Mich nervt das ganze so richtig. Mich nervt mein denken. Mich nervt meine einstellung. Und vorallem nervt mich meine art damit umzugehen.
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Thema: Kein Antrag, warum?
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22.08.2017, 13:59
AW: Kein Antrag, warum?
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22.08.2017, 14:01
AW: Kein Antrag, warum?
Ich habe mir gewünscht, dass er mich aus liebe fragt! Ist das so verwerflich? Andererseits muss ich vielleicht auch zugeben, dass ich der Grund bin wieso es nie dazu kam.
Ich denke ich sollte euch noch einen wichtigen Punkt erzählen. Vielleicht versteht ihr mich dann mehr!
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22.08.2017, 14:02
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22.08.2017, 14:12
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22.08.2017, 14:15
AW: Kein Antrag, warum?
Ich muss sagen, die Antwort macht mich ein wenig fassungslos. Schon wieder das Muster: Er schiebt Dir die Verantwortung zu, dass es der falsche Zeitpunkt für Deine (berechtigte) Frage ist. Schlägt er öfter solche argumentativen Kapriolen oder nur bei diesem emotionalen Thema? Wie hoch schätzt Du die Wahrscheinlichkeit ein, dass er bei anderen emotionalen/unangenehmen Themen ausweicht?
Das wäre mir vor einer Ehe schon wichtig zu wissen... Vor allem, dass meine Wünsche auch gesehen und berücksichtigt werden würden. Da wären mir romantische Gesten ziemlich egal. Ich bin aber echt nicht romantisch veranlagt (da startet bei mir das Misstrauen, weil es so ... symbolische? Handlungen sind). Aber vielleicht wirkt das auch nur durch Deine Schilderungen so kompensatorisch...? Fühlst Du Dich sonst gesehen? Auch bei heiklen Themen?
Es bleibt halt rein rechtlich: Eine Ehe ist ein Vertrag ist ein Vertrag. (Außer für z.B. gläubige Katholiken) Natürlich schließt man den freiwilligen Vertrag idealerweise mit Intention auf "Lebenslänglich"
und mit einer Person, die einem voraussichtlich nicht die Vorhölle auf Erden beschert.
Aber letzlich bleibt eine Eheschließung eine schnöde Vertragsunterzeichnung. Wenn der Leim hält, ist doch alles ok. Garnieren und Schmücken ist ja erlaubt. Ändert aber nix am Inhalt.
Klares Ja von mir. Wenn du das so siehst. Was wäre denn die Alternative?Tja. Und nun? Soll ich ihm klipp und klar sagen, dass ich kein uneheliches Kind möchte?
Das wird jetzt OT, Shingen. Diese Sichtweise wäre schön einfach, ist aber falsch.
Rein auf rechtlicher Ebene kann man Elemente der Gleichberechtigung fest machen: Kita-Plätze etc... Die sind aber nicht zur Gleichstellung der Frau eingeführt worden, sondern zur Ermöglichung der Erwerbsarbeit (Frauen als Arbeitskräfte waren unerlässlich) und zur Erziehung der Kinder dem ideologischen Überbau gemäß (sozialistische Persönlichkeit und so...).
Zwar hat die ökonomische Unabhängigkeit der Frau ein gewisses Selbstverständnis hervorgerufen, aber es gab kaum gesellschaftliche Debatten darüber oder eine große Wahlfreiheit, denn das Einkommen der Frauen wurde in den Familien dringend gebraucht, die Hauptlast der Hausarbeit blieb meist trotzdem an den Frauen hängen (Kinder vor der Arbeit früh um Sechs in die KiTa schaffen, monatlicher Hausarbeitstag, etc.). Die Frauenfrage war marxistischen Überzeugung gemäß mit der Arbeitstätigkeit der Frau gelöst. Nachfragen und Kritik waren unerwünscht.
Und zur Ehe und Scheidung: Es gab einen Kredit, den nur Verheiratete bekamen. Mit jedem Kind wurde ein Teil des Kredits erlassen. Es gab die Wortschöpfung: einen Kredit "abkindern"... Senkte die Scheu, Ehen zu schließen, signifikant.
Mehr Details nur in einem Extrathread...
OT-Ende.
P.S.: Ich brauch hier nen Doziersmiley. Wo ist mein Doziersmiley?!
