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  1. User Info Menu

    Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    Mich würde gerne mal Eure Meinung bzw. Erfahrung interessieren:
    ich bin seit einigen Monaten glücklich mit meinem Partner verheiratet. Wir heirateten recht schnell, nachdem wir uns nur ein Jahr kannten und uns einander sicher waren.
    Wir sind beide berufstätig und haben noch keine Kinder, sind aber in Planung
    Mein Mann hatte schon, bevor wir uns kennenlernten ein Häuschen gekauft in dem wir jetzt zusammenwohnen und uns ein schönes Nest gebaut haben.
    Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: was wäre, wenn irgendwann die Ehe scheitern würde und nicht mit im Grundbuch eingetragen bin? Dann würde das Haus doch alleine ihm gehören, auch wenn ich die Schulden mit abbezahlen würde, oder? Hinzu ist zu sagen, daß ein Großteil der Investition durch ein anderes Haus von ihm gedeckt wurde. Wir haben ein gemeinsames Konto und keinen Ehevertrag.
    Im Moment zahle ich in meinem Bausparvertrag weiter ein und zwar nicht gerade wenig, wäre aber noch weit davon entfernt, mir Eigentum zu kaufen und es ist mehr oder weniger ein Sicherheitsdenken. Er meint, daß ich das doch nicht mehr brauche... und ich habe es mit späteren Renovierungen und VWL begründet und habe halt auch im Hinterkopf, was wäre wenn die Beziehung irgendwann scheitern würde, was ich natürlich nicht hoffe. Das Thema ansprechen will ich auch nicht, um kein Mißtrauen oder so hinaufzubeschwören.

    Habt Ihr vielleicht einen Tip für mich? Vielen Dank.

    Liebe Grüße
    Cinamon

  2. User Info Menu

    AW: Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    Warum habt Ihr über so wichtige Dinge nicht VOR der Hochzeit gesprochen?
    Warum gibt es keinen Ehevertrag?
    Ich würde da dringend mit Deinem Mann sprechen: Du musst ja nicht über mögliche Trennung sprechen, sondern darüber, was passiert, wenn ihm z.B. etwas zustößt. Wenn Du mit abbezahlst, sollte Dir dafür auch etwas gehören. Auch wenn Kinder geplant sind und evtl. Du dafür längere Zeit aus dem Berufsleben ausscheidest, sollte irgendwie vertraglich geregelt sein, wem was gehört im Falle eines Falles.

    Was ich mich allerdings frage: Warum nimmt Dich der Mann, der mit Dir Familie gründen will und Dich geheiratet hat, nicht mit ins Grundbuch auf, aber Du sollst mit abbezahlen??? Habt ihr darüber nicht gesprochen?

    Wenn Du generell ein Problem hast, wichtige Dinge in Deiner Ehe anzusprechen, rate ich dringend zu einem Notarvertrag, denn den wirst Du dann bald brauchen...ok, war jetzt bisschen hart formuliert, Du solltest aber wirklich mal darüber nachdenken.

    Grüße
    Kurly

    P.S.: zu Deinen rechtlichen Fragen kann Dich am besten ein notar informieren
    Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus ...

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    AW: Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    @cinamon, ich bin zwar keine Spezialistin, aber ein bißchen etwas habe ich schon gelernt.

    U.a. dass jede Wertsteigerung in der Ehe in den Zugewinnausgleich fällt. D.h. sowohl der Teil der Schulden, den Du mit abbezahlst, fällt da hinein, als auch die Wertsteigerung des Hauses an sich. Die Einzahlungen in Deinen Bausparvertrag allerdings auch.

    Auf jeden Fall solltet ihr schnellstens rechtliche und finanzielle Beratung in Anspruch nehmen. Falls Dein Mann sterben sollte, erbst Du ohne Testament z.B. nur zu 50%. Hättest Du die Mittel, dann die restliche Familie auszubezahlen, wenn Du das Haus behalten willst? Könntest Du überhaupt von Deinem Einkommen das Haus unterhalten?

    Sowohl ein Testament als auch eine Risikolebensversicherung erscheinen mir sinnvoll, aber Fachleute können euch da besser beraten.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

  4. Inaktiver User

    AW: Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    Wieviel Vermoegen hast Du denn mit in die Ehe gebracht?

