Dankeschön!!! Bin ja auch schon wieder besänftigt.Zitat von Kappuziner
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Da muss ich Dir nun allerdings recht geben. (Du hast nicht zufällig Psychoanalyse studiert?Nur, wo du schon mal hier bist, meine Gedanken zu deinen Antworten: klar, kein Mensch kan dir vorschreiben "wann genau" es passt, ob nach X oder Y Jahren. Nur, ohne jetzt einen genauen Zeitpunkt sagen zu können oder zu wollen, kann ich dir genau sagen, warum mir mein Gefühl sagt, es ist bei euch zu früh:
Der Satz lautet "...nach einer 5-jährigen sehr anstrengenden und auch leidvollen Beziehung mit ständigen Aufs und Abs einfach nur gut geht, und der im Gegensatz zu meinem letzten Freund absolut zu mir steht und für mich da ist..."
Mein Gefühl - wie gesagt, nur das - das sagt mir, da ist die letzte Beziehung noch mit bei der Geburt der nächsten dabei gewesen.)
Nun, es ist so, dass mir gerade mein jetziger Mann sehr geholfen hat, dieses "Ex-Freund-Stadium" relativ schnell zu beenden und das Vorangegangene zu verarbeiten, und auch dafür liebe ich ihn und bin ihm auch sehr dankbar.Ich finde es normal und menschlich, dass man bei seinen Beziehungen Vergleiche anstellt und auch z.B. nach jemandem sucht, der eine gewisse Eigenschaft des Ex gerade nicht hat.
Aber eine Beziehung ist erst dann gereift und eigenständig, wenn sie über dieses Ex-freund-stadium hinausgewachsen ist. Egal, wie viel Zeit dabei verstrichen ist.
Mit "Bekenntnis" meinte ich genau das, was Du weiter unten beschreibst: Einfach vor aller Welt zu zeigen, wie gern wir uns haben.Und in den Stadien davor kommt mir dieses Festzementieren der Sache mit einer Ehe eben etwas "suspekt" vor. Jeder volljährige Mensch darf heiraten und auch kurzfristig geschlossene Ehen gehen manchmal gut, vielleicht sogar öfter, aber wie kann man das ein "Bekenntnis" nennen? Bekenntnis wozu?
Nun ja, ich bin nun schon seit 12 Jahren volljährig, also mittlerweile schon ein bissel erwachsen geworden (aber so ganz furchtbar erwachsen mag ich gar nicht sein...).Dass man erwachsen sein möchte oder sich erwachsen fühlt?
Dann sollte man die Erwachsenen nicht nachahmen, sondern seinen eigenen Weg gehen und selber wachsen. Und auch die Beziehung wachsen lassen und ihr Raum geben, notfalls auch den Raum, zu zerbrechen.Aber ich verstehe, was Du meinst. Ich wäre wahrscheinlich auch genau Deiner Meinung, wenn ich Du wäre und hätte mir das vorher nie träumen lassen (Häh? etwas wirr, aber hoffentlich irgendwie verständlich). Es ist nun einfach so, dass ich einen ganz wunderbaren Menschen gefunden habe, der mich genau so nimmt wie ich bin, den ich liebe und der mich liebt, zu dem ich schon nach kurzer Zeit vollstes Vertrauen gefasst habe.
Gott haben wir erst mal noch außen vor gelassen.Es sei denn, ihr wollt einfach ein wunderschönes Fest haben und Gott (?) und der Welt zeigen, wie gern ihr euch habt.
Allen Unkenrufen zum Trotz - wir haben uns nun getraut und es fühlt sich gut an und wir sind sehr glücklich. Ein Risiko ist es immer - mag sein, dass die "Jacke" Ehe nach nur 6 Monaten noch etwas zu groß sitzt, aber man kann ja hineinwachsen...Ich wünsch dir und euch jedenfalls so oder so alles Gute und ich hoffe, ich habe Unrecht mit meinen Unkereien. Nix für Ungut...
Kappuziner![]()
Vielen Dank für die guten Wünsche und Deine kritischen und guten Gedanken! Deshalb auch für Dich:![]()
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Thema: Heiraten nach 6 Monaten?
