Nein. Es würde uns nur im Trennungsfall zugute kommen. Ihm, weil er nur wenig Unterhalt zahlen müsste und mir, weil ich nicht so knausern müsste. Wenn wir unseren normalen Ehealltag leben, ist mein Zubrot kontraproduktiv. Bei einem Halbtagesjob geht mehr Geld wegen der Steuer verloren als was ich dazuverdienen kann. Wenn ich ganztags arbeite, brauchen wir eine Betreuung für Sohn und eine Sekretärin für die Firma. Kommt auch ein negatives Einkommen raus.Zitat von Satyr
Unser Haus wäre nicht gebaut worden, denn darum musste ich mich kümmern, während Mann unterwegs war. Wir hätten das Projekt erst Jahre später angehen können, die Zinsen wären gestiegen, die Grundstückspreise noch höher geworden. Von zwischenzeitlichen Abstrich an Lebensqualität wegen der Wohnsituation nicht zu reden.Zitat von Satyr
Ich habe 5 Jahre lang auf Stabilität gewartet, sprich dass er geschäftlich aus den roten Zahlen kommt. Mit 33 möchte Frau dann eine Entscheidung, ob Mann weiterhin über die Unterstützung seiner Eltern leben will oder endlich Nägel mit Köpfen macht. Letztendlich war es die Verantwortung über eine künftige Familie, die ihn dazu entschlossen hat, endlich den Experimentierstatus hinter sich zu lassen und andere Geschäftsfelder anzupacken, was letztendlich der Grundstein des Erfolgs war. Manchmal brauchen Männer Druck, um ihr Wolkenkuckusheim zu verlassen. Abgesehen davon, dass ich bei geschäftlichem Nichterfolg in der Lage gewesen wäre, unser Kind dank meiner Berufstätigkeit durchzubekommen.Zitat von Satyr
Siehst du und da liegt der Hase im Pfeffer. Du gehst von der Trennung aus, mein Mann und ich eben nicht. Wir peilen einen lebenslangen Status an. Wenn wir das nicht gewollt hätten, hätten wir gleich die nichteheliche Lebensform gewählt, die wäre für einen unverbindlichen Status dann genau richtig.Zitat von Satyr
Wenn du solche Zweifel an einer gemeinsamen Zukunft hegst, dann heirate doch einfach nicht. Du sparst dir den Zinnober einer Scheidung, die ganzen Anwälte, den Versorgungssausgleich. Wenn Frau und Mann mit Kind in Lebensgemeinschaft leben, soll sich jeder um sich selber kümmern und für das Kind gemeinsam. Lass die Ehe denjenigen, die mehr Verantwortung füreinander tragen wollen und sich auch einer gewissen Verpflichtung bewusst sind.
Wir haben einen Ehevertrag. Der beinhaltet aber nur, dass unser jeweiliges Erbe nicht in die Scheidungsmasse miteinfließt. Ansonsten gelten für uns die gesetzlichen Regelungen. Mein Mann und seine gesamte Familie haben auf diesen speziellen Passus bestanden, der Rest stand niemals zur Debatte. Insofern kann ich ja wohl erwarten, dass ein erwachsener Mensch, der sich Gedanken über dieses Thema gemacht hat, zu seinen gesetzlichen Verpflichtungen steht und hinterher nicht zu jammern anfängt.Zitat von Satyr
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Thema: Ehevertrag
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17.08.2007, 11:03
AW: Ehevertrag
"Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
(John D. Rockefeller)
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17.08.2007, 11:06
AW: Ehevertrag
Ich halte "verlangen" selten für zielführend in einer partnerschaftlichen Kommunikation. Wenn das der Normalzustand ist, dass man gegenseitig etwas verlangt, dann liegt einiges im Argen (wogegen kein Ehevertrag dieser Welt hilft).
Zitat von Inaktiver User
Die Ente bleibt draußen.
