Antworten
Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 70
  1. User Info Menu

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Für sowas braucht man dann aber wieder die richtige Location. Ansonsten können längere Pausen ziemlich langweilig und mühsam werden (hab ich schon erlebt).
    Und wenn man so eine Location nicht "ums Eck" hat, fällt es dann nicht wieder unter Selbstdarstellung, wenn man die gesamte Hochzeitsgesellschaft an irgendeinen tollen Ort verfrachtet? Irgendwie liegt auch diesem nicht durchgeplanten Programm eine gewisse Planung zugrunde.
    Naja, das Wetter konnten sie ja nicht planen. Der Ort war einfach schön - und in der Nähe. Und die Idee, dass Badesachen passen könnten, kam dann eher kurzfristig, als der Jahrhundertsommer kam und blieb.

    Ich bin mir aber fast sicher, dass diejenigen, die sich Sorgen machen, ob ihre Gäste sich auch angemessen kleiden, sich auch Gedanken machen würden, dass es ihnen vielleicht nicht gefällt, wenn beim feierlichen Abendessen alle abgeschminkt und mit nassen Haaren oder doch zumindest eher unfrisiert sitzen.

    Ich habe auch nichts gegen Planung. Nur damit das nicht missverstanden wird. Die Frage ist nur, was Maßgabe der Planung ist.

    Letztendlich gibt es keine messerscharfe Trennlinie, das habe ich auch nicht behauptet. Aber sich ab und zu mal selbst zu fragen, worum es gerade geht, hilft dabei, nicht abzudrehen.

    Just my 2p.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

  2. Inaktiver User

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Edelherb, ich wollte dir auch gar nicht unterstellen, dass du was gegen Planung hast. Ich wollte nur verdeutlichen, dass selbst eine Hochzeit ohne viel Drumherum geplant werden muss. (Wie du sicher weißt. ;) )
    lg Norea

  3. User Info Menu

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Edelherb, ich wollte dir auch gar nicht unterstellen, dass du was gegen Planung hast. Ich wollte nur verdeutlichen, dass selbst eine Hochzeit ohne viel Drumherum geplant werden muss. (Wie du sicher weißt. ;) )
    lg Norea
    Aber um Planung ging es ja nicht.

    Ich hatte das zugegebenermaßen vielleicht nicht so gute Beispiel von der Serviette, die zum Strumpfband passt, gebracht. Damit wollte ich nicht sagen, dass Planung ein Problem, auch nicht, dass farbliche Abstimmung ein Problem ist, wenn man sie gerne hat.

    Es ging mir allein um die Gewichtung. Wieviel Wert lege ich auf das äußere Bild und wieviel Raum bleibt für anderes.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

  4. User Info Menu

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Zitat Zitat von Edelherb
    Es ging mir allein um die Gewichtung. Wieviel Wert lege ich auf das äußere Bild und wieviel Raum bleibt für anderes.
    Hallo Edelherb,
    ich denke, ich verstehe, was Du sagen willst... Dennoch bin ich ganz bei Norea, wenn sie schreibt:
    fällt es dann nicht wieder unter Selbstdarstellung, wenn man die gesamte Hochzeitsgesellschaft an irgendeinen tollen Ort verfrachtet?
    Ich meine sogar, dass jegliche "unkonventionelle" Hochzeit etwas von Selbstdarstellung hat. "Hey, wir waren bei unserer Hochzeit ganz ungeplant schwimmen, das war total cool..."
    Auch hier wird ein Bild vermittelt, und ich meine sogar, soll vermittelt werden...
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

  5. Inaktiver User

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Zitat Zitat von Edelherb
    Wieviel Wert lege ich auf das äußere Bild und wieviel Raum bleibt für anderes.

    Grüße,
    Edelherb

    wie würdest du das näher beschreiben, für euren fall?

    bei uns bedeutet das, es wird standesamtlich im engsten kreis gefeiert (16). trauung, mittag, kaffee, kleiner ausflug mit den gästen. abends eine cocktailparty mit von uns eingeladenen kollegen und freunden. wir wollten keine "das gehört sich so gäste"

    neulich erzählte mir eine kollegin, ihre tochter war bei einer hochzeit mit 165 gästen. und wir alle als kollegen waren mit partner zu einer hochzeit eingeladen (da waren schlussendlich etwa 30%)

    wir haben schon den wunsch, dass es unseren gästen gefällt, dass sie sich wohl fühlen, dass sie zeit haben mit uns den tag zu verbringen. wir möchten auch, dass unsere hochzeit an und für sich in den rahmen passt, in dem wir feiern, es ist eine alte drogerie mit originaleinrichtung. also gehe ich da nicht als sahnetörtchen hin. das brautauto wird unseres sein und nicht geschmückt, da kriegt Mr. Pragmatik glaube ich einen Koller sonst.

