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Thema: Ehevertrag

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    AW: Ehevertrag

    WENN es tatsächlich eine GEMEINSAME Entscheidung sein sollte, das sie zu Hause bleibt.. klar, dann finanziere ich ihre Leben. Dann bin ichs ja selbst Schuld.
    Es ist tatsächlich (in den meisten Fällen) eine gemeinsame Entscheidung. Der von Dir konstruierte Fall der Frau, die (selbstverständlich erst nach der Entbindung) zur erpresserischen Vollzeit-Mami mutiert, dürfte wohl doch eher selten sein.

    Auch Frauen sind schliesslich iA an einem harmonischen Zusammenleben mit ihrem Partner interessiert.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von minstrel
    Es ist tatsächlich (in den meisten Fällen) eine gemeinsame Entscheidung. Der von Dir konstruierte Fall der Frau, die (selbstverständlich erst nach der Entbindung) zur erpresserischen Vollzeit-Mami mutiert, dürfte wohl doch eher selten sein.

    Auch Frauen sind schliesslich iA an einem harmonischen Zusammenleben mit ihrem Partner interessiert.
    Jain.. mir gehts jetzt nichtmal so sehr ums "danach".
    Eher um "welche Wahl hat er?".. wenn die Mutter nämlich ihre Mutterrolle derart ernst nimmt, das sie während dessen nicht arbeiten "kann".. was soll er machen?
    Wenn die Mutter innerhalb weniger Wochen nach der Geburt in diese Rolle komplett reinwächst, während er ja gleichzeitig arbeiten muss und keine Chance hat gleichzeitig etwas gleichwertiges aufzubauen.. was soll er machen?
    Er ist kein Zuhälter, er kann sie nicht zur Arbeit zwingen. Und da auch er sie liebt, wird er eben die schon längst getroffene Entscheidung oft abnicken.
    Aber das kann man dann nicht partnerschaftliche Entscheidungsfindung nennen.

    Die würde für MICH vor der Zeugung statt finden und in den Ehevertrag gehören. Aber versuch dies als Mann mal mit einer Frau zu kommunizieren, ohne direkt mit Blicken gestraft zu werden wo man froh sein kann das diese nicht töten können

    Eine Haltung die ich übrigens sehr schade finde.. weil HIER findet vor der Zeugung ja wirklich eine partnerliche Entscheidungsfidung auf Augenhöhe ab.. und der Vertrag sichert dabei nicht nur die position des Mannes, sondern auch die der Frau ab.

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    AW: Ehevertrag

    Wenn die Mutter innerhalb weniger Wochen nach der Geburt in diese Rolle komplett reinwächst, während er ja gleichzeitig arbeiten muss und keine Chance hat gleichzeitig etwas gleichwertiges aufzubauen.. was soll er machen?
    Er ist kein Zuhälter, er kann sie nicht zur Arbeit zwingen. Und da auch er sie liebt, wird er eben die schon längst getroffene Entscheidung oft abnicken.
    Aber das kann man dann nicht partnerschaftliche Entscheidungsfindung nennen.
    Wir leben in verschiedenen Welten. Diese Art von Entscheidungsfindung gibt es in meiner Welt nicht.

    Die würde für MICH vor der Zeugung statt finden und in den Ehevertrag gehören. Aber versuch dies als Mann mal mit einer Frau zu kommunizieren, ohne direkt mit Blicken gestraft zu werden wo man froh sein kann das diese nicht töten können
    Und das hier gibt es in meiner Welt auch nicht.

    Dafür gibt es in meiner Welt Kommunikation zwischen Männern und Frauen, die häufig erstaunlich ähnliche Interessen haben, nämlich entweder
    - beide berufstätig zu sein
    oder
    -die Kinder auf keinen Fall fremdbetreuen zu lassen.

    Der Fall, dass ein Paar sich vor der Zeugung auf die erste Variante einigt und die Frau danach einseitig auf die zweite umschwenkt, ist mir persönlich noch nicht untergekommen.
    Gefahr im Küchenschrank

    Er steht im mittleren Regal,
    ganz hinten in der Ecke.
    Wann und wie ist ihm egal,
    so hockt er im Verstecke.
    Er kichert still in sich hinein,
    gibt nicht den kleinsten Mucker.
    Er ist so listig und gemein.
    Der raffinierte Zucker.

    Peter Sendtko


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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Satyr
    Und sie bekommt während dieser ja auch Geld. Spätestens danach sollte sie aber wieder arbeiten. Und wenn sie die Elternzeit wahrnimmt, was ja eine freie Entscheidung ist, weiß sie auch das der Wiedereinstieg in den Beruf Probleme bereiten kann. Also soll sie sich überlegen ob sie das möchte. IHRE Wahl, IHRE Konsequenzen.

    Irgendwie äußerst du dich nicht dazu wer sich ums Kind kümmert und wer den Haushalt macht.

    Solange keine Kinder da sind, ist das wunderbar. Da sass mein Mann auch mal vor dem leeren Kühlschrank, wenn er nicht eingekauft hat.

    Karriere und Kind ist zumeist kaum möglich.

