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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Kommt sicher auch etwas auf die Schule an, aber viel Spass schonmal :) Ich hab hier Kleider gesehen, die liessen keinen Raum für Fantasie mehr und Absätze wie bei GNTM. Plus Extensions und Spraytan natürlich.
    OK aber das wird mir mit meinem Sohn wohl hoffentlich erspart bleiben
    EsistnureinePhaseesistnureinePhaseesistnur...

  2. Moderation

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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    Oh, da hatte ich wohl was falsch interpretiert, dachte, du hast eine Tochter.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Und die Verlobungsfeier diente oft dem Zweck, dass die Familien - also z.B. die beiden Elternpaare - sich kenennlernen.
    Da in den frühen 1960-ern Verlobungen eher nicht üblich waren, musste dies Kennenlernen eher informell erfolgen. Mein Vater brachte meine Frau und mich freundlicherweise nach einer Silvesterfeier am Neujahrsmorgen zu meiner "allein erziehenden" Schwiegermutter zurück und sie macht ihn an mit der Frage, wo sich ihre Tochter die ganze Nacht herumgetrieben hätte. Vorsichtshalber und höflich wie er war hat mein Vater kein Wort geantwortet - aber verstanden haben die beiden sich nie mehr. Für meine Fau und mich war dann noch am gleichen Tage klar, heiraten zu wollen.

    Da man damals erst mit 21 Jahren volljährig wurde, musste ich bei meiner Schwiegermutter quasi um die Hand ihrer 19-jährigen Tochter anhalten. Da sie aber offensichtlich die damals gültigen Regelungen des Ehegesetzes ebenso kannte wie ich (Frauen durften ab 16 heiraten, Zustimmung konnte nur unter ganz gravierenden Bedingungen verweigert werden), legte sie keine Hindernisse in den Weg. Der frühest mögliche Termin des zuständigen Standesamtes war im Februar, so dass viel Zeit für eine Hochzeitsplanung nicht gegeben war. So ging das dann eher in zivilem Rahmen mit wenigen Leuten.

    Generell waren die Hochzeiten im Freundes- und Verwandtenkreis zu der Zeit eher bescheidener organisiert - aber schon jüngere Leute in den 1980-ern planten das alles viel aufwändiger mit Polterabend, Brautkleid, Brautstrauß und der Reihe von Schnapsgläsern auf der Theke.
    Geändert von haushh40 (22.05.2021 um 01:01 Uhr)

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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    Noch zur Wohnungsfrage Unverheirateter damals: Man musste schon vorgeben "verlobt" zu sein um ein Zimmer oder eine Wohnung gemeinsam zu mieten. Wir bekamen den Mietvertrag eben durch den Hinweis auf den in zwei Wochen anstehenden Heiratstermin. Und die "Verlobte" musste bei den Mietverhandlungen schon dabei sein. Grund: Die Vermieterin warf einen diskreten Blick auf den Bauch, um nicht an Schwangere zu vermieten.

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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    Zitat Zitat von haushh40 Beitrag anzeigen
    Generell waren die Hochzeiten im Freundes- und Verwandtenkreis zu der Zeit eher bescheidener organisiert.
    Ich erinnere mich an die Hochzeit meiner (deutlich) älteren Cousine in den frühen 60ern. Das fand fast ausschließlich im Familienkreis statt, und der Familienkreis war - kriegs- und fluchtbedingt - eher klein. Das Brautpaar fuhr morgens mit den Trauzeugen zum Standesamt, am frühen Nachmittag dann kirchliche Trauung, und dann ging es in eine Gastwirtschaft zum Feiern. Wir waren etwa 20 Personen. Die Kuchen waren von der Brautmutter und den Tanten der Braut gebacken worden. Das Essen entsprach dem Stil der Zeit ("Königinpastetchen" mit Ragout fin etc.) Offenbar war das aber in unseren (bescheidenen) Kreisen so üblich.

    Dann kam in den 70ern die Zeit, als man gern in Jeans heiratete und danach mit einem Kasten Bier an den Baggersee fuhr. Wobei die Brautleute immer betonten, dass es ihnen nicht ums Heiraten ging. Aber es hätte eben die und die konkreten Vorteile, und die Oma sei sonst traurig.

