ich auch nicht. meinem bleiben von knapp 3000€ noch 1000€.Zitat von Fender
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Thema: Ehevertrag
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17.08.2007, 10:23Inaktiver User
AW: Ehevertrag
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17.08.2007, 10:24
AW: Ehevertrag
Der Zustand vor der Scheidung lautet: "Wenn das Geld nicht reicht, arbeitet die Frau mit und trägt mit ihrem Einkommen zum Kindesunterhalt und den Lebenshaltungskosten bei."
Zitat von Edelherb
Wo wird dieser Zustand nach Scheidung festgeschrieben ?
Ich kenne eigentlich fast nur Ehen, wo die Frau die Scheidung einreicht, sobald der Mann von ihr die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verlangt - oder sie die Rückkehr in den Beruf plant.
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17.08.2007, 10:25
AW: Ehevertrag
@rosie und fender: ich behaupte nicht, dass der gegenwärtige Zustand ideal ist. Ich behaupte keineswegs, dass die Rechtsprechung nicht häufig mütterlastig ist. Es kann auch gut sein, dass es massiven Nachbesserungsbedarf in der Art der Unterhaltsberechnung gibt.
Ich bin allerdings dagegen, das Kind mit dem Bade auszuschütten und den nachehelichen Unterhalt zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig abzuschaffen. Weil die gesellschaftlichen Bedingungen für ein Modell, in dem beide Eltern zu ähnlichen Teilen Erwersb- und Familienarbeit machen, bisher mehr als suboptimal sind.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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17.08.2007, 10:28Inaktiver User
AW: Ehevertrag
In den einvernehmlichen Lösungen, die ich selber kenne, sehen die Väter ihre Kinder sehr viel. So viel sie wollen.
wie viele sind das denn?
Die Mütter bleiben nicht zu Hause, weil sie es toll finden, sondern weil es meist sie sind, die weniger verdienen. Da wird nüchtern gerechnet und das Ergebnis heisst: er arbeitet weiter Vollzeit. Weil das Häuschen abbezahlt werden will, der Kredit fürs Auto und und und. Man könnte sich auch materiell einschränken und mehr Zeit mit den Kindern verbringen (väterlicherseits). Aber wo sind denn die ganzen Väter, die mit der Mutter darum ringen, doch bitte zu Hause bleiben zu dürfen?
und wo sind die frauen, die dann leiber sagen, lass uns aufs häuschen verzichten, lass uns nicht nach Malle fliegen, lass uns kein neues Auto kaufen, Sachtz. Komm mittags heim und wir kümmern uns um die Kinder.
Grüße,
Edelherb[/QUOTE]
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17.08.2007, 10:31
AW: Ehevertrag
Tja, das ist ja sehr angenehm in der Welt der 40-Stunden-5000netto-Arbeiter. Wo man mal gerade etwas in einer Ehe "verlangt". Ich kenne nur Frauen, die arbeiten gehen wollen, weil ihnen sonst die Decke auf den Kopf fällt. Scheint nicht nur Nachteile zu geben in der mittelalterlichen-Lyrik-Welt.
Zitat von noo.
Das mit der Rückkehr in den Beruf könnte im übrigen auch eine Scheinkorrelation zu sein. Sie hegt sowieso schon Trennungsabsichten und sorgt erstmal für ein eigenes Einkommen, bevor sie das dann durchzieht, um unabhängig zu sein. Im Trennungsforum, in das ich allerdings nur sehr sporadisch schaue, kann man häufiger davon lesen. Aber das passt dann irgendwie so gar nicht zu der Frau, die nur versorgt werden will.Die Ente bleibt draußen.
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17.08.2007, 10:37Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Zitat von Edelherb
du warst doch so ein fan von ehelicher kommunikation und veränderten umständen?!
wieso soll der mann nicht verlangen, dass frau sich an ihre zusagen hält?
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17.08.2007, 10:43Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Die Diskussion hier hat keinen Zweck mehr - das haben wir ja schon vor einer Woche gemerkt.
Ich führe das hier nicht genauer aus - aber ich bin solche Risiken höchst freiwillig eingegangen.
