Liebes Forum,
Ich bin gerade ziemlich ratlos. Mein Verlobter und ich, wir lieben die USA und würden daher gerne dort heiraten. Wir haben inzwischen unsere Familie gefragt, ob sie grundsätzlich bereit wären (einen Termin im kommenden Jahr vorausgesetzt, wo jeder könnte), mitzukommen. Da wir beide gerne beide eher im kleinen Kreis heiraten möchten, und wir grundsätzlich schon auf eine - wie auch immer aussehende Hochzeit gespart haben - würden wir unserer engsten Familie (Eltern, Geschwister usw.) die Reise bezahlen (Flug + ein paar Tage Hotel) und haben as auch so kommuniziert. Natürlich ist es uns beiden wichtig, dass unsere Familie mit anwesend ist und mit uns feiert. Gerade darum sollte es nicht entscheidend für eine eine Entscheidung sein, dass niemand wegen "Geldsorgen" Nein sagt.
Jetzt ist es aber so, dass meine Mutter recht vehement "Nein" gesagt hat. Mal abgesehen davon, dass es mich etwas vor den Kopf gestoßen hat, habe ich sie nach den Gründen gefragt. Ich meine, wenn sie krank wäre, hochschwanger oder schon 80 Jahre alt, etc., wäre das ja nachvollziehbar gewesen. Dann fragte ich sie, ob sie evtl. Flugangst hätte - wenn ja, der beste Freund meines Verlobten ist Arzt (mein Verlobter auch) - dann könnte man sicherlich das mit berücksichtigen und ihr dabei "helfen" (sie ist noch nie geflogen, Urlaub immer nur in Europa mit dem Auto oder Zug, daher wäre eine evtl. Angst eher eine "Furcht vor dem Unbekannten"). Sie meinte, dass es "zu stressig" wäre, dass sie sich um alles kümmern müsste (z.B. was mein Vater und mein Bruder anzieht) und "wie soll Spaß klappen dass sich alle rechtzeitig treffen usw." - man beachte, alle Gäste sind eigentlich erwachsene und selbstständige Menschen!). Also in meinen Augen "irrationale" Ängste, vor allem da ich mich bzw, wir uns um alle Formalitäten und Friedensrichter und Location mit einem Hochzeitsplaner kümmern werden. Und dass wir allen Gästen frei zur Entscheidung lassen, wann und von wo sie fliegen und welches Hotel etc. Das haben wir auch gesagt. Aber auch das konnte sie nicht "überzeugen". Wobei sie in diesem Gedpräch explizit gesagt hat, "warum können wir nicht in DE heiraten, sie wäre auch gerne meine Hochzeitsplanerin das könnte sie ja doch sehr gut (ich meinte irgendwann in dem Gespräch nämlich auch, ich hätte gerne eine stressfreie Hochzeit, daher der Planer).
Das macht mich sehr traurig, weil ich keine (für mich nachvollziehbaren) Gründe gefunden habe, warum sie nicht will und die ich verstehen und damit akzeptieren könnte...was soll man in so einer Situation tun?
Ich habe auch nach Alternativen gesucht, weil wir unseren Traum von einer Hochzeit im engsten Familienkreis in den USA auch nicht so ohne weiteres aufgegeben können/ möchten. Beispielsweise standesamtliche Hochzeit alleine in den USA + Flitterwochen und freie Trauung in DE mit den Angehörigen (auch wenn ich ja genau dann in diesen "Organisationsstress" komme). Aber das kann mein Partner nicht mit sich vereinbaren, was ich auch vollkommen verstehe - er ist Einzelkind und dass seine Eltern bei der "echten" Hochzeit (in den USA) nicht dabei wären, wäre für ihn schlimm - beide würden ja auch mitkommen wollen und hatten quasi zugesagt.
Ich möchte meine Mutter noch einmal darauf anzusprechen - und wenn es irgendwelche Argumente gibt, wie wir Sie doch noch zur Mitreise bewegen könnten(z.B. Längere Aufenthaltszeit bezahlen, damit sie sich erholen kann, oder einen Dolmetscher stellen, falls sie Angst wegen dem Sprachbarrieren hat) bin ich bereit das zu investieren- aber was tun, wenn es keine rationalen Argumente gibt?
Ich tendiere aktuell dazu, es so zu machen, wie wir es möchten, alle einzuladen und aber wenn sie absagt bzw. definitiv nicht mitkommen möchte, das zu akzeptieren. Die anderen Gäste sind ja dabei. Ich wäre auch nicht sauer, echt nicht. Nur will ich mir auch nicht vorwerfen lassen müssen später, dass ich eine "Hochzeit ohne sie" veranstaltetet hätte. Und keine "schlechte undankbare Tochter" sein. Und das befürchte ich bei ihr...
Was denkt ihr? Was würdet ihr in so einem Fall tun?
Danke für eure Einschätzung und Hilfe!
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Ergebnis 1 bis 10 von 99
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03.06.2015, 23:15
Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Geändert von TraurigeBraut (04.06.2015 um 02:26 Uhr)
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03.06.2015, 23:37Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Für mich klingt das, als sei Deine Mutter seit jeher davon ausgegangen, für Dich eine typische Hochzeitsfeier zu arrangieren... mit Kirche, Blumenkindern, weißem Kleid, Kutsche, Sektempfang mit Häppchen, dreistöckiger Torte und allen noch so weit entfernten Verwandten, Freunden, Bekannten, Polterabend, Buffet, Tanz, Live-Band, Hochzeitswalzer und Brautstraußweitwurf...
Und jetzt machst Du ihr einen Strich durch ihre Pläne und sie soll weder eine tolle Feier mit allem drum und dran organisieren, sie darf nicht mit Deinem Wahnsinnskleid angeben, sie kann nicht mit ihren Freundinnen und anderen weiblichen Verwandten über die anstrengende Planung jammern, sie kann nicht ihre Vorstellungen in den Ablauf der Feier einbringen - sie kann gar nix tun.
Nur zugucken und Gast sein.
Ich schätze, es gibt Mütter, für die ist das unerträglich
Je mehr Du Dich ins Zeug legst, um sie umzustimmen, umso mehr wird sie das Gefühl haben, wenn sie nur lange genug weiter blockiert und Dich unter Rechtfertigungsdruck setzt, kriegt sie Dich dazu, so zu handeln, wie sie will. Wie ich das finde, gerade im Hinblick auf Eure Hochzeit, sag ich hier mal lieber nicht...
Meiner Meinung nach sollte noch eine einzige allerletzte Ansage mit dem höchstmöglichen Entgegenkommen ausreichen - und dann wäre das Thema "Mutter überzeugen" für mich erledigt.
Würde sie denn wirklich Eure Hochzeit boykottieren und alleine zuhause bleiben?? Oder nicht doch eher mitkommen, alleine schon, um wenigstens nicht "dumm" vor Verwandten, Nachbarn und Freunden dazustehen, wenn sie schon keine "eigene" Feier vor Ort anbieten kann?
Was sagt denn der Rest Deiner Familie zur Haltung Deiner Mutter?
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03.06.2015, 23:49Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Hallo Traurige Braut.Ich bin froh nicht in Deiner Haut zu stecken.
Also:Deiner Mutter ist es zu stressig wenn sie sich um alles kümmern muss wegen einer Hochzeit die in Amerika stattfindet,aber locker eine Hochzeit in D organisieren
Was die Kleidung angeht,bin ich sicher dass Dein Bruder noch in den Kindergarten geht und natürlich nicht selber entscheiden kann was er anziehen und mitnehmen möchte.......
Dein Vater wird wohl die Kleidung morgens hingelegt bekommen und komplett unfähig sein,eine eigene Entscheidung zu treffen....
Ich gehe jetz einfach davon aus,dass Deine Mutter nicht in ein fremdes Land reisen will zu einer Hochzeit!Dass Du irgendwann zu einer undankbaren Tochter wirst steht für mich zweifelsfrei fest.Denn es ist egal was Du möchtest und was Du tust,irgendwas wird Deiner Mutter garantiert irgendwann mal Missfallen und dann ists soweit und Du bist die....wasauchimmer.
Ich würde,jetzt so locker vom Hocker,vorschlagen,dass Du die Hochzeit genauso durchführst wie Du sie haben möchtest.Kommt Deine Mutter ists super,kommt sie nicht,ists halt so.Wahrscheinlich kommt sie dann doch,weil: sie kann doch Mann und Sohn nicht allein gehen lassen,die würden doch ohne sie untergehen."Ironiemodusaus"
In diesem Sinne:Kopf hoch und Brust raus!
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03.06.2015, 23:56Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Hm, wenn du schon selbst die psychologische Keule der "schlechten undankbaren Tochter" befürchtest: Du kennst sie ja und wirst wissen, wieso du davon ausgehst, dass diese Retourkutsche wahrscheinlich ist.
Und sie ist völliger Blödsinn. Du hast schon alles durchüberlegt, wie du die "gnädige Frau" doch noch dazu bringen kannst, netterweise auf deiner Hochzeit aufzukreuzen. Wenn jemand sauer sein dürfte, dann wärst das du. Das schließt du jedoch aus, also alles in Butter soweit.
Es klingt ehrlich gesagt ein wenig so, als stünde deine Mutter auch einfach gerne im Mittelpunkt und leidet gerne, kann das sein
Denn: Wer organisiert bitte gerne und das auch noch hochqualifiziert in seinen eigenen Augen eine Hochzeit-findet es dann aber stressig, Vater und Bruder Kleidung rauszulegen?! (Wenn überhaupt notwendig...)
Das passt einfach nicht zusammen. Ich denke auch, du hast sie, wie Nellifer schreibt, entweder um ihren Auftritt gebracht-oder es passt ihr einfach nicht, dass ihr das so macht, wie ihr es wollt. Ist aber nunmal EURE Hochzeit und EUER Freudentag. Und alle eure Gäste werden total nett eingeladen-da würde ich mal sagen, wer nicht will, der hat schon. Allerdings könnte es sein, dass sie bei nachlassender Überzeugungsaktivität deinerseits irgendwann selbst auf die für sie recht unangenehm anmutenden Idee kommt, dass sie bei der Geschichte niemand als die "arme, uneingeladene Mutter" mit der "herzlosen Tochter" sieht-und sie auch noch vor der Verwandtschaft dumm dasteht. Also entweder, sie fliegt halt dann doch mit-oder ihre Rechnung, sich darüber dann wenigstens beklagen zu können, geht leider nicht auf
Und dass sie auch gegenüber dir nicht aufgeht, dafür musst DU sorgen, du hast schließlich alles getan-und es ist sehr wohl richtig, dass ihr das so macht, wie ihr wollt (vielleicht stößt ihr ja auch auf, dass den Eltern deines Partners der "Vorrang" eingeräumt wird, weil wegen ihnen in den USA geheiratet wird? Das könnte auch ein Grund sein, warum sie das nicht so lustig findet-aber auch kein rationaler
).
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04.06.2015, 01:46
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Hallo Ihr Lieben,
Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich euch für eure Ratschläge bin. Und eure Einschätzung. Jetzt wo ihr so schreibt, erkenne ich meine Mutter immer besser wieder. Meine restliche Familie, also Vater und Bruder, stehen vollkommen hinter mir und uns und finden die Idee gut und verstehen die Beweggründe auch. Bis auf meine Mutter freuen sich alle eingeladenen Gäste über die Einladung, zumal nur quasi einen Tag Programm stattfindet und die restliche Zeit zur freien Verfügung ist. In New York. Wir können wenn wir möchten, Zeit gemeinsam verbringen oder Zeit alleine, jeder kann bis auf den eigentlichen Hochzeitstag die Zeit zu verbringen wie er möchte. Und bis auf den Fakt, dass sich alle an einem Tag (!) mit irgendeinem (!) Outfit zusammen finden müssen, haben wir nichts weiter geplant oder für die Gäste verplant. Mein Vater und mein Bruder haben schon mit meiner Mutter geredet, haben aber auch keine neueren Erkenntnisse. Sie möchte einfach nicht ( und sie will es auch nicht begründen). Sie ist auch der Meinung, sie muss es nicht. Es sollte doch ausreichen, wenn sie nicht will weil es ihr zu stressig ist.
Und dass diese Hochzeit in NY unser Wunsch ist, und der größte Teil unserer Gäste hinter uns steht, wäre es auch irgendwie unfair gegenüber meinem Partner und meinen anderen jetzigen und auch zukünftigen Angehörigen, das Ganze wegen einer einzigen Person, die aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht mitkommen möchte, die Sache abzublasen bzw. nicht zu tun.
Mein Fehler war vielleicht auch, gegenüber den Gästen zu kommunizieren, dass wir sie fragen ob sie grundsätzlich bereit wären, unter den oben geschilderten Bedingungen (Zeit, Geld) mitzukommen...
Ich bin ganz ehrlich meiner Mutter auch nicht böse, wenn sie nicht mitkommen möchte. Damit können wir alle leben. Jeder ist Schluss endlich seines Glückes Schmied. Das eigentliche Problem wird sein, dass sie auf jede erdenkliche Art mich und meinen Mann in Zukunft mit diesem Thema drangsalieren wird.
Vermutlich möchte sie tatsächlich eine klassische Hochzeit organisieren, mit allem was ihr gesagt habt, wie Brautstrauß, Hochzeitstorten, Blumenschmuck etc. Was mir entfallen war, aber genau in diese Richtung auch geht, ist, dass sie mir das Hochzeitskleid kaufen wollte. Das hat sie vor einiger Zeit (Verlobung) erwähnt gehabt, und ich habe gesagt das es, wenn es ihr Wunsch ist, für mich in Ordnung ist, ich mir jedoch aufgrund meines eigenen Einkommens ein Kleid auch gut selbst kaufen kann. Das wollte sie damals aber nicht hören/akzeptieren. Wobei ich "ihr" Hochzeitskleid ja auch im Ausland tragen könnte ;-)
Sofern es nicht dazu kommt, dass ich nachgebe und eine wie auch immer geartete Hochzeit in Deutschland mache, wird sie mir dies nachtragen. Und das eine Entscheidung, welche sie nicht genauso sieht, ein Problem ist, ich habe das schon in meiner Jugendzeit und in meinem Erwachsenenleben oft genug erfahren müssen. Jedoch ist die Hochzeit ja nicht temporär, sondern dauert hoffentlich mein gesamtes Leben an. Und solange dies so ist, wird sie eine Hochzeit im Ausland sowohl mir als auch meinem Partner lebenslang vorwerfen.... Und genau das möchte ich ja eigentlich auch nicht, ich möchte das sie mich und meinen Partner so akzeptiert wie wir sind. Aber sie wird dauerhaft kommunizieren, dass es sie zutiefst verletzt hat und es eine egoistische Entscheidung von uns war, sie von der Hochzeit "auszuschließen". und doch ich kann mein Partner nicht zwingen, auf seine Vorstellung zu verzichten, nur weil meine Mutter es anders haben möchte. das will ich auch nicht. Sollte es meine Schwiegermutter sein, die sich gegen unsere Pläne stellt, würde ich auch sagen dass es unsere gemeinsame Entscheidung ist und wir uns nicht unsere Pläne von der Schwiegermutter grundlos zu Nichte machen lassen dürfen.
Meint ihr wirklich, dass sie das anderen Bekannten und Verwandten nicht so kommunizieren kann/wird,,und sie zu der Hochzeit mitkommen wird schlussendlich? Da sie ziemlich stur ist, befürchte ich, dass sie sich auf keinen Fall auf einer Reise zu unserer Hochzeit einlässt und stattdessen kommuniziert, wir hätten ihre Bedürfnisse (ihr "Nein") nicht akzeptiert. Und das wird sie u.U. nicht nur gegenüber anderen, sondern auch gegenüber uns dauerhaft kommunizieren
Ich glaube aufgrund eurer Kommentare wirklich, und auf meiner eigenen Erfahrung, dass es eigentlich ein Machtspielchen zwischen uns beiden aus ihrer Sicht darstellt. Und sie möchte auf jeden Fall gewinnen.wenn ich nachgeben würde, würde ich alles verlieren, woran ich glaube und was ich wirklich möchte... Dilemma!Geändert von TraurigeBraut (04.06.2015 um 02:24 Uhr)
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04.06.2015, 02:18Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Dann wird es Zeit, dass du erwachsen wirst, dich abnabelst und nicht ständig Muttis Wohlwollen hinterher hechelst.
Entweder es ist dein/euer Leben, oder aber Mutti hat die Regentinnenschaft.
Wähle - it`s your choice :-)
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04.06.2015, 02:48
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Achso, und was mir eigentlich auch Bauchschmerzen in diesem Zusammenhang bereitet: mein Vater, und zweiter Rieihe auch mein Bruder, stehen schlussendlich zwischen den Stühlen.
Gerade mein Vater, der mitkommen möchte, aber seine Frau weigert sich, hat bereits jetzt Probleme, weil er die Ablehnungshaltung meiner Mutter nicht versteht. Deswegen streiten beide bereits jetzt. Wegen mir bzw. unserer Hochzeit. Ist natürlich auch nicht toll. Er muss ja schließlich auch zukünftig mit ihr zusammen leben. Wenn er jetzt alleine zu meiner Hochzeit in die USA reisen würde zusammen mit meinem Bruder, trotz dass sie es nicht will, wäre meine Mutter auch dauerhaft böse auf die beiden. Weil diese ja nicht hinter ihr gestanden haben. Dass dieser Vorwurf kommen wird, ist unausweichlich. Dazu kenne ich meine Mutter gut genug.
Aber ich möchte dies weder meinem Vater noch meinem Bruder eigentlich antun. Ein weiteres Dilemma. Die beiden müssen sich sozusagen zwischen mir und meiner Mutter entscheiden. Ich sehe dies natürlich nicht so, aber sie schon.