    Ich sage jetzt nicht, dass das der Maßstab sein sollte. Aber wenn ich genau nachdenke, habe ich noch nie, wirklich noch NIE, so eine Märchenhochzeit miterlebt mit Brautkleid und Schleier und Brautjungfern und schicker Location. Ich habe aber nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    Zitat Zitat von gecko57 Beitrag anzeigen
    (...) Dann kam in den 70ern die Zeit, als man gern in Jeans heiratete und danach mit einem Kasten Bier an den Baggersee fuhr. Wobei die Brautleute immer betonten, dass es ihnen nicht ums Heiraten ging. Aber es hätte eben die und die konkreten Vorteile, und die Oma sei sonst traurig.

    (...) ... habe ich noch nie, wirklich noch NIE, so eine Märchenhochzeit miterlebt mit Brautkleid und Schleier und Brautjungfern und schicker Location. Ich habe aber nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
    Diese "Märchenhochzeiten" gabe es teilweise in den späten 1970-ern wohl schon dann, wenn die Braut aus dem bäuerlichen Umland kam - uind dann nicht in der Großstadt gefeiert, sondern auf dem Dorfe. War für uns Freunde des Brautpaares eine umfassende Unterrichtung in niedersächsischer Folklore. Aber statt "Junggesellenabschied" mit Zug durch die Kneipen eben den eher bürgerlichen Polterabend am Tag vor der Hochzeit.

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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Die Zeiten ändern sich - heute wird mit viel Aufwand der Junggesellinnenabschied gefeiert, Verlobung muss mit Ring und Kniefall des Bräutigams stattfinden und selbstverständlich wird alles in den sozialen Netzwerken gepostet.

    Dabei fällt auf, dass die Traditionen mehr und mehr durch die aus den US-Filmen bekannten Bräuche adaptiert werden.

    Wie haltet ihr und eure Kinder es mit den Bräuchen? Ist der Aufwand, der teilweise für die Feiern betrieben wird, unnötig und lenkt vom eigentlichen Thema - zwei sich liebende Menschen bekennen sich zueinander - ab?
    Ich bin da aus der heutigen Zeit auch völlig raus und bedaure sehr den Wegfall von Polterabenden. Was war das früher für ein Spaß ( wenn nicht übertrieben wurde). Mein Mann und ich sind kein Maßstab, wir waren jung und verliebt und haben schnell beschlossen, dass wir heiraten wollen. Ohne großen Antrag und Tränen usw.

    Die erste Hochzeit mit JGA war vor einigen Jahren, als eine meiner Jugendfreundinnen geheiratet hatte, die zu diesem Zeitpunkt meine beste Freundin war. Eine Verwandte war Trauzeugin und übertrieb das Programm dermaßen, dass ich finanziell echt in die Bredoullie kam.

    Mein Mann "musste" auf der anderen Seite mit zum JGA des Bräutigams. Diese beiden Events haben uns so viel Geld gekostet (obwohl mein Mann da clever & konsequent war - er sagte vorher schon zu mir, sowie seine 50 Euro, die er mitnimmt, ausgegeben sind, geht er heim und das hat er durchgezogen), dass das Geschenk dann nur noch ein Drittel des Betrags betrug, den wir vorgesehen hatten.

    Ich ärgere mich im Nachhinein einfach noch über unsere Doofheit und dass wir uns da nicht klar dagegen positioniert haben und den Kram mit uns haben machen lassen - zumal der Kontakt danach recht schnell abbrach, weil ich nicht mehr so hopsen wollte, wie gewünscht. Hätte ich mal lieber einen Kurztrip mit meinem Mann gemacht.

    Wie es mein Sohn mal halten würde, kann ich nicht sagen. Er muss nicht wirklich heiraten, die wilde Ehe genügt ihm, er würde es aber machen, wenn seine Freundin unbedingt drauf besteht. Allerdings muss SIE dann aus der Sahne kommen und quasi den "Antrag" machen. Ich bin gespannt, ob es irgendwann mal dazu kommt. Es würde aber keine riesen Hochzeit werden, das haben beide schon mal ausgeschlossen, kein Kitsch, keine Kirche. Recht haben sie...
    Geändert von MadameE (31.07.2021 um 20:54 Uhr)

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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    So viele Hochzeiten habe ich in meinem Leben gar nicht erlebt und nur einen JGA, der in einem gemütlichen Beisammensitzen bestand, außerdem meinen, nur mit meinen Schwestern. War mir auch recht so. Wir hatten eine relativ bescheidene, zweisprachige Hochzeit, die ich sehr schön fand. Streit gab es keinen, meine Familie hatte alles organisiert, die Schwiegerfamilie aus dem Ausland beteiligte sich finanziell.