  6. Inaktiver User

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Zitat Zitat von Weitan
    Ich habe dabei immer ein wenig gestutz. Denn an dem Tag steht doch das Paar im Rampenlicht und umgekehrt sollte das Paar doch ein guter Gastgeber sein, damit sich die Gäste wohlfühlen.
    Das Problem hat ja damit Einzug erhalten, dass das Paar der Gastgeber geworden ist und sich damit selbst ins Rampenlicht stellt.

    "Früher" war die Hochzeit nur bedingt für das Brautpaar - das wurde erst gefeiert (von den anderen!!! nicht nach eigenem Drehbuch) und reiste dann ab, während die anderen weiterfeierten.

    Es ist mir schon klar, dass das heute meist nicht mehr passt - aber warum das Brautpaar selbst alles durchstylen muss und nicht zumindest ganze Bereiche abgeben kann, erschließt sich mir auch nicht.

    (Abgesehen davon, dass so eine "von anderen ausgerichtete Hochzeit" ein Luxus ist - so stressfrei wie ich heiratet wohl heute kaum einer mehr )

    Gruß, Leonie

  7. Inaktiver User

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es ist mir schon klar, dass das heute meist nicht mehr passt - aber warum das Brautpaar selbst alles durchstylen muss und nicht zumindest ganze Bereiche abgeben kann, erschließt sich mir auch nicht.
    Gruß, Leonie
    dann hat man die kontrolle nicht mehr

    bei meiner ersten hochzeit vor 23 jahren haben meine eltern bezahlt und also auch bestimmt. fand ich nicht so toll, denn das war eine selbstdarstellungsveranstaltung meiner eltern. bis hin zu der tatsache, dass leute eingeladen worden sind, weil sich das so gehört und leute, die wir gern dabei gehabt hätten, eben nicht.

    hhm, ich denke, dass es auch heute noch eine zum großen teil über die eltern finanzierte veranstaltung ist, vor allem, wenn es die 1. hochzeit ist.

    wie ich mich schon geoutet habe, les ich auch in den einschlägigen foren und da wird über hochzeiten diskutiert, wo die brautkleider mehr als 3.000€ kosten und die hochzeit als gesamtevent mit weit mehr als 10.000€ zubuche schlägt. das ganze gewinnt dann so eine art dynamik, dass man sich gegenseitig überbieten will und muss, damit auch ja über die hochzeit gesprochen wird.

  8. Inaktiver User

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    dann hat man die kontrolle nicht mehr
    ebend.

    Und wenn man volle Kontrolle haben möchte - oft eben auch über die Gäste und was die zu tun und zu lassen haben und an welchen Stellen sie jubeln müssen - dann gleitet man eben sehr sehr leicht in die unangemessene Selbstdarstellung.

    Meine Eltern haben das natürlich grob mit uns abgesprochen, und wir konnten da Vertrauen haben.
    Aber muss ich die Farbe der Servietten, die Blumen,den Wein und das genaue Menu aussuchen, die Beiträge koordinieren (und ggf. in Bahnen lenken, wenn jemand übertreiben will), die Logistik für die Gäste organisieren, etc. ?

    Gruß, Leonie

  9. User Info Menu

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Zitat Zitat von Fender
    Ich meine sogar, dass jegliche "unkonventionelle" Hochzeit etwas von Selbstdarstellung hat. "Hey, wir waren bei unserer Hochzeit ganz ungeplant schwimmen, das war total cool..."
    Auch hier wird ein Bild vermittelt, und ich meine sogar, soll vermittelt werden...
    Also auf diese Hochzeit bezogen passt das überhaupt nicht! Es war einfach IRRE heiss (Sommer 2003) und es gab einen See. Was lag näher. V.a. wo einige der Gäste im gleichen Haus übernachtet haben und schon von daher vermutlich Badesachen mit hatten.

    Das Brautpaar selbst war übrigens auch gar nicht schwimmen. Der See war einfach eine Möglichkeit und wurde genutzt. Wenn keiner schwimmen gegangen wäre, wäre es auch gut gewesen. Keiner wäre enttäuscht gewesen, dass aber jetzt das Bild konventioneller geworden ist. Weil es nicht um ein Bild ging. DAS meine ich.

    Vielleicht geht es auch generell um Bilder. Wie festgefügt ist das Bild, dass ich von der Hochzeit habe? Könnte ich jetzt schon einen Film darüber drehen, wie es aussehen muss? Bin ich enttäuscht, wenn es anders wird?

    Ich selbst könnte keinen Film drehen, habe kaum feste Bilder. Wir haben einen Raum, es gibt einen Anlass, es kommen tolle Leute, es gibt etwas zu essen, das wird schon werden. Ich lasse ziemlich viel auf mich zukommen.

    Hm, scheint irgendwie schwer vermittelbar zu sein.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

  10. User Info Menu

    AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber muss ich die Farbe der Servietten, die Blumen,den Wein und das genaue Menu aussuchen, die Beiträge koordinieren (und ggf. in Bahnen lenken, wenn jemand übertreiben will), die Logistik für die Gäste organisieren, etc. ?
    Müssen nicht - aber wollen.


    Macht doch auch Spaß...
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

Antworten
Seite 3 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •