Japp, ich weiß. Aber find erstmal eine Partnerin die auf das Gefühl des eigenen Kindes im Bauch verzichten möchte. Lieben sollte man sich ja auch noch *g*Zitat von Inaktiver User
Kann alles sein, das kann ich jetzt noch nicht beurteilen. Wobei ich eine finanzielle Basis habe, die es mir erlauben wird problemlos später wieder zu arbeiten.grade wenn Du ein fleissiger, strebsamer u. arbeitssamer Typ bist, wirst Du sehen, dass Dir was Entscheidendes fehlt! Arbeit ist ein grosser Segen. Sie hält Dich rege und fit. Ich bin fast sicher, dass Du - wenn Du Deine hier geschilderten Pläne verwirklichst - nach einigen Monaten, spätestens nach einem Jahr, nach Arbeit (=ausserhalb von Haushaltstätigkeiten u. Kinderbetreuung) lechzst. 30 ist noch zu jung um diesen wichtigen Lebensteil aufzugeben. Da bist Du noch zu wach uns zu sehr daran interessiert, am Puls der Zeit zu sein u. Dich selber weiterzuentwickeln...
Aber erstmal ist so ein Schritt nötig, für wirklich Augenhöhe und damit ich im Fall einer Trennung irgendwann auch tatsächlich gleichberechtigte Chancen habe das ein Kind auch zu mir kommen kann, sollte ich keine Kindeswohlgefährdung darstellen. Anders ist es äußerst schwierig. Als Vater ist das der Beste Weg. Eigentlich traurig, oder?
Deshalb rede ich ja die ganze Zeit in diesem Beitrag von einem Ehevertrag, in dem man regeln können müsste, das der andere Partner eben weiter selbstständig für seine finanzen sorgen kann. Sonst hat man meist als Mann ein Problem.
Man sieht es an der Dame die weiter oben schrieb, das sie grade per Anwalt versucht massiv gegen den geltenden Ehevertrag vorzugehen. Warum hat sie ihn anfangs unterschrieben? Das ist doch das beste Beispiel, wie sehr man nach einer Trennung auf die "Abmachung" mit dem ehemals geliebten Partner zählen kann.
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Thema: Ehevertrag
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07.08.2007, 13:23
AW: Ehevertrag
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07.08.2007, 13:31
AW: Ehevertrag
Das tue ich. Ich sehe wie 2 mir sehr nah stehende Freunde an ihrer Situation kaputt gehen, vor mir in Tränen ausbrechen, finanziell durch die Prozesse gebeutelt werden, nicht mehr viel ausser Arbeit kennen und ihre Kinder so sehr vermissen das selbst das zusehen weh tut.
Zitat von Inaktiver User
Das die meisten Väter die Unterhalt zahlen dadurch auch am Existenzminimum leben, während die Mütter meist durch Kindergeld, Unterhalt, staatliche Hilfen usw. mehr Geld zur Verfügung haben als vor der Trennung, ist da egal.. oder?Im wahren Leben gibt es doch immer mehr Alleinerziehende MÜTTER, die HartzVI leben, keinen Unterhalt -selbst für die Kidis- noch für sich erhalten. DAS ist doch die Wahrheit. Diese Kinder wandern in Suppenküchen, die Frauen leben am Existenzminimum.
Zum finanziellen.. ich sehe auch oft wie auf Väter eingeprügelt wird weil sie nicht zahlen, die einfach nicht können. Die arbeitslos sind, sich bemühen wie blöd, aber nichts bekommen. Sie bekommen Post vom Mutteranwalt, vom Jugendamt usw. usw. das sie sich doch bitte "endlich" nen Job suchen sollen damit ihre eigenen Kinder was zu essen bekommen und verzweifeln daran, das sie nicht aus der Arbeitslosigkeit rauskommen.Während VÄTER (sicher nicht alle) eben sich ihrer Verantwortung oft komplett entziehen u nicht nur finanziell alles sausen lassen, sondern auch oft den Kontakt zu ihren Kindern aufgeben.
Oberflächlich betrachtet sind aber auch sie immer "Scheiss Väter" die keinen Unterhalt zahlen. Die Ärsche die.