    Prinzipiell schuetzt Dich die Zugewinngemeinschaft - die Tilgung des Kredits und der Wertzuwachs des Hauses sind Zugewinn, der Dir im Fall der Scheidung zur Haelfte zustehen wuerde, egal wer im Grundbuch steht.
    Aber ein paar Gedanken machen sollte man sich schon.

    Wir hatten aehnliche Themen in letzter Zeit oefter,

    lies 'mal hier und hier und hier.

    Gruss, Leonie

  5. gesperrt

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    AW: Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    vielleicht versuchst du mal selbständig zu leben dann stellst du dir auch so fragen nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    Liebe cinamon,

    Zuwendungen im Rahmen der Ehe können auch als reine Schenkungen gesehen werden, für die es keinen Ausgleich gibt.

    Geh bitte zu einer Fachanwältin für Familienrecht und lasse dich beraten.

  7. User Info Menu

    AW: Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    Danke für Eure schnellen Antworten und Tipps.
    Nun zu Euren Fragen: wir haben beide studiert und verdienen auch ganz gut, wobei
    mein Mann mehr verdient als ich, schon 5 Jahre länger im Beruf ist und vor einigen
    Jahren auch recht viel Geld geerbt hat, wovon er ein Haus gekauft hat, was er
    vermietet, was wiederum ein Baustein für das jetzige Haus. Daher hat er natürlich
    mehr Vermögen mit in die Ehe gebracht. Er ist aber auch sehr großzügig und redet
    nie von seinem/meinem Geld und verlangt auch gar nicht, daß ich das Haus ab-
    bezahle. Er möchte noch nicht mal, daß ich einen Teil "Miete" bzw. Rate bezahle
    Noch haben wir getrennte Kassen, wollen jetzt aber ein gemeinsames
    Konto eröffnen. D.h. ich würde doch dann auch im Endeffekt mit abbezahlen oder
    sehe ich das falsch??

    Im Falle eines Falles könnte ich das Haus abbezahlen, wenn auch geringere Raten.
    Bei einer Teilzeitbeschäftigung wäre dies natürlich schwieriger. Ich habe zumindest
    vor, wenn wir mal Kinder haben, spätestens nach der Elternzeit wieder in den Beruf
    einzusteigen.

    Danke für Eure Beiträge!

    Liebe Grüße
    Cinamon

  8. User Info Menu

    AW: Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    Zitat Zitat von Cinamon
    Noch haben wir getrennte Kassen, wollen jetzt aber ein gemeinsames
    Konto eröffnen. D.h. ich würde doch dann auch im Endeffekt mit abbezahlen oder
    sehe ich das falsch??
    Wie ihr das individuell regelt, ist völlig egal. Vor dem Gesetzgeber gilt jetzt nur noch das gemeinsame Einkommen. D.h. die Abbezahlung des Hauses geht immer in den Zugewinn, egal, von welchem Konto sie runter ging.

    Grüße,
    Edelherb
    Die Ente bleibt draußen.

