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  1. Registriert seit
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    AW: Der Heiratsantrag

    Völlig unzeremoniell, nach nur wenigen Monaten Beziehung. Gemeinsam herumgelegen, wir hatten gerade ein Problemgespräch und mussten das beide verdauen, war ernste - aber nicht gedrückte Stimmung. Mein Gedanke irgendwo im Hinter- und Untergrund war: Das ist es jetzt aber. (Nicht trotzdem, sondern weil)
    Dann Herrn Snicket angeschaut, und nur gemeint: ich würde dich gerne heiraten.
    Er, Stoßseufzer: Ich wusste nicht, wie ich es aufs Tapet bringen soll ...

    Ich denk, das rangiert unter 'gemeinsame Entscheidung'.
    Die Reihenfolge 'Heirat, Haus, Baby' werden wir aber aller Voraussicht nach ordentlich versemmeln

  2. gesperrt Avatar von Hillie
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    AW: Der Heiratsantrag

    [editiert]

    Das musst du mir mal vormachen.

    Bei uns war das ganz unspektaktulär. An Silvester (wir kannten uns gerade 1 Monat) fuhren wir mit dem Auto Richtung Rhön, um mit Freunden zu feiern. Da meinte Herr H. plötzlich: Achja, im Haus wird im Herbst eine größere Wohnung frei, da können wir doch heiraten. Ich: Prima, wann? Im Juni war es dann soweit.
    Geändert von izzie (19.01.2020 um 19:17 Uhr) Grund: Sinnentstellendes Zitat gelöscht

  3. Avatar von Rowellan
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    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Ich finde, es gehört nach vielen gemeinsamen Jahren am Küchentisch (ersetze durch "Ort an dem ernsthaft kommuniziert wird") gemeinschaftlich beschlossen, dass man die Beziehung legalisieren will.

    Die Ehe ist ein weitreichender Vertrag. Für Romantik und Spielchen ist da kein Raum.
    Puh, also mit der Einstellung hätte ich damals nicht geheiratet. Für mich war die Heirat ausschließlich eine emotionale Sache - wäre sie auch heute noch, obwohl ich inzwischen älter bin als 22.
    Ich kann mich noch erinnern aus dem Standesamt gekommen zu sein und ein furchtbares Gefühl der Leere zu haben - mir ging es um die Besiegelung unserer Liebe und die Zeremonie selbst war ein reiner Verwaltungsakt. Zum Glück hatten wir noch eine kirchliche Hochzeit, mit Tam-Tam, weißem Kleid, Gesteck auf dem Brautauto, albernen Spielchen... und ich bin heilfroh darüber. DANN hab ich mich verheiratet gefühlt, vorher nicht.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es die Diskrepanz zwischen der Bedeutung einer Eheschließung (knallhartes Rechtsgeschäft - ein Arbeits- oder Mietvertrag ist nix dagegen...) und der Inszenierung.
    Nee, geht gar nicht... dazu bin ich viel zu emotional und Romantikerin. Wenn ich mich rechtlich absichern will, schließe ich einen Vertrag mit einem Notar, dazu brauch ich nicht zu heiraten.
    Heirat und Ehe ist - für mich - ein Bund zwischen zwei Menschen, die sich lieben. Die Rechtsgeschichte kann man auch anders lösen.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Dass man Eltern involvieren könnte auch - ALLE die ich kannte bei meiner 1. Eheschließung, die auch heirateten, haben das ihren Eltern am Telefon gesagt und das Thema der Eltern war: passt Papa noch in den Anzug.
    Doch, meine Eltern waren schon sehr eingebunden. Wir haben viel selbst gemacht, aber z.B. meine Oma hat mein Brautkleid bezahlt, ich war es mit meiner Mutter aussuchen (wobei ich die Wahl getroffen habe) und unsere Eltern haben uns auch finanziell unterstützt. Ich war 22 und noch Studentin ohne Einkommen, mein Mann Doktorand mit kleinem Einkommen, das hätte ansonsten nicht funktioniert.

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Bis vor 10 Jahren oder so waren die Bräuche in Deutschland irgendwie anders. Wenn jetzt einer sagt "komisch" ist das nicht madig machen - eher Erstaunen.
    Es hat sich einiges geändert, gerade diese unsäglichen Junggesellenabschiede. Wir hatten damals (ist jetzt über 30 Jahre her und - trotz Krisen - noch hält die Ehe) noch einen Polterabend. Aber weißes Kleid, Kutsche/geschmücktes Auto usw., das gab es damals doch auch schon.