Und die Betreuung.. ich sehe es in meinem Umfeld, wieviele Väter an der Situation kaputt gehen, die weder sich selbst noch dem Kind die Machtspielchen der Mutter weiter antun möchten und deshalb zurück stecken. Viele (nicht alle, schon klar) allein erziehende Mütter diktieren wie der Umgang zu laufen hat regelrecht.. und das auf Dauer durchzuhalten.. ist fürs Kind schön, menschlich gesehen aber schwierig.
Bevor ich den Vater dafür verantwortlich mache und die Vater-Kind Beziehung störe, gucke ich ganz genau hin ob er wirklich etwas dafür kann. Das eine hat mit dem anderen nämlich nichts zu tun.Sicher sind da manches Mal auch die Mütter dran Schuld, aber wie würde es dir denn gehen, wenn du finanziell kaum über die Runden kommst, weil eben kein Unterhalt bezahlt wird, du keinen Job mehr bekommst, weil du eben oft 40+ bist u Kinder hast, die Arbeitgeber so gerne als Störfaktor sehen?
Lies Dir mal die Berechnung in dem Thread hier durch: http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=64975
Und da ich nicht zu den Geringverdienern gehöre, habe ich keine Lust mich auf gewisse Spiele einlassen zu müssen. Das will ich weder mir, noch einem irgendwann potentiellen Kind antun.
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07.08.2007, 13:35Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Ach ja, die Frauen sind ja an allem aufgrund ihres Charakters schuld, die Frauen sind ja an und für sich nicht so durchsetzungsfreundig... deshalb verdienen sie weniger!
Und deshalb sinkt vermutlich auch sowohl Ansehen als auch Lohnniveau, sobald eine Berufssparte zur Frauendomaine wird... weil die Frauen halt so sind, eh klar!
Wenn du so argumentierst, dann begibst du dich auf sehr dünnes Eis, dann kann ich nämlich mit gleicher Legitimation sagen, die Männer haben halt weniger Väterrrechte, weil der Mann an und für sich halt zu wenig fürsorglich ist.
Und wenn du zugibst, dass eine mächtige Frau die Ausnahme ist, könntest du überdenken, wer die stärkere Lobby bei Gesetzgebungsakten ist: die einflussreichen, mächtigen Männer in Top-Positionen, oder schlechtverdienende Frauen.
Also überdenke das lieber nochmals.
Und die Entscheidung des EGMR würde mich ernsthaft interessieren, ich bin Juristin und kenne sie nicht (bin über die Verurteilungen Deutschlands aber nicht so informiert). Ging es um das Recht auf Privat- und Familienleben? Oder waren es die vielfältigen EuGH-Urteile über Kindergeldbezug (da ging es aber darum, warum eine Holländerin, die in Dt. arbeitet, kein Kindergeld bekommt, bzw. warum eine Österreicherin, die mit einem dt. Grenzgänger verheiratet ist, kein Anrecht hat...)
Wo hast du gelesen, dass Männer mehr arbeiten?
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07.08.2007, 13:42
AW: Ehevertrag
Tun sie nicht. Selbst eine vom "Bundesministerium für alles außer Männer" gesponserte Studie kommt nur auf einen sehr geringen Unterschied der Erwerbseinkommen, wenn man Berufserfahrung, Arbeitsstunden, Qualifikation etc. berücksichtigt. Und für diesen geringen Unterschied gibt selbst diese Studie "Diskriminierung von Frauen" lediglich als "möglichen Grund", neben anderen Möglichkeiten an.
Zitat von Inaktiver User
Es ist umgekehrt - außer, man definiert typisch männliche Hausarbeiten wie Rasenmähen, Reparaturen etc. nicht als Hausarbeit. Der Unterschied ist nicht sehr groß, aber tatsächlich arbeiten Männer im Schnitt und soweit 'meßbar' etwas mehr.2) arbeiten mehr als Männer (Haus- und Erwerbsarbeit zusammen)
Quatsch.4) haben geringere Karrierechancen
Es ist das alte Argumentationsmuster, nach dem leider auch unser Scheidungsrecht funktioniert: "Die Frau ist das arme Opfer, der Mann verantwortlich". Ganz egal, wie es zu der Trennung gekommen ist.
Leider (bzw. zum Glück!) sehen das immer weniger Männer so. Es wird sich also grundsätzlich etwas ändern müssen, wenn man wieder mehr Familienväter haben will. Immer mehr Männer verweigern die Vaterschaft bzw. sehen sich 'gezwungen', nicht Vater zu werden. Auch das Argument "dann kriegst Du eben keine ab" (siehe z.B. Post vo Leonie60 viel weiter oben) zieht einfach nicht mehr - zumal dann ja auch immer eine Frau "keinen abkriegt".
