Naja, ich denke, dass bei der Mutter einfach schon seit vielen Jahren mental einiges in die falsche Richtung gelaufen ist, anscheinend ohne Korrektiv (alleinerziehend?). Das Beispiel mit der Putzfrau auf dem Abiball sagt ja schon alles. Erinnert mich an die Mutter eines Freundes, für die ist auch jeder externe Kontakt erstmal feindlich. Die hat ebenfalls diese merkwürdige Idee, dass alle Leute irgendwie was besseres sind und auf sie herabsehen.
Die Frage ist, ob da jetzt in den letzten Lebensjahren noch irgendwas zu reparieren ist und ob die Hochzeit der richtige Zeitpunkt ist, das zu testen.
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01.02.2020, 09:48Inaktiver User
AW: Hochzeit; Gästewünsche der Eltern
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01.02.2020, 09:57
AW: Hochzeit; Gästewünsche der Eltern
Ich finde es ziemlich anmaßend, überhaupt im Visier zu haben, die eigene Mutter - oder
sonst einen erwachsenen Menschen - erziehen zu wollen.
Alleine die Wortwahl lässt aber durchaus auf "Krieg" schließen ;).
Ja, ich auch. Ich würde der Bitte der Mutter sehr großzügig gegenüberstehen.
Und ich ergänze: auch in Betracht des körperlichen Zustandes. Sie ist ja wirklich recht
bedient mit ihren diversen Krankheiten.
Es ist der Mutter sicher angenehmer, die vertraute Freundin zu bitten, sie zB auf
die Toilette zu begleiten.
Die Überlegungen, ob überhaupt und in welchem Ausmaß und mit wem sich die MutterDie Gefahr, dass die Mutter sich nur mit ihrer Freundin abgibt, sähe ich eher bei großen Feiern.
abgeben wird, sind völlig gegenstandslos.
Das kann man doch einfach auf sich zukommen lassen.
Und die TE bzw. das Brautpaar kann auch einen guten Teil dazu beitragen, dass die
Mutter eingebunden wird.
Ich persönlich sehe hier überhaupt keinen Konflikt.
Lediglich eine extrem unsichere TE - und ein Brautpaar, das nicht klar in seinen
Vorstellungen ist.
Wenn Du nachliest:
diese Freundin ist aber nicht gebrechlich - ganz im Gegenteil.
(Hervorhebungen von mir)
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01.02.2020, 10:23Inaktiver User
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01.02.2020, 11:06Inaktiver User
AW: Hochzeit; Gästewünsche der Eltern
Auch ich halte im Übrigen nichts von Erziehungstätigkeiten ggü. volljährigen Personen. Ich möchte auch nicht erzogen werden.
Hinsichtlich der besten Freundin meiner Mutter scheine ich mich missverständlich ausgedrückt zu haben. Ihre beste Freundin ist 81 Jahre, gehbehindert und schläft immer wieder überall zwischendurch ein. Wenn meine Mutter mit ihrer Freundin unterwegs ist, ist es eher so, dass meine Mutter ihr behilflich ist als umgekehrt.
Auch bin ich mir nicht sicher, ob ihrer Freundin die Stufen im Standesamt bewältigen könnte. Ich befürchte eher nicht. Meine Mutter würde es wohl schaffen bzw. hat sie nichts Gegenteiliges gesagt und sie kennt ja "ihr" altes Standesamt. Zur Not kann meine Mutter sehr langsam Stufe für Stufe gehen.
Ein barrierefreies Standesamt auszusuchen, damit auch die beste Freundin meiner Mutter mitkommen kann, wäre natürlich möglich aber auch sehr weitgehend, insbesondere da sowohl meine Mutter als auch ich dieses eine Standesamt favorisieren.
Meine Mutter weiß dies alles und kennt natürlich den Gesundheitszustand ihrer Freundin. Für meine Mutter ist dies aber das Argument dafür, dass ich auch Tochter und Schwiegersohn einlade, damit diese sich dann um ihre Freundin und zur Not auch um sie kümmern können.
Letztendlich würde ich ihre Freundin nur für das gute Gefühl meiner Mutter einladen und ob ich meiner Mutter damit einen Gefallen erweise, weiß ich nicht, denn sie würde immer ein Auge auf ihre Freundin haben aufgrund des Gesundheitszustandes.
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01.02.2020, 11:09
AW: Hochzeit; Gästewünsche der Eltern
Und wenn du ihr das genauso sagst?
Vielleicht sieht sie es dann ein.
Bei der Beschreibung deiner Mutter fällt mir die Mutter einer Freundin ein, ebenfalls um die 70, die Tochter ist allerdings deutlich älter als du.
Die Mutter ließ sich scheiden, was in den frühen 70gern zumindest in ihrem Umfeld ein Makel war. Nicht überall war "Hippie und Flowerpower".
Dann ging sie, notgedrungen, wieder voll arbeiten.
Sie verlor nach und nach ihr gesamtes soziales Umfeld aus Ehezeiten, weil sie eben eine Geschiedene war, die zudem auch noch alle Verkupplungsversuche abwehrte. Sie wurde zu feiern nicht mehr eingeladen, ging aber schon vorher nicht gern hin, weil sehr viele Ehefrauen sie als Gefahr ansahen und Zustände bekamen, wenn sie nur mit den Ehemännern sprach.
Klingt aus heutiger Sicht lächerlich.
Aber es war wohl so und diese Erfahrung muss sie sehr verändert haben.
Wenn man die Hintergrundgeschichte kennt, kann man Verhalten oft besser verstehen und einordnen.
Ob daher ein striktes Durchsetzen gegenüber deiner Mutter angebracht ist kann von hier wohl niemand sicher sagen.Geändert von Sasapi (01.02.2020 um 11:17 Uhr)
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01.02.2020, 11:12Inaktiver User
AW: Hochzeit; Gästewünsche der Eltern
Ich kann das sehr gut nachvollziehen mit dem "fünften Rad am Wagen". So fühlt sich meiner Mutter. Ausnahmslos alle sind mit Partner anwesend nur meine Mutter nicht.
Und natürlich hast du auch damit recht, wenn du schreibst, dass ich selbstverständlich den neuen Lebenspartner meiner Mutter einladen würde.
Ich bringe sie nichthäufig in Situationen in denen sie sich als fünftes Rad am Wagen fühlt und fragte mich, ob es für den Hochzeitstag zumutbar ist für meine Mutter alleine zu erscheinen.
Hinsichtlich des Gesundheitszustandes ihrer Freundin und meinen weiteren Bedenken habe ich in meinem vorigen Beitrag noch etwas geschrieben.Geändert von Inaktiver User (01.02.2020 um 11:27 Uhr)
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01.02.2020, 11:25
AW: Hochzeit; Gästewünsche der Eltern
Was für eine Formulierung
es ist doch nicht deine Verantwortung dass sie keinen Partner hat und offenbar seit Jahrzehnten nicht gelernt, damit umzugehen.
Zumutbar? Sie ist zur Hochzeit ihrer Tochter eingeladen und die Gesellschaft kommt zu ihr in die Stadt. Das ist etwas Schönes, Tolles, Großartiges und keine Zumutung.
Warum machst du dich und dein Fest so klein?
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01.02.2020, 11:30Inaktiver User
AW: Hochzeit; Gästewünsche der Eltern
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01.02.2020, 11:32
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01.02.2020, 11:32Inaktiver User



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