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  1. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Edelherb
    Den für uns zuständigen sicherlich nicht.

    Bei Kirchenbesuchen im Ausland wäre ich natürlich auch vorsichtig. Ich ginge ja auch nicht mit Schuhen in eine Moschee und würde mir als Mann vor Betreten einer Synagoge etwas auf den Kopf tun.

    Grüße,
    Edelherb
    Aber warum differenzierst Du in diesen Punkten?
    Ob ich mir eine Kathedrale in Havanna, den Kölner Dom oder eine Moschee in irgendwo ansehe - es gibt Anstandsregeln, die man aus Respekt einhalten sollte.

  2. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber warum differenzierst Du in diesen Punkten?
    Ob ich mir eine Kathedrale in Havanna, den Kölner Dom oder eine Moschee in irgendwo ansehe - es gibt Anstandsregeln, die man aus Respekt einhalten sollte.
    Der Meinung bin ich allerdings auch. Ich verstehe nicht, warum man einer Moschee und einer Synagoge den nötigen Respekt erweist, einer Kirche in Deutschland aber nicht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    der lokale Pinguin hat die Trauung eines solchen Paares verweigert.
    Der nötige Respekt gilt aber auch hier. Ich denke, dass dieser Ausdruck für Priester unpassend ist. Wenn man schon von Respekt spricht, sollte man ihn selbst auch nicht vermissen lassen!

  3. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Der nötige Respekt gilt aber auch hier. Ich denke, dass dieser Ausdruck für Priester unpassend ist. Wenn man schon von Respekt spricht, sollte man ihn selbst auch nicht vermissen lassen!
    Das war mitnichten böse gemeint.........ich habe lediglich eine zynische Ader.
    Aus meiner Sicht muss ich einem Geistlichen (egal welcher Religion) nicht mehr Respekt entgegenbringen als anderen Menschen.

    Papst Benedikt ist also für mich immer noch Herr Ratzinger.

  4. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das war mitnichten böse gemeint.........ich habe lediglich eine zynische Ader.
    Aus meiner Sicht muss ich einem Geistlichen (egal welcher Religion) nicht mehr Respekt entgegenbringen als anderen Menschen.
    Ersetze einfach das Wort "Respekt" durch "Anstand"!

  5. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ersetze einfach das Wort "Respekt" durch "Anstand"!
    *zensiert, weil geflucht*, so was habe ich doch nicht wirklich und Bildung auch nicht (siehe oben).

    Ich mag den Begriff "Pinguine" (aus Sister Act) halt irgendwie - insbesondere für "Nönnckes" (wie man im Rheinland durchaus sagen darf).

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    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Aber warum differenzierst Du in diesen Punkten?
    Ob ich mir eine Kathedrale in Havanna, den Kölner Dom oder eine Moschee in irgendwo ansehe - es gibt Anstandsregeln, die man aus Respekt einhalten sollte.
    Ich verhalte mich anderswo anders als zu Hause.

    Zu Hause weiss ich, was ich meinen Mitchristen zumuten kann bzw. will und was nicht.

    Innerhalb meiner Gemeinde bzw. Kirche kann ich diskutieren, was ich angemessen finde. Woanders würde es evtl. als unnötiger Affront aufgefasst.

    Schon in einer katholischen Kirche bin ich zurückhaltender als in einer evangelischen. Dort bin ich nicht mehr in gleicher Weise zu Hause. Je ferner es mir ist, desto weniger schau ich auf meine eigenen Maßstäbe.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

  7. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Edelherb
    Ich verhalte mich anderswo anders als zu Hause.
    Zu Hause weiss ich, was ich meinen Mitchristen zumuten kann bzw. will und was nicht.

    Innerhalb meiner Gemeinde bzw. Kirche kann ich diskutieren, was ich angemessen finde. Woanders würde es evtl. als unnötiger Affront aufgefasst.

    Schon in einer katholischen Kirche bin ich zurückhaltender als in einer evangelischen. Dort bin ich nicht mehr in gleicher Weise zu Hause. Je ferner es mir ist, desto weniger schau ich auf meine eigenen Maßstäbe.

    Grüße,
    Edelherb
    Für mich ist das *mit zweierlei Maß gemessen*. Ich habe nicht verschiedene Maßstäbe für ein Miteinander mit anderen Menschen. Nur mal so als Gedanke: In unserer Gemeinde sind viele älter Menschen, die kommen zu Gottesdienst immer noch in "Sonntagsstaat", die Frauen nicht mit Spaghettiträgern, die Männer nicht in Sandalen und Frotteesocken.

    Für die ist es ein Affront auf ihre eigene Person, wenn Leute im durchsichtigen Kleidchen mit Spaghettis, sichtbarem Stringtanga, offensichtlich dessinteressiert in der Kirche auftauchen und nicht einmal die Riten einhalten.

