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06.06.2015, 18:00Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
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06.06.2015, 19:46
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Das Idol unserer Kindheit war ein arbeitsloser Aussteiger mit hohem Bildungsgrad, der abseits gesellschaftlicher Normen im Bauwagen lebte.
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06.06.2015, 20:56
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Hm. Ich finde eine Hochzeit im Ausland, wenn das Paar nicht dort lebt, aus Gastperspektive auch eher lästig. Und ich kann mir durchaus Umstände vorstellen, wo ich auch bei vollständiger Übernahme der Kosten durch das Brautpaar nicht kommen wollte, wo ich bei einer näher stattfindenden Hochzeit durchaus mit Freude gekommen wäre.
Flugangst ist einer. Gesundheitliche Probleme ein anderer. So ein Transatlantikflug ist anstrengend, die lange Sitzerei, eingepfercht auf dem engen Flugzeugsitz ist nicht nur unbequem, sondern auch ungesund. Thrombose, Wassereinlagerungen, dicke Beine, trockene Augen, tagelange Verstopfung... Jetlag natürlich auch. (Meiner Tante würde ich übrigens eine Verweigerung wegen der tagelangen Verstopfung tatsächlich zutrauen. Die leidet da wirklich drunter. Würde es als Grund aber kaum angeben...)
Dann gibt es politische Gründe, nicht in die USA reisen zu wollen. Die Todesstrafe zum Beispiel, die Einreisepolitik, Rassismus, Polizeigewalt...
Wir kennen ja nur die Sicht der Tochter auf das Problem, nicht die der Mutter. Würde die jetzt einen Gegenthread eröffnen, gäbe es vermutlich auch für sie viele zustimmende Kommentare und verbale Dresche für die egoistische Tochter...
Echte Objektivität ist für die Beteiligten praktisch unmöglich, ganz normal.
Ich glaube nicht, dass die Weigerung der Mutter ein reines Machtspielchen ist, obwohl das durchaus mit reinspielen kann. Vielleicht ist es eine Mischung aus Furcht vor dem weiten Flug und dem Unbekannten, Enttäuschung darüber, dass sie ihre Traumhochzeit für ihre Tochter nicht haben kann, Verletztheit, weil sie sich gegenüber der Schwiegerfamilie zurückgesetzt fühlt, und noch ein paar anderen Dingen.
Reden könnte helfen, wenn beide Seiten tatsächlich eine gemeinsame Lösung finden möchten. Das hieße dann aber, dass mindestens eine Seite von ihren Vorstellungen abrücken muss. Ein Zauberwort, das dafür sorgt, dass die Mutter ihre Gründe brav runterschluckt und ins Flugzeug steigt, um in New York die aufrichtig glückliche Brautmutter zu geben, wird es wohl kaum geben. Aber eine Lösung, mit der beide gut leben können, die ließe sich vermutlich finden.Lego ist Lernspielzeug: Trittste im Dunkeln drauf - zack!, kannste Ballett!
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06.06.2015, 21:20Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
... och du, ich hab gerade bei einer Hochzeit einen gestandenen Mann mit den Tränen kämpfen sehen.
Und die Feier war absolut relaxt, in einem schönen Gartenrestaurant.
(Wie gesagt, große Feiern sind auch nicht meines - aber das finde ich halt schön. Aberw sowas kann man halt nicht inszenieren oder planen.)
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06.06.2015, 22:01
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Ich finde es unangenehm, wenn bei einer Hochzeitsfeier alle möglichen Romantikklischees abgeklappert werden. Auf der Burg, unterm Rosenbogen, bei Sonnenuntergang mit Blick aufs Meer, blondbezopften Blumenkindern, seidenem Ringkissen, fliegengelassenen weißen Tauben, Gästen in passender Tracht und echt eingeborenem Hochzeitsritual... wie aus dem Hochzeitskatalog.
Das hat mit romantischen Gefühlen nichts zu tun, das ist nur Kulisse. Der vor Rührung weinende Bräutigam ist ja echt, das ist ganz was anderes.
Betont nüchterne Eheschließung muss aber auch nicht sein, es IST schließlich ein besonderer Tag.Lego ist Lernspielzeug: Trittste im Dunkeln drauf - zack!, kannste Ballett!
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06.06.2015, 22:49Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Nochmal zu der Aussage der TE, alle anderen hätten zugestimmt ... Es wäre nicht die erste Hochzeit, wo einigen geladenen Gästen erst kurz vorher aufgeht, was ihnen da bevorsteht und sie relativ kurzfristig absagen.
So ein Angebot klingt erst mal toll - auf Kosten anderer Leute mal kurz in die USA jetten -, aber wenn man das mal durchdenkt, klingt das dann nicht mehr so klasse.
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07.06.2015, 06:48
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mit
Mal kurz ist das bestimmt nicht toll. Allein die Reisezeit dauert lang und lohnt sich nur, wenn man mindestens eine Woche oder auch zwei bleibt. Es müsste also ein breites Rahmenprogramm mit Sight seeing und shopping geben, bevor ich mich z.b. nach New York aufmache. Westküste wäre da noch was anderes, weil weiter weg. Mal von den Einreiseformalitäten. Eine Bekannte hatte dabei so ein Theater, dass ich mir überlegt hatte, die USA generell zu vermeiden.
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07.06.2015, 14:41Inaktiver User
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08.06.2015, 07:17Inaktiver User
AW: Traumhochzeit im Ausland - Familienangehöriger will nicht mi
So sehe ich das auch.
Ich finde es keineswegs irrational, wenn jemand Flugangst hat, noch nie weit gereist ist und dann nicht gerade mit einem Langstreckenflug anfangen will.
Ich muss öfters diensttechnisch Kurztripps in die USA machen und das ist nur eins: Ungeheuer anstrengend.
Und dann dieses ganze Einreise-Pipapo, wie schon gesagt wurde. Ich finde es auch nicht so toll, wie ein Verbrecher behandelt zu werden.
Ich weiß nicht, ob ich sowas freiwillig machen würde, nur weil sich jemand in den Kopf gesetzt hat, in NY zu heiraten, und ohne, das es dafür einen nachvollziehbaren Grund gibt.
Dieser Trend zu immer "originelleren" Hochzeitsevents geht mir auch auf den Zeiger.Geändert von Inaktiver User (08.06.2015 um 07:35 Uhr)
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08.06.2015, 07:52



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