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Thema: Ehevertrag

  1. User Info Menu

    AW: Ehevertrag

    Und warum genau tun die Frauen das was der Mann (also großer Monarch?) "erwartet"?
    Haben sie keine eigenen Erwartungen? Was ist mit denen? Oder werden diese dadurch auch erfüllt?

    Seit wann funktioniert eine Beziehung so das einer über 20 Jahre nur die Erwartungen des anderen erfüllt und als Lebensmodell aufdrücken lässt?

    Wenn sie sich hinterher beschwert das sie keine Karriere machen konnte, ist das ihr eigenes verschulden. Sie hätte ja nicht die "erwartungen" erfüllen müssen?

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Satyr
    Wenn sie sich hinterher beschwert das sie keine Karriere machen konnte, ist das ihr eigenes verschulden. Sie hätte ja nicht die "erwartungen" erfüllen müssen?
    Jetzt muss ich doch nochmal tippen.

    Satyr, es beschwert sich keiner, außer Dir. Beide tragen die Verantwortung für die gemeinsame Entscheidung und gut ist. Nur Du möchtest die Verantwortung einseitig verteilen.
    Die Ente bleibt draußen.

  3. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag

    Sie beschwert sich doch gar nicht.

    Sondern sie erwartet zu recht, dass der Mann für diese gemeinsame Entscheidung weiter verantwortlich ist und die Konsequenzen trägt.


    Fender,

    meine Mutter und meine Schwester, die beide das Modell "den Rücken frei halten" im Einvernehmen mit ihren Ehemännern in Familien mit vielen Kindern leben, haben keine Zeit zum Shoppen für Wellness oder für den Tennisplatz.
    Die haben weniger Freizeit als eine "normale" berufstätige Frau ohne Kinder.
    Wo kommen solche Vorstellungen denn eigentlich her?

    Gruß, Leonie

  4. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag

    Satyr, weisst du eigentlich, wieviel Arbeit "das bisschen Haushalt und Kinder machen"?

    Meine Eltern lebten - obwohl beide einen Studienabschluss haben - das klassische Modell. Das war zu ihrer Zeit (sie sind jetzt 65) komplett üblich, mein Vater hatte vor der Pensionierung eine sehr anstrengende und recht hohe Position. In diesen Kreisen - so hat er es immer kritisch bemerkt - war es ein Statussymbol, dass die Frau daheim bleibt. Seine Kollegen haben, als ein jüngerer Kollege erzählte, dass seine Frau arbeitet, die Nase gerümpft. War damals einfach so, es hat auch der Bürgermeister in unserem Ort mal geschimpft, warum Frauen, die es sich leisten könnten daheim zu bleiben, trotzdem arbeiten gehen.

    Also ist die Vorstellung, dass jemand damals vorausgesehen hat, wie die Dinge heute laufen, einfach naiv und hat nichts mit Selbstverantwortung zu tun. Damals herrschte zudem ein großer Druck auf die Frauen, daheim zu bleiben. (wie auch heute, wo Bischof Mixa ständig Horrorvisionen verbreiten, dass Kinder, die fremdbetreut werden, sozialgestört sind).

    Meine Mutter hat 5 Kinder großgezogen, eines davon ist leicht behindert und brauchte viel Förderungen. Kleinkinderbetreuung gab es nicht (Kindergarten nahm erst 3-4jährige auf, und machte um 12:00 zu). Dazu kam Haus und Garten. Beide Eltern wollte eine große Familie und Haus mit Garten. Sie hat das alles (ohne Putzfrau, Nanny etc.) geschafft, mein Vater kam frühestens um 20:00 Uhr nach Hause.

    Kannst du dir vorstellen, wieviel sie gearbeitet hat? Bei 5 Kindern? Das heißt 24 Stunden Einsatz, in der Nacht aufstehen, kein Urlaub etc.
    Mein Vater sagt jedenfalls heute noch voll Anerkennung, dass sie viel mehr getan und geleistet hat als er! Sie hat geschafft, dass alle Kinder, auch meine Schwester trotz ihrer Lernschwäche ein Studium abgeschlossen hat. Das verdient größten Respekt!! Als wir älter waren, hat sie sich dann übrigens "nebenher" noch um meine Großeltern gekümmert, die halt langsam den Haushalt nicht mehr geschafft haben.

    Tja, wenn ich hier jetzt lese, sie sei total überbezahlt, er könne ja einfach eine Haushälterin einstellen etc. dann wird das der Arbeit, die sie geleistet hat, keinesfalls gerecht! Das empfinde ich als exteme Abwertung, weil offenbar Arbeit, die nicht gezahlt wird, auch nichts wert ist.

    Tja, als wir dann aus den gröbsten raus waren (ich als jüngste war also im Kindergarten) wollte sie wieder einsteigen. Hm, sie war als Mutter von 5 Kindern, die Jahre aus dem Beruf draußen war, viele Neuerungen verpasst hatte, in dem Beruf, den sie studiert hatte, nicht vermittelbar. Das wurde ihr auch sehr uncharmant gesagt.

