Hi,Zitat von Didi50
könnte mir mal endlich jemand erklären, was dieses "den Rücken freihalten" bedeutet? Ist damit gemeint, dass Frauen von Männern in Spitzenpositionen genug Zeit und Geld für Shoppen, Kosmetik, Wellness und Tennisclub haben?
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Thema: Ehevertrag
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03.08.2007, 09:50
AW: Ehevertrag
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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03.08.2007, 10:10
AW: Ehevertrag
Du willst es auch wirklich nicht kapieren, oder?
Zitat von Satyr
BEIDE hätten es nicht so entscheiden müssen. BEIDE haben sich für ein Modell entschieden, welches nicht hiess: er ist reich, sie ist arm, sondern es gibt ein gemeinsames Haushaltseinkommen, er sorgt für Geldeinkommen, sie dagegen läßt ihre beruflichen Perspektiven sausen, kümmert sich um Kinder, Haushalt und vermutlich auch jede Menge Sozialleben - für beide. Ihm war dieses Modell anscheinend auch lieber, als dass sie arbeiten geht, vielleicht deswegen Kompromisse am Wohnort gemacht werden, und stattdessen Haushälterin, Kinderfrau und Gärtner angestellt werden.
ER hat sich auch für dieses Modell entschieden. ER wollte das (auch) so. ER hat ebenfalls gewusst, dass ihre Arbeitsmarktchancen mit der Zeit nicht besser werden und er kannte die entsprechenden Unterhaltsregelungen. Und deswegen zahlt er jetzt auch.
Ziemlich einfach eigentlich.
Du magst ja seine Entscheidung für falsch halten und niemand verlangt, dass Du in der gleichen Situation genauso entscheidest. Aber er hat sich so entschieden und manchmal im Leben muss man die Konsequenzen einer Entscheidung tragen.
Aber ich bin mir sicher, dass Du jetzt wieder eine Mitleidsorgie für den armen, armen Mann anfängst. Ich bin raus.
Die Ente bleibt draußen.
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03.08.2007, 10:23
AW: Ehevertrag
Es heisst üblicherweise, dass sie sich komplett um Haushalt und Kinder kümmert, dass sie ihm den ganzen Alltagskram vom Hals hält, dass wenn er nach Hause kommt, er nur die Vorteile der Familie erleben kann.
Zitat von Fender
Beispielsweise erlebt bei einer Freundin, deren Vater Geschäftsführer und Mitbesitzer einer größeren Firma war. Tochter und Mutter streiten sich, in dem Moment kommt Vater nach Hause, sofort verstummten beide, denn jetzt war Kontrastprogramm angesagt. Damit der arme gestresste Vater sich nicht noch mehr aufregen muss. Für mich eine Horrorvorstellung, aber so etwas scheint auch dazuzugehören.
Es heisst ferner vermutlich auch, dass sie das ganze Sozialleben organisiert. Sich um beidseitige Familie kümmert, keine Geburtstage vergisst. Bei gesellschaftlichen Anlässen, wo man nicht hingeht, weil es Spaß macht, sondern weil es seine Funktion so erfordert, mitgeht. Vermutlich auch entsprechende Dinge zu Hause bzw. für ihn organisiert.
Mitzugehen, falls sein Beruf es erfordert, dass jetzt umgezogen wird.
Kurz, ein Leben komplett in der zweiten Reihe, wenn auch unter materiell angenehmen Bedingungen. Die Randbedingungen werden von seinem beruflichen Fortkommen diktiert.
Ich will nicht beurteilen, was das wert ist. Fakt ist aber, dass viele Männner es, zumindest solange es keine Trennungswünsche gibt, durchaus zu schätzen wissen und gar nicht wünschen, dass die Frauen dann arbeiten und sie ggfs. stärker auf anderem Gebiet gefordert werden. Also scheint es ihnen etwas wert zu sein, immerhin soviel, dass sie ja das mehr oder weniger luxuriöse Leben ihrer Frauen gerne mitfinanzieren. In vollem Wissen, was das für die Arbeitsmarktsituation bedeutet.
