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    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Wir wissen aber vorliegend nicht, ob die Frau plötzlich und unerwartet oder zB nach einer Krebserkrankung gestorben ist.


    Andererseits brauchen viele Menschen lange aus dem Loch der Trauer wieder herauszukommen, gerade bei langen Partnerschaften, aber die Länge der Trauerphase ist kein Indiz für die Tiefe der Liebe.


    Wir wissen auch nicht, ob die andere Frau schon vor dem Tod der Frau eine Rolle gespielt hat.
    So ist es. Jeder trauert anders, da gibt es kein festes Schema.

    Die Frau kann vielleicht schon eine Rolle vor dem Tod der Ehefrau gespielt haben und es könnte genau so gut auch einen anderen Mann im Leben der Frau gegeben haben. Alles möglich. Manchmal wissen ja nicht einmal Familienangehörige wirklich, wie der Zustand der Ehe ihrer Kinder und Geschwister war und sind vollkommen überrascht, wenn sich das Paar plötzlich scheiden lässt.
    Es gibt viele Möglichkeiten, eine davon ist, dass der Mann seine Frau sehr geliebt hat und eben kurz offiziell trauert, deshalb seine Ehefrau aber dennoch sehr vermisst, das wissen wir doch nicht.

    Was ist eigentlich, wenn eine Ehe schon kurz vor der Scheidung stand und einer der Partner stirbt - müsste dann in so einem Fall auch auf der Einhaltung des Trauerjahres bestanden werden?

  2. Moderation

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    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja auf der einen Seite steht die Trauer der Eltern - der Mann hat seine Frau verloren und der Sohn seine Mutter - gilt das gar nichts? Und die neue Frau an seiner Seite ist für ihn da, UND für den Sohn. Sollte sie da nicht mit offenen Armen in dieser Familie aufgenommen werden?

    Drei Jahre ist das nun her, und an der Neuen wird nun festgemacht ob die Eltern das verkraften? Dann sollte diese Hochzeit auch nicht stattfinden, wenn alle noch so traurig sind oder?

    Und wieso wird die neue Freundin an den Pranger gestellt? SIE hat doch niemandem etwas getan oder?
    Das bestreite ich alles nicht bzw. sehe es genau so.
    Aber diese Gedanken erfordern einen nicht geringen Abstraktionsschritt weg von der eigenen Betroffenheit hin zu einem Perspektivwechsel. Das ist in meinen Augen nicht einfach.

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    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    Ich persönlich würde den Schwager gar nicht einladen - weder mit noch ohne Begleitung.

    Ihr mögt ihn nicht mehr, das Verhältnis ist merklich abgekühlt und die neue Frau an seiner Seite mögt Ihr auch nicht. Ich verstehe das so, dass der Kontakt zum Schwager nur noch wegen des Neffen vorhanden ist und Ihr ansonsten am liebsten gar nichts mehr mit ihm zu tun haben wollt.
    Nachvollziehen und verstehen kann ich das nicht und gut finde ich es auch nicht aber es ist wie es ist und ich würde es so lösen, dass ich den Schwager gar nicht einlade. Weder mit noch ohne Freundin.
    Ich vermute mal, dass die Großeltern - also die Eltern des Bräutigams und der verstorbenen Schwester - noch Kontakt haben und den Neffen regelmäßig sehen. Sollen die halt beim nächsten Zusammentreffen den Schwager fragen ob es in Ordnung ist wenn sie, die Großeltern, den Kleinen mit zur Hochzeit der Threaderstellerin nehmen. Ich denke, das ist die entspannteste Lösung für ALLE Beteiligten. Der Schwager wird auf die ganze Sippe vermutlich genau so wenig Lust haben wie umgekehrt. Und die neue Freundin erst recht nicht.

  4. Inaktiver User

    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Das bestreite ich alles nicht bzw. sehe es genau so.
    Aber diese Gedanken erfordern einen nicht geringen Abstraktionsschritt weg von der eigenen Betroffenheit hin zu einem Perspektivwechsel. Das ist in meinen Augen nicht einfach.
    Nach drei Jahren? Wenn es für Trauer bei dieser Familie ein Limit gibt ab wann es wieder eine neue Partnerin sein darf, dann vielleicht auch eins wann wieder gefeiert wird? DAS wird ja nun diese Hochzeit sein...also soooo traurig sind sie dann nicht mehr, dass Hochzeit geht. Nur die neue Partnerin des Witwers die darf es nicht sein?

    Nun ja - jeder misst da wohl mit anderen Maßen.... Am meisten tut mir ehrlich gesagt der Junge leid.

  5. Inaktiver User

    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    bei dem thema mit der trauer fällt mir klaus wildbolz ein.

    wurde damals hier auch kontrovers diskutiert. dass oder ob es möglich ist wenn der tod absehbar ist, der/die sterbende dem/der überlebenden die bitte mitgibt: bleibe nicht allein.

  6. gesperrt

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    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    Um das zu sagen muss gar nicht ein absehbarer Tod vorhanden sein. Das haben mein Mann und ich uns schon lange zugestanden. Wenn der / die Überlebende wieder einen Menschen findet, mit dem er / sie eine Bindung eingehen möchte, dann ist das im Sinne des anderen.

  7. Inaktiver User

    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    Zitat Zitat von Hillie Beitrag anzeigen
    Um das zu sagen muss gar nicht ein absehbarer Tod vorhanden sein. Das haben mein Mann und ich uns schon lange zugestanden. Wenn der / die Überlebende wieder einen Menschen findet, mit dem er / sie eine Bindung eingehen möchte, dann ist das im Sinne des anderen.
    Das ist halt der Unterschied zwischen Liebe und Egoismus.

  8. gesperrt

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    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    Danke!

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    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    Zitat Zitat von theFallout Beitrag anzeigen
    @ Sarahyasemin sie sind 4(!!!) Monate nach dem Tod meiner Schwägerin zusammen gekommen. Es war einfach zu schmerzhaft für uns.

    Hier schreibt die TE ganz klar, dass die beiden vier Monate nach dem Tod zusammen gekommen sind…also nicht vor dem Tod.

    Fuer ein Frau die selbst in diese Familie einheiratet, finde ich das Benehmen der neuen Frau gegenüber seltsam - und ja, sehr kleinlich.

    Ich kann mir nicht denken, dass das im Sinne der verstorbenen Frau ist.

    Das Leben mit einem Trauernden war bestimmt nicht leicht fuer die Frau, warum ihr dann Steine in den Weg legen.

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    AW: Muss man mit Begleitung einladen?

    Zitat Zitat von Hillie Beitrag anzeigen
    Um das zu sagen muss gar nicht ein absehbarer Tod vorhanden sein. Das haben mein Mann und ich uns schon lange zugestanden. Wenn der / die Überlebende wieder einen Menschen findet, mit dem er / sie eine Bindung eingehen möchte, dann ist das im Sinne des anderen.

    Sollte doch klar sein, wenn einer stirbt ist er frei, und kann tun was er will.

    Schlimm finde ich, wenn aussenstehende sich anmassen anderen vor zu schreiben wie sie zu leben haben.

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