    Was den Heiratsantrag angeht - mein Mann behauptet steif und fest, er hätte einen gemacht, ich kann mich nicht dran erinnern (muss mir also nicht so wichtig gewesen sein), ich glaube, wir waren uns einfach sicher, daß wir zusammenbleiben und heiraten wollen.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Wir hatten einen Vorteil - Wir hatten beide das Gleiche, nämlich fast nix :)

    Und wir waren wild entschlossen, es hinzukriegen.
    Ich war mir schon damals sicher - was Besseres werde ich nicht finden :)
    Genau so!

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Dass die Eltern nicht mitorganisieren kenne ich bei den Hochzeiten der Generation meiner Eltern so gar nicht - überall waren Erzählungen nach die jeweiligen Eltern sehr involviert.

    Also, die Hochzeiten waren finanziell günstiger weil oft vollständig im Elternhaus der Braut, inklusive Verpflegung, aber trotzdem waren es große Feiern, ähnlich wichtig wie runde Geburtstage ab 50.
    Wie oben schon gesagt, selbstverständlich hat meine Mutter mit unterstützt, auch finanziell. Und wir haben aushäusig gefeiert, weil wir den Platz nicht hatten für die Personenanzahl... ca. 50? Ich weiß es nicht mehr genau, ist schon ne Weile her; wobei ein Großteil auch die bucklige Verwandtschaft war. Das war der Deal - wir kriegen eine Finanzspritze, dafür wird halt auch Großonkel Heinz-Gustav eingeladen.
    *lost in the woods*


  4. Registriert seit
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    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Die Nummer mit dem Rockkonzert wäre für mich ein Trennungsgrund gewesen.
    Solch eine Peinlichkeit vor Publikum.
    Für mich auch.

    ich hätte one man show in Tateinheit mit Narzissmus gewittert ("schaut, was für schöne Anträge ich machen kann")

    ich unterstelle den Antrags-Posern immer, dass sie das zur Selbstbefriedigung tun und die Braut auch nur Teil der Inszenierung, des Publikums ist...

  5. 17.01.2020, 12:04


  6. gesperrt Avatar von Hillie
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    AW: Der Heiratsantrag

    [editiert] .
    Geändert von izzie (19.01.2020 um 19:20 Uhr) Grund: Beleidigung gelöscht


  7. Registriert seit
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    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Nee, geht gar nicht... dazu bin ich viel zu emotional und Romantikerin. Wenn ich mich rechtlich absichern will, schließe ich einen Vertrag mit einem Notar, dazu brauch ich nicht zu heiraten.
    Heirat und Ehe ist - für mich - ein Bund zwischen zwei Menschen, die sich lieben. Die Rechtsgeschichte kann man auch anders lösen.


    .
    Das ist ein Denkfehler irgendwie @Rowellan - natürlich kannst du das Rechtliche auch anders lösen! Wenn du NICHT heiratest....

    Aber wenn du heiratest - aus welchen Gründen auch immer - dann IST die Heirat ein Rechtsgeschäft. Das kriegst im Kleingedruckten dazu - und zwar automatisch

    Daher sollten auch die RomantikerInnen (auch die allergrößten) im Auge haben, WAS sie sich da miteinkaufen. Wenn man das all in Paket des Staates (Zugewinn etc.) nicht so will, dann muss man das wiederum extra....

    So meine ich das - nicht Geld oder Liebe, sondern Liebe + Geld.

    Ich habe manchmal den Eindruck, dass die rechtliche Phalanx der Hochzeit ausgeblendet wird, bzw. als "kalt, unemotional, unweiblich (?)" vernachlässigt wird. Das ist halt blöd, weil es die Rechtsseite immer dabei gibt. Auch die Romantiker unterschreiben einen Vertrag (Heiratsurkunde).

    Warum man heiratet ist was anderes, als sich über die sachlichen Seiten einer Ehe zu informieren und darüber im Bilde zu sein. Und eben bei Bedarf mit dem Künftigen darüber zu reden: nicht nur über Blumen in der Kirche, sondern auch über künftige Steuerklassen.

