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  1. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mag sein, dass Amerikaner sowas mögen. Ist dann ihr Ding. Ich mag es nicht, weil bei solchen Aktionen maximaler Druck auf die Frau ausgeübt wird. Oder wem würde es leicht fallen, vor so viel Publikum "nein" zu sagen? Oder aber der Typ ist ohnehin der Auffassung, dass sein "Antrag" nichts anderes sein kann, als die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches seiner Freundin. Ganz schön arrogant!

    Außerdem finde ich die öffentliche Inszenierung privater Momente ohnehin zum Fremdschämen - und halte "Heiratsanträge" an und für sich für überflüssig und anachronistisch.
    Wo steht geschrieben, dass man einen öffentlichen Antrag nicht ablehnen darf?
    Das Risiko muss der Fragende eingehen.

    Ich fand ihn nicht arrogant. Er hat den Lieblingsfilm als Grundlage genommen und sich sehr viel Mühe gegeben. Und ihre Reaktion fand ich sehr positiv. Ich habe den Eindruck, dass die beiden sich sehr gut kennen.

    Jedes Paar soll es so machen, wie es möchte.
    Viel wichtiger ist, dass die Vorstellung von beiden übereinstimmen und dass nichts inszeniert wird, um andere zu beeindrucken oder es ihnen recht zumachen.


    Mein Mann hat mich damals gefragt, nachdem er vom Waschsalon zurückgekommen war. Beim Warten auf die Wäsche, wäre es ihm eingefallen und er hat dann spontan gefragt. Wir sind dann spontan zu meinen Eltern und er hat auch die gefragt...völlig altmodisch, aber das hat uns allen großen Spaß bereitet. Meine Mutter ist vor Freude vom Sofa gerutscht.

    Wir haben dann noch im gleichen Jahr im Dezember geheiratet.
    Standesamt war klein, Kirche und Feier normal groß, aber seine Schwestern machten uns an dem Tag eine Szene, weil sie beim Standesamt nicht dabei waren. Es interessierte sie nicht, wie wir es wollten.

    Trotzdem und auch obwohl die Ehe nach 13 Jahren zuende war, denke ich gern an den Antrag und die Hochzeit zurück.

  2. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Tut man das wirklich? Für mich war meine Kleidung derartig "gekennzeichnet", dass ich sie normal nicht mehr angezogen habe. Und ich hatte kein typisches Brautkleid. Den allermeisten Brautkleidern sieht man zudem noch an, dass sie genau das sind. Passt das zu einem ganz "normalen" Ball?

    Missverständnis: Was ich meinte war: Mit einem weißen Kleid verbindet man heute doch sowieso nicht mehr Jungfräulichkeit und Mädchenhaftigkeit, also kann man das auch als emanzipierte Frau tragen.



    Und, hast du nicht? Hochzeitstag ist DEIN Tag, du bestimmst die Regeln.
    Ich empfand das eigentlich mehr als unseren Tag - und ja, wir haben die Regeln bestimmt.
    Ich weiß jetzt nicht, welche Art von Ball du dir vorstellst. Die, die ich kenne, sind meist auch sehr voll. Reifröcke usw. sind da einfach nur unpraktisch, ebenso Kleider mit Schleppe (da tritt man sich selbst drauf oder die anderen). Ich habe mehrere wirklich festliche Balloutfits, von wadenlang bis bodenlang.

    Ich sehe ja ein, dass man das heute nicht mehr trägt, auch bei den meisten Bällen vermutlich nicht - finde ich einfach schade.

  3. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wo steht geschrieben, dass man einen öffentlichen Antrag nicht ablehnen darf?
    Das Risiko muss der Fragende eingehen.
    Es ist aber eine Überrumplungsaktion, und die Frau weiß, dass sie ihn furchtbar enttäuscht, wenn sie jetzt nein sagt. Genau so überrumpelt würde ich mich fühlen, wenn mein Freund plötzlich vor mir auf die Knie geht und den Brilli aus der Tasche zieht. Und ich bleibe dabei: Männer die so etwas abziehen, gehen davon aus, dass die Frau sie sowieso heiraten will und es nur an ihnen liegt, ob und wann die Frage aller Fragen gestellt wird. Oder aber die Sache ist sowieso schon besprochen, dann wüsste ich nicht, was das Theater noch soll.

