rosie, du versuchst hier zwar, schwere geschütze aufzufahren, aber zumindest ich fühle mich nicht von ihnen getroffen.
ich schildere hier gerne, wovon unsere ehe geprägt war :
ich habe zwar meine berufliche laufbahn völlig hinten an gestellt, aber für das modell familie haben wir uns BEIDE entschieden, da wurde kein kind "untergejubelt".
die auswirkungen : ich war den großteil der zeit trotz ehestatus praktisch alleinerziehend (auf einem kleinen dorf lebend), ohne flexible betreuungsmöglichkeiten, stattdessen mit sehr begrenzten kindergarten- und schulzeiten, die gerade mal gereicht haben, um für eine knappe stunde in die nächstgelegene großstadt zu fahren.
während der gymnasialzeiten unserer kinder war ich lange zeit "taxi mama" wegen der fehlenden infrastruktur.
haus und garten? wollten wir beide, darum gekümmert habe ich mich.
seinen job hatte er sich alleine ausgesucht, aber seine langen fachberichte, vorträge habe ich immer gegengelesen, um sie sowohl formal, als auch auf inhaltliche verständlichkeit zu überprüfen - auf € 400-basis, weil das das steuerlich interessanteste modell war.
mein exmann : überzeugter workaholic, ausschließlich zuständig für seinen beruf, den er immer geliebt hat.
ich beklage mich nicht im nachhinein darüber, dass wir diese dinge so gelebt haben.
würde er hier posten, würde er dir standing ovations zukommen lassen für deine einschätzung "für ein drittel des geldes bekäme er das von jeder putzhilfe", weil mir danach nicht mehr zustünde als das, was eine haushaltshilfe bekommt - und das kann ich mir ja wohl mit 51 jahren überall verdienen. diese begründung würde er nur zu bereitwillig aufgreifen.
und da sage ich für mich eindeutig "stop" : für uns als familie war es teil der absprache, dass ich diesen job mache. ich habe es auch mit liebe gemacht, weil es für uns war.
allerdings bin ich in der tat nicht bereit, für andere auf diesem level zu arbeiten, nachdem er jetzt glaubte, diese lebensphase mit einem gewaltigen "befreiungsschlag" für sich beenden zu müssen, damit er die einkommenshöhe, die er auch durch meinen einsatz in 27 jahren erreicht hat, für seine diversen liebschaften verbraten kann.
ich war und bin auch weiterhin bemüht, einen arbeitsplatz zunächst vorrangig in meinem beruf zu finden, schon um teilzuhaben an einem erwachsenenalltag und mich nicht ausrangiert zu fühlen.
da ich ihm ermöglicht habe, in einem ihn zufrieden stellenden beruf tätig zu sein, erwarte ich jetzt auch, dass ich mich um eine mich ausfüllende tätigkeit bemühen darf und nicht putzen gehen muss.
wie das allerdings als quasi-berufseinsteigerin in meinem alter ist, wird sich jeder hier vorstellen können.
dass er nun zuständig ist und nicht der staat, um für meinen lebensunterhalt zu sorgen, solange ich nicht ausreichend verdiene, empfinde ich nicht als makel.
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Thema: Ehevertrag
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30.07.2007, 22:11Inaktiver User
AW: Ehevertrag
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31.07.2007, 02:37
AW: Ehevertrag
kündigungsschutz und garantie auf den arbeitsplatz auf der einen seite - klar, ist mir bekannt. zwischentöne und möglichkeiten, sowie befindlichkeiten der lieben kollegen auf der anderen seite ebenso. ich war 10 jahre lang angestellt und habe mitbekommen, wie dynamisch sich lebensläufe "entwickeln", wie intrigen funktionieren und welche möglichkeiten arbeitgeber auszuloten imstande sind.