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12.01.2007, 11:24
AW: Heiraten nach 6 Monaten?
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12.01.2007, 11:55Inaktiver User
AW: Heiraten nach 6 Monaten?
Eigentlich gibt es hier ja nichts zu diskutieren - die Entscheidung ist ja gefallen.
Trotzdem
Das sollte nach Möglichkeit vor der Hochzeit abgeschlossen sein.Irgendwann gibt es doch in jeder Beziehung Momente, wo man zweifelt, ...
Vor der Hochzeit hatte ich zwei Phasen ziemlich heftigen Zweifels, ob ich das bzw. ihn wirklich will.
Ich habe sogar nach 1 1/2 Jahren das geplante Zusammenziehen abgeblasen, weil ich merkte, dass mir das alles "zuviel" wird.
Nach BriCom-Maßstäben hätte mein Mann sich trennen sollen - aber er fand gut, dass ich "mich prüfe" und mich bewusst für ihn entscheide.
Seit der Hochzeit hatte ich nie wieder Zweifel.
Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Ehe und dass Du nie grundsätzlich zweifeln musst.
Aber das Argument "Schwierigkeiten gibt es doch immer" klingt für mich immer nach Schönreden.
Gruß, Leonie
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12.01.2007, 13:17
AW: Heiraten nach 6 Monaten?
Herzlichen Glückwunsch!
Höre auf dein Herz und deinen Mann!
Ich habe meinen Mann auf den Tag genau nach 6 Monaten geheiratet. Wir haben uns am 11. Juni ineinander verliebt, sind im August zusammengezogen, ich war im September schwanger und am 11. Dezember haben wir geheiratet.
Das ganze war vor 10 Jahren und wir sind bis heute glücklich, habe zwei wunderbare Söhne und haben nichts bereut.
Ich war damals 20, mein Mann 26. Ausnahmslos alle, ob alte Tanten oder unsere besten Freunde haben den Kopf geschüttelt, uns gewarnt, gebeten, uns das ganze zu überlegen und ja nichts zu übereilen.
Wir waren uns trotzdem sicher und haben uns getraut! Es hätte nichts geändert, wenn wir noch gewartet hätten. Ich hätte ihn auch nach drei Tagen geheiratet und er mich auch. Es hat einfach gepasst. Das tut es bis heute.
Ich wünsche euch alles Gute für eure Ehe. Laßt euch nicht reinreden und hört nicht auf alle miesepetrigen Zweifler, Neider, Sicherheitsfanatiker! Lebt euer Leben und eure Liebe!
Viel Glück!
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12.01.2007, 13:34
AW: Heiraten nach 6 Monaten?
???
Zitat von suse3
gratuliere zum ausführlichen Lesen dieses Strangs...
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
______________________________________
Profilbild © Analuisa
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12.01.2007, 14:04
AW: Heiraten nach 6 Monaten?
Hi Sefchen,
ohne jetzt den ganzen Strang gelesen zu haben, will ich Dir erst mal ganz herzlich gratulieren.
Ich habe auch geheiratet bevor wir Einjähriges hatten. Mein Mann hat sich das schon nach 6 Wochen Beziehung überlegt,da hat er sich aber noch nicht getraut zu fragen, um mich nicht zu erschrecken, und so bekam ich den Antrag nach 3 Monaten.
Wir haben vorher nicht zusammengewohnt (haben nur im gleichen Personalwohnheim gewohnt), ich hatte noch nie eine Beziehung, die länger war als 3 Monate, bzw. eine Fernbeziehung über Kontinente über 2 Jahre; er ist damals direkt von seiner Freundin ausgezogen, mit der er 8Jahre zusammen war,... - also eigentlich Voraussetzungen, wo man sich nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen könnte.
Gut wir haben schon 3 Monate, vor wir ein Paar wurden zusammen gearbeitet und viel miteinander unternommen.
Warum wir so schnell geheiratet haben??
Wir hatten einfach das Gefühl es paßt, wir dachten an Familienplanung, ich war 30, er 34. Ohne jetzt streng katholisch zu sein, haben wir beide ein bißchen einen kirchlichen Hintergrund und wollten die Beziehung eben noch auf eine andere Basis stellen.
