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Thema: Ehevertrag

  1. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag

    rosie, du versuchst hier zwar, schwere geschütze aufzufahren, aber zumindest ich fühle mich nicht von ihnen getroffen.

    ich schildere hier gerne, wovon unsere ehe geprägt war :

    ich habe zwar meine berufliche laufbahn völlig hinten an gestellt, aber für das modell familie haben wir uns BEIDE entschieden, da wurde kein kind "untergejubelt".

    die auswirkungen : ich war den großteil der zeit trotz ehestatus praktisch alleinerziehend (auf einem kleinen dorf lebend), ohne flexible betreuungsmöglichkeiten, stattdessen mit sehr begrenzten kindergarten- und schulzeiten, die gerade mal gereicht haben, um für eine knappe stunde in die nächstgelegene großstadt zu fahren.
    während der gymnasialzeiten unserer kinder war ich lange zeit "taxi mama" wegen der fehlenden infrastruktur.

    haus und garten? wollten wir beide, darum gekümmert habe ich mich.

    seinen job hatte er sich alleine ausgesucht, aber seine langen fachberichte, vorträge habe ich immer gegengelesen, um sie sowohl formal, als auch auf inhaltliche verständlichkeit zu überprüfen - auf € 400-basis, weil das das steuerlich interessanteste modell war.

    mein exmann : überzeugter workaholic, ausschließlich zuständig für seinen beruf, den er immer geliebt hat.

    ich beklage mich nicht im nachhinein darüber, dass wir diese dinge so gelebt haben.

    würde er hier posten, würde er dir standing ovations zukommen lassen für deine einschätzung "für ein drittel des geldes bekäme er das von jeder putzhilfe", weil mir danach nicht mehr zustünde als das, was eine haushaltshilfe bekommt - und das kann ich mir ja wohl mit 51 jahren überall verdienen. diese begründung würde er nur zu bereitwillig aufgreifen.

    und da sage ich für mich eindeutig "stop" : für uns als familie war es teil der absprache, dass ich diesen job mache. ich habe es auch mit liebe gemacht, weil es für uns war.

    allerdings bin ich in der tat nicht bereit, für andere auf diesem level zu arbeiten, nachdem er jetzt glaubte, diese lebensphase mit einem gewaltigen "befreiungsschlag" für sich beenden zu müssen, damit er die einkommenshöhe, die er auch durch meinen einsatz in 27 jahren erreicht hat, für seine diversen liebschaften verbraten kann.

    ich war und bin auch weiterhin bemüht, einen arbeitsplatz zunächst vorrangig in meinem beruf zu finden, schon um teilzuhaben an einem erwachsenenalltag und mich nicht ausrangiert zu fühlen.

    da ich ihm ermöglicht habe, in einem ihn zufrieden stellenden beruf tätig zu sein, erwarte ich jetzt auch, dass ich mich um eine mich ausfüllende tätigkeit bemühen darf und nicht putzen gehen muss.

    wie das allerdings als quasi-berufseinsteigerin in meinem alter ist, wird sich jeder hier vorstellen können.

    dass er nun zuständig ist und nicht der staat, um für meinen lebensunterhalt zu sorgen, solange ich nicht ausreichend verdiene, empfinde ich nicht als makel.

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Satyr

    Korrigiere mich wenn ich mich irre.. aber haben nicht auch Männer in der Elternzeit erstmal Kündigungsschutz und garantie auf den Arbeitsplatz hinterher?
    Generell würde ich aber sagen.. das man dann eben VORHER versuchen muss einen Arbeitgeber zu finden, der das Ganze mitmacht.
    Oder was würdest Du vorschlagen?
    kündigungsschutz und garantie auf den arbeitsplatz auf der einen seite - klar, ist mir bekannt. zwischentöne und möglichkeiten, sowie befindlichkeiten der lieben kollegen auf der anderen seite ebenso. ich war 10 jahre lang angestellt und habe mitbekommen, wie dynamisch sich lebensläufe "entwickeln", wie intrigen funktionieren und welche möglichkeiten arbeitgeber auszuloten imstande sind.

    der mensch ist keine mathematische grösse.