Solange sich nichts ändert, muß mann eben soweit wie möglich den Staat, die Gerichte und das Jugendamit zurückdrängen und 'privat' vorsorgen, z.B. mit einem Ehevertrag.Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")
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07.08.2007, 13:49
AW: Ehevertrag
Das Frauen wegen ihrem Charakter an irgendwas schuld sind, glaube ich nicht. Gib Männer die gleichen Rechte an die Hand und sie werden sie genauso nutzen. Ist halt.. Menschlich.
Zitat von Inaktiver User
Und ja, ich kenne eher mehr Männer die sich beruflich durchsetzen (wollen) als Frauen. Was aber eben daran liegen kann, das Männer meist keine Wahl haben, wohingegen die Frau ja noch die Wahl hat irgendwann gemütlich als Hausfrau zu leben.
Das ist Unsinn. Das ist Marktwirtschaft. In Zeiten von Globalisierung hat das nichts mehr mit dem Geschlecht zu tun. Dort wo viel Bedarf an Arbeitskräften ist, aber nur wenig Arbeitskräfte vorhanden sind, gibt es höhere Löhne.. ist doch klar.Und deshalb sinkt vermutlich auch sowohl Ansehen als auch Lohnniveau, sobald eine Berufssparte zur Frauendomaine wird... weil die Frauen halt so sind, eh klar!
Wenn sich aber von.. keine ahnung.. 500 Schulabgängerinnen ca. 300 auf den Beruf Arzthelferin stürzen, ist der Markt einfach übersättigt und man muss geringere Löhne zahlen.
Wenn die Frauen mal aus ihren "typischen" Berufen rauskommen, verdienen sie auch mehr.
Wenn Du das arugmentativ untermauern kannst, gern.Wenn du so argumentierst, dann begibst du dich auf sehr dünnes Eis, dann kann ich nämlich mit gleicher Legitimation sagen, die Männer haben halt weniger Väterrrechte, weil der Mann an und für sich halt zu wenig fürsorglich ist.
Wo habe ich zugegeben das eine mächtige Frau eine Ausnahmen ist? Im Bundestag werden die Ministerien von fast so vielen Frauen wie Männer geführt. Der Unterschied ist gering und sicher nicht mehr auf Diskriminierende Sachverhalte zu reduzieren.Und wenn du zugibst, dass eine mächtige Frau die Ausnahme ist, könntest du überdenken, wer die stärkere Lobby bei Gesetzgebungsakten ist: die einflussreichen, mächtigen Männer in Top-Positionen, oder schlechtverdienende Frauen.
Das wurde per Link hier im Forum schon oft eingestellt. Ich bin jetzt zu faul nochmal selbst zu suchen. Aber Google ist auch Dein Freund :)Und die Entscheidung des EGMR würde mich ernsthaft interessieren, ich bin Juristin und kenne sie nicht (bin über die Verurteilungen Deutschlands aber nicht so informiert). Ging es um das Recht auf Privat- und Familienleben? Oder waren es die vielfältigen EuGH-Urteile über Kindergeldbezug (da ging es aber darum, warum eine Holländerin, die in Dt. arbeitet, kein Kindergeld bekommt, bzw. warum eine Österreicherin, die mit einem dt. Grenzgänger verheiratet ist, kein Anrecht hat...)
Wo hast du gelesen, dass Männer mehr arbeiten?
http://openpr.de/news/100544/Maenner...e-Familie.html
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07.08.2007, 14:38Inaktiver User
AW: Ehevertrag
OK, damit dies kein Emanzipations-Strang wird (und ich will auch nicht die Frauen als ständige Opfer darstellen, aber die Gegenansicht, dass Frauen eine unglaubliche Lobby bei der Gesetzgebung haben, halte ich für genauso absurd, vor allem, wenn man sich die Gesetzgebung der 50er ansieht...)
Ich beziehe mich nur auf die dt. Quellen die ich kenne, nämlich den Report Deutschlands an die UN (CEDAW) von 2003 (war der letzte Berichtszeitraum).
Dort heißt es ua. (er hat fast 300 Seiten, habe ihn beruflich benötigt.)