Zitat von Satyr
Angefangen damit, dass ich als bald verdienende Frau einen Studenten geheiratet habe - und auch später wäre ich zu verschiedenen Zeitpunkten unterhaltsverpflichtet gewesen - und das wäre absolut richtig gewesen.
Auch wenn mein Mann mit einer jüngeren (oder weniger anstrengenden) Frau als ich "durchgebrannt" wäre.
Ich argumentiere keineswegs im luftleeren Raum.
Gruß, Leonie
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17.08.2007, 10:48
AW: Ehevertrag
Hi,
Zitat von Edelherb
was ich an Dir so schätze, ist die offensichtliche Bereitschaft zum Kompromiss und bei aller Sturheit
das ebenso offensichtliche Verständnis für "die andere Seite".
Dafür erstmal ein
Dann die Bestätigung, dass ich an dieser Stelle ganz bei Dir bin.
Ich sehe, das ein Anpassungsprozess nötig ist.
Auch das bundesdeutsche Rentensystem wird vom Prinzip "Solidarkasse" ja nicht sofort auf das Prinzip "Eigenvorsorge" umgestellt (werden können). Aber mit der Riester-Rente ist ja der erste, unumgängliche Schritt in diese Richtung gemacht worden.
Es ist erkannt worden, dass es eine Schieflage im System Rentenversicherung gibt.
OK, zurück zum Thema. Die Schieflage im System "Ehe" wird meiner Ansicht nach von den politisch handelnden Akteuren nicht richtig erkannt. Es wird nur gejammert.
Die Scheidungsraten steigen, die Leute heiraten sowieso weniger, und immer weniger Menschen bekommen Kinder. Ja, das wird gesehen. Aber welche Schlüsse werden daraus gezogen?
Offensichtlich wollen die Leute lieber individueller leben, und überhaupt ist das alles so konsumorientiert, die Leute wollen nur noch kaufen und verreisen... Also müssen wir ihnen finazielle Anreize geben... Elterngeld wäre doch eine tolle Sache...
Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass die momentane Rechtslage für weite, bisher noch überwiegend männliche, Bevölkerungskreise eine Eheverhinderungsrechtslage ist. Und eine Kinderverhinderungsrechtslage.
Auch wenn oft von Frauen anderes behauptet wird
, sind Männer doch nicht dumm! Manchmal sind sie sogar in den Grundrechenarten bewandert und können rechnen... Dann braucht's nur noch ein Negativbeispiel im Bekanntenkreis, und fertig ist die Fertilitätsbremse.
Die Beispiele wurden doch hier genannt... Wenn ich von einer glücklichen Nichthausfrauenehe ausgehe, kann ich heiraten, kriege ein oder zwei Kinder, und wenn die drei sind, gehen die in den Kindergarten und Mutti geht wieder halbtags arbeiten.
Aber... Kann ich das? Ein Blick in die Zeitung sagt mir mit schöner Regelmäßigkeit, dass in Metropolen mittlerweile 70% der Ehen wieder geschieden werden. Das setzt in mir Überlegungsprozesse in Gang.
Wenn ich dann noch weiß, dass wiederum 70% der Ehescheidungen von Frauen beantragt werden, werde ich nochmal nachdenklich... Ist das denn so, weil es für Frauen unerträglicher ist, noch mit dem Kerl verheiratet zu sein? Oder spielt vielleicht auch eine Rolle, dass die Folgen einer Scheidung für die Frau (im allgemeinen Normalfall) nicht so gravierend sind wie für den Mann und der Gang zum Scheidungsanwalt für Frauen daher um einiges leichter fällt?!
Also, ich finde, da gibt es echt noch einiges, über das sich nachzudenken lohnt...Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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17.08.2007, 10:53
AW: Ehevertrag
Warst Du dabei als diese Lösungen ausgehandelt wurden?
Zitat von Edelherb
Doch, ich traue Vätern viel zu. Aber es liegt am Ende nicht bei ihnen. Das ist ein Drahtseilakt. Wieviel kann ich als Mann fordern, bevor die Frau die Grenze zieht, die gleichzeitig auch eine nicht mehr wirklich aktive Vaterschaft sowie finanzielle Pleite bedeutet?
Sich da ranzutasten, ist für mich keine Augenhöhe.
