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  1. User Info Menu

    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    Liebe TE,
    Ich kann nicht nachvollziehen, warum du hier so angegriffen wirst. Ich finde, deinen Wunsch, denselben Nachnamen zu haben, wie deine Kinder, absolut legitim. Warum hättest du deinem Partner entgegen kommen sollen? Er kommt dir doch auch nicht entgegen. Und die Erklärung, dass die unterschiedlichen Namen daher kommen, weil ihr nicht verheiratet seid, ist für mich ebenfalls korrekt und zutreffend.
    Dein Partner hat seine Prinzipien und du - deine. Beides ist an sich gleich wichtig, wobei mir eher die Haltung deines Partners stur und kindisch vorkommt.
    Es kann natürlich sein, dass dieses unlösbare Konflikt eure Beziehung zunehmend belasten wird. Aber wenn deinem Partner seine Prinzipien so wichtig sind, kann man nichts machen.
    Vielen Dank!
    Ich denke, es wäre das Beste, ich würde es schlicht nicht persönlich nehmen und es als nicht wertbaren Teil einer Lebensgestaltung ansehen. Zu lösen sein wird es sowieso nicht mehr, denn in der Tat möchte ich inzwischen ja auch nicht mehr heiraten. Ich hätte dann das Problem, dass ich ja genau wüsste, es war gar nicht sein Wunsch, sondern mehr ein Zugeständnis. Das würde den Konflikt und mein Gefühl nicht in Luft auflösen. Ich denke daher wirklich, ich muss daran arbeiten es mich nicht mehr belasten zu lassen.

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    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Zitat Zitat von basisch Beitrag anzeigen
    Eben.
    Ich weiß jetzt nicht, was schwer daran ist, sich auszumalen wie es sich anfühlt, wenn man jemandem einen Heiratsantrag macht und der abgelehnt wird. Aber jeder wird noch in der Lage sein, nachvollziehen zu können, dass da ablehnende und demütigende Gefühle zurück bleiben?

    Selbst das muss ich jetzt noch erklären?
    Zitat Zitat von basisch Beitrag anzeigen
    ... er beteuert auch immer ich bin seine große Liebe und er möchte immer mit mir zusammen sein, trotzdem möchte er mich nicht heiraten.
    Es wurde erst vor fünf Jahren erstmals ein Thema als ich einfach gefragt habe wie er dazu steht, aber damals sagte er er sieht dafür keinen Grund und weiß nicht wieso. Stimmt ja auch. Dann wurde ich geplant schwanger aber auch hier wieder nichts. Irgendwann dachte ich mir ich muss ja keine Prinzessin sein und ich kann ja auch den Antrag machen, also hab ich ihn eines abends gefragt ob er mich heiraten möchte und er hat schlicht "Nein" geantwortet, Nein er möchte nicht heiraten...
    Wenn ich seit 5 Jahren immer mal wieder an diesen Gefühlen nage, wenn ich auf eine Frage (hier ein Antrag), auf die es zwei mögliche Antworten gibt, nämlich ja oder nein (und das nein doch sehr, sehr wahrscheinlich ist), ein nein bekomme, und die damit verbundenen Gefühle mich insgesamt so sehr schmerzen würden wie dich, basisch, ja, ich würde mich fragen, wo der Ursprung ist. 'Irgendetwas' in dir zweifelt an seiner Liebe zu dir, ich würde das nicht so stehen lassen, d.h., ich würde bei mir nach einer Erklärung suchen, warum mir Geheiratetwerden so wichtig ist und das Nichtgeheiratetwerden so viel Schmerz bereitet.

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    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Zitat Zitat von basisch Beitrag anzeigen
    Das war mir schon immer egal. Mir hat sogar mal eine Bekannte gesagt, dass sie gar nicht glaubt, dass die Kinder von ihm sind, weil wir nicht verheiratet sind.
    Echt jetzt??

    Und nein, bei uns im Umfeld sind wenige Leute geschieden
    Meine Frage war ganz explizit, ob Dein Partner in seiner Ursprungsfamilie belastende
    Scheidungserfahrungen machen musste.

    Du beleuchtest Deine verletzen Gefühle hier von allen Seiten - was ja auch
    in Ordnung ist.

    Aber auf die wiederholten Fragen, was hinter seinen Prinzipien stecken könnte,
    gehst Du nicht mal ansatzweise ein. Wenn jemand die Ehe so vehement verweigert,
    dann nicht völlig grundlos und nicht ohne die entsprechenden Überzeugungen. An
    Deiner Stelle würde ich ihn gerne verstehen wollen jenseits seines kategorischen
    "Nein".

    Ich sage, ich bin bereit, dann lass uns heiraten, wir nehmen alle den selben (Doppel)namen an und fertig. Er sagt nein
    Wenn er nicht heiraten will, dann wird ihn auch der "verlockende" Doppelname
    nicht umstimmen können. Du lässt ja tatsächlich nichts unversucht.

    Meine einzige Idee war, wie können wir es schaffen, dass wir beide zufrieden sind und den selben Namen tragen wie unsere Kinder? Wie?
    Vor dem Hintergrund einer gut funktionierenden Familie, wie Ihr es seid, sollte
    man meinen, dass so etwas wie Namen weder eine wichtige Rolle spielt noch
    etwas am Grad der Zufriedenheit ändert.