There is still a discrepancy between the qualifications of women and their occupational status.
…
Women in gainful employment are frequently in a poorer position in the company hierarchies than men, even if they have the same qualification. There are still far too few women at managerial level. In the lower third of the hierarchy, by contrast, they are overrepresented.
…
Women are still much less frequently found in senior positions or higher hierarchy levels in
companies than equally-qualified men. In Western Germany, in 2000 almost twice as many men as women worked in senior positions: 20.3% of men, but only 10.5% of women. In the East, the proportions were much closer, but at a lower level: 14.4% of men, 12% of women.
...
Although the principle of equal pay is clearly entrenched in German law, unequal treatment still exists in the field of pay for women and men. On average, women earn 75.8% of the gross
earnings of men. The figure in Eastern Germany is almost 94%. Thanks to a legal position which is now clear, there is virtually no more direct wage discrimination against women, but many causes which are frequently very much hidden and which are correspondingly difficult to prove.
Dies ist das Referenzmaterial, welches ich bei meiner Arbeit verwende. Aber ich würde an sich das Emanzipationsthema selbst gerne abschließen, es wird sonst recht weitläufig, finde ich.
@ Satyr
Ich denke, wir beide haben an sich eine recht ähnliche Lebensplanung, und würden uns auch recht gut verstehen
(außer diese Frauen-sind-die-Gesetzgebungslobby-Schiene). Nur arbeite ich bei einer Frauenberatungstelle für Migrantinnen, zu mir kommen überwiegend Frauen, die eben keine Chance hatten, sich selbst zu erhalten. Weil eben alle Familien- und Hausarbeit bei ihnen hängenbleibt, weil die Kinderbetreuung extrem mies ist, weil sie keine tolle Ausbildung haben, und derart lächerlich verdienen würden, dass viele Optionen (Kindermädchen etc.) komplett wegfallen. Weil Männer - auch Österreicher - manchmal keine selbstständige Frau wollen. Weil sie sie nicht deutsch lernen lassen, und sie total isolieren.
Und für all jene MUSS es eine gesetzliche Unterhaltsregelung geben. Eine gesetzliche Regelung für diejenigen zu schaffen, die gut ausgebildet sind, gut verdienen, vorausblickend handeln etc. wäre sehr einfach. Es braucht Regelungen auch für jene, die ganz am Rande stehen, die wirklich zu verarmen drohen. Und ich bezweifle, dass du da soviele Fälle kennst wie ich, sonst würdest du nicht so darauf beharren, wie überflüssig nachehelicher Unterhalt ist. Berate du mal eine Frau, die vom Mann massiv geprügelt wird, wie sie sich und die Kinder danach durchbringen soll.
Und wie vorhin schon erwähnt: kein Ehevertrag kann dich vor Enttäuschungen bewahren. Kein Ehevertrag kann garantieren, dass der Partner dir im Falle der Trennung keine Probleme macht.
Es ist verständlich, dieses Risiko umgehen zu wollen, aber nicht möglich.
Und: auch Männer können falsch spielen. Was ist, wenn sie gerne zurück in den Beruf möchte. Vor der Schwangerschaft war das auch so ausgemacht, dass er - nehmen wir an, die Großeltern leben entfernt, Kinderbetreuung ist nicht dauerhaft erhältlich - den Job reduziert und mithilft. Und dann, als er sich kümmern sollte, kneift er (vielleicht aus gutem Grund: ein Projektangebot, von dem er schon lange träumt, Chef lässt durchblicken, dass er sonst bei nächster legaler Gelegenheit gekündigt wird.)
Genausowenig, wie er sie zur Arbeit zwingen kann, kann sie ihn von der Arbeit weg nach Hause zwingen. Sie ist jetzt alleine verantwortlich für das Kind, kann nicht so schnell wieder einsteigen, verliert den Job... Und ach ja, Ausgleich im Form eines Unterhalts gibts auch nicht! Ist ja schließlich alleine ihre Verantwortung.
Beide Seiten haben das Risiko, dass der Andere sich nicht an Abmachungen hält. Damit muss man Leben!
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07.08.2007, 15:10
AW: Ehevertrag
Gesetze wurden nicht nur in den 50ern gemacht, sondern auch in den 60ern und vor allem den 70ern.. grade die relevanten.