Es ist ja schön was Du alles kennst.. ich kenne aber auch zu genüge das krasse Gegenteil.
Und nun? Wo muss man was tun?
Ach? Merkwürdig, ich bin so ein Mann. Und hier wird Frauen strikt geraten die Finger von mir zu lassen.Und ich glaube weiterhin nicht, dass die meisten Väter nicht mal eine Weile zu Hause bleiben, weil die Frauen das nicht wollen. Sehr viele Frauen lecken sich die Finger nach einem solchen Mann, aber die sind schwer zu finden.
Merkwürdig, oder? :)
Äh.. 2 erwachsene Menschen schaffen es doch wohl einen Haushalt zu führen. Und bei 2 Vollzeit einkommen, ist auch genug Geld für "Personal" da.Denkst Du wirklich, ein Alltag zwischen ungemachtem Haushalt und verschissenen Windeln ist so aufregend? Die meisten Männer scheinen dies zumindest anders zu sehen.
Und ja, ich weiß da sehr genau wovon ich rede.
Was kein Wunder ist, wenn man sieht in welchen Berufsfeldern sich die meisten Frauen bewegen.Die Mütter bleiben nicht zu Hause, weil sie es toll finden, sondern weil es meist sie sind, die weniger verdienen.
Wer direkt nach der Schule mit dem Motto "Was kann ich jetzt machen wo ich später problemlos aussetzen kann?" rangeht, wird nie mehr verdienen als Männer. Schuld eigen.
Warum sollte man jetzt durch Heirat ihren finanziellen Stand auf Lebenszeit, also auch nach einer eventuellen Trennung, anheben müssen? Hätte sie doch gleich nen vernünftigen Beruf ergreifen können?
Und beide können nicht gleichzeitig weiter arbeiten... weil? Also sobald die Frau die Geburt überstanden hat?Da wird nüchtern gerechnet und das Ergebnis heisst: er arbeitet weiter Vollzeit. Weil das Häuschen abbezahlt werden will, der Kredit fürs Auto und und und.
Da kenne ich einige. Und tausende siehst Du vor den Familiengerichten.Man könnte sich auch materiell einschränken und mehr Zeit mit den Kindern verbringen (väterlicherseits). Aber wo sind denn die ganzen Väter, die mit der Mutter darum ringen, doch bitte zu Hause bleiben zu dürfen?
Und würden Frauen vernünftige Jobs annehmen, also von Anfang an, dann müsste man sich auch nicht materiell einschränken, wenn eben der Vater anstatt der Mutter zu Hause bleibt.
Moooment! Ich fodere das Frauen von Anfang an sich genauso um ihre Karriere kümmern wie Männer und nicht nur "joa.. ich muss halt arbeiten.. bis irgendwann Familie und Kinder da sind"...Die Mütter haben häufig genau das gemacht, was Du weiter oben von beiden Elternteilen gefordert hast: sich von vornherein einen Job gesucht, der auch mit Familienarbeit vereinbar ist.
Aus DEM heraus, kann man dann nämlich gucken wie man das jetzt mit den Kindern macht. Aus stabilen Verhältnissen auf beiden Seiten.
Und mit 2 solcher Gehälter, lässt sich da auch einiges deutlich flexibler angehen.
Mal davon ab das jemand der sich in einer Firma einen gewissen Stand erarbeitet hat, auch beim AG besser darum feilschen kann gewisse Extras in der Zeitplanung zu bekommen, eben wegen der Kinder. Ganz einfach weil man dann nicht mehr so leicht austauschbar ist.
Aber dann müssten Frauen sich ja den gleichen Machtkämpfen wie Männern stellen, würden genausoviel Stress abbekommen und genauso früh an Herzkrankheiten sterben.
Uuuh.. das geht nicht..
Schonmal dran gedacht das viele das machen weil sie wissen, das ihre Frau nie die Familie wird ernähren können? Das dies an ihnen "hängen" bleibt? Sie der Familie eine finanzielle Sicherheit bieten möchten, welche von der Frau ja nicht kommt?Die Väter nehmen lieber das, was sie beruflich am weitesten bringt, ohne an Kindererziehungszeiten zu denken.
