Ich habe schon einmal eine Hochzeit verschoben, d.h. abgesagt. Es fing damit an, dass mein Verlobter eine grosse Hochzeit wollte (und einen Empfang in einer anderen Stadt) und immer mehr Leute einladen wollte als ich. Ich wollte keine Leute dabei haben, die ich noch nicht kannte.
Aber, das ist wohl in den USA so ueblich. Das hatte wohl viel an unseren Differenzen zu tun. Ich war so ueberlasted (wollte z.B. keine Schulden machen wegen der Hochzeit) und wuetend auf ihn, dass ich keine Lust mehr hatte.
Als noch ein paar Schreckensnachrichten kamen (mein Vater hatte einen Schlaganfall und konnte nicht kommen, mein liebster und einziger Onkel hatte keine Zeit, huh?) bekam ich eine Guertlerose im Gesich und habe gesagt ich kann nicht mehr die Hochzeit planen. Wir haben dann ein kleines Fest gefeiert mit den Leuten, die schon gebucht haben und die tatsaechlich auch in den Raum passten
Wir hatten auch einen kleinen Empfang in der anderen Stadt und es war ok. Wir wollten zusammen bleiben aber ein paar Sachen muessen sich noch aendern, bevor wir heiraten koennen. Und da arbeiten wir dran.
Also, es muss nicht immer das Ende einer Beziehung sein. Und etwas kalte Fuesse hatte ich auch!
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Thema: Hochzeit verschieben
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06.07.2016, 21:57
AW: Hochzeit verschieben
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07.07.2016, 01:54
AW: Hochzeit verschieben
So kommt sie aber keinen Schritt weiter.
Sie will alles - die Hochzeit absagen, aber nicht die Konsequenzen davon tragen und weiter alle Möglichkeiten offen haben. Das ist aber nicht im Angebot.
Oben wurde es schon einmal geschrieben - sie kann heiraten und die Konsequenzen davon tragen, oder sie kann die Hochzeit absagen und die Konsequenzen davon tragen.
Stattdessen bemitleidet sie sich selbst, wie arm sie dran ist, dass es im Leben für sein Handeln Konsequenzen gibt.
Um sich zu entscheiden, müsste sie mal reflektieren, was da abgelaufen ist und abläuft in der Beziehung und in ihr, ob es überhaupt einen Prozess Richtung Eheschließung und Entscheidung füreinander gegeben hat, etc.
Für mich sieht es auch so aus, als sei klar, was die richtige Entscheidung ist - aber sie würde nicht dahinter stehen, egal was sie macht. Also muss sie sich "an die Arbeit machen" und ihr Empfinden hinterfragen und beleuchten. Nicht nur Schafwolle hat Fragen dazu gestellt, auch andere, und ich habe gleich vorne einige m.E. relevante Fragen gestellt.
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07.07.2016, 09:02
AW: Hochzeit verschieben
Hallo,
ich möchte bitten, mit der TE zu sprechen und nicht über sie.
Auch bitte ich darum, Spekulationen zu unterlassen.
Danke!
Lunete, Moderation
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07.07.2016, 16:46
AW: Hochzeit verschieben
Unentschieden, dir ist schon klar dass wir hier nicht über irgendwelche Macken sprechen, die dich an deinem Partner stören. Es geht hier ja um etwas sehr essentielles, was dich zweifeln lässt: deine Liebe zu ihm! Und das ist für mich etwas sehr ausschlaggebendes. Nach dieser langen Zeit der Beziehung bist du mit deinem Partner zwar immer noch stark verbunden, aber wohl eher freundschaftlich/neutral. Die romantische und begehrende Liebe scheint aber nicht mehr in dem Maß vorhanden zu sein, um diesen nächsten Schritt, die Hochzeit, zu gehen.
Es kann sein dass dein Partner deine Entscheidung so nicht akzeptieren kann und will und sich trennt. Das kann passieren... Hast du dich mit diesem Szenario mal auseinandergesetzt und in Gedanken durchgespielt? Was lösen diese Gedanken bei dir aus? Panik oder doch eher eine gewisse Gleichgültigkeit? Wäre es ein "Befreiungsschlag" für dich?
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07.07.2016, 19:16
AW: Hochzeit verschieben
Ich finde es auch schwierig, nach vielen Jahren zusammen zu heiraten. Denn, die "begehrende Liebe" ist meistens nach 2-3 Jahren vorbei und in der Zwischenzeit muss etwas anderes dazu gekommen sein. Das wuerde ich mal die "bestehende Liebe" nennen und da kommt zu dem (schwindenden) Begehren auch noch Respekt, Vertrauen und Mitgefuehl dazu.
Aber, das ist dann meistens nicht so lodernd wie die begehrende Liebe am Anfang. Da kenne ich Paare, die haben eben noch in den ersten 2 Jahren geheiratet und haben sich die groessten (etwas peinliche) Schwuere auf ihrer Hochzeit gesagt und dann spaeter sieht man sie wie sie sich an einer Strassenecke anschreien
Nix mehr "meine grosse Liebe".
