Naja, das Wetter konnten sie ja nicht planen. Der Ort war einfach schön - und in der Nähe. Und die Idee, dass Badesachen passen könnten, kam dann eher kurzfristig, als der Jahrhundertsommer kam und blieb.Zitat von Inaktiver User
Ich bin mir aber fast sicher, dass diejenigen, die sich Sorgen machen, ob ihre Gäste sich auch angemessen kleiden, sich auch Gedanken machen würden, dass es ihnen vielleicht nicht gefällt, wenn beim feierlichen Abendessen alle abgeschminkt und mit nassen Haaren oder doch zumindest eher unfrisiert sitzen.![]()
Ich habe auch nichts gegen Planung. Nur damit das nicht missverstanden wird. Die Frage ist nur, was Maßgabe der Planung ist.
Letztendlich gibt es keine messerscharfe Trennlinie, das habe ich auch nicht behauptet. Aber sich ab und zu mal selbst zu fragen, worum es gerade geht, hilft dabei, nicht abzudrehen.
Just my 2p.![]()
Grüße,
Edelherb
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21.08.2007, 13:08
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
Die Ente bleibt draußen.
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21.08.2007, 14:15Inaktiver User
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
Edelherb, ich wollte dir auch gar nicht unterstellen, dass du was gegen Planung hast. Ich wollte nur verdeutlichen, dass selbst eine Hochzeit ohne viel Drumherum geplant werden muss. (Wie du sicher weißt. ;) )
lg Norea
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21.08.2007, 14:29
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
Aber um Planung ging es ja nicht.
Zitat von Inaktiver User
Ich hatte das zugegebenermaßen vielleicht nicht so gute Beispiel von der Serviette, die zum Strumpfband passt, gebracht. Damit wollte ich nicht sagen, dass Planung ein Problem, auch nicht, dass farbliche Abstimmung ein Problem ist, wenn man sie gerne hat.
Es ging mir allein um die Gewichtung. Wieviel Wert lege ich auf das äußere Bild und wieviel Raum bleibt für anderes.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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21.08.2007, 14:43
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
Hallo Edelherb,
Zitat von Edelherb
ich denke, ich verstehe, was Du sagen willst... Dennoch bin ich ganz bei Norea, wenn sie schreibt:
Ich meine sogar, dass jegliche "unkonventionelle" Hochzeit etwas von Selbstdarstellung hat. "Hey, wir waren bei unserer Hochzeit ganz ungeplant schwimmen, das war total cool..."fällt es dann nicht wieder unter Selbstdarstellung, wenn man die gesamte Hochzeitsgesellschaft an irgendeinen tollen Ort verfrachtet?
Auch hier wird ein Bild vermittelt, und ich meine sogar, soll vermittelt werden...Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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21.08.2007, 14:44Inaktiver User
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
Zitat von Edelherb
wie würdest du das näher beschreiben, für euren fall?
bei uns bedeutet das, es wird standesamtlich im engsten kreis gefeiert (16). trauung, mittag, kaffee, kleiner ausflug mit den gästen. abends eine cocktailparty mit von uns eingeladenen kollegen und freunden. wir wollten keine "das gehört sich so gäste"
neulich erzählte mir eine kollegin, ihre tochter war bei einer hochzeit mit 165 gästen. und wir alle als kollegen waren mit partner zu einer hochzeit eingeladen (da waren schlussendlich etwa 30%)
wir haben schon den wunsch, dass es unseren gästen gefällt, dass sie sich wohl fühlen, dass sie zeit haben mit uns den tag zu verbringen. wir möchten auch, dass unsere hochzeit an und für sich in den rahmen passt, in dem wir feiern, es ist eine alte drogerie mit originaleinrichtung. also gehe ich da nicht als sahnetörtchen hin. das brautauto wird unseres sein und nicht geschmückt, da kriegt Mr. Pragmatik glaube ich einen Koller sonst.
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21.08.2007, 14:50Inaktiver User
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
Das Problem hat ja damit Einzug erhalten, dass das Paar der Gastgeber geworden ist und sich damit selbst ins Rampenlicht stellt.