    und generell würde ich fragen: wann ist VORHER?
    ich kann gar nicht genug dieser zwinckerdinger einfügen. meinst du 5 oder 10, 15, 20 jahre im voraus? keine ahnung.

    was ich vorschlagen würde?
    auch: keine ahnung. ich hätte ein paar modelle im ärmel, für die ich mir allerdings - wohl zurecht - rückwendend ein paar schelte einfangen würde. ich habe nicht das rezept. aber was mir ganz deutlich klar wird: du auch nicht.

    dein rationales vorgehen ist zwar gut gemeint im sinne der gerechtigkeit, aber es funktioniert nicht mit der instanz "mensch".
    Wer keine Wahl hat, muss sich entscheiden.

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Weiter oben kannst Du lesen, dass Kinder auch für Männer ein Karrierehindernis sind. Und vor allem dann, wenn ihre Frauen erwarten, dass sie 17.00 Uhr daheim sind und sich noch 50% der Hausarbeit und der Erziehung aufbürden, obwohl sie einen Fulltime-Job haben.
    Nix. Nur Kopfschütteln.

    Vielleicht nur, weil ich solche Leute, Frauen, nicht kenne. Vielleicht aber auch, weil die Erfahrung und entsprechende Sozialprogramme zeigen, dass Männer mit Familie im Nacken bei Rationalisierungen natürlich stets das Nachsehen haben.
    Wer keine Wahl hat, muss sich entscheiden.

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    AW: Ehevertrag

    @ich-bin-neu:

    sehr schönes, lebensnahes beispiel + aufgeräumtes posting
    & alles gute dir für die zukunft!
    Wer keine Wahl hat, muss sich entscheiden.

  5. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag

    Ich bin neu,
    das mag alles so sein, wie Du das schreibst, ich behaupte nichts anderes für dich, obwohl ich schon gerne die Sicht deines Mannes dazu hören würde, wenn du von einem Befreiungsschlag seinerseits sprichst.

    AAAABBBEER - (ich unterstelle vorher, dass das bei Euch nicht so war, wie ich jetzt hier frage, dass ihr das abgesichert hattet....) - und die Frage geht auch an andere: Was macht ihr in der Situation, wenn das Alleinfinanzierungsmodell nicht mehr geht: Er wird - trotz aller Bemühungen arbeitslos, er hat einen Unfall, ist berufsunfähig. Dann nützt euch der ganze Einsatz für die Familie nichts mehr, oder? Dann kommt auch von niemandem anderen Geld, auch dann müsst ihr selbst tun. Warum also nicht vorher schon?
    Es gibt - wie Levade so schön schrieb - keine 100% Garantie, dass alles klappt, wenn man die Scheidungszahlen anschaut und die Richtung der aktuellen und künftigen Politik und Rechtsprechung, liegt die Chance bei 50%, dass einerr seiner ehemaligen Frau Unterhalt zahlen muss. Warum also nicht von vornherein etwas vertraglich regeln? Kein Unternehmer würde sich auf "Vertrauensbasis" zu einem Geschäftsabschluss bringen lassen, weil er sich über die Folgen solchen Tuns sehr wohl bewusst ist.

    Wieso soll eine Ehe so betrachtet werden als wenn sie etwas anderes als ein Vertrag ist? Warum soll der nüchterne Verstand ausgeschaltet werden? Weil Liebe romantisch ist? Was ist, wenn die Liebe zerstört ist? Auch wenn die Frau das Konstrukt (durch Fremdgehen) und trotz aller Bemühungen des Mannes zerstört hat, hätte sie Anspruch auf Unterhalt? Warum soll es keine Regelung geben, die EIGENVERANTWORTLICHKEIT der Partner nach der Ehe groß schreibt und Verantwortlichkeit gegenüber dem Kind klar erhält? Warum lässt man z.T. den Väter nicht die Luft zum Atmen, zum Neubeginn?
    Warum ist ein von einer Frau messerscharf kalkulierter Ehevertrag etwas anderes? Warum wird dafür Verständnis aufgebracht --- "Sie hat ein Geschäft, sie hat ein Haus, das Erbe muss geregelt sein...."?
    Tut mir leid, aber ich kann eine Ehe nicht so eingehen (in die ich nichts mitbringe als mich selbst), dass ich sage - nee, Du bist verantwortlich für mich - diese Frau hier ist erwachsen, Kinder sind groß und sie lebt von ALGII.
    Sie will zu dem Mann ziehen (er könnte sie nicht zwingen, wenn sie nicht wollte), damit sind sie ohnehin eine Bedarfsgemeinschaft nach SGB, dann kann man pragmatisch betrachtet, auch heiraten - der Mann will sich absichern. Gemeinsame Kinder sind nicht mehr geplant. Und ihr findet den Mann verachtungswürdig, komme ich nicht mit. Zumal wir immernoch nur die Sicht der TE kennen.
    Im Übrigen: Man kann in einen Ehevertrag auch schreiben, dass die Eheleute im beiderseitigen Einverständnis wollen, dass sie die Kinder groß zieht und zuhause bleibt --- dann ist auch ihr Unterhaltsanspruch geklärt: So What?