Dass dann im Moment der Trennung spontane Amnesie einsetzt, ist ein anderes Phänomen. Vielleicht berufsbedingt, denn wie wir ja inzwischen aus zahlreichen Wirtschaftsprozessen wissen, haben hohe Manager häufiger mal unglaubliche Erinnerungslücken.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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03.08.2007, 10:29
AW: Ehevertrag
Siehst Du. Und DIESER Satz ist der Knackpunkt. Am Ende ist er der "Schuldige", der dies entschieden hat und deshalb Konsequenzen tragen soll.
Zitat von Edelherb
Welche trägt sie, ausser das sie nicht arbeitet - dadurch aber keine finanziellen Nachteile hat?
Du sagst es.. BEIDE haben sich dazu entschieden, das sie zu Hause bleibt. WÄHREND der Beziehung. Ich bezweifel das er sich auch dafür entscheidet das sie zu Hause bleibt, NACH der Beziehung. Ich kann für einen Menschen doch keine Nachbeziehungsentscheidungen treffen, zumindest nicht auf diese Weise.
Frauen sind eigenständige Wesen, oder? Wenn sie arbeiten wollen, sollen sie es machen. Hätte der Partner das lieber anders, muss man eben gucken ob man zusammen passt. Hinterher aber zu sagen "Er wollte es doch gern so.. was hätt ich armes kleines Mäuschen da denn machen sollen", finde ich ehrlichgesagt recht feige.
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03.08.2007, 10:56
AW: Ehevertrag
Ach, glaubst Du, das macht Spaß, mit 50 auf der Strasse zu stehen, sich am Arbeitsmarkt zu bemühen und nur signalisiert zu bekommen, dass man ungewollt ist?
Zitat von Satyr
Außerdem wird auch sie nicht mehr Geld in gleichem Maße wie vorher haben. Nach einer Scheidung haben üblicherwiese beide weniger, weil zwei Haushalte teurer sind als einer.
Er ist nicht der Schuldige. Beide tragen Konsequenzen. Aber das magst Du ja nicht sehen und insofern ist weiteres Schreiben nur Zeitverschwendung.Die Ente bleibt draußen.
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03.08.2007, 11:28
AW: Ehevertrag
Japp... beide haben weniger. Nur das der Mann für sein "weniger" hart arbeitet, während die Frau das nicht mehr muss.
Zitat von Edelherb
Ablehnung ist nichts schönes.. aber sie kann das durch Freizeit kompensieren - der Mann nicht. Und wie gesagt, sie hätte ja nicht aufhören müssen.
Ich könnte genauso gut wie Du argumentieren: DU magst was nicht sehen und somit ist mein Schreiben Zeitverschwendung.. und nun?
Ich sehe schon, das die Hausfrauenehe früher mal sehr viel Sinn gemacht hat, keine Frage. Mittlerweile halte ich sie aber einfach für überlebt. Frauen können arbeiten, haben meist bessere Schulabschlüsse.. usw... ihnen stehen alle Türen offen.
Warum also nicht auf eigenen Beinen stehen bleiben sondern sich abhängig machen - und hinterher auf Bestand dieser Abhängigkeit pochen?
Ich denke einfach das sowas nicht mehr sein muss. Und wer sich für "Arbeitslosigkeit" entscheidet, muss hinterher damit leben das er schwieriger in den Beruf reinkommt. Das gilt für Männer, Frauen und auch Singles.
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03.08.2007, 11:32Inaktiver User
AW: Ehevertrag
so ist es.
Zitat von Edelherb
Und wenn jetzt hier schon die Ehe mit einem Vertrag zum Autokauf und die Trennung mit einem Gebrauchtwagenverkauf verglichen wird
dann kann ich nur sagen - dann heiratet doch einfach nicht.