Wäre schön wenn Frauen ihr Leben auch mal derart ausrichten würden.
Und wie sollte der Mann aus dem Spiel aussteigen können?Und wenn dann gerechnet wird, wie es weitergeht, weil ein Kind unterwegs ist, ist das Ergebnis prädestiniert. Das ist ein Spiel, was beide mitspielen.
Der festgeschriebene Zustand kann aber vom Mann nicht geändert werden. Der ist von der Frau meist einseitig fest geschrieben, ohne das der Mann es ändern kann. Das kanns doch wohl nicht sein.Bei der Scheidung wird doch nur der Zustand festgeschrieben, der vorher schon entsprechend bestanden hat. Meist IST es die Mutter, die sich die meiste Zeit um die Kinder gekümmert hat. Und nicht nur, weil sie ständig den Vater von den Windeln weg beissen musste.
Gib den Männern die gleichen Möglichkeiten und ich find den staatlichen Vertrag herrlich.
Das komische ist nur.. jetzt wo genau DAS in der Politik langsam passiert, soll der staatliche Vertrag überarbeitet werden.
Wie das nur kommt?
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17.08.2007, 11:00
AW: Ehevertrag
@Edelherb:
Sorry, aber nun haben Dir schon mehrere Leute gesagt, dass sie finanziell ähnlich gelagerte Fälle kennen - kannst Du das mal zur Kenntnis nehmen ?
Ansonsten glaube ich gerne, dass die finanzielle Ausbeutung ihrer Männer, die die Rechtsprechung ihnen ermöglicht, für viele Frauen nur ein Anreiz unter anderen ist.
Wieso, meinst Du, gibt es im Trennungsforum so wenig Frauen, die sich finanziell unabhängig machen ( offenbar können sie dann doch arbeiten, trotz der angeblich so miserablen Kinderbetreuungssituation ) und danach zu ihren Ex-Männern sagen, weisst Du, Du hast mich und die Kinder jahrelang finanziert, jetzt bringe ich mein Gehalt natürlich auch, genauso, wie wir es in der Ehe auch gemacht hätten, in die Kindesbetreuung ein. Und verzichte, insoweit mir keine Nachteile durch die Ehe mehr entstehen, auf Ehegattenunterhalt.
Schliesslich sollst Du, bester Ex, ja auch ein Leben nach der Scheidung führen können *g* ...
Stattdessen spritzt den Damen im Trennungsforum meistens der Geifer aus dem Mund bei Aufforderungen wie "Kopiere Dir heimlich seine Gehaltsunterlagen..." etc. ...
Es ginge in meinen Augen nicht nur billiger, sondern auch qualitativ besser, was die typischen "weiblichen" Leistungen wie Kinderbetreuung, Erziehung, Mitarbeit ohne Arbeitsvertrag, Pflege älterer Angehöriger, Hausarbeit usf. angeht.
Zitat von Satyr
Dadurch, dass diese Leistungen in einen Privatbereich erbracht werden, in dem die Leistungsbringer auf Grund dieser künstlichen Überbewertung mit Einnahmen rechnen dürfen, die sie auf dem entsprechenden Markt ( Tagesmutter, Erzieherin, Sekretärin, Altenpflegerin, Putzfrau ) nicht erzielen könnten, werden den Leuten, die auf dem Markt qualifizierte Leistungen erbringen, schlicht die Grundlagen entzogen.
Der Bedarf wird künstlich verknappt, und die Leute verdienen allesamt wenig; und zum Teil ( Erzieherin ) erfordern die Stellen nicht die nötige Qualifikation, zum Beispiel ein praktisch orientiertes Studium, in meinen Augen.
Die Tatsache, dass die Kinderbetreuungssituaton angeblich so schlecht ist, ist wohl mehr Ausdruck der Tatsache, dass es keinen Bedarf nach ihr gibt, die kinderversorgenden Damen sind nämlich schon anderweitig viel besser versorgt.
Und deswegen würde ich es für absolut richtig halten, das Kind mit dem Bade auszuschütten und sämtliche Unterhaltsleistungen von Gatten gegeneinander zu streichen. Während das Kind finanzielle Ansprüche gegen BEIDE Eltern erhält ...


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