    Außerdem mag ich persönlich keine Dichotomien, die auf Herz vs. Verstand hinauslaufen

  8. 17.01.2020, 12:17

    Grund
    Persönliche Auseinandersetzungen gelöscht

  9. 17.01.2020, 12:18

    Grund
    Persönliche Auseinandersetzungen gelöscht


  10. Registriert seit
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    AW: Der Heiratsantrag

    Die Rechtsgeschichte KANN man zwar anders lösen, aber dann deutlich aufwendiger und teurer als einfach heiraten.

    Das war bei uns genau die Frage: heiraten oder Notar? 6 Wochen später waren wir verheiratet:-)
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

  11. Avatar von Mambi
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    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Die Rechtsgeschichte KANN man zwar anders lösen, aber dann deutlich aufwendiger und teurer als einfach heiraten.

    Das war bei uns genau die Frage: heiraten oder Notar? 6 Wochen später waren wir verheiratet:-)
    Ist ja auch irgendwie unsinnig, einen Vertrag zu schließen, damit man einen anderen nicht machen muss, der dasselbe beinhaltet....
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

  12. Avatar von Blila1
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    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Sneek Beitrag anzeigen
    Das ist doch eigentlich das Schöne in der heutigen Zeit, dass man Businessfrau und Prinzessin sein darf.

    .
    Das ist es, was ich einfach nicht begreife, dass Frauen, also weibliche Menschen spätestens nach dem Grundschulalter Prinzessinnen sein möchten. Wo man doch aktuell grad wieder sieht, wie ätzend das die echten finden. Ich lese ja auch noch gerne Märchen und Sagen, aber ich GLAUBE nicht, dass Teil des rl sind, Teil unserer Welt und - verdammt noch mal - das möchte ich auch gar nicht und ganz sicher auch nicht die holden Bräute im Wartestand.
    Tatsächlich sehe ich da auch eine ziemliche Baustelle: wir wollen nicht die Hälfte des Himmels, wir fordern den ganzen: alle Möglichkeiten, die Männern offen stehen. PLUS Verlobungsklunker.

  13. Avatar von Rowellan
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    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Das ist ein Denkfehler irgendwie @Rowellan - natürlich kannst du das Rechtliche auch anders lösen! Wenn du NICHT heiratest....

    Aber wenn du heiratest - aus welchen Gründen auch immer - dann IST die Heirat ein Rechtsgeschäft. Das kriegst im Kleingedruckten dazu - und zwar automatisch

    Daher sollten auch die RomantikerInnen (auch die allergrößten) im Auge haben, WAS sie sich da miteinkaufen. Wenn man das all in Paket des Staates (Zugewinn etc.) nicht so will, dann muss man das wiederum extra....

    So meine ich das - nicht Geld oder Liebe, sondern Liebe + Geld.

    ...
    Gekürzt wegen keine Vollzitate und so... aber generell können wir uns auf diese Denkweise einigen. Klar kommt eine Ehe als Paket mit gewissen Rechtsdingen und wir haben uns schon überlegt, wie das am besten läuft mit Steuerklasse usw., aber es war nicht der Grund zum Heiraten.

    Zitat Zitat von Minstrel02 Beitrag anzeigen
    Die Rechtsgeschichte KANN man zwar anders lösen, aber dann deutlich aufwendiger und teurer als einfach heiraten.

    Das war bei uns genau die Frage: heiraten oder Notar? 6 Wochen später waren wir verheiratet:-)
    Okay, an dem Punkt bin ich tatsächlich raus. Heiraten schließt selbstverständlich den Rechts- und Verwaltungspart mit ein, aber für mich persönlich ist das nicht der Grund zu sagen ich heirate oder auch nicht. Wenn ich nicht den Wunsch gehabt hätte, mit meinem Mann offiziell verbunden zu sein, hätte ich nicht geheiratet - und wir hätten wahrscheinlich mangels Notwendigkeit zu diesem Zeitpunkt auch keine Verträge geschlossen. Wie Sasapi sagte - wir hatten ja nix

    Vielleicht ist das tatsächlich eine Frage, in welcher Lebenssituation man heiratet - die ist bei zwei Studenten anders als bei zwei Menschen, die vielleicht schon um oder über die 30 sind und fest im Berufsleben stehen, vielleicht jeder einen eigenen Haushalt haben usw.
    *lost in the woods*

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