Und wenn die Frau, die Ihr angeblich liebt, sich darauf nicht einlässt - Pech für Euch.
Gruß, Leonie
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03.08.2007, 11:36
AW: Ehevertrag
Rücken frei halten ist das, was ich-bin-neu für ihren Mann gemacht hat. D.h. alle Dinge des täglichen Lebens erledigt, damit Monsieur sich voll dem Beruf widmen kann. Dazu gehören z.B.
Zitat von Fender
- für die Kinder gesorgt, ohne zu erwarten, dass er was macht
- den ganzen Haushalt gemacht
- den Bau beaufsichtigt
- alle Geldgeschäfte erledigt
- ihm sogar seine Veröffentlichungen überarbeitet, kommentiert, etc.
- eine Kleidungsauswahl aus dem Geschäft geholt, damit er
es am Sonntag anprobieren kann ... und sie die nicht
gewünschte Kleidung wieder zurückträgt
- sich um die ganzen Sozialkontakte gekümmert, Geschenke gekauft, Einladungen angenommen, Geburtstagskarten geschrieben, sich um die Eltern gekümmert, etc. etc.
und noch vieles andere mehr.Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe
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03.08.2007, 11:40
AW: Ehevertrag
Ja, weil sie sich gemeinsam dafür entschieden haben 20 Jahre lang so zu leben und weil das Risiko für diese Entscheidung nicht einseitig auf die Frau abgewälzt werden kann.
Zitat von Satyr
Ich kenne sehr viele Männer, die von ihren Frauen erwarten, dass sie bei den Kindern zuhause bleiben. Wenn ein Mann das erwartet, dann trägt er auch das Risiko mit und kann es nicht einseitig auf die Frau abschieben.
Man kann anders leben, wir haben das so gemacht. Aber wenn man sich für die Hausfrauenehe entscheidet, dann muss auch der Mann wissen, was er tut.Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe
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03.08.2007, 12:01Inaktiver User
AW: Ehevertrag
satyr, fender, ich habe an anderer stelle darauf hingewiesen : mein exmann arbeitet selbstständig im it-bereich, war zu ehezeiten in der regel 12 stunden/tag außer haus (die akquise für neue aufträge hat er wohlweislich massiv zurückgefahren nach der trennung) .
die ehe dauerte bis kurz vor der silberhochzeit, also fast 25 jahre.
während der späteren ehejahre habe ich auf €400-basis für ihn gearbeitet, vorher wurde meine büroarbeit nicht finanziell honoriert. dafür war dann aber das haushaltsgeld um den gleichen betrag reduziert.
er hat wegen seiner berufstätigkeit WEDER in haus (qm200 wohnfläche), Noch in garten (qm1500) auch nur einen handschlag getan - und was die erziehung betraf, war er zwar stolz auf seine kinder, aber lieber aus der distanz...
wie zuvor schon betont : WIR haben uns für dieses modell entschieden, uns BEIDEN war klar, dass damit meine finanzielle abhängigkeit einherging.
dass meine tätigkeit als stressfrei bezeichnet wird, zeigt mir für meinen fall nur, dass blinde vom sehen urteilen.
statt mit kollegen und kunden habe ich mich mit kindergärten, schulen, mit der demenz der schwiegermutter (und den folgen), vereinen, ämtern etc auseinandergesetzt.
diesbezüglich hat er höchstens anforderungen formuliert, die praxis war mein job.
dass meine finanzielle abhängigkeit nicht mit dem ende der ehe aufhört, war auch ihm bewusst während der ganzen jahre - er ist schließlich nicht blöd. trotzdem hat er sich für die scheidung entschieden.
hier tut keiner wie ein feiges mäuschen, das weise ich in aller deutlichkeit zurück : zwei erwachsene menschen sind beteiligt, wenn das modell der hausfrauenehe gelebt wird .Geändert von Inaktiver User (03.08.2007 um 12:12 Uhr)


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