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    dass er nun zuständig ist und nicht der staat, um für meinen lebensunterhalt zu sorgen, solange ich nicht ausreichend verdiene, empfinde ich nicht als makel.

    ich-bin-neu

    Ich geb dir völlig recht. Obwohl ich ein ganz anderes Leben geführt habe. Trotz Kinder, habe ich immer wieder mit Männern konkurieren müssen, die die volle Unterstützung der Frau hatten (wie dein Gegenlesen der Berichte). Das war in der Spitze schlichtweg unmöglich.

    Ich bedaure das nicht. ABER: Diese Männer, die an die Spitze gelangen, haben immer eine Frau zuhause, die sie voll unterstützt und ihnen alle Arbeiten abnimmt, so wie du.

    Und dann sollen sie auch bei einer Scheidung zahlen, da die Frau an ihrer Karriere, ihrem Einkommen und ihrem Status einen erheblichen Anteil hat.
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Edelherb
    Ich gehöre ja zu denen, die Leonies Statement, dass Liebe kein ausreichender Grund für eine Hochzeit ist, aus vollem Herzen unterschreiben. Man muss sich schon auch genau angucken, wen man heiratet. Und ich heirate keinen Mann, der a) nicht zu seinem Wort steht und mit dem ich mich b) nicht auseinandersetzen kann.
    Und Du weisst sicher, das dieser Mann in einer Trennungssituation noch so ist wie am Anfang? Nach Jahren? Das er sich nicht verändern wird?

    Solch einseitigen Geschichten, wie die, dass wir erst etwas gemeinsam abgesprochen haben und dann einer einfach sagt: "nö, mach ich nicht", und das war's dann, das gibt es bei uns nicht. Sonst würde ich den Mann nicht heiraten.
    Sieh es andersrum. Das gibts momentan nicht, sonst würdest Du ihn nicht heiraten. Und wenns das dann doch mal gibt? Dann würdest Du dich trennen, oder?
    Siehst Du.. und ich kann das bei solch einer Veränderrung nicht ohne weiteres.. eben weil da viel zu viel dranhängen würde.

    Etwas anderes ist es, wenn einer sagt: Du, wir haben das damals so besprochen, aber ich fühle mich gerade aus den und den Gründen sehr, sehr unwohl damit. Dann müssen wir gemeinsam schauen, ob es bessere Möglichkeiten für uns gibt. Ziel einer jeden Auseinandersetzung ist aber, eine Lösung zu finden, mit der beide leben können.
    Dann mach doch mal ein paar Vorschläge, welche Alternativen mit denen BEIDE Leben können, es zu meinem gestern genannten Beispiel gibt :)

    Auch das sehe ich überhaupt nicht als Automatismus! Sollten wir noch ein Kind bekommen UND es eines Tages zu einer Trennung kommen (ich hoffe natürlich nur auf ersteres), werden wir dann schauen müssen, wie die Umstände sind und was die beste Lösung ist. Wir sind aber sicherlich beide nicht die Menschen, die ihre Paarkonflikte über den Zugang zu Kindern austragen würden.
    Momentan nicht. Aber wenn er was macht das Du ihn anfängst zu hassen? Und sich dafür nicht entschuldigt? Du dich erniedrigt fühlst?
    Oder eben auch umgekehrt?
    Da kann die Welt schonwieder ganz anders aussehen.
    Zumal es mir nicht nur um "Zugang" geht, sondern um gerechte und gleiche Chancen, das Kind bei sich aufwachsen zu lassen - auch nach der Trennung.

