Eben. So einfach ist das.
Die Gesundheit des Partners, die 87-jährige Oma, "sooo jung sind wir auch nicht" -
all diese Argumente kamen erst nach und nach dazu.
Die Quintessenz ist schlichtweg, dass die TE keine Lust hat.
Und keine innere Bereitschaft zeigt, ihren Missmut auch nur einen Abend lang
in die zweite Reihe zu stellen - dem Sohn und der Schwiegertochter zuliebe an
diesem besonderen Tag.
In meiner Wahrnehmung ein Egotrip sondergleichen.
Wenn ich mir vorstelle, ich bin zur Hochzeit meines Sohnes eingeladen und
frage, ob ich bitte auch ganz wegbleiben kann ... ich würde nicht wagen,
auf sein Verständnis zu stoßen.
Ich würde wohl eher damit rechnen, dass meine Haltung und mein Desinteresse
nachhaltige Auswirkungen auf unsere Beziehung hat.
Antworten
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27.10.2015, 07:04
AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?
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27.10.2015, 09:28Inaktiver User
AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?
Das war´s auch

Wir hätten es einfach gemein gefunden, unserem Sohn zu sagen, das wollen wir nicht, ist uns zu weit, wir sind schon zu alt....
Krankheit ist ein triftiger Entschuldigungsgrund, aber doch nicht die Tatsache, dass man keine Feiern mag.
Wir hätten es ja versuchen können
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27.10.2015, 18:33Inaktiver User
AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?
Also die TE ist ja nun ein freier Mensch.
Das heißt - sie kann und darf entscheiden wohin sie geht, und wie lange.
Von diesem Ausgangspunkt her könnte man sich vielleicht vorstellen, dass es Gründe gibt für ihr unlustiges Verhalten.
Meiner Meinung nach gibt es die immer.
Und ich kenne aus Schilderungen Vorkommnisse bei Feiern die dann später zu Zerwürfnissen führten, später, bei der Feier machte man gute Miene.
Eine Arbeitskollegin erzählte von der Hochzeit ihres Sohnes bei der sie und ihr Mann nebst Bruder ganz unter ferner liefen platziert wurden.
Es wurde gemunketl: wer sind die denn?
Und neben dem Brautpaar glänzte der leibliche Vater nebst neuer Frau.
Der hatte sich nie mehr als unbedingt nötig gekümmert.
Es ist ja nicht egal welchen Unmut die TE plagt, sie kennt ihren Sohn schließlich.
Und man sollte ihr auch nicht jedes Argument verbieten oder als unerhört ankreiden.
Ich finde es fast besser mit solch einem unguten und unlustigen Gefühl der Feier fern zu bleiben.
Und auch die ehrlichen Gründe nennen.
Bei meiner Ältesten überschlägt sich immer Schwiegermutter ihrerseits mit Aktivitäten.
Das habe ich schon ein paar Mal erlebt.
Man will keine Feier sprengen oder stören, aber irgendwann auch nicht als Statist dastehen.
Ehrlich gesagt, in mir hat sich das Gefühl festgesetzt mich auch wohl fühlen zu dürfen.
Die Kinder werden es schon überleben.
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27.10.2015, 18:46Inaktiver User
AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?
Das sehe ich nicht so. Mit Kindern ist es so wie mit Partnern: Sie wünschen sich etwas - aber wenn sie ihren Wunsch mit Druck und Streitereien durchsetzen müssten, wäre seine Erfüllung nichts mehr wert.
Was soll der Sohn denn sonst sagen? Er wünscht sich vermutlich, dass seine Eltern ihm zuliebe seine Aversion gegen Parties überwinden - seine Hochzeit ist schließlich nicht alltäglich.
Der ironische Satz des Sohnes, man habe das Abendessen schon wegen der Eltern vorverlegt, scheint mir in diese Richtung zu gehen. Da schwingen Ironie und Enttäuschung mit.
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27.10.2015, 20:06
AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?
So, ein letztes Mal werde ich mich zu diesem Thema noch melden. Ich habe mir Meinungen gewünscht, weil ich verunsichert war, ob ich vielleicht was falsch machen würde, ungeschriebene Gesetze missachte.
An meiner Wiege und auch in meinem Leben habe ich nicht viel gelernt, so wie man hochzeitet, wie gewisse Regeln sein könnten.
Das ich mich in den Mittelpunkt stellen würde und egoistisch sei, wurde mir hier unterstellt und das hat wehgetan. Eher hätte ich gedacht, dass ich mich schnell verabschiede deutet darauf hin, nicht im Mittelpunkt zu stehen zu wollen, nämlich schnell in der Versenkung zu verschwinden. Und ob ich egoistisch bin, kann hier wirklich niemand wissen.
Ich habe aufgrund dieser hier so heißen Debatte mit meinen Kindern gesprochen, und siehe da, sie finden unser Verhalten in Ordnung. Mein Sohn feiert seiner zukünftigen Frau wegen eine große Party, ihm wäre es auch lieber klein aber fein. Er sagt er kennt uns so und ist im Grunde auch so, sie sagt, das hat sie ja vorher schon gewusst, weil auch sie uns schon über 5 Jahre kennt.
Ich danke Euch allen, für Eure Anregungen und Meinungen. Einige waren sehr nett geschrieben und hatten auch Denkanstöße bei mir ausgelöst.
Ach und noch eins auch wenn ich hier die TE bin, so ist mein Wunsch nicht soooo lange feiern zu müssen, nicht meiner alleine, es betrifft auch Mann, jüngster Sohn, Schwiegertochter und den Rest der Familie.
Vielen Dank für Eure Beiträge
Diaboli
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28.10.2015, 00:54Inaktiver User
AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?
Och, was manche sagen und meinen ....
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28.10.2015, 00:59
AW: Als Bräutigammutter - wie lange muss ich an der Feier teilnehmen?
Ich wünsche euch jedenfalls allen einen tollen Hochzeitstag und eine schöne Feier.
Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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28.10.2015, 07:26Inaktiver User
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28.10.2015, 08:34Inaktiver User
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28.10.2015, 09:20



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