  8. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Für mich ist das *mit zweierlei Maß gemessen*. Ich habe nicht verschiedene Maßstäbe für ein Miteinander mit anderen Menschen. Nur mal so als Gedanke: In unserer Gemeinde sind viele älter Menschen, die kommen zu Gottesdienst immer noch in "Sonntagsstaat", die Frauen nicht mit Spaghettiträgern, die Männer nicht in Sandalen und Frotteesocken.

    Für die ist es ein Affront auf ihre eigene Person, wenn Leute im durchsichtigen Kleidchen mit Spaghettis, sichtbarem Stringtanga, offensichtlich dessinteressiert in der Kirche auftauchen und nicht einmal die Riten einhalten.
    Da gebe ich dir völlig recht. Es geht doch auch darum, dass man die religiösen Gefühle anderer nicht verletzt.

    Ich gehöre noch nicht (ganz) zu den "älteren" Menschen, aber mich stört unpassendes Benehmen in der Kirche sehr. Ein absolut "rotes Tuch" sind für mich auch Gottesdienstbesucher, die deutlich sichtbar Kaugummi kauen, sich laut mit dem Nachbarn unterhalten oder während des Gottesdienstes herumgehen bzw. ein- und ausgehen und bei denen dann auch noch das Handy klingelt.

  9. Inaktiver User

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    @post_it (ich kommentiere Deine rot zitierte Antwort)

    Nein, habe ich nicht. Ich sagte, dass ich einen Widerspruch darin sehe, für eine Glaubenssache Geld bezahlen zu müssen, um mitspielen zu dürfen. Das hat nichts mit Sparen zu tun.
    Kurioserweise sehen andere Poster das genauso wie ich. Auch eine inkludierte Aussage ist eine klare Aussage

    Wie und wo ich Gott lebe muss ich euch sicherlich nicht beweisen. Willst du Beträge wissen? Oder Kontonummern sehen? Ab wann bin ich in deinen Augen "würdig"?
    Wann bist Du vor Gottes Augen würdig, hast Du Dir diese Frage einmal gestellt?
    Du reagierst sehr angespannt und *boxt*: Es geht nicht um Beträge, sonderen um ANSAGEN, wie konkret sich deine Beziehung zu Gott gestaltet. Du eierst nur herum und sagst - im Gegensatz zu anderen Postern - nichts Genaues.
    Kann es einfach daran liegen, dass Du nichts zu sagen weißt?
    Dass Du wirklich nur wegen der SHOW in die Kirche willst?
    ...

    Zu einigen Vorwürfen habe ich mich gestellt. Ich wusste nicht, dass ich alles kommentieren muss. Teilweise geht die Diskussion ja Lichtjahre am Thema vorbei.
    Kann ich so nicht bestätigen: Es geht um die grundsätzliche Frage, welche Aufgabe eine Kirche/ Glaubenseinrichtung hat und wie du dich und wir uns zu der Aufgabe positionieren.
    Und eine Kirche ist nun mal weder ein Museum (in den meisten Fällen nicht) noch eine Einrichtung zur Ausrichtung von Events. Das Tagesgeschäft ist die Zwiesprache mit Gott und die Fürbitte für andere.
    Bei uns hing in einer evangelischen Kirche dieser Spruch:
    *Kirchen sind durchbetete Räume und keine Museen* ... die man eben mal so besucht.

    Aus der Diskussion rausgegangen bin ich, weil ich ab und zu auch ein bisschen arbeiten muss. Immerhin haben wir schon einen Weile mit dem Thema verbracht. Findest du, dass der Wind gerade günstig steht?
    Dass sich das ganze so aufbaut hätte ich nicht gedacht.

    Und das ist der Grund, warum Du rausgegangen bist, du hast nicht die erwarteten Antworten bekommen. Aber bei deiner Psoition muss du
    a) einfach mit Kritik rechnen
    und
    b) davon ausgehen, dass auch einem Priester deine Darlegung so nicht akzeptabel erscheinen wird.

    Schade finde ich nur, dass sich nicht mehr von den 80-95% melden, die hier so verurteilt werden.

    Sie werden ihre Gründe haben, nach meinem Kenntnisstand waren es ja nur zwei oder drei, während die deiner Auffassung entgegen laufenden Meinungen wohl stärker ausgeprägt waren.

  10. User Info Menu

    AW: kirchl. heiraten vs. beide ausgetreten - und nun?