    Sie hat sich dann auf Altenpflegerin umschulen lassen, arbeitete vor der Pensionierung Teilzeit, einfach weil sie arbeiten wollte. Da sie immer noch mit meinem Vater verheiratet ist, und sie immer noch sehr glücklich sind, müsste sie es vom Finanziellen her nicht.
    Natürlich verdient sie lächerlich schlecht, vor allem verglichen mit meinem Vater.

    Übrigens hat sie immer befürwortet, dass wir Kinder studieren, und ratet uns allen, nicht ihr Modell zu wählen. Sie findet es nicht mehr zeitgemäß.

    Aber: dass es hier manche offenbar ok fänden, dass mein Vater sie jetzt abschießen könnte, und sie auf ihrer Mindestpension (die sie sich selbst erarbeitet hat!) sitzenbleibt, während ihm seine hohe Pension alleine bleibt, finde ich höchst unfair!

    Sie hat mindestens soviel gearbeitet wie er, das sieht auch mein Vater so! Es war eine gemeinsame Entscheidung, warum soll sie alleine die Konsequenzen tragen?

    Und dieses Bild, dass die Luxusgattin halt zwischen Shoppen und Maniküre ein bisschen das Kindermädchen und die Köchin befehligt, das passt einfach auf die wenigsten "nur"-Hausfrauen.
    Die wenigsten haben nämlich wirklich einen Millionär daheim, sondern eher - wie meine Mutter - zwar einen gut verdienenden Partner, aber bei 5 Kindern geht sich trotzdem kein Luxusleben mehr aus!

  5. User Info Menu

    AW: Ehevertrag

    Ich lebe das Leben von ich-bin-neu. Mein Mann hat eine Firma, eine Arbeitszeit, die Montagmorgen anfängt und Sonntagnacht aufhört, mit ein paar Stunden Freizeit zwischendurch, die er sich für Sohn nimmt.

    Mein Mann lebt seinen Traumberuf, der auch gleichzeitig sein Hobby ist. Eine Firma zu haben, die zudem noch erfolgreich ist, macht ihn stolz. Aber natürlich möchte er auch eine Frau zuhause und selbstverständlich ein Kind (am liebsten zwei, aber da habe ich gestreikt) und ein Haus. Er möchte das Beste für sein Kind, keine Fremdbetreuung, sondern individuelle Freizeitgestaltung für sein Kind, sei es Modellbau oder Tennisclub.

    Was er nicht braucht ist eine Frau, die zu ihm sagt: Du Schatz, ich habe heute noch einen wichtigen Abgabetermin, es kann später werden, würdest du Sohn um 17 Uhr von der Tagesmutter abholen. Er braucht jemand, der zuhause ist, damit er anrufen kann und sagt: Planänderung, es gibt Probleme, wir müssen das zum Abschluss bringen und anschließend muss ich Projektleiter XY noch zum Essen einladen, es kann sehr spät werden.

    Wir haben uns beide auf diesen Weg eingelassen. Per Ehevertrag wurde nur geregelt, dass jedem sein Anfangsvermögen plus Zugewinn und sein zu erwartendes Erbe allein gehört, alles was während dieser Ehe erwirtschaftet wird, ist Zugewinn, also gemeinsames Eigentum.

    DU findest das jetzt garantiert ungerecht. Wenn mein Mann Zeit (und Lust) hätte, würde ich ihn hier schreiben lassen. Er würde einer Berufstätigkeit von mir eine glatte Absage erteilen, zumal ich noch im Firmenbüro nebenbei ein paar Dinge erledige. Er will mich zuhause haben, für seinen Sohn, für sich, für die Firma. Dass für mich dabei ein angenehmer Zustand herausspringt ist ihm vollkommen Recht und es ist sogar erwünscht.

    Ich erwarte daher von meinem Mann, dass er zu seinen Verpflichtungen steht. Auch dann, wenn er mich mit 50 gegen eine jüngere austauscht. Jedes (Lebens)modell hat Risiken, wer wüsste das besser als ein Geschäftsmann. Rosinen picken ist nicht vorgesehen, das gibt es in keinen Vertrag, privat oder geschäftlich.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  6. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag

    auch von mir als betroffener noch einmal : ich beschwere mich nicht darüber,wie unser eheleben organisiert war, sehe mich nicht als unterdrückte, aber genauso wenig beute ich ihn jetzt aus, wenn ich erwarte, dass er seinen unterhaltsverpflichtungen nachkommt.

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Didi50
    Rücken frei halten ist das, was ich-bin-neu für ihren Mann gemacht hat. D.h. alle Dinge des täglichen Lebens erledigt, damit Monsieur sich voll dem Beruf widmen kann.
    Dann hat Monsieur doch aber auch seiner Madame den Rücken frei gehalten - vom Arbeiten.