O.k wir haben den Kopf nicht ausgeschaltet: jeder hat in den Freundeskreis des anderen gepaßt (kein einziger hat uns abgeraten, einschließlich Eltern), wir haben besprochen, daß wir Kinder wollen, wo wir auf Dauer wohnen wollen, berufliche Ziele, wer zu Hause bleibt, Finanzplanung, ...
Das ganze erfordert viel Toleranz, weil so einiges an Überraschungen kommt schon noch, aber wir sind jetzt fast 5 Jahre verheiratet, haben eine Tochter mit 17 Monaten, die zweite kommt im Februar - und wir sind glücklich. Er ist der Mann meines Lebens - worauf hätte ich warten sollen.
Liebe Grüße, und alles alles gute
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12.01.2007, 15:54
AW: Heiraten nach 6 Monaten?
Huch, da kommt ja plötzlich wieder Leben in den Strang!
@suse:
Danke für die Glückwünsche!
Die von Dir beschriebenen
gibt und gab es glücklicherweise eigentlich weder hier im Strang noch im "Real Life". Höchstens ein paar kritische (und konstruktive!) Stimmen, aber das ist ja auch verständlich.Zweifler, Neider, Sicherheitsfanatiker
@biggi:
Danke für diesen "positiven Zuspruch"! Eure Geschichte klingt eigentlich sehr ähnlich wie bei uns beiden.
Manchmal passt eben plötzlich einfach alles!Wir hatten einfach das Gefühl es paßt, wir dachten an Familienplanung, ich war 30, er 34. Ohne jetzt streng katholisch zu sein, haben wir beide ein bißchen einen kirchlichen Hintergrund und wollten die Beziehung eben noch auf eine andere Basis stellen.
@Leonie60:
Es freut mich sehr, dass Du mit Deiner Rekordzahl von Beiträgen, die mir beim bisherigen stillen Mitlesen in anderen Strangs schon oft sehr positiv aufgefallen sind, hier auch einen Beitrag reingesetzt hast!
Du hast recht, die Phase der Unsicherheit und des Zweifelns sollte mit der Hochzeit (allerspätestens) abgeschlossen sein, und ich vertraue auch ganz fest darauf, dass mein Mann und ich nie an unserer Ehe zweifeln müssen. "Zweifeln" war auch nicht grade das richtige Wort. Meine (anfänglich durchaus vorhandenen) Zweifel ob der schnellen Hochzeit habe ich Ende November in der von mir weiter oben beschriebenen 5-tägigen "Bedenkzeit" eigentlich vollkommen abgelegt.
Ach ja, verstehe, das klingt so abgedroschen und war auch etwas schnell heruntergeschrieben, damit meinte ich nur, dass es immer mal schwierige Zeiten geben kann. Und damit meine ich nicht mal Beziehungsprobleme, sondern Schwierigkeiten, die das Leben einfach mit sich bringt, wie Probleme mit Kindern, Probleme mit später z.B. alten/alternden Eltern etc. Die gilt es dann eben gemeinsam zu überwinden, und das kann man vorher nicht irgendwie "üben", sondern man muss sich gemeinsam ein Herz fassen, das durchzustehen. Man muss sich in jeder Lebenssituation auf den Partner verlassen können.Aber das Argument "Schwierigkeiten gibt es doch immer" klingt für mich immer nach Schönreden.
Und ich denke, genau dieses Versprechen haben wir uns eben ganz offiziell gegeben.


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Aber ich verstehe, was Du meinst. Ich wäre wahrscheinlich auch genau Deiner Meinung, wenn ich Du wäre und hätte mir das vorher nie träumen lassen (Häh? etwas wirr, aber hoffentlich irgendwie verständlich). Es ist nun einfach so, dass ich einen ganz wunderbaren Menschen gefunden habe, der mich genau so nimmt wie ich bin, den ich liebe und der mich liebt, zu dem ich schon nach kurzer Zeit vollstes Vertrauen gefasst habe.
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