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22.08.2017, 14:16
AW: Kein Antrag, warum?
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22.08.2017, 14:39Inaktiver User
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22.08.2017, 14:39Inaktiver User
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22.08.2017, 14:58
AW: Kein Antrag, warum?
Er hat schon 2 Kinder mit seiner Exfreundin, die er nie wollte. Das hat sie mir schon selbst erzählt. Er liebt die Kinder trotzdem und geht wundervoll mit ihnen um. Was ich sehr schön finde. Ich denke, dadurch, dass er monatlich genügend für 2 Kinder bezahlt wird er sich gut überlegt haben, ob er das noch einmal tut oder nicht. Mit mir möchte er eine Familie gründen, Kinder, die er sich auch wünscht. Er spricht so oft von Kinder der Liebe. Das glaube ich ihm auch. Unser Problem ist seine Exfreundin, irgendwann war sie nur mehr mein Problem, weil sie sich irgendwann begonnen hat sich zu beruhigen und ich immer noch lerne damit umzugehen. Mich stört sie einfach, obwohl mittlerweile gibt sie mehr Ruhe. Sie war immer unser Grund zu streiten. Wir zwei lieben uns und meinen es ernst miteinander und wir kommen auch wunderbar und bestens miteinander klar. Unser Streitpunkt war immer sie. Und dadurch, dass er immer mit ihr irgendwo zutun haben wird, tja damit klar zu kommen oder das zu akzeptieren, ist auch nicht das einfachste auf der Welt. Ich habe hart gekämpft, ich kam mit der ganzen Situation nicht zurecht. So gar nicht! Er hat immer von Anfang an alles für mich getan und auf mich geschaut. Ich kann ihm nichts vorwerfen. Ich wusste das alles auch schon vor unserer Beziehung. Dennoch hatte ich nicht mal einen Hauch einer Ahnung was da auf uns zukommen würde. Wenn man nicht in dieser Situation ist kann man auch nicht darüber reden! Man hat keine Vorstellung davon. Es ist hart. Man wird mit seinem niedrigsten Sein konfrontiert. Man verspürt Dinge, die man nicht kennt. Man entfernt sich von sich selbst und man schaut sich selbst zu wie man in einem Loch gefangen ist aus dem man nicht heraus findet. Es ist schrecklich. Ich wollte auch nie einen Mann mit Kinder, da gehts gar nicht um die Kinder an sich, sondern die Ex zu erdulden oder zu akzeptieren. Ich bin dennoch diese Beziehung eingegangen und zwar aus Liebe. Und das komische ist. Ich rate das niemandem und wünsche das niemandem, denn eine Ex zu ertragen, die ein einziges Ziel im Sinne hat, und zwar Zerstörung, und glaubt mir, sie hat nichts ausgelassen, das wünsche ich definitiv niemandem! Ich hab trotzdem durchgehalten oder wir, weil für uns klar war/ist, wir zwei für den Rest unseres Lebens. Mit all diesem Wissen, ich würde diesen Weg und diese Hölle noch mal durchgehen, für ihn, weil er es wert ist. Er ist eben alles Wert. Ich liebe genau diesen und keinen anderen!
Ich muss aber eben auch ehrlich zugeben, er hatte es nicht einfach mit mir. Ich war so damit beschäftigt mit dem ganzen klar zu kommen, dass ich ihm keine Stütze war. Aber das hat er auch nie verlangt. Er wollte einfach nur, dass ich es schaffe besser damit umzugehen. Ich war fast bessesen von diesen Umständen und hatte Angst um mein leben. Ich hatte Angst wir würden unser Leben damit verbringen sein 'altes' in den Griff zu bekommen. Aber das war nur ich. Ich wollte/musste täglich darüber reden. Und oft leider mehrmals. Er wusste so oft nicht weiter. Wir wussten so oft nicht weiter. Er sah wie ich litt und da nicht heraus fand und fühlte sich schlecht. Ich wusste nicht raus und wusste nicht wie. Egal was wir durchgemacht haben, wir taten alles aus Liebe. Er hat mir nie und zwar nicht einmal einen Grund zu zweifeln gegeben. Er war immer da und hat alles ihm menschenmögliche und darüber hinaus getan. Das habe ich nie ganz zu schätzen gewusst. Ich dachte sehr lange wie komme ich zu all dem ganzen? Aber ich habe es mir auch ausgesucht. Obwohl ich klar zugeben muss, dass ich zu 100% nicht wusste was es bedeuten würde mit einem Mann zusammen zu kommen, der Kinder hat und wo die Ex das nicht wahr haben will. Ich war ihm keine Stütze, in all der Zeit. Dafür schäme ich mich und es tut mir unendlich leid. Wenn ich anders gekonnt hätte, ich hätte es besser gemacht. Wie auch immer. Es hat sich seit einiger Zeut einiges geändert. Ich darf seit einiger Zeit die Kinder sehen, verstehe mich wunderbar mit ihnen. Es hat sich zum Glück einiges geändert oder ist dabei. Ich fühle mich nicht mehr so ausgeschlossen etc. Ich kann auch für ihn da sein usw.