    Regionales Brauchtum gab es zugegebenermaßen nicht, ist auch nicht mein Fall. Vor allem Polterabend hätte ich schlimm gefunden, so etwas wollten weder mein Mann, noch ich selbst. Dafür bekam er mich im Brautkleid erst in der Kirche zu sehen, wo mich tatsächlich auch mein Vater zum Altar führte. Das mögen viele ganz schlimm finden, aber für uns passte das so.

    Einen klassischen Antrag gab es übrigens nicht, wir haben das diskutiert und gemeinsam entschieden, wollten auch keine lange Verlobungszeit (eine Freundin von mir ist seit 12 Jahren verlobt, einen Termin gibt es bis heute nicht).

    Von Freunden und Verwandten habe ich aber schon von Hochzeiten gehört, die nicht so toll waren, z. B. eine Art zwei-Klassen-Hochzeit, wo es für bestimmte Gäste nur nach der Kirche einen kleinen Empfang gab, dei Gäste erster Klasse fuhren dann weiter zum Schloss-Restaurant. Oder Paare, die sich für eine Märchen-Hochzeit massiv verschulden.

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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    Schöner Strang - ich berichte Euch mal von unserer Hochzeit:

    Mein Mann und ich haben 1999 geheiratet

    Wir haben mit den Gästen, die schon vorher aus D angereist waren und den nächsten Nachbarn am Freitag (Vorabend der standesamtlichen Trauung) einen sehr familiären, gemütlichen und schönen Polterabend (inkl. zerschlagenem Porzellan ) gefeiert. Unser Pfarrer (Bayer ), der sich ein kühles Bier ungern entgehen ließ, war auch mit von der Partie.

    Damals habe ich in einem Autohaus gearbeitet und durfte mir als kleine Überraschung für den Bräutigam einen Porsche übers Wochenende ausleihen.

    Am Samstag ging es vormittags aufs Standesamt (mir war dermaßen schlecht vor Aufregung...), danach gab es einen Empfang mit Sekt und Brötchen vom Caterer bei uns im Garten. Jemand rief: "Schaut mal, ein Storch!..." und tatsächlich kreiste einer als freundliches Omen über uns.

    Da mein Mann vorher kirchlich verheiratet und dann geschieden war (lange bevor wir uns kennen lernten), hatten wir keine kirchliche Trauung, sondern eine wundervolle Segnungsfeier mit Lesung (ich), "Brautsegen" und sehr schönen Fürbitten.

    Wir hatten rund 40 Gäste - Verwandte von uns und Arbeitskollegen aus meiner Firma - und ich werde dieses gelungene Fest bis ans Ende meiner Tage in Erinnerung behalten!

    PS: Ich hatte eine Kurzhaarfrisur und ein ganz schlicht geschnittenes cremefarbenes Brautkleid mit rechteckigem Ausschnitt und kurzen Ärmeln. Das Oberteil war mit Perlen besetzt. Das Unterteil war mit einem schlichten Reifrock verstärkt.

    Emmi
    Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen,
    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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    AW: Outtake: Verliebt, verlobt, verheiratet - zeitgemäß oder antiquiert?

    Verlobung ist Januar der Beschluss\ die Zusage,zu heiraten- das hat also jeder Verheiratete getan.
    Ring etc ist optional.

    Ich ärgere mich oft über das Bild von Hochzeiten,dass in Fernsehsendungen vermittelt wird.
    ZB dass der Vater die Braut zum Altar führt. Das sehen weder die RKK noch die EKD ( die schon gar nicht) vor. Ich stelle mir auch immer so eine emanzipierte Pfarrerin vor,der das Paar mit der Idee kommt...
    Aber auch katholische Priester lehnen das schon mal ab. Vorgesehen ist zusammen einziehen.
    Prinzipiell ist es auch möglich,ohne Brautkleid zu heiraten,da gibt es auch keine Vorschriften. Das fällt eher unter " ein besonderer Anlass verdient besondere Kleidung",was ja okay ist.
    Auf dem Standesamt braucht das Paar nicht mal Ringe( wir haben da keinen Ringtausch gemacht).

    Funfact: Eine gültige roemisch- katholische Hochzeit benötigt 5 Anwesende und alle können theoretisch Priester sein- die Brautleute und Trauzeugen können durch Priester vertreten werden.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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