Und dann gibt es welche, die schon lange zusammen sind und wo das Verliebtsein vielleicht nicht mehr so im Vordergrund steht - aber das kann auch immer wieder kommen und gehen in einer Beziehung. Nur so mal etwas Weisheit von einer etwas aelteren Braut.
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08.07.2016, 04:51
AW: Hochzeit verschieben
Liebe TE,
Ich denke, Du wolltest zwar einerseits schon die Hochzeit, das Offizielle, das Fest etc. Aber nun, wo es naeher rueckt, kommen die Zweifel. Habe ich mich genug ausgelebt? Wird mir der eine Mann auf Dauer reichen? Haette ich jemanden finden koennen, der noch besser passt? Habe ich irgendwas verpasst? Aus eigener Erfahrung denke ich, dass man nicht unbedingt etwas verpasst hat, aber das weiss man erst, wenn man es ausprobiert hat.
Nach 6 Jahren Beziehung habe ich mich mit Mitte 20 getrennt. Mir wurde im Laufe der Zeit klar, dass wir unterschiedliche Ziele im Leben hatten bzw. es entwickelte sich dahin. Ich haette mich zu sehr verbiegen muessen, um „sein“ Leben mit ihm zu leben und das kam fuer mich nicht in Frage. Heirat stand damals noch nicht zu Debatte, da wir noch so jung waren, aber ich wusste eigentlich nach 4,5 Jahren, dass das nichts fuer die Dauer ist und ich mir ein gemeinsames Leben mit ihm nicht mehr vorstellen konnte. Wie war das bei Dir? Wann kam die Entscheidung zur Heirat und die Gespraeche, wie Ihr Euch Eure gemeinsame Zukunft vorstellt? Hat sich damals noch alles gut angefuehlt oder hattest Du bereits Zweifel? Ich glaube nicht, dass ein weiteres Jahr mehr Klarheit bringt. „Passt“ es fuer Dich nicht bezogen auf die Groesse und Art der Feier oder ist es in erster Linie so, dass Du Dir nicht mehr sicher bist, ob das als Paar dauerhaft eine gute Idee ist? Was sind Eure Plaene fuer die naechsten Jahre? Wo/wie wollt Ihr leben? Laendlich, Kleinstadt, Grossstadt, Ausland? Wie sieht es beruflich aus? Seid Ihr beide bereits „angekommen“ (soweit man das heutzutage noch kann), oder stehen da noch grosse Veraenderungen bevor, die bereits jetzt absehbar sind? Habt Ihr beide das Gefuehl, Euch innerhalb der Beziehung ausreichend verwirklichen zu koennen? Stellt Ihr Euch die Zukunft mit eigenen Kindern vor?
Aus dem Bekannten- und kollegenkreis kenne ich einige Leute, die nach, 8, 10, 12 Jahren Beziehung vor der Entscheidung Trennung oder Hochzeit standen. Diejenigen, die sich fuer die Ehe entschieden waren recht bald wieder getrennt. Und in beiden Faellen sagten die Betroffenen „eigentlich war es nach 5 Jahren klar, dass es nicht so richtig passt“.
Eine Verwandte heiratete nach 10 gemeinsamen Jahren ihren langjaehrigen und ersten Freund. Keine 6 Monate spaeter waren sie getrennt. Das hinterliess bei allen Gaesten einen faden Nachgeschmack. Die Feier wurde groesstenteils von den Eltern finanziert so dass zum Glueck keine Schulden daraus resultieren aber begeistert waren die natuerlich auch nicht.
Eine ehemige Kollegin verschob den lange feststehenden Termin, da sie beide in einer unklaren Jobsituation waren und in der Situation keine Schulden machen wollten. Die Hochzeit wurde im Jahr danach tatsaechlich nachgeholt, allerdings mit weniger als 3 Monaten Vorlauf. Die Braut war dann enttaeuscht, dass es vielen Gaesten zu kurzfristig war und kaum Familie angereist war (weite Anreise, mit Urlaub verbunden). Ich denke, da schwang auch ein wenig „na, wer weiss, ob es dieses Mal wirklich was wird“ mit. Ich denke trotzdem, dass ihre Entscheidung richtig war. Das ganze auf Pump durchzuziehen haette ihr nichts als schlaflose Naechte bereitet und die Leute, denen es wichtig war, haben es auch moeglich gemacht. Fuer einige Gaeste mit Familie war es natuerlich nicht moeglich und es hat mir fuer die Braut sehr leid getan, dass man die anwesende Verwandschaft an einer Hand abzaehlen konnte.