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17.08.2007, 11:15Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Zitat von Edelherb
und. was soll er tun, wenn sie sich nicht an die zusagen hält. wenn sie einfach frech und pampig NÖ sagt.
sich hinsetzen und weinen? die arbeit aufgeben und mit ihr zusammen das kind erziehen?
ganz schön weltfremd. wünsche dir, dass alles so glatt läuft, wie du dir es erträumst. in deinem umfeld läuft ja auch alles megaklasse und probleme haben immer die anderen.
sehr weltfremd.
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17.08.2007, 11:25
AW: Ehevertrag
Zitat von Nocturna
@noo.: Es zwingt Dich keiner zu heiraten. Dann musst Du dich auch nicht um nachehelichen Unterhalt kümmern - falls es jemals so weit kommen sollte. Aber warum es gleich allen anderen verbieten, nur weil es Dir nicht gefällt? Das läßt sich einfacher lösen.
Wenn ihr euch meine Postings zum Ausgangsbeitrag durchlest, werdet ihr auch sehen, dass ich nicht zu denjenigen gehörte, die den Ausschluss des nachehelichen Unterhalts per se verdammt haben. Ich habe nur klargestellt, dass man damit verschiedene Modelle lebt und dass man sich das klar machen sollte, bevor Fakten geschaffen werden. Von beiden Seiten.
Wir können jetzt noch unendlich viele Beispiele bringen, wer alles was nicht hinbekommt. Die einzig logische Schlussfolgerung daraus wäre allerdings nur, dass man den Menschen an sich verbietet, sich zu paaren. Anscheinend bekommen sie es ja nicht sonderlich gut hin.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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17.08.2007, 11:27
AW: Ehevertrag
In meinem Umfeld gibt es viele Probleme. Aber anscheinend auch jede Menge Leute, die sich wenigstens ernsthaft um eine Lösung bemühen.
Zitat von Inaktiver User
Die Ente bleibt draußen.
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17.08.2007, 11:27
AW: Ehevertrag
Nein, bist Du nicht. Männer lassen sich nämlich viel seltener als Frauen scheiden, die Zahlen, die ich kenne, laufen auf eine 80-20-Verteilung hinaus.
Zitat von Inaktiver User
Und da in Großstädten fast 70 % der Ehen geschieden werden, beträgt die Wahrscheinlichkeit für Dich, ins Klo gegriffen zu haben, nur schlappe 14 %, für einen Mann dagegen 56 %.
Kannst Du wohl kaum dasselbe Risiko nennen.
Das heisst, den 86 % der Männer, die an Lebenspartnerschaften interessiert sind, stehen nur 44 % der Frauen gegenüber, die das auch sind. Ergo finden 42 % der Männer keinen adäquaten Partner.
Insofern - rein zahlenmässig funktioniert Deine Aufforderung "Dann heirate doch nicht" von oben nur, wenn Mann auch tatsächlich nicht heiratet.
Aber der theoretische Wert ist erreicht
, aus einer Meldung :
[...]
Tatsächlich stützt eine Befragung des BAT Freizeitforschungsinstituts ihre [Dinklage's] These: 43 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren sagen, dass ihnen Freizeit und Reisen wichtiger sind als Heirat und Familiengründung.
[...]
"Trennung und Scheidung sind ein Faktor, den viele Männer in ihre Überlegungen mit einbeziehen", sagt Uta Meier-Gräwe, Professorin an der Universität Gießen.
Recht haben die Männer - Freizeit und Reisen SIND wichtiger als Heirat und Familiengründung. Ersteres bietet mehr Genuss.
Aber solche Überlegungen hast Du als Frau kaum nötig ..Geändert von noo. (17.08.2007 um 11:31 Uhr)
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17.08.2007, 11:30
AW: Ehevertrag
Ja, wo sind sie denn? Ich kann die Leute auch nicht verstehen.
Zitat von Inaktiver User
Theorie und Wirklichkeit klaffen auseinander.