    Siehe oben. "Verlust der Elternschaft" klingt dramatisch. In den meisten Fällen ist es aber nicht so, auch wenn die anderen Fälle mehr Aufmerksamkeit erregen.
    Ich hab trotzdem keine Lust einer der "anderen Fälle" zu werden. Ich schätze das Du das Risiko nicht verstehst, weil Du es als Frau einfach nicht hast. Aber mir ist das wichtig. Sehr sogar. Das ist keine Kleinigkeit, das kann Leben prägen. Es gibt Väter die in der Psychatrie leben und nicht mehr ansprechbar sind, weil sie den "Krieg" ums Kind nicht verkraftet haben und elendig daran zerbrochen sind.
    Soweit wirds bei mir zwar sicher nie gehen.. aber das Risiko das ich als Vater entrechtet werde, ist trotzdem existent. Und ich möchte es nicht eingehen. Was ist daran so verwunderlich?

    Und mal abgesehen von der rechtlichen Situation kannst Du das Ganze immerhin durch die Wahl einer Frau beeinflussen, die in Streitereien nicht unter die Gürtellinie geht und die sich auch nicht als Muttertier sieht.
    Weiss ich das, bevor sie Mutter ist? Nö.
    Sie ja selbst warscheinlich auch nicht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Natürlich hat die Frau z.B. das Risiko, dass der Mann sie mit kleinen Kindern (oder in der dritten Schwangerschaft) wegen einer anderen sitzenlässt - da ist es ja zu Hause auch manchmal nicht so gemütlich, weil genug anderes zu tun ist - gerade wenn beide arbeiten.
    Und dass er sich dann überhaupt nicht oder minimal mit um die Kinder kümmert.


    Und Männer, die zwar wollen, dass ihre Frau arbeitet und mit Geld verdient, die aber doch nicht ehrlich den entsprechenden Anteil an der Familienarbeit übernehmen, gibt es ja schließlich auch.
    Was soll frau da machen ???

    Du würdest das nie tun?

    ok, aber woher soll sie das wissen ???
    Das tut mir für die Frau dann auch sehr leid. Aber mal ehrlich.. was findest Du wichtiger? Das Deine Elternschaft mit einer Trennung nicht angegriffen wird, das Kind weiterhin bei Dir aufwächst und Du es bis es Erwachsen ist prägen kannst, all die Entwicklungen mitbekommst usw.. oder eine berufliche Karriere?
    Mir ersteres. Und deshalb werte ich ehrlichgesagt den Verlust den Frauen haben geringer. Nicht das er nicht auch beschissen ist.. aber meiner Meinung nach nicht so beschissen wie der Verlust der Elternschaft, ohne etwas daran ändern zu können.

    Dann solltet Ihr nicht heiraten.
    Ich sagte doch.. mach das mal einer Frau klar, die eben in erster Linie die Romantik in der Hochzeit sieht. Sie wird denken das man sie für eine Hochzeit nicht genug liebt.
    Wieviele Mädels spielen seit ihrer Jugend durch, das sie irgendwann mal heiraten wollen und ne Familie gründen? Wenn ich nun aber sage das sie die Familie (Kinder) mit mir ja gern haben kann, aber die Hochzeit nicht.. dann passe ich nicht in ihre Planung.. und liebe sie nicht genug..

    Mal davon ab das ich kein Sorgerecht habe, als unehelicher Vater.

    Aber ist das vielleicht keine effiziente Unterstützung, wenn er (oder sie) Kinder haben kann, aber sich trotzdem voll dem Beruf widmen? Mehr als 40h in der Woche arbeiten und nicht zu fester Zeit am Kindergarten sein muss? Flexibel die zu seiner Stelle gehörenden Dienstreisen machen kann? Nicht morgens in der Firma anrufen muss, dass er/sie nicht kommen kann, weil eines der Kinder krank ist? Sich nicht frei nehmen muss, weil das Kind einen Arzt-Termin für eine Vorsorgeuntersuchung hat.

