Ich habe hier ja mehrmals kundgetan, was ich vom Verhalten und Ansinnen des (Ex-)Mannes halte.
Daran hat sich nichts geändert,
aber mit etwas emotionalem Abstand wird die Freundin der TE hoffentlich erkennen können, was für ein Mann das eigentlich ist- und damit sollte auf Dauer der emotionale Abschied von ihm auch etwas leichter fallen.
Wie gesagt, eine Trennung kann es - leider- immer geben,
aber wie diese vollzogen wird und vor allem,
wie mit Demjenigen, der daran mehr zu knabbern hat, umgegangen wird,
das ist empfinde ich als sehr aussagekräftig in Bezug auf einem Menschen.
Dazu paßt dann wieder der Spruch:
Anstand ist nicht eine Frage der Umstände sondern des Charakters.
Insofern wird die Freundin der TE hoffentlich bald erkennen, daß sie keinen echten Verlust erlitten hat.
So schmerzhaft die Situation gerade ist, sie wird hoffentlich beim guten Verarbeiten helfen.
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07.06.2015, 15:23Inaktiver User
AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...
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07.06.2015, 20:08Inaktiver User
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07.06.2015, 23:15
AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...
Die Tochter hat recht, wenn sie ihren Vater ausdrücklich als Einzelperson zu dieser Hochzeit laden würde. Ist die Neue, mit der sich die Braut ansonsten gut verstehen kann, keine komplette Tussi, wird sie diese Ausladung nachvollziehen können, nicht persönlich nehmen und dem Brautpaar nach der offiziellen Feier, in kleinerem Rahmen, gratulieren.
Ist der Brautvater kein kompletter Trottel, wird er die Gefühle seiner Exfrau verstehen und den Zwiespalt seiner Tochter, und alleine kommen. Besteht er auf die Begleitung durch den Trennungsgrund, fehlt mir der Kommentar zu diesem Typen.
Die Brautmutter muß sich nicht zusammenreißen. Sie kann am wenigsten für die Situation und braucht sie nicht auszubaden. Will der Brautvater partout nicht ohne Neue kommen, sollte er daheim bleiben. Die Braut sollte auf einen Vater, der das nicht versteht, pfeifen. Der sollte sich dann erstmal "Anstand für Anfänger" aneignen.Durchsage:
"Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."
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08.06.2015, 08:05Inaktiver User
AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...
... muss er vielleicht deshalb nicht, weil er die 'Chose' zahlt ... zahlt nicht immer der Brautvater
? Oder zumindest ordentlich besteuert.
Vielleicht aber auch nicht.
So oder so, ich teile deine Meinung. Ich finde auch nicht, dass sich die Brautmutter hier kleiner machen sollte, als sie sich ohnehin gerade fühlt.
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08.06.2015, 08:51
AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...
... scheinbar dürfte das hier nicht großartig der Fall sein, dass der Brautvater zahlt. Also wäre es leicht, mit ihm angemessen umzugehen.
Durchsage:
"Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."
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08.06.2015, 09:40
AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...
Wer was zahlt spielt doch in diesem Zusammenhang gar keine Rolle.
Ich interpretiere das Verhalten des Vaters so, dass er partout demonstrieren möchte, wie toll sein neues Leben jetzt ist, ohne im Geringsten zu reflektieren, was dies bei seiner Ex anrichtet. 35 Jahre so abzuhaken ist schon eine starke Leistung!
Hut ab vor der Neuen, die sich aus dem eigentlich raushalten möchte.
Ich wünsche deiner Freundin, ihrer Tochter und vielleicht auch dir ein entspanntes Fest, morra!
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08.06.2015, 11:01
AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...
Brr, mich nimmt dieses Thema auch noch nach Jahrzehnten mit.
Das "emotional verarmte wuerschtelchen", da gehe ich absolut d`accord mit Dir.
Was die neue Frau angeht, das bleibt ja noch mehr Spekulation als die Beurteilung des Exgatten. Es war nur geschrieben worden von einer jüngeren Frau, muss ja nicht gleich die Sugardaddy-Fraktion gesucht worden sein.
Aber:
Ein Telefonat mit der Next würde ich auch nicht führen. Aber wenn die Freundin sich mit dem Gedanken, an der Hochzeit teilzunehmen anfreunden kann, würde ich auch raten zuvor die Neue kennenzulernen.vom telefonat mit der 'next' wuerde ich dennoch nicht zuviel erwarten, diese frau ist sicherlich noch sehr loyal und bemüht, es ihrem freund recht zu machen - sonst wäre sie nicht mit ihm liiert. Dennoch halte ich diese idee für nicht uebel.
Oder eben beide sogar zuvor zum tee einladen, dadurch wuerde sich die nochfrau eine gute position verschaffen.
In einem kleinen Rahmen entweder bei der Tochter oder auf ganz neutralem Boden, nur die Nochgatten, die neue Frau, die Tochter und vielleicht die TE. Ich denke in solch neue Situationen immer an den berühmten Scheinriesen.
Ein Problem (hier die neue Partnerin) erscheint riesengroß, weil unbekannt/negativ beurteilt. Lernt man sich kennen, fällt das Problem oft in sich zusammen. Ich gebe zu, in diesem Fall hier ist das ein bisschen optimistisch gedacht, aber wenn man dieses "Schreckgespenst" erst einmal leibhaftig vor sich sieht, ist eine große Hürde geschafft.
Kann natürlich auch sein, dass man feststellt: diese Frau und dann noch mein großspurig auftretender Nochmann dazu, geht gar nicht für mich. Aber lieber das im kleinen Kreis erfahren als die große Bühne geben auf der Hochzeit der Tochter.
Man gibt dann auch keinen Raum für etwaige Sensationslüsternheiten (huch, heute treffen ja auch die scheidenden Brauteltern aufeinander!) seitens des großen Publikums auf der Hochzeit. Kann entweder freundlich grüßen oder schulterzuckend ignorieren.
Oder die Brautmutter stellt wie gesagt fest, dass sie sich das doch nicht geben kann und bleibt der Hochzeit fern.
Dem abhanden gekommenen Ehemann würde ich -nach Abwägung noch in Frage kommender Scheidungsmodalitäten- folgendes noch mit auf den Weg geben: er solle sich mal an die eigene Nase packen. Für mich als Ehefrau ist das ganze noch ziemlich frisch nach einem Jahr. Er hat sich aus der Ehe verabschiedet und das auch nicht zügig durchgezogen, hatte somit viel mehr Zeit. Jetzt tut er so als müsse ausgerechnet die Ex alles in Nullkommanix akzeptieren, wozu er selbst nicht in der Lage war.
Aber jedes Wort an so jemanden ist wahrscheinlich vergebene Liebesmüh.
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08.06.2015, 11:18Inaktiver User
AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...
Dass die Next selbst gar nicht das Problem ist, wurde doch schon geklärt.
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08.06.2015, 11:34
AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...
Ich habe es doch auch gar nicht auf die Next allein gemünzt.
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08.06.2015, 13:13Inaktiver User
AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...
Guter Gesichtspunkt, Utetiki!
Der Ex ist in der Tat mehrere Jahre lang zweigleisig gefahren und hat eine Entscheidung gescheut. Erwartet aber von seiner Noch-Ehefrau, dass sie in kurzer Zeit mit den Fakten klar kommt. Und zwar so, dass es für ihn am bequemsten ist.
Zum Glück sieht meine Freundin inzwischen etwas klarer - dh sie sieht es nicht nur, sondern sie beginnt auch, es zu fühlen.
Außerdem gibt es folgendes Update: Tochter hat mit ihrem Vater und auch mit der Neuen gesprochen. Die Neue will auf keinen Fall mehr kommen; sie hat gar nicht geahnt, dass ihr Kommen überhaupt ein Thema sein würde, nachdem der Ex ihr das völlig anders dargestellt hat.
Der Ex hat sich nochmal kurz quer gestellt, und er hat auch der Tochter Vorwürfe gemacht, dass sie das Gespräch mit seiner neuen Lebensgefährtin überhaupt geführt hat. Er will einfach nicht alleine zur Hochzeit kommen. Der Mann will die eierlegende Wollmilchsau, aber die ist nicht im Angebot.
Nun hat er nach einigem Hin und Her zugesagt, dass er alleine kommen wird.
Das Licht, das dieses ganze Gedönse auf ihn wirft, möge meine Freundin bitte gut für sich verarbeiten können.
Ich danke allen, die sich konstruktiv eingebracht haben. Das waren in diesem Strang für meine Begriffe 99,9 Prozent.



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