Zitat von Satyr
der mensch ist keine mathematische grösse.
und generell würde ich fragen: wann ist VORHER?
ich kann gar nicht genug dieser zwinckerdinger einfügen. meinst du 5 oder 10, 15, 20 jahre im voraus? keine ahnung.
was ich vorschlagen würde?
auch: keine ahnung. ich hätte ein paar modelle im ärmel, für die ich mir allerdings - wohl zurecht - rückwendend ein paar schelte einfangen würde. ich habe nicht das rezept. aber was mir ganz deutlich klar wird: du auch nicht.
dein rationales vorgehen ist zwar gut gemeint im sinne der gerechtigkeit, aber es funktioniert nicht mit der instanz "mensch".Wer keine Wahl hat, muss sich entscheiden.
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31.07.2007, 02:52
AW: Ehevertrag
Nix. Nur Kopfschütteln.
Zitat von Inaktiver User
Vielleicht nur, weil ich solche Leute, Frauen, nicht kenne. Vielleicht aber auch, weil die Erfahrung und entsprechende Sozialprogramme zeigen, dass Männer mit Familie im Nacken bei Rationalisierungen natürlich stets das Nachsehen haben.Wer keine Wahl hat, muss sich entscheiden.
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31.07.2007, 03:00
AW: Ehevertrag
@ich-bin-neu:
sehr schönes, lebensnahes beispiel + aufgeräumtes posting
& alles gute dir für die zukunft!
Wer keine Wahl hat, muss sich entscheiden.
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31.07.2007, 08:32Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Ich bin neu,
das mag alles so sein, wie Du das schreibst, ich behaupte nichts anderes für dich, obwohl ich schon gerne die Sicht deines Mannes dazu hören würde, wenn du von einem Befreiungsschlag seinerseits sprichst.
AAAABBBEER - (ich unterstelle vorher, dass das bei Euch nicht so war, wie ich jetzt hier frage, dass ihr das abgesichert hattet....) - und die Frage geht auch an andere: Was macht ihr in der Situation, wenn das Alleinfinanzierungsmodell nicht mehr geht: Er wird - trotz aller Bemühungen arbeitslos, er hat einen Unfall, ist berufsunfähig. Dann nützt euch der ganze Einsatz für die Familie nichts mehr, oder? Dann kommt auch von niemandem anderen Geld, auch dann müsst ihr selbst tun. Warum also nicht vorher schon?
Es gibt - wie Levade so schön schrieb - keine 100% Garantie, dass alles klappt, wenn man die Scheidungszahlen anschaut und die Richtung der aktuellen und künftigen Politik und Rechtsprechung, liegt die Chance bei 50%, dass einerr seiner ehemaligen Frau Unterhalt zahlen muss. Warum also nicht von vornherein etwas vertraglich regeln? Kein Unternehmer würde sich auf "Vertrauensbasis" zu einem Geschäftsabschluss bringen lassen, weil er sich über die Folgen solchen Tuns sehr wohl bewusst ist.
Wieso soll eine Ehe so betrachtet werden als wenn sie etwas anderes als ein Vertrag ist? Warum soll der nüchterne Verstand ausgeschaltet werden? Weil Liebe romantisch ist? Was ist, wenn die Liebe zerstört ist? Auch wenn die Frau das Konstrukt (durch Fremdgehen) und trotz aller Bemühungen des Mannes zerstört hat, hätte sie Anspruch auf Unterhalt? Warum soll es keine Regelung geben, die EIGENVERANTWORTLICHKEIT der Partner nach der Ehe groß schreibt und Verantwortlichkeit gegenüber dem Kind klar erhält? Warum lässt man z.T. den Väter nicht die Luft zum Atmen, zum Neubeginn?
Warum ist ein von einer Frau messerscharf kalkulierter Ehevertrag etwas anderes? Warum wird dafür Verständnis aufgebracht --- "Sie hat ein Geschäft, sie hat ein Haus, das Erbe muss geregelt sein...."?
