in Lobbyorganisationen sitzen nur unverheiratete?Wenn´s niemanden stört, wird es sich nie ändern - ähnlich ist es mit der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft.
Engagieren können sich alle. Nur weil ich heirate, heisst das noch lange nicht, dass ich jede kleinste Konsequenz, die unser Rechtssystem dem zuschreibt, billige, aber ich finde es unter dem Strich trotzdem das richtige für mich.
Ansonsten könnte ich genauso behaupten, dass Du das Erbrecht ganz wunderbar finden musst, denn sonst bliebst Du ja nicht unverheiratet.
Deine individuelle Entscheidung möchte ich nicht angreifen, aber nur, weil andere anders entscheiden, muss nicht alles so bleiben, wie es ist.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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28.08.2007, 15:20Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Nun ja - wir haben wohl eine unterschiedliche Auffasung zum Thema Engagement.Engagieren können sich alle. Nur weil ich heirate, heisst das noch lange nicht, dass ich jede kleinste Konsequenz, die unser Rechtssystem dem zuschreibt, billige, aber ich finde es unter dem Strich trotzdem das richtige für mich.
anderes Beispiel: Ich kann nicht verstehen, wie Menschen weiterhin der katholischen Kirche angehören obwohl sie den Glauben nicht so leben wie er derzeit ausgelegt wird.
Das ist für mich inkonsequent.
Ganz analog halte ich es mit der Ehe - ich kann nicht predigen dass der Wein sauer ist und ihn trinken.
Zum Erbrecht: ich finde es insgesamt sehr reformbedürftigt - aber ich bin schon als Wissenschaftlerin mit der Rettung der Welt an sich voll ausgelastet. Ich kann mich nicht um alles kümmern.
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28.08.2007, 15:38Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Tristania,
ich kann mir nicht vorstellen, dass Du so in allen Lebenslagen denkst und handelst, dass Du alles ablehnst, was Du ablehnst.
Aber ich kann Deine Einstellung verstehen, Dinge konsequent nicht mitzumachen, weil Du sie nicht gut findest, denke jedoch, das Engagement muß dann auch weit gehen, was unternimmst Du, um den von Dir beklagten Zustand auf die Ehe bezogen zu ändern?
Egal, ob Du , wenn es mal anders wird, heiraten wirst oder nicht.
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28.08.2007, 15:41
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Für Gläubige ist die Kirche Institution und auch Heimat. Eine alte Institution. Da richten sich viele nicht nur nach dem, was wie tagesaktuell ausgelegt ist.
Zitat von Inaktiver User
Mal abgesehen davon, dass in vielen Ortsgemeinden das Motto gilt: Rom ist weit. Gerade von einem Kollegen die Geschichte ihres lokalen Priesters gehört, der selbstverständlich mit einer Frau ("Haushälterin") und "deren" Kindern zusammenlebt. Und in Urlaub fährt. Die Gemeinde findet es ok und wo kein Kläger da kein Richter.
Ich will jetzt nicht in eine Kirchendiskussion abgleiten, die gehört hier nicht hin. Aber ich finde es keine schlechte Parallele. Ich bin selbst nicht katholisch, aber ich kenne genügend engagierte Katholiken und ihre Motive, in der Kirche zu bleiben. Mal genau zuhören (im Sinne von verstehen wollen, nicht im Sinne von, schon mal innerlich Gegenargumente sammeln) und zu versuchen, das nachzuvollziehen, kann lehrsam sein. Es muss ja nicht heissen, dass ich in der gleichen Situation gleich entscheiden würde.
Und auch hier engagieren sich sicherlich wesentlich mehr Menschen, die noch Mitglied sind, für Änderungen, als solche, die ausgetreten sind.
In einer Gesellschaft von 80 Mio. Menschen kann ich aber auch nicht davon ausgehen, dass alles immer zu 100% nach meinem Geschmack geregelt ist.Ganz analog halte ich es mit der Ehe - ich kann nicht predigen dass der Wein sauer ist und ihn trinken.
Ich kann nur schauen, ob mir der Schuh unter dem Strich passt oder nicht. Und dann trotzdem für Änderungen sein und mich auch dafür engagieren. Warum es unglaubwürdig sein soll, nur weil ich verheiratet bin (sein werde), verstehe ich nicht. Man könnte das Ganze auch umdrehen. Die Nicht-Verheirateten mäkeln nur an der Ehe rum, um ihre eigene Unverbindlichkeit darunter zu verstecken. Was nicht meine Meinung ist, aber es zeigt m.E. die Beschränktheit solcher pauschalen Aussagen.
In welcher Form engagierst Du Dich denn, ausser dass Du nicht heiratest?
Ok, versteh ich.Zum Erbrecht: ich finde es insgesamt sehr reformbedürftigt - aber ich bin schon als Wissenschaftlerin mit der Rettung der Welt an sich voll ausgelastet. Ich kann mich nicht um alles kümmern.
Die Ente bleibt draußen.
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28.08.2007, 15:46
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Und sind wir uns jetzt einige, dass in Deutschland mittlerweile Vergewaltigung und sexuelle Nötigung auch in der Ehe strafbar sind?
Hier das StGB, hier auch mit Hinweisen zur Rechtsprechung.
Hier eine kurze Information auf der Seite eines Rechtsanwalts, einiges steht auch bei Wikipedia.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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28.08.2007, 15:52Inaktiver User
AW: Wer nicht heiraten will, scheut verbindlichkeiten...?
Ich habe nie behauptet, dass es nicht strafbar ist - es wird aber anders verfolgt und geahndet.Und sind wir uns jetzt einige, dass in Deutschland mittlerweile Vergewaltigung und sexuelle Nötigung auch in der Ehe strafbar sind?
Die höchstrichterliche Meinung ist, dass nicht aufgrund ehelicher Verhältnisse vom Regelmaß abgewichen werden soll. Das heisst aber im Umkehrschluss in der praktischen Rechtsprechung nicht, dass die Fälle gleichbehandelt werden.
Das ist nicht mein primäres Aktivitätsfeld (s.o.) - ich bin in anderer Hinsicht für Frauenrechte aktiv, aber das ist OT.In welcher Form engagierst Du Dich denn, ausser dass Du nicht heiratest?
Sollte ich analog Kirchen schänden und Gläubige angehen - oder "reicht" aus der Kirche austreten und Kritik üben in dem Fall?Geändert von Inaktiver User (28.08.2007 um 16:01 Uhr)


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