Das Dilemma entsteht doch dadurch, dass die ökonomische Rollenverteilung schon bei der Ehe festgelegt wird. Pappi macht das schon.
Die finaziellen Lasten (Kredite, Miete etc) müßten auf beide verteilt werden. Und wenn die Frau weniger verdient, trägt sie einen entsprechend geringeren Anteil. Und einschränken? IGITT.
Wenn dann die Ehe in die Brüche geht steht der Mann nicht alleine vor den finanziellen Scherben.
Außerdem achten die Männer immer noch zu wenig auf die berufliche Qualifikation ihrer Zukünftigen.
"Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen" Eva H.
Trinke 8 Liter Wasser am Tag, schlafe 24 Stunden, verzichte auf jeden Stress und du siehst aus wie Iris Berben.
Länger glatte Achseln! Denn Schönheit ist Freiheit.
Konfuzius sagt: "Die Ziege beschwert sich, dass sie einen Affen zum Mann hat."
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17.08.2007, 11:30Inaktiver User
AW: Ehevertrag
was machst du, wenn dein partner NICHT an lösungen interessiert ist. wie begeisterst du den dann?
Zitat von Edelherb
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17.08.2007, 11:37
AW: Ehevertrag
Cool, danke, da habe ich ja mal einen Beleg für meine Behauptung weiter oben, in Posting #428, hier nochmal zitiert:
Zitat von noo.
Wenn ich von einer glücklichen Nichthausfrauenehe ausgehe, kann ich heiraten, kriege ein oder zwei Kinder, und wenn die drei sind, gehen die in den Kindergarten und Mutti geht wieder halbtags arbeiten.
Aber... Kann ich das? Ein Blick in die Zeitung sagt mir mit schöner Regelmäßigkeit, dass in Metropolen mittlerweile 70% der Ehen wieder geschieden werden. Das setzt in mir Überlegungsprozesse in Gang.
Wenn ich dann noch weiß, dass wiederum 70% der Ehescheidungen von Frauen beantragt werden, werde ich nochmal nachdenklich... Ist das denn so, weil es für Frauen unerträglicher ist, noch mit dem Kerl verheiratet zu sein? Oder spielt vielleicht auch eine Rolle, dass die Folgen einer Scheidung für die Frau (im allgemeinen Normalfall) nicht so gravierend sind wie für den Mann und der Gang zum Scheidungsanwalt für Frauen daher um einiges leichter fällt?!
Ich würde die obige Aussage von Uta Meier-Gräwe sogar noch ergänzen:
"Trennung und Scheidung sind ein Faktor, den viele Männer in ihre Überlegungen mit einbeziehen", von Uta Meier-Gräwe, Professorin an der Universität Gießen. "Für Männer führen diese Faktoren eher zur nichtehelichen Beziehung, während Frauen, die diese Faktoren ebenfalls in ihre Überlegungen mit einbeziehen, danach eher zur Hochzeit tendieren" meint Justus-Peter Fender, User in der BriCom.
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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17.08.2007, 11:37Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Zitat von reiner
da nutzt der beste abschluss nichts, wenn sie merken, das geld verdienen und karriere machen anstrengend ist und dann lieber einen auf hausfrau machen.
du kannst dir eine beamtin suchen, die eine stelle hat und A13 (jetzt E13) hat: selbst das beamtenbesoldungsgesetz regelt die möglichkeit , wegen der kinder auf viel jahre aus dem beruf zu verschwinden und nichts zu machen, obwohl eine verknüpfung von job und haushalt prima möglich wäre --- und jammert bitte nicht immer über den ach so umfangreichen haushalt: es gibt genügend frauen, auch ohne mann, die beides wuppen,ohne zu jammern.
das sind dann die rabenmütter, bei denen die wollmäuse unter der couch wohnen und die kinder nur tüte zu essen kriegen, ja?


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