    Da lobe ich mir doch deinen Ex-Mann. Als er dich gefragt hat, wart ihr allein und er hatte keine Vorleistungen erbracht (Brilli). Da kann man noch leichter sagen: "Ich liebe dich. Aber im Moment kann ich mir Heiraten nicht wirklich vorstellen." Da bleibt die Enttäuschung dann im Rahmen.

  4. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen

    Erwachsen wäre, einfach selbst zu fragen, was man wissen möchte.

    Da komme ich nun gar nicht mehr mit. Wozu denn das?


    Ich gebe Dir ja Recht, dass es erwachsen wäre, selbst zu fragen - aber deswegen kann man doch trotzdem eine Antragsszene zum Erinnern wollen?


    War bei uns so, es war ganz klar wir heiraten, der Termin stand auch schon, und trotzdem kam noch ein Antrag mit Ring - keine Riesenszene, aber eben ein Ring (kein Diamantring) und ein Antrag, war uns beiden wichtig.

  5. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da lobe ich mir doch deinen Ex-Mann. Als er dich gefragt hat, wart ihr allein und er hatte keine Vorleistungen erbracht (Brilli). Da kann man noch leichter sagen: "Ich liebe dich. Aber im Moment kann ich mir Heiraten nicht wirklich vorstellen." Da bleibt die Enttäuschung dann im Rahmen.
    Ganz ehrlich: Ich hatte tatsächlich keine Träume von einem besonders großen oder öffentlichen Antrag, auf die Idee kam ich gar nicht, aber hätte mein Mann etwas derartiges gemacht, hätte ich mich gefreut.

  6. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich: Ich hatte tatsächlich keine Träume von einem besonders großen oder öffentlichen Antrag, auf die Idee kam ich gar nicht, aber hätte mein Mann etwas derartiges gemacht, hätte ich mich gefreut.
    Auch wenn du ihn nicht hättest heiraten wollen?

  7. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn du ihn nicht hättest heiraten wollen?
    Sie hat doch geschrieben, dass bereits alles abgemacht war.

  8. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie hat doch geschrieben, dass bereits alles abgemacht war.
    Es war ein Beispiel, deshalb auch Konjunktiv 2. Es wurde behauptet, dass eine Frau ja auch bei einem öffentlichen Antrag Nein sagen kann. Kann sie natürlich, und muss sie wohl auch, wenn sie ihn nicht heiraten will, nur um den "originellen" Antrag nicht zu versemmeln. Aber es wäre schon ein ziemliches Desaster.

  9. User Info Menu

    AW: Der Heiratsantrag

    Irgendwie geht es einem doch nichts an, wie andere ihre Ehewünsche antragen, oder?
    Ich schreibe ja auch niemandem vor, wie die Ehe dann vollzogen werden soll.

    Ich finde so Demontrations-Anträge zwar auch zum fremdschämen, weil es für mich was extrem privates, intimes ist, aber eigentlich ist es mir egal.

    Jede Zeit hat ihre Moden.
    Im Moment ist alles sehr expressiv, auf Dokumentationstauglichkeit ausgerichtet (Selfie, social media...) - das ändert sich garantiert auch wieder.

  10. Inaktiver User

    AW: Der Heiratsantrag

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn du ihn nicht hättest heiraten wollen?
    Ein Problem wäre das allenfalls bei "Weiß noch nicht" gewesen - dann hätte ich erstmal "Ja" gesagt und dann hinterher privat geklärt: "Du, mir geht das zu schnell, lass uns noch warten".

    Bei "Ich will überhaupt nicht" kann ich mir das nur so vorstellen, dass mir das unglücklicherweise genau in dem Moment klar wird - ansonsten bin ich, wenn ich überhaupt heiraten will, doch nicht mit einem zusammen, den ich nicht heiraten will?

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