Zitat von Inaktiver User
Wie gesagt, viele hatten damals auch ihre Berechtigung.. heute aber nicht mehr.
Und welcher Politiker traut sich denn schon offen Politik zu machen, die Frauen in ihren Rechten beschneiden würde? Das traut sich keiner, weil sofort die Medien auf ihn einprügeln würden. Leider.
Sowas ist einfach, zumindest in Deutschland, nicht gern gesehen.
Stimmung wird mir allen was pro Frau gerichtet ist gemacht. Umgekehrt eher weniger.
Ich halte das was der Europäische Gerichtshof sagt, für differenzierter.. einfach weil es von außen kommt.Ich beziehe mich nur auf die dt. Quellen die ich kenne, nämlich den Report Deutschlands an die UN (CEDAW) von 2003 (war der letzte Berichtszeitraum).
Das sind alles nur Zahlen. Zahlen die ich so auch nicht alle wirklich bezweifel. Aber da steht nicht hinter wie diese entstehen.There is still a discrepancy between the qualifications of women and their occupational status.
…
Women in gainful employment are frequently in a poorer position in the company hierarchies than men, even if they have the same qualification. There are still far too few women at managerial level. In the lower third of the hierarchy, by contrast, they are overrepresented.
…
Women are still much less frequently found in senior positions or higher hierarchy levels in
companies than equally-qualified men. In Western Germany, in 2000 almost twice as many men as women worked in senior positions: 20.3% of men, but only 10.5% of women. In the East, the proportions were much closer, but at a lower level: 14.4% of men, 12% of women.
...
Although the principle of equal pay is clearly entrenched in German law, unequal treatment still exists in the field of pay for women and men. On average, women earn 75.8% of the gross
earnings of men. The figure in Eastern Germany is almost 94%. Thanks to a legal position which is now clear, there is virtually no more direct wage discrimination against women, but many causes which are frequently very much hidden and which are correspondingly difficult to prove.
Dies ist das Referenzmaterial, welches ich bei meiner Arbeit verwende.
Es wird eine Zahl genommen und anhand der Zahl gesagt "Das MUSS Diskriminierung" sein. Genausogut kannst Du mal die Zahlen in anderen Berufen nehmen in denen Männer unterrepräsentiert sind. Ist das auch Diskriminierung? Oder wollen Männer die Berufe vielleicht einfach nur nicht?
Und genauso sieht es umgekehrt aus.
Aber solange mit diesen Zahlen derart populistisch umgegangen wird, ist eine Augenhöhe nicht wirklich möglich. Einfach weil Männer dann immer als Schweine und Frauen als Opfer dastehen. Beides gibt es natürlich, beides halte ich aber bei weitem nicht für die Regel.
Zahlen sind das Eine.. was dahinter steht aber etwas anderes.
Gibts sowas auch für Männer? (Sorry *fg*)Nur arbeite ich bei einer Frauenberatungstelle für Migrantinnen
, zu mir kommen überwiegend Frauen, die eben keine Chance hatten, sich selbst zu erhalten. Weil eben alle Familien- und Hausarbeit bei ihnen hängenbleibt, weil die Kinderbetreuung extrem mies ist, weil sie keine tolle Ausbildung haben, und derart lächerlich verdienen würden, dass viele Optionen (Kindermädchen etc.) komplett wegfallen. Weil Männer - auch Österreicher - manchmal keine selbstständige Frau wollen. Weil sie sie nicht deutsch lernen lassen, und sie total isolieren.
[/QUOTE]
Das ist doch aber etwas anderes. Grade bei Immigranten muss es natürlich ein gesondertes Gesetz für deren Schutz geben, das steht doch (für mich) außer Frage. Ich bin aber trotzdem gegen einen generellen Nachehelichen Unterhalt. Einfach weil damit auch die nicht so extremen Fälle ein Machtwerkzeug in die Hand bekommen das viel zu viel Streit bringt, der auf Kinderrücken viel zu oft ausgetragen wird.
Übrigens.. was machen eigentlich Männer die von ihrer Frau psychisch und physisch misshandelt werden? Wo gehen die hin? Wo lassen die sich beraten? Gibts da auch Anlaufstellen für?
