Antworten
Seite 27 von 30 ErsteErste ... 172526272829 ... LetzteLetzte
Ergebnis 261 bis 270 von 292
  1. Moderation

    User Info Menu

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen

    Mir ist sowohl Deine dogmatische Haltung zu dem Thema als auch die enge
    Sicht auf das "Hochzeitsfoto" ziemlich fremd.
    Man soll sich vor Generalisierungen sicherlich hüten, aber unter den jüngeren Leuten, die ihr Leben in großen oder auch detaillierten Zügen in sozialen Medien „teilen“, sind mittlerweile durchaus welche, die sich sogar die Urlaubslocation nach der Instagram-Tauglichkeit der Kulisse aussuchen. Und Kinder/Jugendliche, die enttäuscht sind, wenn die Eltern eine ungeeignete Location auswählen.



    Insgesamt scheint mir schon eine Verschiebung der Hochzeits“bräuche“ hin zu “perfekte Bilder“ stattzufinden. Mir persönlich ist es egal, aber für unsere Kinder wünsche ich mir jedenfalls, dass sie sich selbst wiederfinden und Freude haben an so einem Tag, und möglichst wenig Stress und Gedanken daran, „wie es aussieht“.


    Das natürlich war früher auch schon ein Element, da war es allerdings weniger öffentlich, musste für die erweiterte Familie und das soziale Umfeld akzeptabel sein.

  2. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Dass beide einen Verlobungsring tragen, ist mir bisher sehr selten untergekommen. Aber eigentlich eine schöne Idee.
    Früher, d.h. vor etwa fünfzig Jahren, kannte ich nichts anderes. Die meist noch ziemlich jungen Leute beschlossen, später zu heiraten. (Von Kniefall und filmreif formuliertem Antrag habe ich nie was gehört.) Die Eltern wurden gefragt bzw. in Kenntnis gesetzt, dann wurden - in der Regel gemeinsam - Eheringe gekauft, die, am linken Ringfinger getragen, als Verlobungsringe dienten. Es folgte ggf. eine bescheidene Verlobungsfeier in Form von Kaffee und Kuchen im Familienkreis. Eltern und Paten schenkten eventuell Bettwäsche und Geschirr. Manchmal wurden auch Karten verschickt: "Wir haben uns verlobt."

    In meinen Kreisen wurde sich dann ab den Siebzigern gar nicht mehr verlobt. Es wurde je nachdem geheiratet oder auch nicht.

    Seit etwa zwanzig Jahren (oder schon länger?) ist jetzt die "amerikanische Verlobung" Sitte.
    Geändert von Inaktiver User (21.01.2020 um 10:58 Uhr) Grund: Fehler

  3. User Info Menu

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    ... aber unter den jüngeren Leuten, die ihr Leben in großen oder auch detaillierten Zügen in sozialen Medien „teilen“, sind mittlerweile durchaus welche, die sich sogar die Urlaubslocation nach der Instagram-Tauglichkeit der Kulisse aussuchen.
    Das bestreite ich gar nicht.
    Ist leider eine Begleiterscheinung unserer Zeit, der ich persönlich auch nichts
    abgewinnen kann.

    Man sollte auch nicht ganz außer Acht lassen, dass der Bezug sich sehr oft im Laufe des
    Lebens wandelt. Wer mit zB Ende 20 kirchlich heiratet, hat tatsächlich nicht immer ein tiefes,
    inniges Verhältnis zur Kirche. Mit zunehmendem Alter und mit eventuellen Lebenskrisen
    einhergehend, kommt es dann doch zum Werte- und Sinneswandel.

    So gesehen, fühlt es sic dann in der Retrospektive sicher stimmig an, auf eine als schön
    empfundene kirchliche Hochzeitszeremonie zurückblicken zu können.

  4. User Info Menu

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Man sollte auch nicht ganz außer Acht lassen, dass der Bezug sich sehr oft im Laufe des
    Lebens wandelt. Wer mit zB Ende 20 kirchlich heiratet, hat tatsächlich nicht immer ein tiefes,
    inniges Verhältnis zur Kirche. Mit zunehmendem Alter und mit eventuellen Lebenskrisen
    einhergehend, kommt es dann doch zum Werte- und Sinneswandel.
    Warum sollte ein Werte- und Sinneswandel ein innigeres Verhältnis zur Kirche zur Folge haben? Das sind doch ganz verschiedene Dinge. Werte und Sinn sind das Eine, die Kirche aber ist eine Institution.

    Vielleicht heiratet man dann im höheren Alter deshalb gerade NICHT kirchlich?