    Es geht nicht an, dass Männer die gesamte Kindererziehung auf die Frauen abladen und dann sagen: Sie soll doch auch noch Geld verdienen.


    Übrigens haben sich mein Mann und ich immer alle Arbeit gerecht geteilt. Mein Mann gehört zu den wenigen Exemplaren der männlichen Spezies, die in der Lage sind auch einen Haushalt selbstverantwortlich zu führen und sich nicht vor nassen Lappen und schmutzigen Windeln scheut.

    Aber es war trotzdem ganz schön hart mit zwei Kindern.
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von minstrel
    Der Fall, dass ein Paar sich vor der Zeugung auf die erste Variante einigt und die Frau danach einseitig auf die zweite umschwenkt, ist mir persönlich noch nicht untergekommen.
    Ich kenne auch nur Fälle, wo das gemeinsam besprochen wurde.

    Und zwar üblicherweise vor der Geburt.
    Die Ente bleibt draußen.

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Heureka
    Nun ja, das befreundete Ehepaar argumentierte wie Du: "Wir sind doch erwachsene Leute. Natürlich würden wir uns vernünftig trennen. Ein Ehevertrag ist sowas wie den Teufel an die Wand malen."
    Das ist ein grobes Mißverständnis, so in die Richtung "Wir lieben uns doch, wofür brauchen wir da einen Vetrag".

    Verträge sind aber "für wenn man sich nicht (mehr) versteht".

    Das ist eigentlich bei fast allen Verträgen so... Wann holt man denn z.B. den Mietvertrag aus der Schublade? Doch erst dann, wenn's Unstimmigkeiten mit dem Vermieter gibt, oder?
    Nee nee, ich bleibe dabei: Ehevertrag ist ne feine Sache!
    *zustimm*
    Et moi je cherche après l'âme sœur
    Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)

    (Guy Béart, "Escalier B")

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Didi50
    Irgendwie äußerst du dich nicht dazu wer sich ums Kind kümmert und wer den Haushalt macht.

    Solange keine Kinder da sind, ist das wunderbar. Da sass mein Mann auch mal vor dem leeren Kühlschrank, wenn er nicht eingekauft hat.

    Karriere und Kind ist zumeist kaum möglich.

    Es geht nicht an, dass Männer die gesamte Kindererziehung auf die Frauen abladen und dann sagen: Sie soll doch auch noch Geld verdienen.
    Würde ich ja nicht machen.. :)
    Ich würde meinerseits meine Arbeit anteilig reduzieren.. eben damit ich mich dann genauso um das Kind kümmern kann. Dann würde man das irgendwie schon hinbekommen. Jenachdem welche Jobs jeder hat usw.
    Aber ich finde eben das es nicht angeht, das Frauen die gesamte Ernährerarbeit (finanziell gesehen) auf die Männer abladen :)
    Beide Varianten finde ich nicht gut.

  8. Inaktiver User

    AW: Ehevertrag

    Trotzdem hast Du das Konzept der Lebenspartnerschaft nicht verstanden, wenn Du mit solchen peanuts wie WG-Kühlschränken kommst.
    Dann solltest Du wohl nicht heiraten - aber dann darfst Du Dich auch nicht wundern, wenn Dich keine auf Dauer will

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Satyr
    Aber ich finde eben das es nicht angeht, das Frauen die gesamte Ernährerarbeit (finanziell gesehen) auf die Männer abladen :)
    Beide Varianten finde ich nicht gut.
    Es geht nicht um "abladen".

    Es geht darum, dass sich zwei Leute auf etwas einigen. Wie das dann aussieht, kann ganz verschieden sein. Sie arbeitet voll, er gar nicht, er arbeitet voll, sie gar nicht, beide arbeiten voll, beide arbeiten Teilzeit... Das konkrete Modell hängt von den Präferenzen, von den Möglichkeiten, von den Umständen ab.

    Aber es bleibt eine gemeinsame Entscheidung für die man später auch gemeinsam einsteht.

    Wie Leonie habe ich den Eindruck, dass Du das noch nicht so ganz verstanden hast.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

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    AW: Ehevertrag

    Zitat Zitat von Satyr
    Würde ich ja nicht machen.. :)
    Ich würde meinerseits meine Arbeit anteilig reduzieren.. eben damit ich mich dann genauso um das Kind kümmern kann. Dann würde man das irgendwie schon hinbekommen. Jenachdem welche Jobs jeder hat usw.
    Aber ich finde eben das es nicht angeht, das Frauen die gesamte Ernährerarbeit (finanziell gesehen) auf die Männer abladen :)
    Beide Varianten finde ich nicht gut.
    Genauso haben mein Mann und ich das schon vor 30 Jahren gemacht und waren im Großen und Ganzen damit zufrieden.

    Ich sehe es bei vielen Männern vor allem anders: Die wollen eine Maxi-Karriere, das geht nur, wenn sie sich voll reinhängen und dann brauchen sie auch vollen Service zuhause.

    Da sind wir uns wohl einig: Dafür sollen sie dann auch zahlen.
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

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