Tut mir leid, aber ich kann eine Ehe nicht so eingehen (in die ich nichts mitbringe als mich selbst), dass ich sage - nee, Du bist verantwortlich für mich - diese Frau hier ist erwachsen, Kinder sind groß und sie lebt von ALGII.
Sie will zu dem Mann ziehen (er könnte sie nicht zwingen, wenn sie nicht wollte), damit sind sie ohnehin eine Bedarfsgemeinschaft nach SGB, dann kann man pragmatisch betrachtet, auch heiraten - der Mann will sich absichern. Gemeinsame Kinder sind nicht mehr geplant. Und ihr findet den Mann verachtungswürdig, komme ich nicht mit. Zumal wir immernoch nur die Sicht der TE kennen.
Im Übrigen: Man kann in einen Ehevertrag auch schreiben, dass die Eheleute im beiderseitigen Einverständnis wollen, dass sie die Kinder groß zieht und zuhause bleibt --- dann ist auch ihr Unterhaltsanspruch geklärt: So What?
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31.07.2007, 08:33
AW: Ehevertrag
Zitat von Inaktiver User
ich-bin-neu
Ich geb dir völlig recht. Obwohl ich ein ganz anderes Leben geführt habe. Trotz Kinder, habe ich immer wieder mit Männern konkurieren müssen, die die volle Unterstützung der Frau hatten (wie dein Gegenlesen der Berichte). Das war in der Spitze schlichtweg unmöglich.
Ich bedaure das nicht. ABER: Diese Männer, die an die Spitze gelangen, haben immer eine Frau zuhause, die sie voll unterstützt und ihnen alle Arbeiten abnimmt, so wie du.
Und dann sollen sie auch bei einer Scheidung zahlen, da die Frau an ihrer Karriere, ihrem Einkommen und ihrem Status einen erheblichen Anteil hat.Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe
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31.07.2007, 09:12
AW: Ehevertrag
Und Du weisst sicher, das dieser Mann in einer Trennungssituation noch so ist wie am Anfang? Nach Jahren? Das er sich nicht verändern wird?
Zitat von Edelherb
Sieh es andersrum. Das gibts momentan nicht, sonst würdest Du ihn nicht heiraten. Und wenns das dann doch mal gibt? Dann würdest Du dich trennen, oder?Solch einseitigen Geschichten, wie die, dass wir erst etwas gemeinsam abgesprochen haben und dann einer einfach sagt: "nö, mach ich nicht", und das war's dann, das gibt es bei uns nicht. Sonst würde ich den Mann nicht heiraten.
Siehst Du.. und ich kann das bei solch einer Veränderrung nicht ohne weiteres.. eben weil da viel zu viel dranhängen würde.
Dann mach doch mal ein paar Vorschläge, welche Alternativen mit denen BEIDE Leben können, es zu meinem gestern genannten Beispiel gibt :)Etwas anderes ist es, wenn einer sagt: Du, wir haben das damals so besprochen, aber ich fühle mich gerade aus den und den Gründen sehr, sehr unwohl damit. Dann müssen wir gemeinsam schauen, ob es bessere Möglichkeiten für uns gibt. Ziel einer jeden Auseinandersetzung ist aber, eine Lösung zu finden, mit der beide leben können.
Momentan nicht. Aber wenn er was macht das Du ihn anfängst zu hassen? Und sich dafür nicht entschuldigt? Du dich erniedrigt fühlst?Auch das sehe ich überhaupt nicht als Automatismus! Sollten wir noch ein Kind bekommen UND es eines Tages zu einer Trennung kommen (ich hoffe natürlich nur auf ersteres), werden wir dann schauen müssen, wie die Umstände sind und was die beste Lösung ist. Wir sind aber sicherlich beide nicht die Menschen, die ihre Paarkonflikte über den Zugang zu Kindern austragen würden.
Oder eben auch umgekehrt?
