+ Antworten
Seite 28 von 30 ErsteErste ... 182627282930 LetzteLetzte
Ergebnis 271 bis 280 von 292
  1. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
    Registriert seit
    01.04.2010
    Beiträge
    23.845

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Und die amerikanische Hochzeit. Ich glaube, das kommt durch die Filme. Wer mit diesen aufwächst, denkt, es sei auch hierzulande so üblich, war es aber nicht.
    Mich nervt da auch immer der hollywoodianische Ritus bei kirchlichen Trauungen. Das, was da immer, aber auch wirklich immer gezeigt wird, existiert meines Wissens so in keiner christlichen Glaubensrichtung.

    Dass der Brautvater die Braut in die Kirche führt und sie dann an den Bräutigam weitergibt, war das früher hier üblich?
    Vor langer Zeit womöglich schon (ich weiß es allerdings nicht sicher) - als die Frau quasi aus der Obhut/Zuständigkeit/dem Eigentum des Vaters in die/das des Ehemannes überstellt wurde.

    Auf den Hochzeiten, auf denen ich war, war das früher nicht der Fall, jetzt häufig.
    Das scheint wirklich auch so ein Ami-Ding zu sein. Als ich noch sehr jung war, fand ich das auch romantisch, aber heute sehe ich das gänzlich anders. Ich gehöre mir selbst und bestimme selbst über mein Leben und bin nicht zu übergebender Besitz von irgendwelchen Männern. (Und ich fand es wunderschön, mit meinem Zukünftigen gemeinsam in die Kirche einzuziehen )
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  2. Avatar von Rotbuche
    Registriert seit
    26.09.2016
    Beiträge
    656

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Dass der Brautvater die Braut in die Kirche führt und sie dann an den Bräutigam weitergibt, war das früher hier üblich? Auf den Hochzeiten, auf denen ich war, war das früher nicht der Fall, jetzt häufig.
    Vielleicht in früheren Jahrhunderten. Bis Mitte/Ende des letzten Jahrhunderts sicherlich nicht. Den Einzug der Braut am Arm des Vaters nennt man in Kirchenkreisen "amerikanischer Einzug". Wird vonseiten der Kirche mitgemacht, weil die Hochzeitspaare das heute so toll finden.

    Und wie Marie-Madeleine schon sagte, drückt es aus, dass die Frau aus der Obhut des Vaters in die Obhut des Mannes übergeben wird. Und das bei über 30-jährigen, gebildeten und beruflich erfolgreichen Frauen im 21. Jahrhundert! Und wer jetzt sagt: Es ist aber doch einfach so stimmungsvoll und romantisch: All diese Gesten kann man nicht losgelöst von ihrer Bedeutung sehen. Und warum, nachdem hierzulande jahrhundertelang Mann und Frau Arm in Arm in die Kirche eingezogen sind, wieder die Entlassung aus der väterlichen Gewalt dargestellt werden muss und junge Frauen das "total romantisch" finden, entzieht sich meinem Verständnis.
    Regelmäßige Lektüre von Frauenzeitschriften kann zur Verblödung führen.
    Geändert von Rotbuche (21.01.2020 um 14:58 Uhr)

  3. Avatar von Rotbuche
    Registriert seit
    26.09.2016
    Beiträge
    656

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Ja, das wird schon so gewesen sein - vor fünfzig Jahren.
    (Wobei der Grad der Bescheidenheit einer Feier sicher auch damals eine Frage des Status und
    der finanziellen Möglichkeiten war ....)

    Aber was willst Du damit sagen?
    Wünschst Du Dir ein Revival der guten (?) alten Zeit?
    Nein, nicht unbedingt. Ich halte das Verlobungsgedöns sogar für völlig verzichtbar. Aber Marie-Madeleine kannte die Sitte, dass der spätere Ehering von beiden Partnern zunächst an der linken Hand als Verlobungsring getragen wird, offenbar nicht. Es war aber früher das Normale. Deshalb meine Antwort.