Im Freundeskreis habe ich zwei „legitime“ Verschiebungen erlebt. Bisher war lediglich ein „save the date“ ausgesprochen worden. In beiden Faellen gab es Probleme mit dem Veranstaltungsort bzw. den jeweiligen Betreibern woraufhin dann beschlossen wurde, woanders zu feiern, und moegliche Termine natuerlich weiter in der Zukunft lagen. In beiden Faellen wurde abgesagt mit dem Hinweis auf Verschiebung ins jeweils naechste Jahr. Und in beiden Faellen wurde auch jeweils im naechsten Jahr gefeiert. Allerdings kamen die jeweiligen Absagen 4-6 Monate vor dem anvisierten Termin, und aufgrund der bisher nicht erfolten konkreten Einladung gab es keine Probleme mit Geschenken/Garderobe/Reisebuchungen.
Dein Problem ist jetzt – Du hast keine Zeit mehr aus der Sache rauszukommen, ohne massiv Porzellan zu zerschlagen. Stornokosten werden auf Euch und z.T. sicher auch auf Eure Gaeste zukommen. Allerdings ist das ganz sicher das geringere Uebel (und weitaus guenstiger), als das jetzt alles „durchzuziehen“ und sich Monate spaeter einzugestehen, dass man es besser gelassen haette. Auch solltest Du Dir im Klaren sein, dass es die Option „verschieben“ mit Deinem Mann nicht geben wird. Und ich kann ihn verstehen. Einfach verschieben, Du hast den Druck weg, kannst Dich noch ein wenig ausprobieren, und dann hoffentlich Dir in einem Jahr sicher sein und dann schoen feiern, Dein Mann ist noch an Deiner Seite und alle Gaeste finden’s toll – ich denke, dass dies Deine Traumversion ist, aber die gibt es nicht in der Realitaet.
Geh‘ in Dich, sprich mit ihm, guten Freunden, Deiner Familie, dem Pastor. Was ist Dir fuer Dein Leben wichtig und moechtest Du es mit ihm verbringen? Wenn ja, dann tu es, aus voller Ueberzeugung, und geniesst Eure Feier. Und wenn nicht, dann bewahre Euch beide vor einem grossen Fehler. Diese beiden Moeglichkeiten hast Du.
Ich wuensche Dir alles Gute fuer Deine Entscheidung und Dein weiteres Leben.
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08.07.2016, 07:21
AW: Hochzeit verschieben
ich habe zweieinhalb mal gescheut, wobei das halbe eine Teenager-Verlobung war, die ich selbst nie ernst genommen hatte.
Die erste: ähnliche Zweifel, ganz tief im Innersten wusste ich, dass an diesem tollen, gutaussehenden Mann Vieles schätzte und Einiges bewunderte, dass wir aber nicht wirklich zusammenpassten, trotz mancher Übereinstimmung.
Beim zweiten Mal Unsicherheit aus Angst vor der eigenen Courage, aber ganz klar: Liebe. Also durch und gut wars
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08.07.2016, 10:09Inaktiver User
AW: Hochzeit verschieben
Du schreibst, du bist dir unsicher, ob er der Richtige ist und ertappst dich manchmal bei dem Gedanken, dich für andere Männer zu interessieren und sie kennenlernen zu wollen. Hast du deinem Verlobten das genau so gesagt? Dann ist es mir vollkommen unverständlich, dass er an der Hochzeit festhält...unter solchen Umständen würde ich (!) nicht geheiratet werden wollen.
Zitat von Unentschieden
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10.07.2016, 10:32
AW: Hochzeit verschieben
@Sandra: Ich bin mir fast sicher, dass Unentschieden ihm das mit den anderen Männern noch nicht gesagt hat. Wenn sie ihm gesagt hätte dass sie durchaus auch Interesse an anderen Männern hat, dann würde er an der Idee heiraten zu wollen wohl nicht mehr länger festhalten.
Unentschieden, ist dem so? Hast du ihm die wahren Gründe deines Zögerns mittlerweile genannt? Ich denke, dass du es noch nicht gemacht hast, weil du seine Konsequenzen fürchtest. Ich denke dass deine Angst, nochmal von vorne beginnen zu müssen, im Moment noch stärker ist als deine Zweifel am Sinn dieser Hochzeit.
Vielleicht wäre es gut, wenn du mal eine Weile verreist- alleine oder mit einer guten Freundin. Gib deinen Gedanken Zeit und Raum, um dir darüber klar zu werden was du wirklich willst. Das Leben wird immer Entscheidungen mit sich bringen und von dir einfordern- auch wenn die Konsequenzen daraus erst einmal heftig sind...
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11.07.2016, 15:57
AW: Hochzeit verschieben
Wahrscheinlich wäre das schon machbar, zumal man das ja bestimmt auch selbst machen kann aber ändert es wirklich was an der Situation? Immerhin wäre die Hochzeit dann ja nur für ein paar Wochen verschoben und sie hätte immer noch diesen Druck im Hinterkopf dass sie sich bald entscheiden muss...
Träume nicht dein Leben, sondern leben deinen Traum.


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