Da kann die Welt schonwieder ganz anders aussehen.
Zumal es mir nicht nur um "Zugang" geht, sondern um gerechte und gleiche Chancen, das Kind bei sich aufwachsen zu lassen - auch nach der Trennung.
Ich hab trotzdem keine Lust einer der "anderen Fälle" zu werden. Ich schätze das Du das Risiko nicht verstehst, weil Du es als Frau einfach nicht hast. Aber mir ist das wichtig. Sehr sogar. Das ist keine Kleinigkeit, das kann Leben prägen. Es gibt Väter die in der Psychatrie leben und nicht mehr ansprechbar sind, weil sie den "Krieg" ums Kind nicht verkraftet haben und elendig daran zerbrochen sind.Siehe oben. "Verlust der Elternschaft" klingt dramatisch. In den meisten Fällen ist es aber nicht so, auch wenn die anderen Fälle mehr Aufmerksamkeit erregen.
Soweit wirds bei mir zwar sicher nie gehen.. aber das Risiko das ich als Vater entrechtet werde, ist trotzdem existent. Und ich möchte es nicht eingehen. Was ist daran so verwunderlich?
Weiss ich das, bevor sie Mutter ist? Nö.Und mal abgesehen von der rechtlichen Situation kannst Du das Ganze immerhin durch die Wahl einer Frau beeinflussen, die in Streitereien nicht unter die Gürtellinie geht und die sich auch nicht als Muttertier sieht.
Sie ja selbst warscheinlich auch nicht.
Das tut mir für die Frau dann auch sehr leid. Aber mal ehrlich.. was findest Du wichtiger? Das Deine Elternschaft mit einer Trennung nicht angegriffen wird, das Kind weiterhin bei Dir aufwächst und Du es bis es Erwachsen ist prägen kannst, all die Entwicklungen mitbekommst usw.. oder eine berufliche Karriere?
Zitat von Inaktiver User
Mir ersteres. Und deshalb werte ich ehrlichgesagt den Verlust den Frauen haben geringer. Nicht das er nicht auch beschissen ist.. aber meiner Meinung nach nicht so beschissen wie der Verlust der Elternschaft, ohne etwas daran ändern zu können.
Ich sagte doch.. mach das mal einer Frau klar, die eben in erster Linie die Romantik in der Hochzeit sieht. Sie wird denken das man sie für eine Hochzeit nicht genug liebt.Dann solltet Ihr nicht heiraten.
Wieviele Mädels spielen seit ihrer Jugend durch, das sie irgendwann mal heiraten wollen und ne Familie gründen? Wenn ich nun aber sage das sie die Familie (Kinder) mit mir ja gern haben kann, aber die Hochzeit nicht.. dann passe ich nicht in ihre Planung.. und liebe sie nicht genug..
Mal davon ab das ich kein Sorgerecht habe, als unehelicher Vater.
Würde ich alles nicht von einer Frau verlangen. So. Und nun? Wie setz ich mich da durch, wenn dies aber plötzlich ihre Traumvorstellung ist?Aber ist das vielleicht keine effiziente Unterstützung, wenn er (oder sie) Kinder haben kann, aber sich trotzdem voll dem Beruf widmen? Mehr als 40h in der Woche arbeiten und nicht zu fester Zeit am Kindergarten sein muss? Flexibel die zu seiner Stelle gehörenden Dienstreisen machen kann? Nicht morgens in der Firma anrufen muss, dass er/sie nicht kommen kann, weil eines der Kinder krank ist? Sich nicht frei nehmen muss, weil das Kind einen Arzt-Termin für eine Vorsorgeuntersuchung hat.
Gleichzeitig weiß, dass er/sie "ein schönes Zuhause hat", obwohl er/sie sich nicht groß darum kümmert. Dass die Kinder nicht die ganze Zeit fremdbetreut werden und Förderung erhalten. Und dass die sozialen Kontakte der Familie aufrecht erhalten werden - inkl. Geburtstagsgeschenk und regelmäßigen Anrufen bei seiner/ihrer Mutter.
