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    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Tja, wahrscheinlich das Glocken läuten, die Blumen, der Raum, das ganze Ambiente und vielleicht auch der Geistliche (als Zeremonienmeister ) Und den Gottesdienst nimmt man dann halt als lästiges Übel mit - bedeutet ja eh nichts!
    Den Gottesdienst würde ich nicht als lästig empfinden, im Gegenteil.
    Du hast dir also selbst die Antwort gegeben, was ich daran schön und romantisch fände ;) Vermutlich genau das, was jeder andere Christ (okay, ich bin keiner, aber na ja) auch daran findet und weswegen er dort heiraten will.

  2. Inaktiver User

    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Zitat Zitat von John_Sheridan
    Vermutlich genau das, was jeder andere Christ (okay, ich bin keiner, aber na ja) auch daran findet und weswegen er dort heiraten will.
    Als gläubiger Christ heiratet man in der Kirche, um den Segen Gottes zu empfangen und vor Gott und der Gemeinschaft der Kirche den Ehebund zu schließen, nicht wegen dem Drumherum!

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    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Hmm... ja, tut mir leid, ich hab da wohl einfach ein anderes Verständnis von Romantik. Weißt du, ich glaube auch "im Herzen" (wo auch sonst - meinen Verstand lass ich nicht außen vor, aber allein mit der Vernunft zu glauben, au weh, damit macht man ein philosophisches Fass ohne Boden auf...), mir ist die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft (Gemeinde) wichtig, nicht aber die zu einer "Kirche".

    Und gerade deshalb finde ich es ja befremdlich, das Ritual für sich übernehmen/adaptieren zu wollen, noch dazu an einem für andere Menschen sakralen Ort. Wie gesagt, es gibt ja die Möglichkeit der standesamtlichen Trauung in einem Kirchengebäude, für mich noch der nachvollziehbarste Kompromiss, wenn es um die "schöne Stimmung" gehen soll.

    Gut, das bleibt alles dir benommen, aber wäre ich Gemeindeälteste/Pastorin, sähe ich es nicht ein, hier als Dienstleister aufzutreten. Anders wäre es, wenn jemand sagte, hey, ich gehöre nicht zu dem, was ihr da Kirche nennt, will mich aber trotzdem unter den Segen Gottes stellen, den würde ich keinem verwehren wollen.

    Ich hab jahrelang um eine Gottesbeziehung ohne religiösen/konfessionellen Überbau (keine Sorge, ist nicht leicht zu erklären und ich werde es auch nicht versuchen) gekämpft.
    Wenn dann jemand ausdrücklich nach den Hüllen der Religion ohne den lebendigen Sinn dahinter verlangt, bekümmert mich das eben etwas.
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

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    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Hallo John_Sheridan,

    gut, dass Du Dich nochmal dazu meldest - ich find es immer unsäglich, wenn sich der/die Threaderöffner dann nicht mehr äußern, während heiß diskutiert wird...

    Zitat Zitat von John_Sheridan
    Na jaaaaa....sinngemäß:'das bescheuertste, was ich je gehört hab'
    Das war ich und ich stehe dazu. "Das Blödeste" war es allerdings. So, wie Du Deine Frage zu Beginn gestellt hattest (sinngemäß: Taufen lassen - Heiraten - Austreten), WAR es das Blödeste, was ich seit längerem gehört habe. Und wie kann es persönlich gemeint sein, wenn wir uns nicht kennen?

    Und ja, ich bin gläubig, nur nicht in dem Sinne wie ihr es vielleicht versteht. Ich denke zum Beispiel nicht, dass Mitgliedschaft in der Kirche dafür notwendig ist oder jeden Sonntag zum Gottesdienst gehen.
    Da bin ich völlig Deiner Meinung. Weswegen für mich NIE eine Taufe in Frage kommen würde. An die Existenz Gottes (oder eines höhren Wesens, wie auch immer man das sehen mag) kann ich auch ohne diese Einrichtung Kirche glauben. Tu ich auch. Aber umso weniger kann ich nachvollziehen, dass Du/Ihr den Wunsch habt, Eure Hochzeit in eben jener Institution abzuhalten - wenn Du doch eine Mitgliedschaft in eben jener nicht für notwendig hältst...

    Wie es dennoch möglich ist? Du (als Gläubiger) lässt Dich evangelisch taufen. Dann könnt Ihr kirchlich heiraten. Deine Freundin muss dazu nicht in die Kirche eintreten. Da Du eh glaubst - mach es doch. Und bleib dann halt drin als passives Mitglied. Was die allermeisten heute sein dürften - ich kenne zwar fast nur Leute, die in der Kirche sind - aber niemanden, der wirklich hingeht... Aber sofortiges wieder Wiederaustreten fände ich ziemlich scheinheilig (im Wahrsten Sinnne des Wortes *gg*)

    LG, Ete
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

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    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Zitat Zitat von John_Sheridan
    Aaaaaaaalso. Ihr interpretiert hier einiges rein, was nicht stimmt.
    Das ist zugegeben mein Fehler, da ich nicht genug geschrieben habe.
    Dass ich nicht getauft bin, ist keine Sache des Glaubens. Ich glaube sehr wohl. Da sich damals aber jeder Priester weigerte, mich zu taufen, weil meine Mutter nicht getauft ist (yay.. -.-') bin ich es halt notgedrungen auch nicht.
    Notgedrungen nicht. Taufe ist an kein Alter gebunden. Ich kann mir nur vorstellen, dass ein Priester ein Kind nicht taufen will, wenn die Eltern keine Anbindung an die Kirche haben. Wäre ja auch etwas seltsam, oder? Ungefähr so seltsam wie eure Idee mit der kirchlichen Trauung...

    Wenn ein Kind/Mensch alt genug ist, selbst glaubhaft den Wunsch nach der Taufe zu äußeren, wird dies wohl kein Priester zurückweisen.

    Ansonsten glaubst Du vielleicht irgendwie, aber doch nicht im engeren Sinne christlich. Der christliche Glaube ist einer, der von Gemeinschaft lebt. Jeder glaubt alleine vor sich hin, ist ein sehr un-christlicher Gedanke.

    Ich will Dir Deinen Glauben nicht madig machen, aber ich finde, man sollte eine Form der Trauung wählen, die zu einem passt. Und wenn Dein Glaube mit der Institution Kirche und der Gemeinschaft einer Gemeinde nichts zu tun hat, was soll dann eine Trauung in dem Rahmen?

    Wenn Du lieber alleine für Dich glaubst, dann sucht doch eine Trauform, die dazu passt.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

  6. Inaktiver User

    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Zitat Zitat von Eteterfon

    Da bin ich völlig Deiner Meinung. Weswegen für mich NIE eine Taufe in Frage kommen würde. An die Existenz Gottes (oder eines höhren Wesens, wie auch immer man das sehen mag) kann ich auch ohne diese Einrichtung Kirche glauben.
    @ Eteterfon

    Warum meinst Du, daß Taufe für Dich nicht in Frage käme? Taufe hat doch nichts mit Kirche und Mitgliedschaft zu tun sondern ausschließlich mit dem Glauben.
    Wenn Du an Gott glaubst und an Gottes Sohn, ist das sich-taufen-lassen ... ich nenn es jetzt mal "logische Konsequenz" des Glaubens...?

    Liebe Grüße
    Loewenblume

  7. Inaktiver User

    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    @ Eteterfon

    Warum meinst Du, daß Taufe für Dich nicht in Frage käme? Taufe hat doch nichts mit Kirche und Mitgliedschaft zu tun sondern ausschließlich mit dem Glauben.
    Wenn Du an Gott glaubst und an Gottes Sohn, ist das sich-taufen-lassen ... ich nenn es jetzt mal "logische Konsequenz" des Glaubens...?

    Liebe Grüße
    Loewenblume
    Wenn Du den christlichen Glauben meinst, so hat Glaube immer etwas mit Kirche zu tun, da die Gemeinschaft der Gläubigen (Kirche) nicht von dem einzelnen Gläubigen getrennt gesehen werden kann.

    Glaube ist keine Privatgeschichte, wie es im Buddhismus gesehen werden kann. Das kannst Du auch z.B. im christlichen Glaubensbekenntnis, einem Fundament dessen, was Glaube ausmacht, gern nachlesen.

    Die Taufe ist kein Privatkontrakt mit Gott sondern eine Aufnahme in die Gemeinschaft.

    Oder sollte man vor kurzem da etwas geändert haben?

  8. User Info Menu

    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Zitat Zitat von Edelherb
    Taufe ist an kein Alter gebunden.
    Jedoch ist die Kindstaufe nicht biblisch begründet, sondern eine Erfindung der Kirche. Ich finde es sinnvoll, Kinder erst dann zu taufen, wenn sie sich bewußt dafür entscheiden können.

    Gruß vom als Kleinkind getauften
    blauen Himmel

  9. Inaktiver User

    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Hallo Vita,

    durch die vorangegangene Diskussion hatte ich in meiner Frage Kirche mit "evangelischer / katholischer Kirche" gleichgesetzt.
    War unkonkret ausgedrückt, sorry.

    Ich ändere / ergänze meine Frage an Eteterfon noch mal etwas:
    Bist Du der Ansicht, daß die Voraussetzung für die Taufe die Mitgliedschaft in der evangelischen / katholischen Kirche ist?

    Liebe Grüße
    Loewenblume

  10. User Info Menu

    AW: Kirchlich heiraten, obwohl beide nicht getauft sind?

    Hallo Loewenblume,

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich ändere / ergänze meine Frage an Eteterfon noch mal etwas: Bist Du der Ansicht, daß die Voraussetzung für die Taufe die Mitgliedschaft in der evangelischen / katholischen Kirche ist?
    Das nicht unbedingt - aber das eine hat doch das andere zufolge, oder nicht? Zumindest in der Regel. Sonst müsste man es ja handhaben, wie es der Threaseröffner angedeutet hatte: Taufen lassen und dann sofort austreten. Um eben getauft zu sein, damit seinen Glauben an Gott etcpp. zu festigen bzw. für sich selbst dieses "Getauftsein" zu haben - aber nicht in dieser Gemeinschaft zu sein, weil man es nicht will. Wäre auch irgendwie komisch so, oder? Klar, man kann auch gläubig sein und trotzdem aus der Kirche ausgetreten, weil man die Institution nicht mag. Hat meine Mutter z. B. so gemacht - wurde katholisch erzogen, hat als Kind die Kirche und die Rituale dort geliebt. Glaubt noch heute durchaus an Gott - aber nicht an die Bibel und die Kirche. Das schon seit 40 Jahren oder so nicht mehr.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Warum meinst Du, daß Taufe für Dich nicht in Frage käme? (...) Wenn Du an Gott glaubst und an Gottes Sohn, ist das sich-taufen-lassen ... ich nenn es jetzt mal "logische Konsequenz" des Glaubens...?
    Tu ich nicht. Ich glaube nicht an Gott in dieser Form und schon gar nicht an "Gottes Sohn". Vieles davon halte ich für eine Erfindung der Kirchen. Ich schrieb lediglich weiter oben, dass ich durchaus glaube, dass es ein höhres Wesen geben könnte - sei es nun Gott oder MutterErde oder was auch immer. Ob es das herzliebe Jesulein gegeben hat oder nicht, ist mir dabei herzlich egal. Eine raufe käme für mich also nicht in Frage.

    LG, Ete
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

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