Man könnte ja auch mal überlegen, das Pferd andersherum aufzuzäumen.
Nicht: Inwieweit muss ich meine (erwachsenen, mündigen, unabhängigen...) Gäste an der Hand nehmen und babysitten, sondern: wie gelingt es mir und meinem Bräutigam, mit den Gästen, die teils von weither anreisen (die ich also nicht so oft sehe und die einander auch nicht so oft sehen) eine schöne Zeit zu verbringen - und möglichst viel davon.
Oft haben Brautpaare ein strammes Programm, das beginnt mit dem morgendlichen Styling, geht weiter mit der Zeremonie, Fotos, dann Glückwünsche und Geschenke entgegennehmen, zwischendrin sind Gastgeberpflichten zu erfüllen (und damit meine ich nicht, Hotels zu reservieren, sondern alle Gaste zu begrüßen, mit allen sprechen, ggf. kleinere Fragen klären usw.).
Es bleibt oft sehr wenig Zeit, nicht umsonst gehört der Müsliriegel und Traubenzucker im Brauttäschchen zu einem der wichtigsten Geheimtipps - falls man nicht zum Essen kommt.
Wenn man durch eine frühere An- oder spätere Abreise die Möglichkeit hat, tatsächlich entspannt mit den Gästen Zeit zu verbringen, dann würde ich mir das unter dem Gesichtspunkt überlegen.
Unsere Familie wohnt weit verstreut, daher sind Familienfeiern oft mit Kurzurlauben verbunden. Zu Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen gibt es dann oft solche Begleitveranstaltungen, während derer man gute Gespräche führt und an die bestehende Verbindung anknüpft.
Beispiele:
am Vorabend ein zwangloses Treffen im Lokal zum Abendessen mit den Gästen, die schon da sind
am Vorabend mit Geschwistern/Freunden eindecken oder Tischkarten aufstellen, Tische dekorieren, danach was simples Selbstgekochtes essen (eine kleine Tradition bei uns, es gibt Spaghetti mit Tomatensauce)
nach der Zeremonie für die Gäste eine Stadtführung oder Rallye zum Festort, während das Brautpaar Fotos machen lässt
nach der Zeremonie und Essen eine Schiffahrt
nach dem Ende der offiziellen Feier (3 Uhr nachts), Party mit den Studienfreunden im von diesen gemieteten Ferienhaus.
am Tag danach (Reste)Brunch, nach unserer Herbsthochzeit gab es keine Reste, dafür in unserer Wohnung Zwiebelkuchen
am Tag danach ein Picknick
am Tag danach Ruder-/Tretbootfahren für alle
Da besteht jerweils kein Teilnahmezwang, aber oft sind das schöne zusätzliche Stunden und bleibende Erinnerungen.
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Thema: Hochzeitsessen - Preise?
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11.06.2019, 14:29
AW: Hochzeitsessen - Preise?
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11.06.2019, 14:32
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11.06.2019, 14:32Inaktiver User
AW: Hochzeitsessen - Preise?
Diejenigen, die hier beharrlich darauf bestehen, die Hochzeit wäre lieblos: Ihr ignoriert beharrlich, wieviel Aufwand ich tatsächlich treibe, oder?
Beispiel Kindersitz: Dafür zu sorgen, dass auch die Familie ohne Auto von A nach B kommen kann, gegebenenfalls durch Organisation eines Kindersitzes, gehört für mich ganz selbstverständlich zur Gastfreundlichkeit dazu.
Da wurde hier mehrfach geschrieben, darum solle die Familie sich bitteschön selbst kümmern.
Sehe ich anders, wir möchten diese Gäste dabeihaben, also wäre, falls kein Kindersitz vorhanden, das Besorgen eines solchen unsere Aufgabe als Gastgeber gewesen.
Und es gibt durchaus mehrere derartige Details, die alle eingeplant werden, jeweils spezifisch für den jeweiligen Gast.
Aber weil ich keine Hotellisten beigebe ist das ganze lieblos...
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11.06.2019, 14:33
AW: Hochzeitsessen - Preise?
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11.06.2019, 14:34Inaktiver User
AW: Hochzeitsessen - Preise?
Ich bin da am ehesten mit Lizzy auf einer Linie. Einmal habe ich sogar ein Anschlussprogramm für den nächsten Tag abgesagt, weil sonst ein ganzes Wochenende mit dieser Hochzeit plus Folgeveranstaltung belegt gewesen wäre. Und ich weiß, dass auch andere Gäste das Folgeprogramm abgesagt haben und nach Hause gefahren sind. Die Brautleute waren enttäuscht, denn sie hatte sich viel Mühe gegeben mit der Organisation. Aber viele wollten nun mal auch Zeit für sich oder für andere Erledigungen am besagten Wochenende.
Eine Hochzeitsfeier ist für mich per se schon etwas Besonderes, auch wenn sie nur zwei Stunden dauert. Da nehme ich gern teil, wenn es sich einrichten lässt. Sollte der An-/Abreiseaufwand zu hoch erscheinen, etwa weil das Brautpaar im Ausland heiratet, steht es mir frei, abzusagen.
Je entspannter und druckfreier alles geplant wird, desto schöner ist nach meinen Erfahrungen die Feier für alle Beteiligten. Lieber etwas weniger Drumherum und ein gutgelauntes Brautpaar als zwei gestresste Hauptpersonen, die sich mit den Ansprüchen an ihre eigene Feier zu viel zugemutet haben. Es gibt für eine Hochzeitsfeier so viele Details zu berücksichtigen, da hätte ich gar keinen Kopf für die Organisation von Willkommensgrüßen in Hotels. Da ich sowieso an der Rezeption freundlich empfangen werde, fühle ich mich umsorgt genug, ohne dass das Brautpaar was tun muss;-)Geändert von Inaktiver User (11.06.2019 um 14:39 Uhr)
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11.06.2019, 14:35Inaktiver User
AW: Hochzeitsessen - Preise?
lunete:
Das wäre mir ehrlich gesagt viel zu viel Programm auf einmal, noch dazu mit der eigentlichen Feier zusätzlich zu den Freizeitaktivitäten die Du aufzählst.
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11.06.2019, 14:38
AW: Hochzeitsessen - Preise?
Das waren nur Beispiele, zu einer Familienfeier finden jeweils 1-2 davon statt.
Und manche sind einfach Teil der ohnehin notwendigen Organisation/Arbeit, bspw. Eindecken oder Resteessen, nur dass man es sich schön dabei macht.
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11.06.2019, 14:42Inaktiver User
AW: Hochzeitsessen - Preise?
Ah. Das kann ich mir vorstellen.
Aber hier: Die Gäste sind zufrieden, wir sind es auch - ich dachte nur, ein Update wäre interessant.
Updates zum tatsächlichen Essen gibt es bei Bedarf per PN (Erkennbarkeit, mal wieder), wer es wissen möchte kann nachfragen.
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11.06.2019, 14:45
AW: Hochzeitsessen - Preise?
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11.06.2019, 14:52
AW: Hochzeitsessen - Preise?
Spatzentourist, minino und diverse andere bieten Kindersitz-Verleih an, ebenso kann bei Secondhand-Geschäften gefragt werden.
Wie ein Eltermpaar das nicht auf die Reihe kriegen sollte, ist wirklich ein Rätsel für mich.
Lieb, dass du da engagiert bist, aber ich finde nach wie vor, dass das völlig unnötig ist.



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