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  1. User Info Menu

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Tabea
    Außerdem werden von Kirchensteuern kirchliche Sozialeinrichtungen (Krankenhäuser, Altenpflegeheime, Kinderheime) und viele andere Dinge finanziert. Aber das interessiert Menschen wie Post_it wahrscheinlich nicht. Ist ja nicht besonders romantisch...
    Also das ist nun Quatsch. Meinst du die Krankenkasse zahlt nicht oder weniger, wenn du in ein kirchliches Krankenhaus kommst ? Meinst du allen Ernstes, in einem kirchlichen Altenheim zahlt man keinen Monatsbeitrag ? Hier ein Zitat:

    Zitat Zitat von Dr. Norbert Feldhoff, Generalvikar des Erzbistums Köln, ehem. Caritasdirektor
    nach Kirchenzeitung des Erzbistums Köln, 21.9.90
    "Vielfach geht man von falschen Tatsachen aus und operiert mit Scheinargumenten. So wird der Kirche immer wieder unterstellt, sie benötige die Kirchensteuer, um ihre umfangreiche Sozialarbeit zu finanzieren. Die Gegner der Kirchensteuer haben mit diesem Argument leichtes Spiel, weil es in der Tat nicht stimmt und meines Wissens auch noch nie von einem Kenner der Sache so vorgetragen worden ist. Wie wird die Sozialarbeit der Kirche tatsächlich finanziert, und welche Rolle spielt dabei die Kirchensteuer? Die meisten Sozialeinrichtungen 'verdienen' die Mittel, die sie benötigen, als Leistungsentgelte und die Finanzierung ist durch staatliche Kostenträger weithin gesetzlich geregelt."

  2. User Info Menu

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Mag sein dass es für Krankenhäuser usw. gilt. Aber was ist mit der Sozialarbeit in der Gemeinde? Der Gemeindekindergarten (wenn renoviert/instandgesetzt werden muss oder eine größere Anschaffung geplant ist), der Jugendkeller, Mutter-Kind-Gruppen, Seniorenfreizeit, Obdachlosenbetreuung (Essen und Schlafplätze) und und und. Bis auf den Kindergarten ist alles kostenlos. In unserem Jugendkeller fragt z.B. auch niemand, ob sie in der Gemeinde sind. Es ist offen für alle. Dort treffen auch Christen auf Muslime. Diese Dinge werden mit der Kirchensteuer abgedeckt, zumindestens bei uns. Denn außer den Freiwiligen Helfern gibt es auch Festangestellte, die auch von etwas leben müssen. Auch das Essen für die Obdachlosen muss irgendwo herkommen.
    Denn meine Liebe ist unsterblich...

  3. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Offensichtlich finanzieren sich auch die Pfarrer selbst.
    Wahrscheinlich haben sie im Lotto gewonnen oder ernähren sich ausschließlich von Manna. Wohnen müssen sie auch nicht, der Pfarrer schläft unterm Altar, seine Frau in der Kanzel und Kinder auf den Kirchenbänken.
    Die Gesangbücher, die in der Kirche bereitliegen, kommen direkt von Gott und fallen vom Himmel.
    Instandhaltung der Kirche - wozu denn? Das ist doch ein Gotteshaus, soll er sich selbst darum kümmern.

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    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Offensichtlich finanzieren sich auch die Pfarrer selbst.
    Wahrscheinlich haben sie im Lotto gewonnen oder ernähren sich ausschließlich von Manna. Wohnen müssen sie auch nicht, der Pfarrer schläft unterm Altar, seine Frau in der Kanzel und Kinder auf den Kirchenbänken.
    Die Gesangbücher, die in der Kirche bereitliegen, kommen direkt von Gott und fallen vom Himmel.
    Instandhaltung der Kirche - wozu denn? Das ist doch ein Gotteshaus, soll er sich selbst darum kümmern.

    Denn meine Liebe ist unsterblich...