  5. User Info Menu

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    In meinen Kreisen wurde sich dann ab den Siebzigern gar nicht mehr verlobt. Es wurde je nachdem geheiratet oder auch nicht.

    Seit etwa zwanzig Jahren (oder schon länger?) ist jetzt die "amerikanische Verlobung" Sitte.
    Es hat lang gedauert, bis ich das mitgekriegt hab, kapiert habe ich es bis heute nicht

  6. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Es hat lang gedauert, bis ich das mitgekriegt hab, kapiert habe ich es bis heute nicht
    Ich eben auch nicht. Es geht irgendwie um "Romantik". Und der Begriff ist gar nicht so schlecht gewählt, denn auch die deutsche Romantik des 19. Jahrhunderts bediente sich ja der Symbole vergangener Epochen, um scheinbar erhabene Gefühle zu erzeugen. Aber auch damals war die Grenze zu Schwulst, Kitsch und Reaktion immer fließend.

  7. Moderation

    User Info Menu

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Mit dem Bezug zum Glauben gebe ich Dir recht.

    Aber für mich ist Glaube nicht gleichbedeutend mit Kirche. Und ich verstehe diejenigen,
    die, trotz skeptischer und kritischer Haltung der Institution "Kirche" gegenüber, sich dennoch
    für diesen Rahmen entscheiden anlässlich der Hochzeit. Man kann und darf trotz allem nämlich
    die Ehe (und später die Taufe, Firmung etc.) als Sakrament begreifen und, vereinfacht ausgedrückt,
    auf den Segen Gottes Wert legen.
    Völlig d'accord, wenn dem denn so ist. (Man muss ja auch als regelmäßiger Gottesdienstbesucher nicht alles gut finden, was die Institution Kirche so tut und getan hat. Meine in vielem sehr liberal agierende Gemeinde vor Ort ist ein wichtiges Stück Heimat für mich, die Amtskirche ist ein ganz anderes Thema.)

    Aber es gibt auch die Brautpaare, die die kirchliche Trauung wollen, weil's das schönere, gefühligere Ritual ist. Und DAS finde ich dann richtig blöd, zumal es inzwischen ja auch sehr schöne Locations und Gestaltungsspielraum für standesamtliche Trauungen gibt oder auch die Möglichkeit einer freien Trauung.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  8. User Info Menu

    AW: Der Heiratsantrag

    Naja, scheint so eine Art Spiel zu sein. Manchmal habe ich den Eindruck, dass einige den Unterschied zum rl auch dann noch nicht gerafft haben, wenn sie wieder einen Puppenwagen schieben

  9. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Seit etwa zwanzig Jahren (oder schon länger?) ist jetzt die "amerikanische Verlobung" Sitte.
    Und die amerikanische Hochzeit. Ich glaube, das kommt durch die Filme. Wer mit diesen aufwächst, denkt, es sei auch hierzulande so üblich, war es aber nicht. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, je davon gehört zu haben, dass in Deutschland im normalen, durchschnittlichen Bürgertum x Brautjungfern mit zueinander passenden oder sogar gleichen Kleidern üblich wären. Auch das mit dem "something old, something new..." geht auf Queen Victoria zurück. Mag sein, dass das hier vereinzelt vorkam, aber ein typischer Brauch war es sicher nicht.

    Dass der Brautvater die Braut in die Kirche führt und sie dann an den Bräutigam weitergibt, war das früher hier üblich? Auf den Hochzeiten, auf denen ich war, war das früher nicht der Fall, jetzt häufig.

  10. User Info Menu

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Killeshandra Beitrag anzeigen
    Vielleicht heiratet man dann im höheren Alter deshalb gerade NICHT kirchlich?
    Der Grund hierfür dürfte, zumindest bei den Katholiken, darin liegen, dass eine
    zweite kirchliche Trauung nur unter sehr speziellen Bedingungen möglich ist.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Früher, d.h. vor etwa fünfzig Jahren, kannte ich nichts anderes.... Die Eltern wurden gefragt bzw. in Kenntnis gesetzt, dann wurden - in der Regel gemeinsam - Eheringe gekauft, die, am linken Ringfinger getragen, als Verlobungsringe dienten. Es folgte ggf. eine bescheidene Verlobungsfeier in Form von Kaffee und Kuchen im Familienkreis.
    Ja, das wird schon so gewesen sein - vor fünfzig Jahren.
    (Wobei der Grad der Bescheidenheit einer Feier sicher auch damals eine Frage des Status und
    der finanziellen Möglichkeiten war ....)

    Aber was willst Du damit sagen?
    Wünschst Du Dir ein Revival der guten (?) alten Zeit?

Antworten
Seite 27 von 30 ErsteErste ... 172526272829 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •