Die Unterhaltsgeschichte gilt allerdings auch nur eingeschränkt. Und auch nur dann, wenn die/der Unterhaltspflichtige nach der Scheidung noch unterhaltsfähig ist. Da ist eben auch viel Theorie dabei.
(Grundsätzlich bin ich aber auch dafür, dass sich die Vor- und Nachteile die Waage halten.)
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Thema: Er will nicht heiraten
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18.11.2016, 14:48Inaktiver User
AW: Er will nicht heiraten
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18.11.2016, 14:56
AW: Er will nicht heiraten
Möchtest du Familie gründen?
Findest du das auch ein "abstraktes Ziel"?
Selbstverständlich geht es nicht darum, "irgendjemanden" zu heiraten, nur um verheiratet zu sein.
Aber was nicht passt, das passt nicht. Und wer den letzten Schritt nicht hätte gehen wollen, der hätte nicht zu mir gepasst - so einfach ist das.
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18.11.2016, 15:04Inaktiver User
AW: Er will nicht heiraten
Es ist doch ganz rational so, dass ein Staat sich organisieren muss, und irgendeine Dokumentation braucht es halt, wenn jemand was vererben will etc. Wer als Einheit betrachtet werden will, der muss das eben in irgendeiner Form beglaubigen lassen. Sonst kann ich heut dir meine Rente übertragen, und morgen wieder wem anders.
Dann hab ich ja innerhalb der Ehe verschiedene Formen, Gütertrennung, Gütergemeinschaft, Zugewinngemeinschaft.
Oder ich regel das eben über Verträge, was zu regeln ist.
Irgendwelche weiteren Zwischenformen machen für mich daher einfach keinen Sinn, man kann doch nicht alle und jede Sonderlocke wieder als Variante einführen? Nur weil einer sich am Wort Heirat stört???
Noch dazu bleibt es eben emotional so: wer klassisch heiratet verpflichtet sich am meisten - und daher wird es auch immer als die verbindlichste Form angesehen werden.
Das ist doch nicht zu lösen durch immer schwächere Formen der Verpflichtung, die dann aber bitteschön als gleich ernsthaft angesehen werden wollen, obwohl sie sich weigern, sich auf diese Ernsthaftigkeit festlegen zu lassen.
Das ist dann halt die logische Folge davon, wenn ich mich nicht verpflichten will wird das halt auch als weniger verbindlich angesehen. Was sonst????
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18.11.2016, 15:07
AW: Er will nicht heiraten
Ob man Kinder will oder nicht ist unter keinen Umständen abstrakt sondern eine Lebensentscheidung mit erheblichen Auswirkungen. Ob ich Kinder will oder nicht, ist im Zweifel auch nicht davon abhängig, mit wem man gerade zusammen ist, sondern für die meisten Menschen ein ganz grundsätzlicher Wunsch.
Das Konzept der Heirat ist für mich allerdings jedenfalls solange abstrakt, solange es quasi als Lebensziel hingestellt wird, das unbedingt verwirklicht werden muss, selbst um den Preis, dass man den Menschen den man liebt, dann eben verlassen muss. Anders als die Frage Kinder ja/nein ist für mich die Frage Hochzeit ja/nein gar nicht denkbar, ohne dass sie an eine konkrete Person geknüpft ist.
Im schlimmsten Fall hat man dann den Mann seines Lebens in den Wind geschossen, und am Ende hat man weder Liebe noch jemanden "zum Heiraten" gefunden.
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18.11.2016, 15:11Inaktiver User
AW: Er will nicht heiraten
Mein Ansatz ist ein anderer: ich verlasse wenn dann einen Mann, der sich nicht festlegen und voll und ganz für mich entscheiden kann. Sprich: zusammenleben ja, heiraten nein.
Da hält sich der Verlust dann in Grenzen.
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18.11.2016, 15:20Inaktiver User
AW: Er will nicht heiraten
Solange Scheidungen legal sind, ist das mit dem "Festlegen" aber auch nur Theorie. Man kann das "Festlegen" auch jederzeit wieder kündigen.
Wie ein paar in meinem Umfeld, dass vor der Hochzeit etliche Jahre zusammen war und sich dann 6 Monate nach der Hochzeit getrennt hat. (Die Frau ist direkt nach der Trennung zu ihrem neuen Freund gezogen.) Soviel zur Verbindlichkeit einer Ehe...
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19.11.2016, 00:49
AW: Er will nicht heiraten
Das kann einem genauso passieren, wenn man einen Mann, der keine Kinder möchte, in den Wind schießt.
Würdest du mit einem Mann, der dich nicht heiraten möchte, Kinder bekommen wollen bzw. Familie gründen?
Und auch unabhängig davon wäre ich nicht mit einem Mann zusammengeblieben, der die Beziehung mit angezogener Handbremse fährt, der nicht bereit ist, die übliche und bewährte Form der größtmöglichen Verbindlichkeit einzugehen.
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19.11.2016, 09:23
AW: Er will nicht heiraten
Trotzdem geht eine Ehe, auch mit anschließender Scheidung, mehr in Richtung Festlegen als "niemals heiraten": Es gibt mehr Verwaltungsaufwand, rechtliche und finanzielle Folgen hat man dann auch zu tragen. Oft auch nach der Scheidung.Solange Scheidungen legal sind, ist das mit dem "Festlegen" aber auch nur Theorie. Man kann das "Festlegen" auch jederzeit wieder kündigen.
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20.11.2016, 10:26Inaktiver User
AW: Er will nicht heiraten
Es hilft alles nichts: zu einer Ehe "nötigen" kann man heute keine/n mehr, z.B. wegen der Leute, wegen einer Wohnung, die man nur als Ehepaar bekommt oder um überhaupt Sex haben zu dürfen/zu können...... Auch das Totschlagargument "wenn du mich wirklich liebst, dann heiratest du mich auch" zieht nicht mehr so ganz. Ab und an aber durchaus noch, ist mir zu Ohren gekommen
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Fakt ist: wenn zwei diesbezüglich nicht gleich ticken wird das halt nichts mit der Beziehung, ein Kompromiss ist nunmal nicht möglich, denn "ein bisschen verheiratet" geht nicht....
Wobei die Bedeutung der Ehe als "Institution" anscheinend langsam abnimmt, wie u.a. hier zu lesen ist.
Gruß Elli
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20.11.2016, 10:43
AW: Er will nicht heiraten
Wobei für mich vieles, was in deinem Link erwähnt wird, Elli, nicht wirklich etwas mit "Ehe als Rechtsbegriff" zu tun hat, sondern auch in einer auf Dauer ausgelegten Partnerschaft selbstverständlich wäre....wichtige Entscheidungen ( Ortswechsel wegen beruflicher Möglichkeiten, Jobwechsel generell...sowas halt..) mit dem Partner/der Partnerin zu besprechen.
Dass statt einer "romantischen" Ehe eher eine "partnerschaftliche" Ehe gewünscht wird, finde ich nicht so atemberaubend neu...man schließt eine Ehe durchaus aus romantischen Gefühlen, im Alltag ist gelebte Partnerschaft wichtig.
Das war im meinem Elternhaus so, wobei meine Eltern durchaus eine "traditionelle" Ehe geführt haben, mein Vater verdiente die Kohle, meine Mutter hielt zu Hause den Laden am Laufen. Allerdings entschied er wohl nie über ihren Kopf hinweg, egal, worum es ging, und er wertschätzte ihre Arbeit als Hausfrau und Mutter durchaus.
In meinem Bekanntenkreis häufen sich derzeit die Hochzeiten, die ich als "pragmatisch" bezeichnen würde- gerade dann, wenn der Bräutigam einige Jahre älter ist als die Braut. Meist ist sie dann so Anfang 50, Er Ende 50, sie sind zum Teil Jahrzehnte ein Paar und haben mehrere gemeinsame erwachsene Kinder- und nun wird der Rente wegen geheiratet. Also, um ihr den Anspruch auf Witwenrente zu sichern, im Notfall.



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