Und warum genau? Was daran ist für Euch so schlimm?Sowohl Edelherb wie auch ich sind berufstätig, und lehnen einen Ehevertrag mit Ausschluss des Unterhaltes ab.
Vorher ist für mich, vor der Zeugung. Mann kann ja gern überlegen "Schatz, irgendwann möchte ich Kinder mit Dir".. und dann kann man sagen "Oh, ich auch.. aber erst müssen wir unser Leben dafür einrichten".. dann wird das gemacht, was wohl bei jedem unterschiedlich lang dauern dürfte.. und dann kommt man an den Punkt wo man sagt "Schatz, lass es uns tun"..
Zitat von Levade
Ernsthaft.. ich versteh nicht wieso derart viele Leute heutzutage völlig ohne Planung an sowas rangehen.
Da ist es doch klar das Jährlich immer mehr deutsche Haushalte insolvenz anmelden. Das kann ja nicht klappen.
Ehrlichgesagt glaube ich eher das es nicht mit der Instanz "romantische Frau" oder "Frau die eben Hausfrau als Traum ansieht" klappen kann. Was ich aber vorher eben manchmal leider NICHT wissen kann.dein rationales vorgehen ist zwar gut gemeint im sinne der gerechtigkeit, aber es funktioniert nicht mit der instanz "mensch".
Definiere "Spitze".
Zitat von Didi50
Ich bin in dem was ich tue sehr erfolgreich.. hab trotzdem keine Frau zu Hause.. wüsste auch nicht wofür.
Ok, Kinder sind noch keine da.. aber auch das wäre zu schaffen.
Welcher das ist, weiß ich noch immer nicht.Und dann sollen sie auch bei einer Scheidung zahlen, da die Frau an ihrer Karriere, ihrem Einkommen und ihrem Status einen erheblichen Anteil hat.
Das klingt als müsste man als "Strafe" zahlen, weil man die Frau in einer eigenen Karriere behindert hat? Wes war doch ihre freie Entscheidung, die sie so nie hätte treffen müssen. Warum also sollte ich diese finanzieren müssen?
Ne, das seh ich nicht ein. Wer an der Spitze arbeitet, verdient auch genug Geld sich Haushaltshilfen und Betreuungsplätze leisten zu können. Also kein Grund weshalb die Frau auf eigene Arbeit verzichtet. Tut sie es aber, muss sie auch selbst die Konsequenzen tragen.
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31.07.2007, 09:24Inaktiver User
AW: Ehevertrag
was wichtiger ist - das ist ein Extra-Thema.
Zitat von Satyr
Aber das sind doch zwei völlig unterschiedliche Dimensionen.
Was hat "Risiko des Verlustes der Elternschaft" mit dem Ehegattenunterhalt zu tun? Das geht doch mit und ohne.
stimmt ja auch, dann bist Du nicht der Richtige für sie.Ich sagte doch.. mach das mal einer Frau klar, die eben in erster Linie die Romantik in der Hochzeit sieht. Sie wird denken das man sie für eine Hochzeit nicht genug liebt.
Wieviele Mädels spielen seit ihrer Jugend durch, das sie irgendwann mal heiraten wollen und ne Familie gründen? Wenn ich nun aber sage das sie die Familie (Kinder) mit mir ja gern haben kann, aber die Hochzeit nicht.. dann passe ich nicht in ihre Planung.. und liebe sie nicht genug..
Lassen wir 'mal weg, wie man Liebe messen kann.
Aber Du bist nicht bereit, Dich ganz auf sie einzulassen.
Ich hätte mich von Dir getrennt. Das habe ich nicht nötig.
Dann ist sie nicht die Richtige für Dich.Würde ich alles nicht von einer Frau verlangen. So. Und nun? Wie setz ich mich da durch, wenn dies aber plötzlich ihre Traumvorstellung ist?