    Gleichzeitig weiß, dass er/sie "ein schönes Zuhause hat", obwohl er/sie sich nicht groß darum kümmert. Dass die Kinder nicht die ganze Zeit fremdbetreut werden und Förderung erhalten. Und dass die sozialen Kontakte der Familie aufrecht erhalten werden - inkl. Geburtstagsgeschenk und regelmäßigen Anrufen bei seiner/ihrer Mutter.
    Würde ich alles nicht von einer Frau verlangen. So. Und nun? Wie setz ich mich da durch, wenn dies aber plötzlich ihre Traumvorstellung ist?

    Sowohl Edelherb wie auch ich sind berufstätig, und lehnen einen Ehevertrag mit Ausschluss des Unterhaltes ab.
    Und warum genau? Was daran ist für Euch so schlimm?

    Zitat Zitat von Levade
    und generell würde ich fragen: wann ist VORHER?
    ich kann gar nicht genug dieser zwinckerdinger einfügen. meinst du 5 oder 10, 15, 20 jahre im voraus? keine ahnung.
    Vorher ist für mich, vor der Zeugung. Mann kann ja gern überlegen "Schatz, irgendwann möchte ich Kinder mit Dir".. und dann kann man sagen "Oh, ich auch.. aber erst müssen wir unser Leben dafür einrichten".. dann wird das gemacht, was wohl bei jedem unterschiedlich lang dauern dürfte.. und dann kommt man an den Punkt wo man sagt "Schatz, lass es uns tun"..

    Ernsthaft.. ich versteh nicht wieso derart viele Leute heutzutage völlig ohne Planung an sowas rangehen.
    Da ist es doch klar das Jährlich immer mehr deutsche Haushalte insolvenz anmelden. Das kann ja nicht klappen.

    dein rationales vorgehen ist zwar gut gemeint im sinne der gerechtigkeit, aber es funktioniert nicht mit der instanz "mensch".
    Ehrlichgesagt glaube ich eher das es nicht mit der Instanz "romantische Frau" oder "Frau die eben Hausfrau als Traum ansieht" klappen kann. Was ich aber vorher eben manchmal leider NICHT wissen kann.

    Zitat Zitat von Didi50
    Ich bedaure das nicht. ABER: Diese Männer, die an die Spitze gelangen, haben immer eine Frau zuhause, die sie voll unterstützt und ihnen alle Arbeiten abnimmt, so wie du.
    Definiere "Spitze".
    Ich bin in dem was ich tue sehr erfolgreich.. hab trotzdem keine Frau zu Hause.. wüsste auch nicht wofür.
    Ok, Kinder sind noch keine da.. aber auch das wäre zu schaffen.

    Und dann sollen sie auch bei einer Scheidung zahlen, da die Frau an ihrer Karriere, ihrem Einkommen und ihrem Status einen erheblichen Anteil hat.
    Welcher das ist, weiß ich noch immer nicht.
    Das klingt als müsste man als "Strafe" zahlen, weil man die Frau in einer eigenen Karriere behindert hat? Wes war doch ihre freie Entscheidung, die sie so nie hätte treffen müssen. Warum also sollte ich diese finanzieren müssen?
    Ne, das seh ich nicht ein. Wer an der Spitze arbeitet, verdient auch genug Geld sich Haushaltshilfen und Betreuungsplätze leisten zu können. Also kein Grund weshalb die Frau auf eigene Arbeit verzichtet. Tut sie es aber, muss sie auch selbst die Konsequenzen tragen.

  8. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Satyr
    Das tut mir für die Frau dann auch sehr leid. Aber mal ehrlich.. was findest Du wichtiger?

    Und deshalb werte ich ehrlichgesagt den Verlust den Frauen haben geringer. Nicht das er nicht auch beschissen ist.. aber meiner Meinung nach nicht so beschissen wie der Verlust der Elternschaft, ohne etwas daran ändern zu können.
    was wichtiger ist - das ist ein Extra-Thema.

    Aber das sind doch zwei völlig unterschiedliche Dimensionen.
    Was hat "Risiko des Verlustes der Elternschaft" mit dem Ehegattenunterhalt zu tun? Das geht doch mit und ohne.