  9. Inaktiver User

    AW: Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    Im Grunde müsst ihr tatsächlich nichts regeln, da das Gesetz bereits alles regelt: Jeder hat ein Anfangsvermögen, das wäre auf Deiner Seite beispielsweise der Bausparvertrag, auf seiner Seite die zwei Häuser und ein Kredit. Alles was ihr jetzt ausgebt, gebt Ihr vom gemeinsamen Geld aus, egal von welchem Konto das abgeht, das heißt auch Dein Bausparvertrag wird nun zur Hälfte von "seinem Geld" bezahlt.
    Es wird allerdings empfohlen, vor der Eheschließung festzuschreiben, was wem gehört, da sonst zum Ende der Ehe erst einmal so getan wird, als habe es kein Anfangsvermögen gegeben (da kann man vermutlich auch dagegen vorgehen, aber das ist lästig). So ein "Vertrag" kann formlos sein, d.h. es reicht ein Zettel, auf dem steht "Adam hatte die zwei Häuser xy und 200.000 Euro Schulden sowie die Silberlöffelsammlung seiner Oma im Wert von xy und Eva hatte einen Bausparvertrag, auf dem 10.000 Euro angepart waren sowie ein Diamantcollier" - das unterschreiben dann beide und gut ist - zu Ende der Beziehung werden diese Beträge abgezogen, der Zugewinn aus den Dingen wird geteilt. Achtung dabei mit dem Bausparvertrag: Da das Geld, was Du jetzt einzahlst gemeinsames Einkommen ist, gehört das, was Du seit Eheschließung einzahlst sowie die Gewinne daraus mitnichten Dir alleine.
    Besser ist allerdings der Ehevertrag, der nur vor einem Notar geschlossen werden kann. Da könnt Ihr z.B. auch regeln, dass der Zugewinn aus den Häusern bei Deinem Mann verbleibt, er dafür aber auch für Investitionen an den Häusern und die Rückzahlung des Kredits alleine aufkommen muss, alles andere bleibt Zugewinn (das wäre eine modifizierte Zugewinngemeinschaft).
    Ich kann mich nur anschließen, dass Ihr Euch auf jeden Fall von einem Fachanwalt oder einem Notar beraten lassen solltet.

  10. User Info Menu

    AW: Wenn einer ein Haus mit in die Ehe bringt...

    Hallo,

    ich werde nächste Woche heiraten und habe mich daher mit diesem Thema ebenfalls befassen müssen.
    Sowohl mein zukünftiger Mann als auch ich besitzen jeder ein Haus, er allerdings "nur" eine Haushälfte. Wir haben uns auch von einem Notar beraten lassen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Im Grunde müsst ihr tatsächlich nichts regeln, da das Gesetz bereits alles regelt: Jeder hat ein Anfangsvermögen, das wäre auf Deiner Seite beispielsweise der Bausparvertrag, auf seiner Seite die zwei Häuser und ein Kredit. Alles was ihr jetzt ausgebt, gebt Ihr vom gemeinsamen Geld aus, egal von welchem Konto das abgeht, das heißt auch Dein Bausparvertrag wird nun zur Hälfte von "seinem Geld" bezahlt.
    Es wird allerdings empfohlen, vor der Eheschließung festzuschreiben, was wem gehört, da sonst zum Ende der Ehe erst einmal so getan wird, als habe es kein Anfangsvermögen gegeben (da kann man vermutlich auch dagegen vorgehen, aber das ist lästig). So ein "Vertrag" kann formlos sein, d.h. es reicht ein Zettel, auf dem steht "Adam hatte die zwei Häuser xy und 200.000 Euro Schulden sowie die Silberlöffelsammlung seiner Oma im Wert von xy und Eva hatte einen Bausparvertrag, auf dem 10.000 Euro angepart waren sowie ein Diamantcollier" - das unterschreiben dann beide und gut ist - zu Ende der Beziehung werden diese Beträge abgezogen, der Zugewinn aus den Dingen wird geteilt. Achtung dabei mit dem Bausparvertrag: Da das Geld, was Du jetzt einzahlst gemeinsames Einkommen ist, gehört das, was Du seit Eheschließung einzahlst sowie die Gewinne daraus mitnichten Dir alleine.
    In etwa das gleiche hat uns der Notar auch gesagt. Er meinte, in unserem Fall sei ein Ehevertrag nicht notwendig, da durch das Rechtsinstitut der Zugewinngemeinschaft praktisch alles geregelt sei.
    Von so einem formlosen Vetrag hat er nicht direkt gesprochen, es reiche aus, dass aus Rechnungen, Kaufverträgen etc. klar erkennbar sei, wer was mit in die Ehe gebracht hat. Auch in Zukunft solle man Kaufbelege etc. aufbewahren, wenn ein Ehepartner eine größere Anschaffung alleine bezahlt hat (wenn ich ihn richtig verstanden habe...?).

    Wir werden wohl vorerst noch getrennte Konten behalten, da wir das eh alles nicht so eng sehen, habe ich damit auch kein Problem. Bisher gab es jedenfalls noch keinen Streit ums liebe Geld.

    Am besten Du lässt Dich auch mal von einem Notar beraten!

    lg Sefchen

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