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    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von mannmannmann
    Also das ist nun Quatsch. Meinst du die Krankenkasse zahlt nicht oder weniger, wenn du in ein kirchliches Krankenhaus kommst ? Meinst du allen Ernstes, in einem kirchlichen Altenheim zahlt man keinen Monatsbeitrag ? Hier ein Zitat:
    Was ist das den für ein Blödsinn?
    Natürlich haben die Patienten in kirchlichen Krankenhäusern und die Bewohner von kirchlichen Altenheimen nicht weniger zu zahlen.

    Trotzdem werden mit Kirchensteuern auch anteilig Personalkosten und vor allem aber Kosten für die Gebäudeerhaltung gedeckt.

    Tabea
    Bis auf Weiteres a.D.

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    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Ach ja, Achhja, das mit den heiligen Büchern, die einem diktiert werden und so... falscher Verein, die Leute verwechseln da gerne was...

    Ich glaube, der Strang ist OT genug, dass ich die Kurve noch kriege mit dem hier:

    Ich hab in den Marylin Manson Strang reingeschaut, aber das ist mir zu viel. Aus demselben Grund weshalb ich i.d.R. nicht im Forum Religion/Philosophie schreibe: da könnte ich Fässer aufmachen und käme den Tag über zu nichts anderem mehr.

    Ich bin in einer freien Gemeinde, bei den Jesus Freaks. In unserer Gruppe kann absolut jeder kommen, wie er will. Trotzdem gibt es genau eine "Regel": wir treffen uns, um mit Gott ne gute Zeit zu haben, ihn anzubeten. Selbstdarsteller und Störer werden dementsprechend angemahnt. Außerhalb des Gottesdiensts, der eh "offen" ist, kann man da besser drauf eingehen. Aber ICH als ebenfalls Gott-nötig-Habende will ja auch was mitnehmen aus der Zeit. Nicht nur Dienstleister sein.

    Ich habe auch schon Leute (Erwachsene, mit der Kindertaufe hab ich's nicht so) getauft, Kinder gesegnet. Wir trauen auch Leute, wobei mir die Ehre bisher noch nicht vergönnt war. Beerdigen musste ich auch noch niemanden, was in anderen Gruppen schon mal vorgekommen ist. Wo Junkies sind, gibt's nun mal Schwund.
    Was wir nicht können, ist die Infrastruktur anderer Gemeinden anbieten, Gebäude, auch personell z.T. (Seelsorge - da braucht es erwachsene, reife Menschen und ich reife noch ).
    Aber da in den Gruppen, in denen ich bislang zu Hause war, sehr großer Wert auf gute Nachbarschaft gelegt wurde und ein reger Austausch mit anderen Gemeinden vorhanden ist/war, war es z.B. im März kein Problem, mit einer Hochzeit in einem Kirchengebäude zu Gast zu sein. Getraut hat dabei "einer von uns", der aber von der ev. Kirche anerkannter Diakon ist und in einer ev. Einrichtung arbeitet, also nicht ganz "fremd" ist.

    Ich bin in der ev. Kirche nicht zu Hause, freue mich aber für diejenigen, denen sie ein Zuhause bietet. Dito mit der kath. Kirche, wobei ich da doch persönlich die eine oder andere Sache anzumerken hätte... aber das führt jetzt zu weit.

    Ich bin echt die letzte, die Leuten ihren Glauben aberkennen möchte. Menschen leben ihre Frömmigkeit in einer so derart großen Vielfalt, dass ich nur unterstreichen kann, dass wir nur die Oberfläche sehen, Gott aber das Herz.
    Andererseits ist der christliche Glaube in seiner Essenz ein Aufruf zur Gemeinschaft: wenn das höchste Gebot ist, Gott zu lieben und seine Mitmenschen, sind Insellösungen als Generalmaßnahme schwer zu handhaben.

    Ich freue mich über die zaghaft Glaubenden, die ihre Ehe unter den Segen Gottes stellen wollen, auch wenn sie vielleicht nicht genau wissen, warum oder was das nun bedeutet (weiß ich es denn?). Und die das auch öffentlich machen wollen (ich war schon in Kirchen, wo die Ortsgemeinde schlicht und ergreifend deswegen kaum vertreten war, weil die Besucher alle Plätze gefüllt haben... in so kleinen Dorfkirchen geht das schnell...)

