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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    ich habe nicht den Eindruck, dass die TE bleiben MÖCHTE (sonst würde sie es einfach tun); sie ist verunsichert.
    Nochmal meine Frage: was haben die Hauptfeiernden und unglücklichen Anwesenden?

    Eine Feier bedeutet doch: wir wollen euch an unserer Freude teilhaben lassen, das ist aber nur möglich, wenn sich die Geladenen an der Feier erfreuen.
    An den Ankerpunkten des Festes sind die Eltern ja dabei, Trauung, Kaffee, Abendessen (das dürfte quälend lange genug sein). Auf der anschließenden Party gibt es nichts zu sehen, nichts zu erleben, hat man auch nichts "voneinander"; leicht aufgelöst kämen die Kinder hin+wieder mal an den Tisch und würden fragen "amüsiert ihr euch?", einen Schluck trinken, dann wären sie wieder weg

    Und dafür, deswegen sollen sie bleiben, gar noch übernachten? Erschließt sich mir einfach nicht

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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    Ich habe Eltern, die ganz ähnliche "Feiermuffel" sind, sogar die Anreise ist ähnlich lang.....

    Ich kenne meine Eltern lange genug, deswegen würde es mich nicht stören, wenn sie früh gehen. Wir haben unlängst unsere Silberhochzeit gefeiert, die ganze Familie samt Verwandtschaft musste mindestens 2 Stunden (einfach) anreisen, wir haben frühzeitig gefragt, wem wir ein Hotelzimmer reservieren sollen....war für meine Eltern keine Option. Ist nicht zu Hause, ist nicht das eigene Bett, wollen sie nicht ( meine Eltern sind mit Mitte 60 wohl älter als die TE).

    Sie sind dann um 23 Uhr los- das war völlig in Ordnung. Was mich gestört hat, besonders im Vorfeld, war dieses "Gestöhne". Mein Gott, so weit fahren. Wir fahren doch schon zu den Geburtstagen der Enkel ( also..dreimal im Jahr...) und dann müssen wir den ganzen Abend da sitzen, wo wir eigentlich kaum jemanden kennen...

    Das hat mich gestört. Massiv.

    Deshalb- wer nicht gerne feiert, Menschenmassen nicht mag, der darf gern früher gehen. Je nachdem, wie die Hochzeit geplant ist, wird nach dem Abendessen der größte Teil "abgefrühstückt" sein, da kann man dann gern kurz nach den Ehrentänzen gehen.
    Nur sollte man seinen Unwillen über die Belastung, die einem da auferlegt wird, nicht allzu deutlich zeigen ( wie es meine Eltern getan haben), weil das Kind es wagt, feiern zu wollen und man als Eltern ja verpflichtet ist, da nun aufzutauchen....dann sollte man tatsächlich gleich ganz zu Hause bleiben.

    Alle übrigen anreisenden Gäste, von meinen Schwiegereltern bis zu den damaligen Trauzeugen, haben es übrigens so gemacht wie hier schon mehrfach beschrieben- frühzeitig am Tag angereist, eingecheckt, sich etwas ausgeruht, pünktlich um 18 Uhr im Gottesdienst in der Kirche aufgetaucht und dann weiter zur Feier gefahren.....

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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    Wenn ich von Freunden zur Hochzeit eingeladen werde und mich verhindert nichts unglaublich Wichtiges, dann gehe ich zu der Hochzeit. Weil es meine Freunde sind. Weil man das in Deutschland so macht. Weil dies zeigt, dass mir das Paar wichtig ist und ich es schätze, wenn sie einen der wichtigsten Tage ihres Lebens mit mir teilen wollen. Das hat eine Außenwirkung. Punkt.

    Dass ich Hochzeiten uninteressant und die Abläufe einschäfernd finde, das ist mein Problem. Ich gehe auch nicht immer gerne zur Arbeit und muss doch hin.

    Wenn eine Mutter sich Gedanken macht, dass sie die Heimfahrt von 2 Stunden zu anstrengend findet, dann empfehle ich wirklich ein Hotel. Wäre es die dritte Hochzeit des Filus, ja, dann würde ich auch gegen 20.00 Uhr gehen. So aber, wäre 22.00 Uhr wohl durchaus durchzuhalten und nach 2 Glas Wein lacht man schon eher, und für 20 Euro spielt auch der DJ die eigene Lieblingsmusik.

    Auch wenn das Paar meint, es sei nicht so schlimm, kann ich das jetzt nicht nachvollziehen. Und man muss nun wirklich nicht jeden einzelnen Tag im Leben nach eigenem Gusto ausleben.

    Und Sasapi hat Recht, es ist besser die eigene Befindlichkeit irgendwo anders auszudrücken, als in Gegenwart des Brautpaares. Vielleicht "erkauft" man sich durch diese Geste viele Jahre an besserem Miteinander in der Zukunft.

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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Eine Feier bedeutet doch: wir wollen euch an unserer Freude teilhaben lassen, das ist aber nur möglich, wenn sich die Geladenen an der Feier erfreuen.
    Unter der Prämisse würden einige Hochzeiten wirklich nur noch im kleinsten Kreise gefeiert. :-)

  5. gesperrt

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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    Nun, ich würde (und habe) auch niemanden eingeladen, von dem ich nicht den Eindruck hatte, er/sie käme gerne. Allerdings wissen auch alle, dass man sowas mit mir ganz offen kommunizieren kann.

    zum "das macht man hier so": das macht die Bräutigam-Mutter ja auch. Bis zur Party. und das ist dann eine ziemlich andere Kiste

    Stöhnen fände ich allerdings auch ziemlich daneben. Dann eben nicht, auch gut

  6. Moderation

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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    Ich denke jeder sollte solange an einer Feier teilnehmen, wie er an angenehmer Gast sein kann.