    Hu, um die Diskussion jetzt langsam wirklich ins OT abdriften zu lassen...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gläubige Menschen glauben und wenn sie dies tun, halten sie sich an die Regeln und trennen sich nicht - das macht nämlich böse Schuldgefühle.
    Viele Glaubensgemeinschaften arbeiten mit diesem Druckmittel, wirkt auch bei nicht ganz so gläubigen Menschen über den gesellschaftlichen Druck.
    Der Unterschied ist ja gerade, dass es bei den Christen (okay, bei mir als Fundamentalistin ) nicht zuletzt darum geht, dass die Regeln hinter dem Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe zurücktreten.
    Ich kann bei dem Ausschnitt der Wirklichkeit, den ich in meinem kleinen Leben kennengelernt habe, Edelherbs These durchaus unterstützen. Was ich nicht daran festmachen würde, dass diese Paare Gemeindegänger sind - sondern dass durch die (aktive) Zugehörigkeit zu einer Gemeinde, die Kritik (nicht: das Lästern!) von Menschen, die einem dadurch nahe stehen, ohne verwandt zu sein und sogar ohne, dass man eng mit ihnen befreundet sein muss, eine gewisse Reflektiertheit des eigenen Lebens eintritt, die nicht zwingend mit der gesellschaftlichen Paranoia einhergehen muss, die entsteht, wenn aus Gemeinschaft Institution wird. Steht sogar im ollen Buch: Der Buchstabe allein tötet...

    Das ist das eine, das natürlich nicht ausschließt, dass es für den Umgang miteinander, wie überall anders auch, eine Art "Knigge" gibt.

    Zitat Zitat von Edelherb
    Zu Hause weiss ich, was ich meinen Mitchristen zumuten kann bzw. will und was nicht

    Innerhalb meiner Gemeinde bzw. Kirche kann ich diskutieren, was ich angemessen finde. Woanders würde es evtl. als unnötiger Affront aufgefasst.
    Ich empfinde meine Gemeinde und die dazugehörigen Räumlichkeiten (okay, okay, es ist eine Kneipe...) als mein Zuhause.* Hier weiß ich, was Sache ist. Wenn andere unsicher sind, kann ich sie an die Hand nehmen. Wenn ich woanders bin (das fängt schon beim Kölner Dom an ), weiß ich das nicht. Ich bin mir selbst einigermaßen sicher, deshalb gehe ich davon aus, dass das schon irgendwie passen wird. Aber sobald Multiple Choice Entscheidungen anstehen, würde ich "auswärts" vermutlich die in meinen Augen konformere Wahl treffen. Und ja, ein klein bisschen erwarte ich das auch von "Gästen" bei uns. Die Erwartung wird zwar selten erfüllt, aber ein bisschen empfinde ich es als übergriffig, wenn jemand nur nach seinen Regeln spielt. Umgekehrt auch als sehr schön und entspannt, wenn sich jemand innerhalb der Gegebenheiten frei fühlt.

    Wenn ich andere Gemeinden aus unsere Bewegung besuche, bin ich recht schnell heimisch, die Regeln sind ähnlich. In der ev. Kirche geht es mir auch so (bin nach wie vor evangelisch und hab nicht vor, das zu ändern), auch wenn ich dort befangener bin - hab's nicht so mit Liturgien.

    Ich habe den Eindruck, dass viele (jetzt nicht auf dich gemünzt, Edelherb) Konfessionschristen meinen, "die Regeln" zu kennen und dann befremdet sind, wenn sie damit evtl. nicht liberal umgehen können, wenn sie das eine Mal im Jahr zu Weihnachten in die Kirche gehen. Oder umgekehrt: irritiert sind, wenn sie merken, dass im Laufe des vergangenen Jahres Änderungen erfolgt sind. Da hört man dann gelegentlich Ansagen wie "war das denn nötig?", "also, wie kann man nur?" - weil Dinge für sie nicht nachvollziehbar sind, die "Insidern" völlig schlüssig erscheinen: zum einen, weil sie dabei waren, als sie vollzogen wurden zum anderen, weil sie die Motivation kennen, die dahinter steckt. In einer Gemeinde wird i.d.R. immer noch mit den Füßen abgestimmt....



    *Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ich mein Glaubens(!)leben nicht als Eremit verbringe. Ich kann die Haltung "lieber alleine glauben, als sich die Spiritualität von Menschen verderben lassen, die sich erdreisten, mir was zu sagen, ohne Ahnung von mir, meinem Leben und meinem Glauben zu haben" schon verstehen.

    Vielleicht schlägt das wieder den Bogen zurück: Es ist doch schön, wenn jemand einen wichtigen Abschnitt seines Lebens gemeinsam mit anderen und eventuell sogar gemeinsam mit seinem Gott beginnen möchte. Dazu lade ich auch gern in "mein Zuhause" ein. Aber wenn mir jemand was vom Pferd erzählen will und von vorneherein klar ist, der will nur was (eine Dienstleistung, das Geld aus der Getränkekasse oder das Mikro für eine Selbstdarstellung) abgreifen, werd ich rappelig.
    Geändert von Njarka (12.07.2007 um 12:06 Uhr)
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

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