    Aber mich wundert, wieso dabei die Form so wichtig ist. Wenn die Form so wichtig ist, plädiere ich dafür, sich eine solche zu suchen und nicht halbherzig etwas in Anspruch zu nehmen, an dem kein eigentliches Interesse besteht. Wer um der Romantik willen romantisch heiraten will, soll das gerne tun, aber warum verflixt nochmal kirchlich? Bzw. wie mehrfach betont: "kirchlich" im Sinne von "im Gebäude mit schöner Traurede" geht ja sogar ohne "gemeindlich-christlich".


    Huch, das war jetzt viel. Ihr seht, warum ich mich sonst nicht dazu äußere...
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

  7. User Info Menu

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Njarka
    Ich freue mich über die zaghaft Glaubenden, die ihre Ehe unter den Segen Gottes stellen wollen, auch wenn sie vielleicht nicht genau wissen, warum oder was das nun bedeutet

    Aber mich wundert, wieso dabei die Form so wichtig ist. Wenn die Form so wichtig ist, plädiere ich dafür, sich eine solche zu suchen und nicht halbherzig etwas in Anspruch zu nehmen, an dem kein eigentliches Interesse besteht. Wer um der Romantik willen romantisch heiraten will, soll das gerne tun, aber warum verflixt nochmal kirchlich? Bzw. wie mehrfach betont: "kirchlich" im Sinne von "im Gebäude mit schöner Traurede" geht ja sogar ohne "gemeindlich-christlich".
    Kann ich so unterschreiben.
    Denn meine Liebe ist unsterblich...

  8. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Man darf sich ein wenig wundern, oder?

    Die Kirche ist doch kein Eventmanager!

    Warum seid Ihr denn ausgetreten?
    Und warum wollt Ihr Eure Kinder taufen lassen?

    Am wichtigsten wäre doch, dass Ihr Euch mal klar darüber werdet, was Ihr eigentlich wollt.

    Kopfschüttelnd,

    Gruß, Leonie

    Vielen, vielen Dank dafür, Leonie.

    Hab ja privat auch mit "Hochzeiterei" zu tun.

    Wenn ich mich so in diversen Foren belese, muss ich manchmal ganz schön staunen: Da spielt die Farbe des Taschentuchs im Kirchenheft eine größere Rolle als das Eheversprechen. Kaum, dass man sich mit dessen Bedeutung beschäftigt.
    Z. T. empörte junge Bräute, die sich wundern, dass der Priester --- den sie erst zum Vorgespräch das erste Mal sehen --- BEDINGUNGEN stellt. z.B. 'Wie, ihr lebt schon als Paar zusammen und habt schon Kinder? --->Der Mann führt die Braut in die Kirche und nicht der Brautvater' usw. usf.

    Die Kirche wird als Dienstleister begriffen und nicht als wirkliche Messlatte über die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit.

    Es gibt so viele Alternativen, "romantisch zu heiraten", warum muss es hier eine "scheinheilige", berechnende Rückkehr sein?

    Liebe, nachdenkliche Grüße

  9. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Etliche sind gar empört, wenn der Priester die Stirn hat, das künftige Ehepaar zu Vorbesprechungen zu bitten: "Wie bitte? Wozu zahl ich denn Kirchensteuer? Der soll uns vom Hals bleiben mit dem kirchlichen Jedöns!"

    Erschreckend finde ich in dem Zusammenhang ja auch immer die Frage mit Patenschaft und Taufe. Was da für Irrmeinungen herrschen!!!

  10. User Info Menu

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Das erinnert mich an die Leute hier in Berlin, die ihre Hunde überall hinkacken lassen mit der Begründung "ich zahl doch Hundesteuer"

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
    Kottan: "Doch, i liag manchmal"
    ______________________________________

    Profilbild © Analuisa

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