    Die heutige Sitte, dass die Frau vom Mann einen möglichst teuren Brilli als Pfand seines (!) Eheversprechens erhält, ist für mich keine wünschenswerte Weiterentwicklung. Im Gegenteil: Die alte Sitte war sehr viel gleichberechtigter und - was ich auch angenehm finde - weniger pompös.
    Regelmäßige Lektüre von Frauenzeitschriften kann zur Verblödung führen.


  4. Registriert seit
    01.08.2019
    Beiträge
    1.953

    AW: Der Heiratsantrag

    In fünf Jahren wird wieder die Mitgift eingeführt....

  5. Avatar von Rotbuche
    Registriert seit
    26.09.2016
    Beiträge
    656

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    In fünf Jahren wird wieder die Mitgift eingeführt....
    Und das befleckte Laken vorgezeigt.
    Regelmäßige Lektüre von Frauenzeitschriften kann zur Verblödung führen.


  6. Registriert seit
    01.08.2019
    Beiträge
    1.953

    AW: Der Heiratsantrag

    Die Hochzeitsnacht in der was läuft ist auch so ein Märchending.

  7. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
    Registriert seit
    01.04.2010
    Beiträge
    23.845

    AW: Der Heiratsantrag

    Allerdings. Wer in der Hochzeitsnacht noch zu irgendwas imstande ist, hatte wohl ne langweilige Feier
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  8. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Rotbuche Beitrag anzeigen
    Nein, nicht unbedingt. Ich halte das Verlobungsgedöns sogar für völlig verzichtbar. Aber Marie-Madeleine kannte die Sitte, dass der spätere Ehering von beiden Partnern zunächst an der linken Hand als Verlobungsring getragen wird, offenbar nicht. Es war aber früher das Normale. Deshalb meine Antwort.

    Die heutige Sitte, dass die Frau vom Mann einen möglichst teuren Brilli als Pfand seines (!) Eheversprechens erhält, ist für mich keine wünschenswerte Weiterentwicklung. Im Gegenteil: Die alte Sitte war sehr viel gleichberechtigter und - was ich auch angenehm finde - weniger pompös.
    Hatte vor allem den Vorteil, dass man immer wusste, wer bereits vergeben war.

  9. Avatar von Rotbuche
    Registriert seit
    26.09.2016
    Beiträge
    656

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Die Hochzeitsnacht in der was läuft ist auch so ein Märchending.
    In vielen Fällen sicherlich. Aber wenn du das blutbefleckte Laken vorweisen musst ... Übrigens war es früher Sitte, dass Braut und Bräutigam gegen Mitternacht die Feier verließen. Sie hatten ja noch was vor.
    Regelmäßige Lektüre von Frauenzeitschriften kann zur Verblödung führen.

  10. Avatar von Rotbuche
    Registriert seit
    26.09.2016
    Beiträge
    656

    AW: Der Heiratsantrag

    Zum Thema Hochzeitsnacht:

    In China galt natürlich auch bis in jüngste Zeit das Ideal der Unberührtheit beider Brautleute. Um ihnen in der Hochzeitsnacht ein bisschen auf die Sprünge zu helfen, war es üblich, dass die Freundinnen und Freunde des Paares, kaum hatte dieses sich zurückgezogen ins Schlaf- bzw. Hotelzimmer kamen - mit Campingstühlen, Kartenspielen und Getränken. Es wurde gespielt, es wurden Zoten erzählt, die Braut wurde durchgekitzelt. Dann wurde das Brautpaar aufgefordert, sich gemeinsam unter die Bettdecke zu legen, und die Freunde feuerten sie an, unter der Decke ihre Kleidung abzulegen und diese aus dem Bett zu werfen. Erst wenn sie alles ausgezogen hatten, zogen die Freunde wieder ab.

    Vielleicht könnten Event-orientiert Brautleute, die sich amerikanisch verloben und dann in Norddeutschland eine bayrische Trachtenhochzeit feiern, auch noch eine chinesische "Belagerung des Brautgemachs" einplanen? Weil: Irgendwie romantisch und urig, und die Freundin hatte das bei ihrer Hochzeit nicht.
    Regelmäßige Lektüre von Frauenzeitschriften kann zur Verblödung führen.

+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •