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  1. Inaktiver User

    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    ich bin da radikal: ich würde erwarten, dass der Vater seine neue Flamme daheim lässt. Wenn von jemandem ein Zugeständnis erwartet werden kann, dann doch von dem neuen jungen Glück des Alten. Dass die Mutter sich dieses neue Geturtel über Stunden anschaut, kann doch wirklich keiner erwarten. Wenn ihr Ex ,der Brautvater, ein paar Stunden Trennung nicht erträgt, soll er eben auch fernbleiben.

    Aber dass die Mutter von ihm betrogen und verlassen wird und nun vor die falsche Alternative gestellt wird, finde ICH unerträglich
    Absolut meine Meinung.

    Wären das meine Eltern, wäre ich schon vor der offiziellen Einladung so eine radikale Tochter.
    Ich finde es ehrlich gesagt merkwürdig, daß die Tochter sich nicht gleich entsprechend positioniert hat- zum Schutz der Gefühle ihrer Mutter, als selbstverständliche Rücksicht.

    "Aufgrund der Umstände erwarte ich, daß bitte nur Du zur Hochzeit kommst, alles andere ist für Mama nicht zumutbar".

    So einfach wäre das für mich.

    Zu einer Hochzeit gehören bestenfalls die Brauteltern,
    aber doch nicht - bei noch derart frischen Verletzungen- der Trennungsgrund von einem von ihnen.

    Die einzige - für mich nachvollziehbare - Erklärung, daß das nicht gleich deutlich kommuniziert wurde,
    ist für mich, daß die Tochter davon ausging, ihr Vater hätte noch einen Restanstand und würde von allein auf die Idee kommen, daß es selbstverständlich ist, zu Hochzeit der Tochter nicht den Trennungsgrund mitzubringen.
    Wieder was gelernt über diesen Vater.

    Betrug nach über 30 Jahren Ehe,
    Trennung, Scheidung noch nicht durch, weil alles noch relativ frisch-
    Mann lebt schon mit Neuer zusammen (soweit ist das noch akzeptabel, so spielt das Leben leider manchmal)-

    und dann sollen die auf der Hochzeit als Paar auftreten "dürfen", während es der Mutter noch schlecht geht und sie deshalb zur Not freiwillig wegbleiben würde-
    oh, ich würde dem was husten...


    Ich wäre über diese Respektlosigkeit meiner Mutter gegenüber extrem böse.



    Zitat Zitat von NurZuGast Beitrag anzeigen
    Man muss keineswegs in der Opferrolle sein, um eine solche psychische Belastung nicht aushalten zu können/wollen.

    Wäre ich an der Stelle der Braut, wäre ich auf meinen Vater sowieso ganz schlecht zu sprechen, da er meiner Mutter das angetan hat. Ich hätte ihm direkt gesagt, dass seine Neue nicht eingeladen ist.
    Zitat Zitat von rotlilie Beitrag anzeigen
    Die Eltern sind noch verheiratet, schon allein diese Tatsache wäre für mich als die Next Grund genug, Respekt zu wahren und von mir aus nicht an der Feier teilzunehmen.
    Das ist auch die Frage,
    was habe ich unter solchen Umständen als neue Next und Trennungsgrund auf der Hochzeit der Tochter meines Partners zu tun- auch da mangelt es meiner Meinung nach an Empathie.

    Wäre ich die Neue, würde ich alles daransetzen, daß mein Kerl nicht bockig oder stur reagiert, sondern als Teil der Familie an dieser wichtigen Familienfeier allein teilnimmt.

    So eine Feier ist ja unter diesen Umständen auch für die Next kein Vergnügen.
    Geändert von Inaktiver User (04.06.2015 um 19:18 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das ist auch die Frage,
    was habe ich unter solchen Umständen als neue Next und Trennungsgrund auf der Hochzeit der Tochter meines Partners zu tun- auch da mangelt es meiner Meinung nach an Empathie.

    Wäre ich die Neue, würde ich alles daransetzen, daß mein Kerl nicht bockig oder stur reagiert, sondern als Teil der Familie an dieser wichtigen Familienfeier allein teilnimmt.

    So eine Feier ist ja unter diesen Umständen auch für die Next kein Vergnügen.
    Wir wissen allerdings gar nicht, ob die Neue überhaupt ahnt, dass ihr Erscheinen ein Problem darstellt. Möglicherweise hat der Ex meiner Freundin ihr davon gar nichts erzählt. Sie, also die Neue, hat übrigens keine Kinder und hat auch noch nie mit einem Mann zusammengelebt. Vielleicht kann sie sich mangels Erfahrung in einige Dinge einfach nicht hineinversetzen bzw. sieht gar keinen Anlass dafür. Das ist die einzige Spekulation, die ich in dem Zusammenhang beisteuern möchte.

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    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Zitat Zitat von maerz32 Beitrag anzeigen
    Ich finde es ausgesprochen frech von dem Mann, seine Geliebte (die Scheidung ist noch nicht durch) mit zur Hochzeit schleppen zu wollen. Seltsam, dass die Tochter daran kein Anstoß nimmt ...
    Selbst wenn die Tochter daran Anstoß nimmt und es auch so ihrem Vater
    kommuniziert, muss sie die Befürchtung haben, es sich mit ihm zu verscherzen.

    Ich finde die Situation echt schwierig für sowohl Mutter als auch Tochter.

    Möglicherweise auch für den Vater (für den sich mein Verständnis jedoch in
    Grenzen hält): es könnte (!) durchaus sein, dass ihn die Next unter Druck
    setzt. Nach dem Motto *wenn Du zu mir stehst, dann gehöre ich an Deine Seite*.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir wissen allerdings gar nicht, ob die Neue überhaupt ahnt, dass ihr Erscheinen ein Problem darstellt.
    Das könnte so sein, ist aber in meinen Augen eher unwahrscheinlich.
    Ich schätze es so ein, dass ihr Erscheinen auf der Hochzeit in ihren Augen
    einen echten Prüfstand hinsichtlich der noch jungen Beziehung zum Brautvater
    darstellt.

  4. Inaktiver User

    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Vielleicht kann der Brautvater ja eine Flasche Baldrian trinken und ganz tapfer versuchen, mehrere Stunden ohne seine Freundin auszukommen.
    Augen zu und durch. Den Schmerz aushalten, ein ganzer Mann sein, Zähne zusammen beißen und mit gutem Essen und Wein den stundenlangen Trennungsschmerz überstehen.
    Die Freundin kann ihn ja vor der Kirche abliefern, zwischendurch viele SMSs schreiben und gleich am Ende der Feier wieder in Empfang nehmen.
    Dann wird es nicht so schlimm für ihn und das Getrenntsein etwas erträglicher.
    Und allen, die noch nicht wissen, dass er eine Neue hat, den kann er es ja auf der Feier erzählen. Sie werden ihn dann auch bewundern.
    Als Next nach so kurzer Zeit würde ich überhaupt nicht auf die Idee kommen, dass ich etwas auf einer Familienfeier zu suchen hätte.
    Es sei denn, die Beweggründe sind andere.
    Die Tochter finde ich unsensibel. Dieses Dilemma wäre doch überhaupt nicht nötig gewesen.
    Brautvater und Brautmutter gehören dazu und fertig.

  5. Inaktiver User

    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Ich schätze es so ein, dass ihr Erscheinen auf der Hochzeit in ihren Augen
    einen echten Prüfstand hinsichtlich der noch jungen Beziehung zum Brautvater
    darstellt.
    Wenn das tatsächlich der Beweggrund sein sollte, dann sehe ich schwarz für die Beziehung, sowohl zwischen Vater und Next, als auch zwischen Vater und Tochter und ganz besonders zwischen Next und Tochter.
    So etwas wären niedrige Beweggründe. Geschmacklos.