Ich denke, dass das der Grund ist wieso er noch nicht gefragt hat. Er wünscht sich, dass ich damit besser klar komme und dass ich nicht mehr so leide. Er wusste oft nicht weiter, weil er nicht wollte, dass ich wegen ihm leide oder wegen seiner Vorgeschichte. Er glaubte oft, dass er mir mein Leben wegnimmt, weil ich so derart litt. Kann ich ja auch nachvollziehen. Unsere Beziehung ist irgendwann stehen geblieben. Nicht unsere Liebe zum Glück. Aber wir kamen irgendwann nicht weiter, weil das andere so belastete. Und glaubt mir, wir haben und wir reden viel miteinander. Wir verstehen uns einfach ja auch echt gut. Sie war immer unser Problem. Nun ist in der letzten Zeit etwas weiter gegangen. Ich schaffe es mich mehr auf mein Leben zu konzentrieren also auf unseres und wir wachsen wieder mehr zusammen. Ich denke das könnte ein möglicher Grund seines Nichtfragens sein. Ich bin auch so irritiert, weil er noch nicht gefragt hat, da ich weiss, dass er es ernst mit mir meint. Daran gibt es keinen Zweifel. Ich bin so traurig, weil er es noch nicht getan hat und vorallem, weil ich der Grund bin. Und enttäuscht bin ich, weil ich mir so sehr wünsche, dass er es aus Liebe tut. Und mir gehts nicht um einen Antrag, oder um eine Hochzeit. Mir geht es um seine Liebe zu mir, dass er mich einfach zu seiner Frau haben will. Es muss in beiden Fällen nichts großartiges sein. So bin ich nicht. Wenn er mir im Sitzen, im Stehen, im Liegen sagt, dass er mich heiraten möchte und mich fragt, ob ich das auch möchte reichts. Ich würd auch alleine zu zweit heiraten. Das sind alles unwichtige Dinge. Ich rede mit ihm nicht darüber, nicht, weil ich nicht emanzipiert bin und das dem Mann überlasse, dafür kennt ihr mich schlecht, und das stört mich ja auch, weil es so aussieht oder so ist, dass er das dann entscheiden würde wann. Ich wünsche mir einfach nur aus Liebe seine Frau zu werden und weil ich ihn zum Mann haben möchte. Und meine Angst, dass ich schwanger werde, sowas kann passieren, und wir dann wegen des Kindes heiraten etc.das würde mich richtig traurig machen.
Und dazu kommt, obwohl ich keinen Grund habe, aber dadurch, dass er schon zwei Kinder mit einer Frau gezeugt hat, die er nie geliebt hat und nie Kinder wollte steigt einem schon leider die Angst hoch, er könnte es wieder tun. Aus diesem Grund wäre es gut, wenn es von ihm aus kommt. Und damit es von ihm aus kommt sollte ich nichts sagen. Denn wenn etwas nicht von einem Menschen selbst kommt hat es ja ein bisschen weniger Wert. So sehe ich das. Und jemanden dazu drägen oder jemanden ein Ultimatum stellen oder jemanden dazu bitten bedeutet nicht das gleiche wie wenn jemand aus freien Stücken etwas tut.
Das ist mein Dilemma.
Lg
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22.08.2017, 14:59
AW: Kein Antrag, warum?
Hui. Der Text ist labg geworden.


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