    Also, was soll dieser Versuch einer Aufrechnerei?


    Zitat Zitat von Didi50
    und noch vieles andere mehr.
    Und für das alles wird man doch bezahlt, oder?!
    Ich meine, die Rückenfreihalte-Frauen tragen auch Kleidung, essen auch etwas, fahren auch in Urlaub, haben vielleicht sogar ein Auto. Und nichts davon haben sie selbst bezahlt. Sondern in Naturalienwirtschaft (oder auch in bar, was weiß ich) für ihr Rückenfreihalten bekommen.

    Ich verstehe das immer noch nicht...
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

  8. User Info Menu

    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Satyr, weisst du eigentlich, wieviel Arbeit "das bisschen Haushalt und Kinder machen"?
    Japp :)

    Meine Eltern lebten - obwohl beide einen Studienabschluss haben - das klassische Modell. Das war zu ihrer Zeit (sie sind jetzt 65) komplett üblich, mein Vater hatte vor der Pensionierung eine sehr anstrengende und recht hohe Position. In diesen Kreisen - so hat er es immer kritisch bemerkt - war es ein Statussymbol, dass die Frau daheim bleibt. Seine Kollegen haben, als ein jüngerer Kollege erzählte, dass seine Frau arbeitet, die Nase gerümpft. War damals einfach so, es hat auch der Bürgermeister in unserem Ort mal geschimpft, warum Frauen, die es sich leisten könnten daheim zu bleiben, trotzdem arbeiten gehen.
    Das es früher verständlich war, habe ich ja schon geschrieben. Aber heute? Wenn man jetzt erst in der Situation ist das entscheiden zu müssen? Da finde ich das eben nicht mehr nötig.

    Meine Mutter hat 5 Kinder großgezogen, eines davon ist leicht behindert und brauchte viel Förderungen. Kleinkinderbetreuung gab es nicht (Kindergarten nahm erst 3-4jährige auf, und machte um 12:00 zu). Dazu kam Haus und Garten. Beide Eltern wollte eine große Familie und Haus mit Garten. Sie hat das alles (ohne Putzfrau, Nanny etc.) geschafft, mein Vater kam frühestens um 20:00 Uhr nach Hause.
    Moooment! 5 Kinder sind ja nicht die Regel. Das es DA anders geregelt werden muss ist klar, da sage ich auch nichts gegen. Erstrecht wenn dann noch Behinderungen dazu kommen.
    Das sehe ich als Ausnahmesituationen.. da wird es natürlich schwierig, keine Frage.
    Aber wie gesagt.. das sind Ausnahmen.. und wir diskutieren hier eher über die Regel, oder?

    Tja, wenn ich hier jetzt lese, sie sei total überbezahlt, er könne ja einfach eine Haushälterin einstellen etc. dann wird das der Arbeit, die sie geleistet hat, keinesfalls gerecht! Das empfinde ich als exteme Abwertung, weil offenbar Arbeit, die nicht gezahlt wird, auch nichts wert ist.
    Wie gesagt.. das mit den 5 Kindern und der Behinderung kann ich nicht ahnen. Dies ist definitiv eine andere Situation und da hat sie auch meine vollste Anerkennung.
    Wenn man aber mal vom Standard ausgeht (statistisch 1,5 Kinder? *g*).. also sagen wir 1-2 Kinder.. DA finde ich schon das die meisten Mütter als "Haushälterinnen" völlig überbazahlt sind.
    DAS sind nämlich meist noch situationen die man zu zweit auch so geregelt bekommt, das beide arbeiten können.
    Das sehe ich in meinem Verwantenkreis.. da funktioniert es sogar auf dem Land prima.
    In Städten sollte es dann erstrecht gehen. Machen viele User in diesem Forum ja auch vor.
    Und wenn es die Möglichkeit gibt (auch wenn man sich da selbst dann ansträngen muss für) das beide auf eigenen Beinen stehen, finde ich nicht das die Frau dies nicht auch tun sollte, nur um irgendwelchen "Erwartungen" zu entsprechen.
    Das ist dann ihre Entscheidung. Mit allen Konsequenzen. Schließlich sind Frauen mündige Bürgerinnen, die ihre Interessen wohl auch vertreten können.

  9. User Info Menu

    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Satyr
    Wenn man aber mal vom Standard ausgeht (statistisch 1,5 Kinder? *g*).. also sagen wir 1-2 Kinder..
    Da sind die ganzen Frauen, die gar keine Kinder haben, mitgezählt. Die, die überhaupt welche haben, haben also - im Schnitt - mehr.
    Die Ente bleibt draußen.

  10. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag

    fender, der preis, den man dafür bezahlt, dass zwei so leben mit familie ist der, dass EINER auf berufliche entwicklung verzichtet und diese zeit eben nicht nachholbar ist - und das ist etwas, was BEIDE entscheiden, sich aber bei deinen vorstellungen nur für EINEN auswirken soll.

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