Und ich glaube, das dies keine Unterhaltspflicht sein sollte. Generell Hilfe, auch finanziell, ja.. wie genau die Aussehen soll.. habe ich mir noch keine Gedanken drüber gemacht.Und für all jene MUSS es eine gesetzliche Unterhaltsregelung geben. Eine gesetzliche Regelung für diejenigen zu schaffen, die gut ausgebildet sind, gut verdienen, vorausblickend handeln etc. wäre sehr einfach. Es braucht Regelungen auch für jene, die ganz am Rande stehen, die wirklich zu verarmen drohen.
Aber Unterhaltspflicht, bringt zu viel Konfliktstoff in Trennungen und bietet auch die Option sich "Hochzuheiraten".. und als solches darf diese Regelung einfach nicht missbraucht werden.
Hilfe für "Unterschicht" gern.. aber keine generell Unterhaltspflicht.
Oder zumindest die Möglichkeit Eheverträge zu machen die eine Unterhaltspflicht ausschließen, ohne das sie Sittenwiedrig sind. Dann kann jeder selbst entscheiden worauf er sich einlässt.
Ich habe dafür mit einem Vater zu tun, der zu Hause von seiner Frau verprügelt wurde. Er ist mit Quetschungen im Gesicht ins Krankenhaus gekommen. Geglaubt hat ihm niemand..Und ich bezweifle, dass du da soviele Fälle kennst wie ich, sonst würdest du nicht so darauf beharren, wie überflüssig nachehelicher Unterhalt ist. Berate du mal eine Frau, die vom Mann massiv geprügelt wird, wie sie sich und die Kinder danach durchbringen soll.
Dafür musste er überlegen ob er sich trennt und somit zum WE Papa wird (ist er nicht geworden. Getrennt hat er sich, das Kind sieht er aber nicht mehr.. woran er momentan sehr kaputt geht) und Unterhalt zahlen muss.. oder ob er das weiter mitmacht und sich weiter psychisch und physisch misshandeln lässt.
Er hat kurz überlegt sich das Kind zu schappen und auszuziehen.. hat versucht sich zu informieren, aber für ihn war niemand wirklich zuständig. Und die paar Infos die er bekommen hat, die haben ihm eher von so einem Schritt abgeraten.
Was ist mit denen? Findest Du es gerecht, das er der Ex Unterhalt zahlen muss?
Er hätte das Kind gern bei sich, hätte auch genug Zeit weil er von zu Hause aus arbeiten kann und wirklich eine schöne Wohnung mit genug Platz.
Keine Chance.
Findest Du wirklich das sowas ok ist? Ich bezweifel das solche Dinge Einzelfall sind.
Das Risiko nennt sich "total kaputtes Leben". Wäre es nur das Risiko das ich ein wenig vom Partner Enttäuscht werde oder der Partner sich von mir trennen kann.. das wäre egal. Aber wegen einer Beziehung das komplette Lebensglück aufs Spiel setzen.. das finde ich heftig.Und wie vorhin schon erwähnt: kein Ehevertrag kann dich vor Enttäuschungen bewahren. Kein Ehevertrag kann garantieren, dass der Partner dir im Falle der Trennung keine Probleme macht.
Es ist verständlich, dieses Risiko umgehen zu wollen, aber nicht möglich.
Ich glaube hier wird von Frauenseite die psychische Schädigung eines Vaters der beschissen wird echt nicht wirklich wahr genommen.
Sie könnte ihm sagen "Du hilfst mir, oder ich trenne mich und nehm unsere Kinder mit".. da wird er wohl recht schnell einknicken. Wenn er ein Idiot ist, dann nichtmal wegen der Kinder.. aber spätestens wegen der Unterhaltszahlungen.Und: auch Männer können falsch spielen. Was ist, wenn sie gerne zurück in den Beruf möchte. Vor der Schwangerschaft war das auch so ausgemacht, dass er - nehmen wir an, die Großeltern leben entfernt, Kinderbetreuung ist nicht dauerhaft erhältlich - den Job reduziert und mithilft. Und dann, als er sich kümmern sollte, kneift er (vielleicht aus gutem Grund: ein Projektangebot, von dem er schon lange träumt, Chef lässt durchblicken, dass er sonst bei nächster legaler Gelegenheit gekündigt wird.)
Genausowenig, wie er sie zur Arbeit zwingen kann, kann sie ihn von der Arbeit weg nach Hause zwingen. Sie ist jetzt alleine verantwortlich für das Kind, kann nicht so schnell wieder einsteigen, verliert den Job... Und ach ja, Ausgleich im Form eines Unterhalts gibts auch nicht! Ist ja schließlich alleine ihre Verantwortung.