    Ich sagte doch.. mach das mal einer Frau klar, die eben in erster Linie die Romantik in der Hochzeit sieht. Sie wird denken das man sie für eine Hochzeit nicht genug liebt.
    Wieviele Mädels spielen seit ihrer Jugend durch, das sie irgendwann mal heiraten wollen und ne Familie gründen? Wenn ich nun aber sage das sie die Familie (Kinder) mit mir ja gern haben kann, aber die Hochzeit nicht.. dann passe ich nicht in ihre Planung.. und liebe sie nicht genug..
    stimmt ja auch, dann bist Du nicht der Richtige für sie.
    Lassen wir 'mal weg, wie man Liebe messen kann.

    Aber Du bist nicht bereit, Dich ganz auf sie einzulassen.
    Ich hätte mich von Dir getrennt. Das habe ich nicht nötig.


    Würde ich alles nicht von einer Frau verlangen. So. Und nun? Wie setz ich mich da durch, wenn dies aber plötzlich ihre Traumvorstellung ist?
    Dann ist sie nicht die Richtige für Dich.
    Und wenn Du dann keine Richtige findest - Dein Pech.



    Und warum genau? Was daran ist für Euch so schlimm?
    Das bezog sich auf "Ablehnung des Ehevertrages" und das haben wir doch nun mehrfach geschrieben.

    Wenn Dich unsere Eheauffassung tatsächlich interessiert - in diesem Thread haben wir das diskutiert. Der ist aber ziemlich lang - und hinten kommen wir noch einmal so richtig auf das Thema.

    Gruß, Leonie

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    AW: Ehevertrag

    @satyr: wieder stelle ich fest, dass wir anscheinend in Paralleluniversen leben.

    In meiner Welt ändern sich Leute nicht plötzlich um 180°. Natürlich gibt es Entwicklungen und auch Änderungen. Aber ich habe noch nie erlebt, dass aus einem verläßlichen Menschen z.B. ein Charakterschwein wurde. Es gibt gewisse Grundstrukturen der Persönlichkeit, die recht stabil sind. Es gibt Fähigkeiten zur Konfliktlösung, die nicht plötzlich verschwinden.

    Ich scheine bisher in der Lage gewesen zu sein, mir Menschen im Umfeld zu suchen, die eine solche Verläßlichkeit mitbringen. Dem vertraue ich auch weiterhin.

    Zitat Zitat von Satyr
    Dann mach doch mal ein paar Vorschläge, welche Alternativen mit denen BEIDE Leben können, es zu meinem gestern genannten Beispiel gibt :)
    Der ganze Thread steht voll davon.

    Davon abgesehen bist Du mit einer generellen These in diesen Thread eingestiegen - dass nämlich alle staatlichen Regelungen zu diesem Bereich falsch sind. Das sehe ich anders. Fertig.

    Welche Lösung für ein individuelles Paar die richtige ist, ist eine Frage für sich.

    Momentan nicht. Aber wenn er was macht das Du ihn anfängst zu hassen? Und sich dafür nicht entschuldigt? Du dich erniedrigt fühlst?
    Oder eben auch umgekehrt?
    Ich habe noch nie einen Menschen, den ich mal geliebt habe, angefangen zu hassen. Auch das ist nicht meine Welt. Sollte es bei ihm passieren (was ich ebenfalls für extrem unwahrscheinlich halte), so kann ich immer noch dafür sorgen, wie *ich* mich in dem Konflikt verhalte, das macht viel aus.

    Soweit wirds bei mir zwar sicher nie gehen.. aber das Risiko das ich als Vater entrechtet werde, ist trotzdem existent. Und ich möchte es nicht eingehen. Was ist daran so verwunderlich?
    Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich das nicht verstehe? Allerdings würde Dir in diesem Punkt kein Unterhaltsverzicht dieser Welt etwas nützen.

    Weiss ich das, bevor sie Mutter ist? Nö.
    Sie ja selbst warscheinlich auch nicht.
    Blödsinn. Natürlich ändert sich vieles mit der neuen Situation. Aber ich werde nicht plötzlich eine völlig andere Persönlichkeit übergestülpt bekommen.