  6. Inaktiver User

    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Hallo morra,

    hat Dich Deine Freundin konkret um Rat gebeten? Ich glaube Deine Intention, dass sie bei Ihrer Absage bleiben soll, ist richtig für sie.
    Du schreibst in einem Beitrag, dass sie sich sowieso jeden Tag zusammenreißen muss, um ihren Alltag zu bewältigen und ihre Kraft dafür braucht. Ich glaube, dass Mensch nach so einer Geschichte eine gewisse Zeit braucht und auch einen richtigen Abschluss, der in dem Fall die Scheidung sein könnte. Wahrscheinlich ist ihr ganzes Gefühlsleben durcheinander und das Gespür, was und wem sie trauen kann.
    Nun hat sie aber eine Entscheidung getroffen, ob das ne Kopf- oder Bauchsache war, sei dahin gestellt. Das wichtige ist, sie hat für sich eine Entscheidung getroffen, wie sie mit der Situation umgehen kann und will. Sie hat sich hier gespürt. Hier solltest Du sie stärken, dass sie sich nicht vom Umfeld verrückt machen lässt.

    Die Tochter kanns verstehen und akzeptieren, was will man mehr. Klar will die Tochter beide Eltern dabei haben und auch für erwachsene Kinder ist es schwer, wenn die Eltern getrennt sind und einer von Beiden nicht zur Hochzeit kommt. Aber hier versteht es die Tochter.

    Lieber ohne Mutter, als dass alle verkrampft sind.

    Dass das Verhalten des Exmannes extrem unempathisch ist, muss nicht weiter ausgeführt werden.

    Ich selbst würde den Weg des vorherigen Kennenlernens, Kaffeeplausch mit Ex, Next, eventuell Tochter in Erwägung ziehen - an einem neutralen Ort.
    Und (da ich in Ausnahmesituationen eher pragmatisch bin) wäre mir spätestens ab dem Spruch mit dem Pillen einwerfen klar geworden, dass der Mann es nie wert gewesen ist, dass es mir deshalb schlecht geht.

  7. Inaktiver User

    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Lieber ohne Mutter, als dass alle verkrampft sind.
    Ich bin sprachlos (und das soll bei mir was heißen).

  8. Inaktiver User

    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Diese "Lösung" würde in meiner Wahrnehmung bedeuten, daß die Mutter,
    nachdem sie schon betrogen, verlassen und ausgetauscht wurde
    nun auch noch dafür abgestraft wird, daß ihr all das verständlicherweise immer noch (was ist da schon ein Jahr) viel ausmacht.

    Ich empfinde das als erneute- unnötige- Verletzung der Mutter, ein weiterer Tiefschlag.

    Kann man nicht ihre Position als Mutter einfach anerkennen?

    Was hat nach so kurzer Zeit der Trennungsgrund bei der Hochzeit einer Tochter zu suchen.

    Mein aufrichtiges Mitgefühl für diese Frau.

  9. Inaktiver User

    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein aufrichtiges Mitgefühl für diese Frau.
    Ja, meines auch.
    Anstatt dass die Verwandtschaft sich liebevoll um die Mutter kümmert und ihr den Rücken stärkt, schlagen sie ihr vor, Valium zu nehmen oder fernzubleiben.
    Eine reizende Familie, die Tochter inbegriffen plus reizendem Schwiegersohn, der auf seiner Hochzeit wohl nichts zu sagen hat.
    Könnte die Tochter ihre Hochzeit genießen, wenn ihr Vater an ihrer Seite stände (und sitzen würde), samt Nachfolgerin der Mutter und sie wüsste, dass ihre Mutter sich zu Hause die Augen aus dem Kopf weint?
    Auf keinem Foto wäre sie, aber ihre Nachfolgerin.
    Ich habe so etwas noch nie gehört, ich kann es kaum glauben.

  10. gesperrt

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    AW: ... und noch eine schwierige Hochzeit...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Lieber ohne Mutter, als dass alle verkrampft sind.
    Wenn ich die Tochter wäre, würde ich in aller Stille heiraten. Ich weiß, der Vorschlag geht gar nicht

    Wurde früher bei problematischen familiären Situationen ab und an so gemacht.

    Meine Schwiegereltern machten das so und bekräftigten ihr Heiratsversprechen zur goldenen Hochzeit im Kreis ihrer Kinder mit Familien noch mal in der selben kleinen Kirche, weit ab von ihrem Wohnort.

    Mir erschließt sich allerdings dieser Großer-Event-Heirats-Hype eh nicht.

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