Ich würde es lassen, mit der kirchlichen Trauung anstelle der TE. Ich bin da ganz bei Mandelbluete, ich verstehe nicht, wie man heiraten kann, ohne solche wichtigen Fragen vorher zum Thema zu machen.
Und da finde ich (ich bin evangelisch) die katholische Kirche nur konsequent und geradlinig. Da gibt es auch nur für Katholiken eine kirchliche Trauung und bei ev. Ehepartner eben eine ökumenische.
Für mein Verständnis lassen sich viel zu viele protestantische Pastoren zum Zeremonienmeister machen. Das Problem sehe ich hier aber nicht beim Pastor.
Das Problem liegt da bei der TE und ihrem Ehemann / Schwiegerfamilie, die das nicht rechtzeitig vor der Hochzeit geklärt haben.
Folgerichtig wäre es doch nur einen weltlichen Redner zu nehmen, wenn TE so gar nichts mit den kirchliche Riten und dem Glauben zu tun haben will und kann.
Nebenbei: Mein Vater war auch nicht gläubig, meine Mutter ist aber evangelisch und gläubig und beide hatte eine kirchliche Hochzeitsfeier mit Pastor.
Mein Vater hat meiner Mutter ihren Glauben gelassen und ihr zuliebe die kirchliche Hochzeit gerne mitgemacht.
Und an Festtagen gingen meine Eltern (mein Vater lebt nicht mehr) auch immer zusammen in die Kirche.
Gewisse Zugeständnisse in kleinem Rahmen kann man auch als Nichtkirchenmitglied/ Nichtglaubender seinem Partner zu Liebe machen, so dieser einem wichtig ist.
Und eine kirchliche Trauung von einer knappen Stunde, wen TE das solche Magenschmerzen macht, sollte sie es lassen und ihrem Mann das klar machen.
Es ist ja noch ein Unterschied ob man einem Partner zuliebe etwas tun kann, oder echten Widerwillen/ Abneigung gegen die Institution der Kirche, wozu nun mal der Pfarrer und die Rituale zu rechnen sind, hat.
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Ergebnis 51 bis 60 von 65
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13.05.2015, 22:14
AW: Eine weltlich-christliche Trauung - Balance beim Gottesdienst finden
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14.05.2015, 00:24
AW: Eine weltlich-christliche Trauung - Balance beim Gottesdienst finden
Doch, es ist auch ein besonderer Ritus, Formular C heißt er.
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14.05.2015, 10:22Inaktiver User
AW: Eine weltlich-christliche Trauung - Balance beim Gottesdienst finden
Klingt ja sehr romantisch.

Im Ernst: ich finde es natürlich eine gute Sache dass es den 5 Beteiligten Kirchen gelungen ist einen regionalen Konsens zu finden... Und das schon 1974.
Ansonsten, liebe TE, auch wenn Du hier nicht mehr schreibst, ich wuensche Dir ein gutes Fest, wie auch immer ihr Euch entscheidet.
Vielleicht magst Du ja am Ende mal berichten wie es war.
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14.05.2015, 11:56
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14.05.2015, 18:28
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14.05.2015, 19:14
AW: Eine weltlich-christliche Trauung - Balance beim Gottesdienst finden
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14.05.2015, 19:24Inaktiver User
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14.05.2015, 19:27
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14.05.2015, 21:41
AW: Eine weltlich-christliche Trauung - Balance beim Gottesdienst finden
Liebe Kaktus,
bei uns war es so: Für mich war klar, dass ich einen Segensgottesidenst für meine Ehe wollte. Mein Mann dagegen ist nicht in der Kirche, seine ganze Familie atheistisch, meine dagegen eng in der Kirche verwurzelt. Wir sind beim ersten (von zwei) Traugesprächen mit dem Pfarrer den ganzen Gottesdienstablauf, wie es vorgegeben ist für einen "Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung" (haben einige ja schon geschrieben), durchgegangen und der Pfarrer hat sehr einfühlsam bei meinem Mann nachgehakt, mit welchen Elementen er ggf. Probleme hat. Das war zB, dass mein Mann beim Segnen nicht mit gebeugtem Haupt knien wollte - er hat also den Segen im Stehen empfangen. Bei den Liedern haben wir darauf geachtet, dass sie den Dank für den Tag in den Vordergrund stellen (das aussuchen hat durchaus einige Zeit und Internetrecherche in Anspruch genommen). Für den Pfarrer war das insofern kein Problem, dass in der entsprechenden Richtlinie klipp und klar steht, dass die Segnung möglich ist, wenn es einem der beiden wichtig ist UND der andere keine Vorbehalte hat und - und das fand ich toll - dass im Gottesdienstablauf bzw. der Getsaltung darauf geachtet werden soll, dass dem nicht-gläubigen Partner nichts übergestülpt oder abverlangt wird, was er nicht mittragen kann. Fand ich toll und realiätsnah von der evangelischen Kirche. In der Predigt hat der Pfarrer auch sehr weltlich über die Ehe und Liebe gesprochen und dann den religiösen Bezug der Bibelstelle herausgestellt mit dem expliziten Zusatz: Ich weiß, Herr Bleue, Sie glauben nicht daran, aber die Bibelstelle meint auch xyz ..." - ich fand auch das passend und sensibel formuliert - so hatte auch Herrn Bleues nicht das Gefühl, von einer religiösen Zeremonie vereinnahmt zu werden, gleichzeitig wurde dieBibelstelle nicht auf "die Liebe" etc. reduziert ...
Vielleicht hilft dir das weiter.
Liebe Grüße!
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14.05.2015, 21:44
AW: Eine weltlich-christliche Trauung - Balance beim Gottesdienst finden
PS: Anosnsten glaube ich ja, dass freie Trauungen so esoterisch sind, wie die Paare es wollen. Kann man ja mit der / dem Rednerin vorher abklären ... da gibt es doch sicher auch solche und solche.


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