Ich werde die beiden auch nicht böse, wenn sie ihre nachgeben und nicht kommen. Wie gesagt, ich möchte keinen Streit wegen mir in der Familie. Aber meine Mutter wird versuchen, einen Streit(Machtkampf) daraus zu machen. Wie verhält man sich hier richtig?Ich werde die beiden auch nicht böse sein, wenn sie ihr nachgeben und nicht kommen. Wie gesagt, ich möchte keinen Streit wegen mir in der Familie. Aber meine Mutter wird ein Streit daraus machen. Wie verhält man sich dabei am besten? Ich bringe meine Familie gerade durch meinen Wunsch in eine Zwickmühle.Geändert von TraurigeBraut (04.06.2015 um 02:55 Uhr)
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04.06.2015, 03:27
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Also, ich hatte vor 2 Jahren eine (nicht ganz) aehnliche Situation. Ich wohne allerdings in den USA und mein Verlobter ist auch von hier. Und ein Grossteil meiner Familie kommt auch aus den USA. Also, es machte einfach Sinn es hier zu tun.
Aber, ich wollte es an einem anderen Ort machen weil mein Verlobter es gerne "laendlich" gehabt haette und auch in einer Gegend wo sich alle ohne Probleme kleine Hotels leisten koennen (oder sogar Zelten, warum nicht?). Aber, es ist unheimlich schwierig, eine Hochzeit von weit weg zu organisieren. Manche Hotel koennen das prima und man muss davor nie hinfahren aber unser "Hotel" war total bockig und machte einfach nicht mit.
Und wenn Deine Mutter nicht kommen will, kann es gut sein, dass sie es nicht tun wird. Vielleicht hat sie sich auch schon sehr auf diese Zeit gefreut: Mit Dir das Kleid und die Blumen und alles aussuchen. Du kannst sie ja miteinbeziehen indem Du ihr alle Angebote des Hotels oder was auch immer zeigst aber wenn sie sagt, sie fliegt nicht, dann wird sie wohl nicht fliegen.
Und am Ende wird es Dir leid tun, ohne sie geheiratet zu haben. Also entweder ganz alleine, gerade noch mit einem befreundetem Paar, oder mit Familie und ein paar Freunden oder ganz gross. Aber klein und fein und ohne die Brautmutter? Das ist ein no-go. Und glaube mir, niemand will 2 Mal Hochzeit feiern.
Am Ende hat mein Vater aus Gesundheitsgruenden absagen muessen, ich war mit allen verstritten und wir sind immer noch nicht verheiratet! Wenn wir heiraten, dann nur noch auf dem Standesamt, heimlich.
Es war so stressig, dass ich Guertelrose im Gesicht bekommen habe und in der Klinik bleiben musste weil es in die Augen ging.
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04.06.2015, 06:29Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
@TraurigeBraut, du kennst deine Mutter sicher am besten. Mehr Entgegenkommen als du, kann wohl niemand zeigen bzgl. Einladung, Kostenübernahme etc. Ich würde auch nicht mehr in meinen Vater dringen. Wie du sagst, er muss mit deiner Mutter zusammenleben.
Andererseits weiss ich auch nicht, ob es wirklich für dich eine Bereicherung wäre, wenn deine Mutter unter Protest zur Hochzeit kommt. Bist du sicher, dass sie dir nicht mit ständigem Protest, negativen Aussagen etc. den Tag unter Umständen restlos verdirbt?
Deine Mutter ist erwachsen, du bist erwachsen, und selbst wenn sie vorhatte, den Tag für dich zu planen, muss sie akzeptieren, dass du eine andere Vorstellung hast. Entweder sie akzeptiert und kommt, oder sie bleibt.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Hochzeitstag und viel Glück auf eurem gemeinsamen Weg.
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04.06.2015, 07:57Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienpolitik angehöriger will nicht mit
Ich kenne deine Mutter nicht, kenne aber eine ganze Reihe eher reiseunlustiger Menschen. Für jemanden, der noch nie geflogen ist, ist eine Reise in die USA möglicherweise dasselbe wie eine Reise zum Mars: undenkbar für sich selbst und unbegreiflich, dass anderen sowas gefällt. Ist ja auch noch nicht so lange her, dass es praktisch ein Ding der Unmöglichkeit war, mal eben für ein paar Tage nach New York zu fliegen.
Wenn ich zb an meine Schwiegermutter denke, da wäre das kein Machtkampf. Es wäre eher grausam, sie zu sowas überreden zu wollen.
Möchte ich nur zu bedenken geben.


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