Und wenn Du dann keine Richtige findest - Dein Pech.
Das bezog sich auf "Ablehnung des Ehevertrages" und das haben wir doch nun mehrfach geschrieben.Und warum genau? Was daran ist für Euch so schlimm?
Wenn Dich unsere Eheauffassung tatsächlich interessiert - in diesem Thread haben wir das diskutiert. Der ist aber ziemlich lang - und hinten kommen wir noch einmal so richtig auf das Thema.
Gruß, Leonie
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31.07.2007, 09:53
AW: Ehevertrag
@satyr: wieder stelle ich fest, dass wir anscheinend in Paralleluniversen leben.
In meiner Welt ändern sich Leute nicht plötzlich um 180°. Natürlich gibt es Entwicklungen und auch Änderungen. Aber ich habe noch nie erlebt, dass aus einem verläßlichen Menschen z.B. ein Charakterschwein wurde. Es gibt gewisse Grundstrukturen der Persönlichkeit, die recht stabil sind. Es gibt Fähigkeiten zur Konfliktlösung, die nicht plötzlich verschwinden.
Ich scheine bisher in der Lage gewesen zu sein, mir Menschen im Umfeld zu suchen, die eine solche Verläßlichkeit mitbringen. Dem vertraue ich auch weiterhin.
Der ganze Thread steht voll davon.
Zitat von Satyr
Davon abgesehen bist Du mit einer generellen These in diesen Thread eingestiegen - dass nämlich alle staatlichen Regelungen zu diesem Bereich falsch sind. Das sehe ich anders. Fertig.
Welche Lösung für ein individuelles Paar die richtige ist, ist eine Frage für sich.
Ich habe noch nie einen Menschen, den ich mal geliebt habe, angefangen zu hassen. Auch das ist nicht meine Welt. Sollte es bei ihm passieren (was ich ebenfalls für extrem unwahrscheinlich halte), so kann ich immer noch dafür sorgen, wie *ich* mich in dem Konflikt verhalte, das macht viel aus.Momentan nicht. Aber wenn er was macht das Du ihn anfängst zu hassen? Und sich dafür nicht entschuldigt? Du dich erniedrigt fühlst?
Oder eben auch umgekehrt?
Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich das nicht verstehe? Allerdings würde Dir in diesem Punkt kein Unterhaltsverzicht dieser Welt etwas nützen.Soweit wirds bei mir zwar sicher nie gehen.. aber das Risiko das ich als Vater entrechtet werde, ist trotzdem existent. Und ich möchte es nicht eingehen. Was ist daran so verwunderlich?
Blödsinn. Natürlich ändert sich vieles mit der neuen Situation. Aber ich werde nicht plötzlich eine völlig andere Persönlichkeit übergestülpt bekommen.Weiss ich das, bevor sie Mutter ist? Nö.
Sie ja selbst warscheinlich auch nicht.
Diese Entscheidung könnte ich jetzt und hier nicht machen, auch wenn Du das suggerierst.Das tut mir für die Frau dann auch sehr leid. Aber mal ehrlich.. was findest Du wichtiger? Das Deine Elternschaft mit einer Trennung nicht angegriffen wird, das Kind weiterhin bei Dir aufwächst und Du es bis es Erwachsen ist prägen kannst, all die Entwicklungen mitbekommst usw.. oder eine berufliche Karriere?
Ich gehe aber auch nicht davon aus, dass man von einem Kind nichts mehr mitbekommt, nur weil es größtenteils beim anderen Elternteil wohnt.
Dann ist sie vielleicht auch einfach nicht die richtige Frau für Dich und ihr solltet schon aus diesem Grund keine Kinder bekommen und keine Lebenspartnerschaft eingehen?Ich sagte doch.. mach das mal einer Frau klar, die eben in erster Linie die Romantik in der Hochzeit sieht. Sie wird denken das man sie für eine Hochzeit nicht genug liebt.
