Genau! Diese Mitnahmementalität!
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06.07.2007, 14:54Inaktiver User
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
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06.07.2007, 14:57Inaktiver User
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
Jahrelang hab ich sinnlos Kirchensteuer bezahlt, genau wie mein damaliger Fast-Gatte. Also wollten wir die uns zustehende Dienstleistung noch mitnehmen. Wir heirateten mit allem Gedöns. Nach den Flitterwochen sind wir aus der Kirche ausgetreten.
Ich steh dazu
. Amen.
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06.07.2007, 14:58Inaktiver User
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
Du Schmock!
Doch hoffentlich wenigstens nicht unter Absingung schmutziger Lieder?!?
Im übrigen: dir mag die Kirchensteuer sinnlos erscheinen (wie vielen anderen). Sie ist es aber nicht.
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06.07.2007, 15:12
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
Es klingt, als seist Du sogar stolz darauf. Traurig...
Zitat von Inaktiver User
Bis auf Weiteres a.D.
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06.07.2007, 15:14Inaktiver User
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
Zitat von Inaktiver User
Nein, du hast schon recht. Heute würd ich es nicht mehr so machen. Es ist aber nichts, wofür ich mich schäme - eher grins ich ein wenig drüber. Nicht mehr und nicht weniger.
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06.07.2007, 15:14
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
fabuliert mal: "Jahrelang habe ich sinnlos die ADAC-Mitgliedschaft bezahlt, genau wie mein damaliger Fast-Gatte. Also wollten wir die uns zustehende Dienstleistung noch mitnehmen. Wir haben die Karre mit allem Gedöns vor die Wand gefahren. Nach dem das Ding abgeschleppt war, sind wir ausgetreten."
Der Crew gewidmet:
„Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“
Bernhard von Chartres
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06.07.2007, 15:17Inaktiver User
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
Der Stolz ist natürlich nur gespielt, oder hast du die Ironie hinter meinen Zeilen nicht entdeckt
Zitat von Tabea
?
Wieso traurig? Ich find das kein Stück traurig. Ich kenne kaum jemanden, der sich kirchlich trauen lässt, weil er Gottes Segen dafür haben möchte. Fast jedem geht es schlicht und ergreifend um die Zeremonie als solche, um das "Gehört doch dazu".
Ganz bewußt haben wir unsere Kinder also nicht taufen lassen und ecken hier in unserem Kuhdorf damit ordentlich an.
Traurig, wer sich nicht traut zu seiner Meinung zu stehen. Ich fand die kirchliche Trauung sehr schön und stimmig. Wie gesagt: Spiegelt mein heutiges Weltbild nicht wider, aber seinerzeit war's richtig.
Was daran nun traurig sein soll, weiß ich nicht.
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06.07.2007, 15:19Inaktiver User
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
Mit dem Unterschied, dass die Mitgliedsbeiträge des ADAC nicht halb so horrend sind wie der "Vereinsbeitrag" in der Kirche. Sagt mir doch einmal, was man für eine Gegenleistung von der Kirche bekommt für all das Geld, das man dort einbezahlt? Beim ADAC weiß ich das sehr schnell. Bei der Kirche - theoretisch - auch. Nur, dass kaum einer zu den Predigten und Gottesdiensten hingeht in all den Jahren. Und das Geld lediglich bezahlt, weil es sich eben so gehört.
Zitat von Njarka
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06.07.2007, 15:24Inaktiver User
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
Hier steht wenigstens mal jemand dazu.
Zitat von Inaktiver User
Dies "gehört doch dazu" hass ich auch.
Dann war die Kirchensteuer gar nicht so sinnlos.
Zitat von Inaktiver User
Im Gegensatz zu einer "gehört doch dazu-Hochzeit" ist da wenigstens noch eine Zeremonie, die gepasst hat - auch wenn man das heutzutage auch anders veranstalten kann. Damals hat es gestimmt.
Und was man nicht vergessen sollte: hier geschah der Kirchenaustritt wohl nicht des Geldes wegen wie bei so vielen anderen.
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06.07.2007, 15:34
AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?
Ja stimmt, der Vergleich hinkt. Die Kirche soll ja kein Notnagel sein.
Dass die Leistungen, die angeboten werden, nicht in Anspruch genommen werden, liegt ja nicht zwingend am Anbieter.
Aber wo du fragst:
- bei mir um die Ecke ist ein ev. Kindergarten
- der erwähnte Diakon arbeitet als Heimerzieher in einer ev. Einrichtung
- Krankenhäuser wurden genannt
- die Kirchengebäude und kirchlichen Gebäude müssen instandgehalten werden --> ist nicht so romantisch, wenn es reinregnet
- Pastorengehälter --> Gottesdienste aller Art
- Finanzierung der (gerade auf dem Land) oftmals umfassenden Kinder- und Jugendarbeit
- Telefonseelsorge
- Familienbildungsangebot
- etc., etc.
Sicher ist da ein großer Wasserkopf an Verwaltung dabei und sicher läuft da längst nicht alles so, wie es viele gerne hätten.
Ich weiß eigentlich nicht, warum ich so in die Bresche springe für etwas, dem ich mich gar nicht zugehörig fühle. Ich versteh aber die Diskussion auch gar nicht so richtig.
Wer nutzen möchte, bezahlt. Im Idealfall führt er/sie sich noch vor Augen, dass "die Kirche" kein Dienstleister sein sollte, sondern ein Zusammenschluss von Gläubigen, die einander dienen und dafür auch entlohnt werden
Wer nicht nutzen möchte, zahlt nicht.
Aber dieses rinn in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln einer "temporären" Mitgliedschaft - das muss ja auch gar nicht sein. Baukastenprinzip macht es doch möglich: Kirche anmieten, Redner anmieten (macht auch gelegentlich der Standesbeamte), Organisten engagieren und der schöne Schein ist gewahrt.
Leute, ich finde Geiz so dermaßen ungeil...Der Crew gewidmet:
„Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“
Bernhard von Chartres


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