Guten Morgen,
ich kann Thefallout gut verstehen. Jeder trauert anders, auch zeitlich gesehen und manch einer findet sich schneller in ein neuen Beziehung wieder als er/sie je gedacht hätte.
Aus unserem nachbarschaftlichen Umfeld kann ich berichten, dass gerade bei den Paaren, die eine harmonische Beziehung führten, der/die verwitwete Partner/in rasch neue Partner, meist im Freundes-/Bekanntenkreis fanden.
Vielleicht hat es mit einem "Anlehnungsbedürfnis" zu tun, vllt mit allgemeiner Überforderung...eine lang verstorbene alte Dame sagte einmal: "Wenn ein Mann seine Frau verliert (zumal mit Kindern) , steht die neue Frau bereits mit am Grab."
Natürlich waren vor 100 Jahren die Zeiten andere, aber etwas Wahres liegt meist in den alten Weisheiten.
Ich würde dieser neuen Frau eine Chance geben und weiss aus Erfahrung wie schwer das ist, denn das alte Familienbild ist immer präsent...und vllt schaut ihr im Vorfeld genau hin, wie wohl fühlt sich euer Neffe mit dieser Frau? Wie wohl fühlt sich euer Schwager?
Wenn die junge Familie in ihrem Rahmen glücklich ist, ist doch alles gut.
Wäre die Situation eines vor Kummer depressiven Vaters mit einem traumatisierten Kind wirklich die bessere Alternative?
Eure Schwägerin wäre euch vielleicht sehr dankbar, wenn ihr loslassen würdet...
LG WKH
Antworten
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09.01.2016, 07:39Inaktiver User
AW: Muss man mit Begleitung einladen?
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09.01.2016, 09:09Inaktiver User
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09.01.2016, 09:28
AW: Muss man mit Begleitung einladen?
Mal ganz abgesehen von den äußeren Umständen in diesem speziellen Fall würde ich grundsätzlich mit Partner einladen. Davon ausgenommen vielleicht Arbeitskollegen und Freunde aus dem Sportverein, Chor o.ä.
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09.01.2016, 15:17Inaktiver User
AW: Muss man mit Begleitung einladen?
Tscha, dumm gelaufen. Und klar, ihr wisst genau, dass die Beziehung aus "falschen Gründen" eingegangen wurde ?! Kennt die Dame so gut wie garnicht, ist halt "unsympathisch", logo ! Die Gründe müssen ja falsch sein, wenn es den eigenen Vorstellungen nicht entspricht, klar doch ! Dass ein Paar "Gründe" hat, warum es zusammen ist und diese nur das Paar etwas angehen ? Ist offenbar eher hinderlich.....
Meine Güte, ich kenne so ein agieren von ehemaligen(!) Freunden meines Partners. Den Kontakt hat er längst abgebrochen und das wird das besagte Paar mit euch hoffentlich auch machen, um diesen negativen Energien nicht ausgesetzt zu sein.
Das Dollste war mal: als ein Sohn eines der "Freunde" heiratete, wurde mein Partner mit seiner Mutter(!) eingeladen
: so machte man das in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts bei Junggesellen, damit die paarweise Sitzordnung nicht durcheinander kommt. Die Mutter kannte die Brautleute garnicht, mein Partner und ich waren zu dem Zeitpunkt bereits mehrere Jahre ein Paar, aber auch wir sind aus "falschen Gründen" zusammengekommen
.
Mein Partner und die Mutter sind nicht hingegangen, der Kontakt ist seither endgültig abgebrochen (vorher ist mein Partner noch ab und an alleine zu Treffen gegangen). Wir haben uns köstlich amüsiert, die Story ist bis heute in der ganzen Familie ein "running Gag"
.
Mal wieder meine Standardfrage: lebt ihr in einem religiös stark geprägten Umfeld ?
Gruß ElliGeändert von Inaktiver User (09.01.2016 um 15:42 Uhr) Grund: Ergänzung
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09.01.2016, 16:24Inaktiver User
AW: Muss man mit Begleitung einladen?
Vor allem würde ich nicht in eine Familie einheiraten wollen, die so unbarmherzig ist.
Und es ist vielleicht auch Neid dabei, weil der Mann jemanden gefunden hat, der in dieser schwierigen Zeit zu ihm steht und ihm da durch hilft - und ebenso seinem Kind; diese Möglichkeit haben Eltern natürlich nicht, da es für ein Kind keinen "Nachfolger" geben kann. Da wird man offenbar missgünstig.
Aber was die TE damit zu tun hat, ist mir schleierhaft, warum sie ebenso "böse" von der Neuen denkt - zumal es ihr ja mal genau so ergehen könnte, wenn das Schicksal es schlecht meinen würde.
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09.01.2016, 16:26Inaktiver User
AW: Muss man mit Begleitung einladen?