Zitat von Weitan
"Früher" war die Hochzeit nur bedingt für das Brautpaar - das wurde erst gefeiert (von den anderen!!! nicht nach eigenem Drehbuch) und reiste dann ab, während die anderen weiterfeierten.
Es ist mir schon klar, dass das heute meist nicht mehr passt - aber warum das Brautpaar selbst alles durchstylen muss und nicht zumindest ganze Bereiche abgeben kann, erschließt sich mir auch nicht.
(Abgesehen davon, dass so eine "von anderen ausgerichtete Hochzeit" ein Luxus ist - so stressfrei wie ich heiratet wohl heute kaum einer mehr
)
Gruß, Leonie
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21.08.2007, 15:00Inaktiver User
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
dann hat man die kontrolle nicht mehr
Zitat von Inaktiver User
bei meiner ersten hochzeit vor 23 jahren haben meine eltern bezahlt und also auch bestimmt. fand ich nicht so toll, denn das war eine selbstdarstellungsveranstaltung meiner eltern. bis hin zu der tatsache, dass leute eingeladen worden sind, weil sich das so gehört und leute, die wir gern dabei gehabt hätten, eben nicht.
hhm, ich denke, dass es auch heute noch eine zum großen teil über die eltern finanzierte veranstaltung ist, vor allem, wenn es die 1. hochzeit ist.
wie ich mich schon geoutet habe, les ich auch in den einschlägigen foren und da wird über hochzeiten diskutiert, wo die brautkleider mehr als 3.000€ kosten und die hochzeit als gesamtevent mit weit mehr als 10.000€ zubuche schlägt. das ganze gewinnt dann so eine art dynamik, dass man sich gegenseitig überbieten will und muss, damit auch ja über die hochzeit gesprochen wird.
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21.08.2007, 15:04Inaktiver User
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
ebend.
Zitat von Inaktiver User
Und wenn man volle Kontrolle haben möchte - oft eben auch über die Gäste und was die zu tun und zu lassen haben und an welchen Stellen sie jubeln müssen - dann gleitet man eben sehr sehr leicht in die unangemessene Selbstdarstellung.
Meine Eltern haben das natürlich grob mit uns abgesprochen, und wir konnten da Vertrauen haben.
Aber muss ich die Farbe der Servietten, die Blumen,den Wein und das genaue Menu aussuchen, die Beiträge koordinieren (und ggf. in Bahnen lenken, wenn jemand übertreiben will), die Logistik für die Gäste organisieren, etc. ?
Gruß, Leonie
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21.08.2007, 15:07
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
Also auf diese Hochzeit bezogen passt das überhaupt nicht! Es war einfach IRRE heiss (Sommer 2003) und es gab einen See. Was lag näher. V.a. wo einige der Gäste im gleichen Haus übernachtet haben und schon von daher vermutlich Badesachen mit hatten.
Zitat von Fender
Das Brautpaar selbst war übrigens auch gar nicht schwimmen. Der See war einfach eine Möglichkeit und wurde genutzt. Wenn keiner schwimmen gegangen wäre, wäre es auch gut gewesen. Keiner wäre enttäuscht gewesen, dass aber jetzt das Bild konventioneller geworden ist. Weil es nicht um ein Bild ging. DAS meine ich.
Vielleicht geht es auch generell um Bilder. Wie festgefügt ist das Bild, dass ich von der Hochzeit habe? Könnte ich jetzt schon einen Film darüber drehen, wie es aussehen muss? Bin ich enttäuscht, wenn es anders wird?
Ich selbst könnte keinen Film drehen, habe kaum feste Bilder. Wir haben einen Raum, es gibt einen Anlass, es kommen tolle Leute, es gibt etwas zu essen, das wird schon werden. Ich lasse ziemlich viel auf mich zukommen.
Hm, scheint irgendwie schwer vermittelbar zu sein.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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21.08.2007, 15:09
AW: Hochzeit vs Selbstdarstellung
Müssen nicht - aber wollen.
Zitat von Inaktiver User
Macht doch auch Spaß...
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.


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