    Das tut mir für die Frau dann auch sehr leid. Aber mal ehrlich.. was findest Du wichtiger? Das Deine Elternschaft mit einer Trennung nicht angegriffen wird, das Kind weiterhin bei Dir aufwächst und Du es bis es Erwachsen ist prägen kannst, all die Entwicklungen mitbekommst usw.. oder eine berufliche Karriere?
    Diese Entscheidung könnte ich jetzt und hier nicht machen, auch wenn Du das suggerierst. Ich gehe aber auch nicht davon aus, dass man von einem Kind nichts mehr mitbekommt, nur weil es größtenteils beim anderen Elternteil wohnt.

    Ich sagte doch.. mach das mal einer Frau klar, die eben in erster Linie die Romantik in der Hochzeit sieht. Sie wird denken das man sie für eine Hochzeit nicht genug liebt.
    Wieviele Mädels spielen seit ihrer Jugend durch, das sie irgendwann mal heiraten wollen und ne Familie gründen? Wenn ich nun aber sage das sie die Familie (Kinder) mit mir ja gern haben kann, aber die Hochzeit nicht.. dann passe ich nicht in ihre Planung.. und liebe sie nicht genug..
    Dann ist sie vielleicht auch einfach nicht die richtige Frau für Dich und ihr solltet schon aus diesem Grund keine Kinder bekommen und keine Lebenspartnerschaft eingehen?

    Ich wollte auch nicht mein Leben mit einem Mann verbringen, der mir zutraut, völlig zu mutieren. Du kannst gerne ein Leben führen, bei dem das Scheitern immer schon mitgedacht wird. Eine Frau, die sich voll und ganz auf Dich einlässt, wirst Du aber mit dieser Methode nur schwer finden.

    Mal davon ab das ich kein Sorgerecht habe, als unehelicher Vater.
    Stimmt auch nicht so pauschal. Bereits vor der Geburt kann das gemeinsame Sorgerecht beantragt werden. Und bis dahin wird die Beziehung ja vielleicht noch tragen.

    Und warum genau? Was daran ist für Euch so schlimm?
    Satyr: bitte LESEN. Steht alles schon hier.

    Sowohl mein Verlobter als auch ich wissen nicht, was die nächsten 10 Jahre bringen. Ich bin bereits einmal für ihn umgezogen und habe dadurch einen Karriereschritt sausen lassen, auf den ich mich gefreut hatte. Der mein Einkommen dauerhaft erhöht hätte, vermutlich auch meine Arbeitszufriedenheit.

    Wie wir am besten eine Kinderbetreuung organisieren, entscheiden wir dann, wenn es soweit ist. Wir wissen, dass wir beide grundsätzlich dazu bereit sind, das reicht uns als Voraussetzung. Es gibt dann aber noch soviele Unwägbarkeiten, dass wir uns nur selbst beschneiden würden, wenn wir das alles vorher in einem Vertrag festhalten wollten. Geht gar nicht. Das hängt von Verdiensten ab, von beruflichen Möglichkeiten, aktueller beruflicher Zufriedenheit, Alternativen, von Kinderbetreuungsmöglichkeiten und und und. Ich weiss ja noch nicht mal, ob wir in 2-3 Jahren noch da wohnen, wo wir jetzt wohnen. Vielleicht ziehen wir auch wieder in ein anderes Land mit völlig anderen Bedingungen.

    Zu wissen, dass ein Partner nach einer Trennung Unterhalt zahlen würde, gibt uns mehr Entscheidungsfreiheit (UNS, nicht einem alleine), weil keiner Sorge haben muss, im Falle einer Trennung ohne alles dazustehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass unter diesen Bedingungen ein Hausfrauenmodell entsteht, halte ich dennoch für äußerst gering, weil wir beide wahnsinnig würden.

    Da ist es doch klar das Jährlich immer mehr deutsche Haushalte insolvenz anmelden. Das kann ja nicht klappen.
    Wegen der Kinder und weil die Frau zu faul ist, arbeiten zu gehen? Das wär mir neu.

    Das klingt als müsste man als "Strafe" zahlen, weil man die Frau in einer eigenen Karriere behindert hat? Wes war doch ihre freie Entscheidung, die sie so nie hätte treffen müssen. Warum also sollte ich diese finanzieren müssen?
    Nein, keine Strafe. Gerechte Verteilung des Risikos. Unter der Annahme, dass Entscheidungen gemeinsam gefällt wurden.