    Ich denk auch, die TE und der Rest der Familie sollten nur dann hingehen, wenn sie jedes negative Gefühl, jede lästerliche Bemerkung und jedes Stöhnen für die Zeit der Feier unterdrücken können. Sonst sind nämlich einfach alle froh, wenn sie endlich gehen und das will keiner.


    Es ist bekannt, dass sie nicht gerne feiern und deswegen finde ich das, was die TE als Lösung angeboten hat, auch tatsächlich die Lösung.

    Die Familie kommt zur Trauung und bleibt bis zum Essen und geht dann unauffällig und ohne vorheriges Gejammer - so ist es abgesprochen und wo würde ich es tun.



    Wobei ich froh bin, dass in meiner Familie alle ein ähnliches Feiergen haben und sich kein zwingen muss an einer Feier teilzunehmen.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Wie unhöflich sich selber in den Mittelpunkt zu stellen.
    Das ist es, was ich auch dazu denke. Eine Familienfeier ist, was sie ist. Ob die gnädigen bzw. buckligen Verwandten nun Lust verspüren oder nicht ... Sie könnten, wenn sie denn wollten, auch etwas Gutes dazu beitragen. Wenn es schwer fällt, dann ist es um so anerkennenswerter, dass sie es aus Liebe zu den Ihren trotzdem machen.

    Machen sie es nicht, weil sie ach so schlimme Partymuffel sind, dann sind sie bequem, lassen sich gehen, in meinen Augen. Aber ein gutes Zeichen setzen solche Verwandten nicht.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Wobei ich froh bin, dass in meiner Familie alle ein ähnliches Feiergen haben und sich kein zwingen muss an einer Feier teilzunehmen.
    Ich bin ja der Meinung, dass das auch zum Weiterentwickeln dazu gehört. Small Talk z.B. ist gefragt auf Feiern, wo einem viele unbekannt sind. Das ist nicht einfach. Und es fällt sehr vielen Menschen schwer, da über ihren Schatten zu springen. Das macht das Zusammenleben nicht schöner, sondern ärmer.

    Aber das ist heute einfach leicht, sich so raus zu reden. So ist man sich selbst jeder Zeit der Nächste und der Egoismus hat Status bekommen - endlich! Früher wäre das undenkbar gewesen.

    Sicher ist Zwang auch blöd. Aber diese ganzen Ego-Tipps heute verhelfen nur zu immer mehr Einsamkeit und wenig Familiensinn.

    Ich würde es aber auch gut finden, es so zu machen, wie es die TE vorschlug: nach dem Abendessen halt nach Hause fahren. Die Kinder sind damit doch auch einverstanden. Dann ist es wirklich die beste Lösung.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    Wie Animosa sagt: Geht hin, bleibt bis nach dem Abendessen und fahrt dann heim. Dieser Weg ist der einfachste und scheint für alle zu passe.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

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    AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?

    Wo ich nun einmal hier in diesem Strang bin, erzähle ich mal, wie es mir das Herz zerriss, als meine liebste Verwandte mich so vor den Kopf stieß:

    Ich plante Anfang des Jahres bereits meine große Geburtstagsparty für Oktober zu meinem 50. So etwas habe ich in dieser Größenordnung vorher nie geplant bzw. durchgeführt. Diese Idee kam mir aus folgendem Grund: Meine Schwester, die ca. 800 km von uns entfernt wohnt, hat uns seit 11 Jahre nicht besucht, das letzte Mal zur Konfirmation unserer Tochter.

    Ich dachte also, okay, sie kommt offensichtlich nur mal vorbei, wenn es große Ereignisse zu feiern gibt. Also plante ich. Ich ließ Einladungen drucken und erzählte ihr bereits per Email, was ich genau vorhatte. Es sollte eine Party werden, auf der getanzt wird und wo die Gäste sich auch kreativ einbringen können.

    Die Absage ... Sie kam, als ich morgens im Büro meine Emails checkte. Mir schossen die Tränen in die Augen und ich versteckte mich auf dem Klo, damit die Kollegen nicht nachfragten. Heute wissen es meine Kollegen, denn alle fragten mich, ob auch meine Geschwister kommen auf meine Party.

    Ich teilte meiner Schwester mit, dass ich traurig war und weinen musste. Darauf antwortete sie: "Ich verstehe deine Tränen nicht ..."

    Kann sich jemand vorstellen, wie verletzend so etwas ist, wenn man das am eigenen Leib erlebt?

    Keine Sorge, meine Schutzengel waren alle bei mir. Mein Bruder brachte seine erwachsenen Kinder und deren Partner mit, meine Tochter und die Tochter meiner Schwester kamen auch. Es war eine wunderschöne Party und die Familie stellte mir ein witziges Theaterstück zusammen, alle beteiligten sich daran! Mein Bruder hatte sein Saxophon dabei und begleitete die Party damit.

    Trotzdem: Ich fragte meine Eltern dann doch, wieso mein Vater sein gutes hochwertiges soziales Gen nicht an seine Kinder vererbt hat (natürlich tut mir das noch immer weh). Denn dieser hätte so etwas nicht fertig gebracht! Woran liegt das, dass diese Generation noch wusste, was man eben halt nicht macht mit nahen Angehörigen?
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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