Elli, OT, ich habe Deine "Standardfrage ja hier schon öfter gelesen:
Hat die eigentlich jemals jemand bejaht?
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09.01.2016, 17:31
AW: Muss man mit Begleitung einladen?
Moderationsansage:
Bitte unterlasst Spekulationen und Unterstellungen über die Motivationen, Beweggründe und Gefühlslage von Userinnen, hier konkret: der TE.
Danke!
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11.01.2016, 20:11
AW: Muss man mit Begleitung einladen?
Liebe Fallout!
Egoistisch finde ich Eure Annahme nicht - aber ziemlich einseitig.
Denn die "falschen" Gründe dürftet Ihr Euch selbst zurechtgelegt
haben, und offensichtlich hat Eure Einschätzung der Realität nicht
standgehalten.
Nach dieser immerhin relativ langen - und scheinbar beständigen -
Zeit wäre es schön, wenn Ihr Euch selbst zu einem inneren
Perspektivenwechsel durchringen könntet. Nicht nur wegen des
Neffen, sondern auch im Sinne eines guten Familienverbundes.
Damit ist u.a. Deinen zukünftigen Schwiegereltern im Endeffekt am
meisten geholfen. Ich denke, zusätzlich zu ihrer Trauer ist eine
entzweite, hartherzige Familie das Letzte, was sie wollen und
brauchen können.
Mögt Ihr eigentlich die Freundin nicht wegen gewisser Eigenschaften?
Oder ist die Ablehnung einzig durch die Rolle begründet, die sie
eingenommen hat?
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11.01.2016, 20:43
AW: Muss man mit Begleitung einladen?
Nein, man muss nicht mit Begleitung einladen.
Meine Sicht: Der Mann war mit seiner Frau zusammen bis der Tot sie geschieden hat, mehr kann keiner verlangen…denn das Leben ist für die Lebende.
Warum die zwei nicht einfach ihr Leben, leben lassen - und Du lebst deines.
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11.01.2016, 22:45
AW: Muss man mit Begleitung einladen?
Liebe theFallout,
ich kann euer Empfinden nachfühlen, so ein Verlust ist sehr schwer zu verarbeiten, aber ich möchte dir einmal eine "andere" Perspektive zeigen: ich bin ein Stiefkind. Meine Mutter starb
als ich noch jung war, mein Vater war über zehn Jahre mit ihr verheiratet, er hat sie gepflegt und umsorgt bis zum Schluss. Daran, dass er sie geliebt hat, besteht - für mich! - kein Zweifel.
Etwa drei Monate (!) nach ihrem Tod hat er die "Neue" kennengelernt. Viele haben getuschelt, sich hinter
seinem Rücken empört. Aber: diese Frau respektiert meine Mutter/seine vorherige Frau, sie besucht regelmäßig das Grab und gießt die Blumen, die ich eingesetzt habe, usw. - freiwillig.
Sie hat in den Jahren, die ich sie kenne, kein einziges schlechtes Wort über meine Mutter verloren.
Sie ist für mich keine zweite Mutter, aber ein sehr lieb gewonnener Mensch, sie gehört zu meiner Familie und Leute, die sie ablehnen, würde ich selbst wohl auch meiden.
Was ich dir damit sagen möchte: versuche der Frau eine Chance zu geben. Vielleicht ist sie wunderbar? Und ihr seid einfach voreingenommen?
Wie und wie lange jemand trauert, lässt sich nicht vorhersagen und auch nicht erzwingen. Einen geliebten Menschen kann niemand ersetzen, aber zu zweit - mit einem neuen, respektvollen und emphatischen Partner - lässt es sich vielleicht sogar besser trauern?
Dein Schwager hat sicher getrauert, vor allem mit einem Kind ist er ja gezwungen, darüber zu sprechen, zu erklären, usw.
Mein Vater hat unglaublich viel mit mir gesprochen und ich kann sagen, wir beide haben es sehr gut verarbeitet. Dass er zu schnell eine neue Frau getroffen hat, darüber habe ich als Kind nicht einmal nachgedacht - einfach, weil er sich diesbezüglich auch sehr einfühlsam mir gegenüber verhalten hat. Wenn man "gute" Trauerarbeit leistet, kann man es vielleicht auch früher schaffen...
Haltet euch vor Augen: deine Schwägerin/die Schwester deines Mannes kann - und will? - die neue Frau gar nicht ersetzen, vielmehr ist sie ein neues Kapitel im Leben dieser Familie.
Ich wünsche euch eine wunderbare Hochzeit!
Und vielleicht könnt ihr etwas von der Liebe, um die es bei Hochzeiten ja gehen sollte, auch
auf die "Tussi" (
) übertragen 

Alles Gute,
Bihnelia


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