Wieviele Mädels spielen seit ihrer Jugend durch, das sie irgendwann mal heiraten wollen und ne Familie gründen? Wenn ich nun aber sage das sie die Familie (Kinder) mit mir ja gern haben kann, aber die Hochzeit nicht.. dann passe ich nicht in ihre Planung.. und liebe sie nicht genug..
Ich wollte auch nicht mein Leben mit einem Mann verbringen, der mir zutraut, völlig zu mutieren. Du kannst gerne ein Leben führen, bei dem das Scheitern immer schon mitgedacht wird. Eine Frau, die sich voll und ganz auf Dich einlässt, wirst Du aber mit dieser Methode nur schwer finden.
Stimmt auch nicht so pauschal. Bereits vor der Geburt kann das gemeinsame Sorgerecht beantragt werden. Und bis dahin wird die Beziehung ja vielleicht noch tragen.Mal davon ab das ich kein Sorgerecht habe, als unehelicher Vater.
Satyr: bitte LESEN. Steht alles schon hier.Und warum genau? Was daran ist für Euch so schlimm?
Sowohl mein Verlobter als auch ich wissen nicht, was die nächsten 10 Jahre bringen. Ich bin bereits einmal für ihn umgezogen und habe dadurch einen Karriereschritt sausen lassen, auf den ich mich gefreut hatte. Der mein Einkommen dauerhaft erhöht hätte, vermutlich auch meine Arbeitszufriedenheit.
Wie wir am besten eine Kinderbetreuung organisieren, entscheiden wir dann, wenn es soweit ist. Wir wissen, dass wir beide grundsätzlich dazu bereit sind, das reicht uns als Voraussetzung. Es gibt dann aber noch soviele Unwägbarkeiten, dass wir uns nur selbst beschneiden würden, wenn wir das alles vorher in einem Vertrag festhalten wollten. Geht gar nicht. Das hängt von Verdiensten ab, von beruflichen Möglichkeiten, aktueller beruflicher Zufriedenheit, Alternativen, von Kinderbetreuungsmöglichkeiten und und und. Ich weiss ja noch nicht mal, ob wir in 2-3 Jahren noch da wohnen, wo wir jetzt wohnen. Vielleicht ziehen wir auch wieder in ein anderes Land mit völlig anderen Bedingungen.
Zu wissen, dass ein Partner nach einer Trennung Unterhalt zahlen würde, gibt uns mehr Entscheidungsfreiheit (UNS, nicht einem alleine), weil keiner Sorge haben muss, im Falle einer Trennung ohne alles dazustehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass unter diesen Bedingungen ein Hausfrauenmodell entsteht, halte ich dennoch für äußerst gering, weil wir beide wahnsinnig würden.
Wegen der Kinder und weil die Frau zu faul ist, arbeiten zu gehen? Das wär mir neu.Da ist es doch klar das Jährlich immer mehr deutsche Haushalte insolvenz anmelden. Das kann ja nicht klappen.
Nein, keine Strafe. Gerechte Verteilung des Risikos. Unter der Annahme, dass Entscheidungen gemeinsam gefällt wurden.Das klingt als müsste man als "Strafe" zahlen, weil man die Frau in einer eigenen Karriere behindert hat? Wes war doch ihre freie Entscheidung, die sie so nie hätte treffen müssen. Warum also sollte ich diese finanzieren müssen?
Aber wir wiederholen uns.
Bleib Du mal in Deiner Welt mit einseitigen Entscheidungen, Charakterschweinen und Verträgen, die dann zumindest das schlimmste abzusichern suchen. Ich beneide Dich nicht darum.
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
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31.07.2007, 10:41Inaktiver User
AW: Ehevertrag
Zitat von Edelherb
So weit, so schlecht


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