Ich will nicht damit leben, das die Mutter den Grad und die Intensität meiner Elternschaft definieren und bestimmen kann.Beide Seiten haben das Risiko, dass der Andere sich nicht an Abmachungen hält. Damit muss man Leben!
Das ist kein "leicht hinzunehmendes Risiko".
Nein, damit muss man nicht Leben. Man sieht es in anderen Ländern, wo es wunderbar auch anders funktioniert.
Damit muss ich in Deutschland keinesfalls leben.
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07.08.2007, 17:23Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Hm..
Vielleicht verstehen wir uns ständig falsch, für mich geht es um nachehelichen Unterhalt, nicht um die Obsorgeregelungen.
Die EGMR-Fälle, die ich gefunden habe, handeln übrigens von nichtehelichen Vätern (Fall Sommerfeld, Sahin, Elsholz, Görgülü). Und der EGMR hat darin auch nichts über Gleichberechtigung (hinsichtlich Karrierechancen etc.) gesagt. Soviel zur "außenstehenden Quelle".
In diesen Fällen hätte - da keine Ehe existierte - ein Ehevertrag keinerlei Änderungen gebracht. Und Unterhalt an die Mutter wurde - da keine Ehe vorlag - auch nie gezahlt.
Also hat dieses Problemfeld - welches zweifellos existiert - meiner Meinung nach wenig mit der Thematik: "nachehelicher Eheunterhalt" zu tun. Das sind meines Erachtens unterschiedliche Themenbereiche. Jedenfalls habe ich mich in meinen Ausführungen immer rein das Thema "nachehelicher Unterhalt" bezogen. Also finde ich es mehr als seltsam, wenn du immer nur mit der Kindesobsorge konterst.
Übrigens: natürlich beraten wir ebenso Männer, es ist keine Anlaufstelle nur für Frauen. Nur bin ich intern hauptsächlich für frauenspezifische Fragen zuständig.
Und es kommen natürlich auch Männer, die von ihren Frauen mies behandelt werden. Gerade wenn ein Partner durch die Aufenthaltsgenehmigung abhängig ist, gibts da schauerliche Fälle. - egal welches Geschlecht der abhängige Partner hat.
ABER mir argumentierst du zu einseitig: die Zahlen, die dir ins Bild passen (zB. über die Arbeitsbelastung) zweifelst du keine Sekunde an, andere Zahlen, die immerhin aus dem offiziellen UN-Bericht stammen, hältst du für falsch, weil sie nicht in dein Bild passen.
Und so ist auch deine Sicht auf Frauen: die nehmen nur die Männer aus, erpressen sie mit dem Kontakt zum Kind etc. Was in das Bild passt, wird dankbar wahrgenommen, was nicht rein passt, wird ignoriert.
Und: der Unterschied zu generellem nachehelichen Unterhalt kann meines Erachtens nicht der von dir propagierte generelle Unterhaltsverzicht sein. Wie schon gesagt, über Details kann diskutiert werden (allerdings kenne ich - wie gesagt - das dt. Recht nicht gut genug, um in Detailfragen mitzureden). Aber zu sagen, nachehelicher Unterhalt ist generell nicht berechtigt, dass finde ich wirklich nicht.
Übrigens werden in Österreich fast 90 % der Ehen einvernehmlich geschieden, da einigen sich die Eltern auch über die Kindesobsorge sowie über den Unterhalt. Ist doch nicht so schlecht, oder? Offenbar sind die allermeisten Paare durchaus in der Lage, auch nach der Trennung einigermaßen vernünftig zu kommunizieren, und die Idee, dass man einvernehmliche Lösungen auch nach der Trennung findet, gar nicht so abwegig.
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07.08.2007, 18:13Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Das könnte daran liegen, daß es in Österreich noch die Schuldfrage gibt (meiner Information nach).
Zitat von Inaktiver User
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07.08.2007, 18:14Inaktiver User
AW: Ehevertrag
bin zwar keine Juristin; bin aber aus Österreich u. meine Kollegin wurde vor wenigen Jahren geschieden u. laut dieser Dame gibt es auch bei uns seit kurzem keine Schuldfrage mehr.
Zitat von Inaktiver User


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