    Aber wir wiederholen uns.

    Bleib Du mal in Deiner Welt mit einseitigen Entscheidungen, Charakterschweinen und Verträgen, die dann zumindest das schlimmste abzusichern suchen. Ich beneide Dich nicht darum.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

  10. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Edelherb
    In meiner Welt ändern sich Leute nicht plötzlich um 180°.

    Sei froh darum, Edelherb undich wünsche dir alles auf der Welt, dass das auch so bleibt.
    Aber auch Du kannst nicht wissen, was auf dich zukommt. ihc empfehle dir, für einen einzigen Tag, die Sicht zu wechseln auf das, was danach passieren und kommen kann. geh zu isuv.de oder zu pappa.com. Ich will gerecht sein und Dir nur einen Vater dort nennen aber auch eine Mutter: Lies die Geshcichten von Bela und Peter Pan. Und sei gewiss, du willst mit beiden nicht tauschen.
    Die Welt ist voll davon. Und Du willst nicht wachwerden eines morgens und wissen, dein Partner hat eine Borderline-Persönlichkeitsstörung.
    So fern du nicht eine Ausbildung (aber auch dann) auf diesem Gebiet hast, dürfte es Dir schwer fallen, einer solchen Person zunächst nicht zu vertrauen.
    Soviel zu dem nächsten Zitat.
    Ich scheine bisher in der Lage gewesen zu sein, mir Menschen im Umfeld zu suchen, die eine solche Verläßlichkeit mitbringen. Dem vertraue ich auch weiterhin.

    Davon abgesehen bist Du mit einer generellen These in diesen Thread eingestiegen - dass nämlich alle staatlichen Regelungen zu diesem Bereich falsch sind. Das sehe ich anders. Fertig.
    Denn Du bist davon nicht betroffen im Moment.
    Blödsinn. Natürlich ändert sich vieles mit der neuen Situation. Aber ich werde nicht plötzlich eine völlig andere Persönlichkeit übergestülpt bekommen.

    Das hat die Familie meines Zukünftigen von meiner Vorgängerin auch gedacht. Heute hat sie die Kinder. Sie bezieht Unterhalt, obwohl sie eine Stelle als Beamtin hat und die Kinder in Vollzeitbetreuung sind. Es war immer die Rede von gemeinamen Entscheidungen. die Entscheidungen hat sie getroffen. Er stand vor vollendeten Tatsachen. Oder hätte er sie an den Haaren auf die Arbeit schleifen sollen? Die Kosten zur Scheidung bekaufen sich mittlerweile auf 6.000€. Auf seiner Seite. Sie bekommt PKH.
    Sie hat die Kinder. Eines davon hat mittlerweile PAS. Ihm geht es besser, wenn er nicht streiten muss, dass er einmal im Jahr die kInder in ihrem Beisein sehen darf. Ist er ein Weichei? Ist er ein Charakterschwein? Das Gesetz schützt diese Frau und gibt ihr die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, zu denen sie sonst nicht in der Lage wäre. Er hat die Möglichkeiten nicht mehr: Er ist gesetzlich verpflichtet, für den Rest der Unterhaltszeit (etwa 18 Jahre) gehalt auf gleichem Niveau zu erwirtschaften. Er kann kein eigentum und kein Vermögen mehr bilden.

    Diese Entscheidung könnte ich jetzt und hier nicht machen, auch wenn Du das suggerierst. Ich gehe aber auch nicht davon aus, dass man von einem Kind nichts mehr mitbekommt, nur weil es größtenteils beim anderen Elternteil wohnt.

    Ganz schön weltfremd, Edelherb, sorry. Belies dich mal in dem anderen Forum. Ich schicke Dir auch gern alle möglichen psychologischen Schriften über unfreiwilligen Vater-Absentismus und die Folgen für das Kind.

    Bleib Du mal in Deiner Welt mit einseitigen Entscheidungen, Charakterschweinen und Verträgen, die dann zumindest das schlimmste abzusichern suchen. Ich beneide Dich nicht darum.
    Grüße,
    Edelherb

    So weit, so schlecht

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