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  1. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn du es nicht verstehen willst, dann eben nicht. Einen religiösen Beistand für eine Partnerschaft halte ich für überflüssig.
    Wo siehst du denn bei einer standesamtlichen Hochzeit einen religiösen Aspekt??

    Dafür gibt es doch die Zivilehe.

    Was soll denn der Unterschied sein zwischen standesamtlicher Ehe und eingetragener Partnerschaft?

  2. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wo siehst du denn bei einer standesamtlichen Hochzeit einen religiösen Aspekt??

    Dafür gibt es doch die Zivilehe.
    Historisch gesehen ist die gesamte Institution Ehe religiös motiviert. Wer das nicht will, will es eben nicht. Gibt auch andere Möglichkeiten.

    Für die TE ist das aber nicht entscheidend, weil sie ja heiraten will. Daher siehe die beiden Möglichkeiten, die ihr bleiben.

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    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Historisch gesehen ist die gesamte Institution Ehe religiös motiviert.
    Das stimmt doch überhaupt nicht. Die Ehe jedenfalls deutlich älter als das Christentum.

    Und ich denke auch, dass für die meisten heutzutage, denen die Ehe wichtig ist, das mit der Religion wenig oder gar nichts zu tun hat. Bei mir jedenfalls ist es so.
    Wieso es da außer der standesamtlichen Ehe noch eine weitere Form geben soll, die nicht Ehe heißt, erschließt sich mir nun wirklich nicht.

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    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn man den klassischen Weg geht, dann kommt man auch meiner Meinung nach um eine Ehe nicht herum, damit die Frau wenigstens theoretisch abgesichert ist. (Dass es praktisch dann auch anders sein kann, darüber müssen wir nicht diskutieren, denke ich.)

    Aber trotzdem sollte man nicht automatisch davon ausgehen, dass jeder in die klassische Schiene verfällt, weil er Kinder bekommt. Es gibt (nicht erst) heutzutage auch andere Möglichkeiten.
    Ich sehe das auch unabhängig vom geplanten klassischen Weg. Man weiß doch nie, was kommt. Sobald man kranke Drillinge hat, ist das Konzept, dass beide beruflich durchstarten, nicht mehr tauglich.

    Eine Ehe bringt mit Kindern einfach mehr Gestaltungsmöglichkeiten, wie die Haus-, Familien- und Erwerbsarbeit aufgeteilt werden kann - und auf die würde ich nicht verzichten wollen. Ich möchte mit keinem Kinder bekommen, bei es nur den Weg geben kann, dass beide gleichmäßig erwerbstätig sind. Das ist mir zu festgelegt - und oft eben "am Leben vorbei". Insbesondere, wenn "Kinder" nicht nur eins oder zwei bedeuten.
    Bei uns ist auch alles anders gekommen als zur Hochzeit geplant (da hatte ich vor "beruflich zurückstecken") - aber auch der neue Weg war nur mit Ehe möglich.

  5. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Wieso es da außer der standesamtlichen Ehe noch eine weitere Form geben soll, die nicht Ehe heißt, erschließt sich mir nun wirklich nicht.
    Schau mal unter dem Stichwort "PACS", ein französisches Modell. Wer negativ denkt, kann es auch als abgesicherte Form der Zeitehe sehen, wer positiv denkt als entritualisierte Form des geregelten Zusammenlebens.

    Was das Religiöse angeht: Das Christentum ist der maßgebliche Motor unserer Gesellschaft.

    Aber auch hier, bringt die TE nicht weiter, nur halte ich es für moralisierend, Beziehungen außerhalb der Ehe die Ernsthaftigkeit abzusprechen.

  6. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ich möchte mit keinem Kinder bekommen, bei es nur den Weg geben kann, dass beide gleichmäßig erwerbstätig sind.
    Bei mir wäre das genau anders herum gewesen. (Konjunktiv deshalb, weil ich nie darüber nachgedacht habe, sondern es für mich selbstverständlich ist, dass beide gleichermaßen berufstätig sind.)

    Aber das alles wird die TE nicht interessieren. Und wenn ich mich recht erinnere, hat sie ihre Entscheidung ja auch schon getroffen, noch mal mit ihm zu sprechen und dann ggfls. die Konsequenzen zu ziehen. (Was ich auch für die einzig sinnvolle Entscheidung halte.)

    Ich drücke der TE für's Gespräch und die Konsequenzen die Daumen.

  7. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei mir wäre das genau anders herum gewesen. (Konjunktiv deshalb, weil ich nie darüber nachgedacht habe, sondern es für mich selbstverständlich ist, dass beide gleichermaßen berufstätig sind.)
    Das schließt aber viele Situationen von vornherein aus - auch solche, die du gar nicht in der Hand hast.

    Das ist was ich meine: funktioniert alles, solange alle jung und gesund sind und alles nach Plan läuft. Was ich aber nicht selbstverständlich finde. Gar nicht.

  8. User Info Menu

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das schließt aber viele Situationen von vornherein aus - auch solche, die du gar nicht in der Hand hast.
    Genau das meine ich.
    Oder anders ausgedrückt - auch wenn man das für den geplanten Lebensweg, in dem es keine Überraschungen gibt und in dem nichts schief geht, vorhat, kann man doch in Situationen kommen, wo das entweder gar nicht geht oder nicht mehr das Passende ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich versteh einfach nicht, wo der Sinn vom Nicht-Heiraten ist, wenn man doch eh zusammenbleiben und den anderen abgesichert haben will.

    Ich kann ja nur von mir persönlich ausgehen. Aber eine Heirat impliziert für mich, mit dem Anderen ein Leben lang zusammenzubleiben. Mag sein, dass ich da eine romantisch-verstiegene Vorstellung habe.
    Und genau da liegt für mich der Casus Knaxus: Ich kann und will diese Garantie Niemandem geben.
    Der einzige Mensch, dem ich versichern kann, dass ich ihn immer lieben und schützen werde, ist mein Kind.
    Momentan gilt das zwar auch für meinen Partner, aber ich kann nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass das auf ewig so bleibt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ist der Nutzen, dafür lieber einen Notar zu bezahlen, nur damit man sich dem maximal nähert, was man durch eine Heirat vollumfänglich bekäme??
    Ich kann mir gut vorstellen, dass man beim Notar um Einiges preiswerter wegkommt als bei so mancher Hochzeit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ist ja Quatsch.
    Es geht ja auch um steuerfrei erben. Als Partner bekommt man auch mit Testament nur 20.000 € steuerfrei. Als Ehepartner 240.000 €. Das kann schon viel ausmachen.
    Hm.
    Falls ich überhaupt jemals heiraten sollte (hab mich die letzte 5 Jahrzehnte ja erfolgreich gedrückt ), dann werden steuerliche oder geldliche Aspekte keine Rolle spielen. Egal wie sinnvoll das vielleicht wäre.
    Zu romantisch evtl., wie gesagt.

  10. Inaktiver User

    AW: Er will nicht heiraten

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zu romantisch evtl., wie gesagt.
    Hm.

    Was wär denn romantisch am Wissen, der Partner müsste das gemeinsame Haus verkaufen, weil er die hohe Erbschaftssteuer als Lediger nicht anders finanzieren könnte?

    Dass mir das Wohlergehen von jemand am Herzen liegt, auch über meinen Tod hinaus, das find ich schon schwer romantisch.

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