    Die Kinder mögen gefragt haben, warum sie anders heißen. Aus reiner kindlicher
    Neugier heraus - und vor allem, ohne die Erklärung zu werten. Kinder machen ihre
    Zufriedenheit sicher nicht an einem Namen fest, schon gar nicht in der heutigen
    Zeit, wo verschiedene Namen der Eltern Gang und Gebe sind.

    Wichtig war ihm nur, dass seine Kinder seinen Namen bekommen und er war aber für
    keine Lösung bereit.
    Du meinst, er war für Deine Lösung nicht bereit ;).

    Du formulierst in der Vergangenheit.
    Ist das so zu verstehen, dass das Thema "Namen" aktuell für ihn keine Bedeutung
    mehr hat? Und falls doch - worin vermutest Du den Grund?

    Ich kann doch nicht immer nur nachgeben, damit er zufrieden ist. Ich kann doch auch mal sagen: Nein. SO nicht. Du hast alles bekommen: Ehrlichkeit, Treue, das Eigenheim, wir sind achtzigfach abgesichert, du hast zwei Kinder mit mir und alles wolltest du ohne Trauschein.
    Nun ja, DU hast auch all das bekommen - oder nicht?

    Würde er aufrechnen - so wie Du es tust - dann käme er zu dem gleichen Ergebnis.
    Das mit dem "ohne Trauschein" wusstest Du von Anfang an. Das hat in der "Bilanz"
    nichts verloren.

    Ich habe das Gefühl alles was er einfordert soll ich nur bewilligen und alles, bei dem ich auch mal mitreden möchte, wird abgeblockt.
    Was fordert er denn ein?

    Ich weiß jetzt nicht, was schwer daran ist, sich auszumalen wie es sich anfühlt, wenn man jemandem einen Heiratsantrag macht und der abgelehnt wird.
    Du darfst aber nicht vergessen, dass Du einem Mann einen Antrag gemacht hast,
    dessen grundlegende Einstellung Du vorher schon kanntest.

    Er hatte schon immer die gleiche Meinung - im Gegensatz zu Dir.
    Das soll kein Vorwurf sein, aber in dem Fall bist Du diejenige, deren Pläne und
    Ziele sich verändert haben. Er ist einfach so, wie er schon immer war. Es ist
    reichlich unfair, ihm seine Konsequenz zum Vorwurf zu machen.

    denn in der Tat möchte ich inzwischen ja auch nicht mehr heiraten.
    Ich wünsche Euch sehr, dass das Thema Eure weitere Beziehung und
    Euer Familienleben nicht weiter belastet. Es wäre wirklich schade, etwas so
    Wertvolles wie eine gute Beziehung mit einer relativen Nebensächlichkeit
    zu gefährden.

  4. gesperrt

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    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Ich halte die Frage nach dem Status, nach dem Erbe, der gegenseitigen Absicherung und danach, wie man nach Außen als Paar wahrgenommen wird, nicht für eine Nebensächlichkeit. Und für mich hängt das alles im wesentlichen damit zusammen, ob man verheiratet ist oder nicht.
    Allerdings hätte man es sicherlich vor dem Geburt der gemeinsamen Kinder klären sollen.

  5. Inaktiver User

    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Die Kinder mögen gefragt haben, warum sie anders heißen. Aus reiner kindlicher
    Neugier heraus - und vor allem, ohne die Erklärung zu werten.
    Das halte ich auch für sehr realistisch.

    Meine Kinder heißen ja auch wie der Papa und natürlich haben wir das Thema auch besprochen. Ich habe ihnen die Gründe genannt und das war's. Und ganz sicher käme ich niemals auf die Idee, mich meinen Kindern weniger verbunden zu fühlen, weil sie einen anderen Namen tragen. Was wäre das für eine Liebe, die von solchen Dingen abhänge? Und wie schon geschrieben: Es gab in der Praxis noch NIE Probleme, weil sie einen anderen Namen haben. Die allermeisten Menschen in Deutschland sind schon lange im 21. Jahrhundert angekommen.

  6. gesperrt

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    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Für manche spielt ein gemeinsamer Name keine Rolle und für die anderen schon. Ich hätte auch nicht gewollt, dass meine Kinder einen anderen Namen haben als ich. Mit dem Jahrhundert, in dem wir leben, hat das mMn nichts zu tun.
    Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum die TE in der Frage der Namensgebung nicht nachgegeben hat. Für sie hat diese Frage prinzipielle Bedeutung

  7. Inaktiver User

    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Wenn ich hier lese, denke ich: Prinzipien mögen ja für allerlei gut sein, aber zum Glück verhelfen sie nicht. Weder "Kinder heißen aus Prinzip wie die Mutter/der Vater" noch "Ich heirate aus Prinzip nicht" noch "Ohne Ehe bekommt er aus Prinzip nicht, was er will" oder "Jetzt will ich schon aus Prinzip nicht mehr". Prinzipien kennen keine Graustufen, keine Einzelfälle, im schlimmsten Fall auch keine Toleranz.

    Man möchte dem Paar wünschen, dass sie sich nochmal zusammensetzen und reden. Dass beide mal für eine Stunde ihre Prinzipien vor der Tür lassen. Dass beide über ihre individuellen Gefühle reden und gemeinsam einen Weg finden, mit dem es beiden gut geht und bei dem hinterher keiner das Gefühl hat, einen Machtkampf gewonnen oder verloren zu haben. Und sich dann gemeinsam vor die Welt stellen und sagen: "So und so machen wir das - wie es der Rest der Welt sieht, ist uns egal."

  8. User Info Menu

    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    Ich halte die Frage nach dem Status, nach dem Erbe,
    der gegenseitigen Absicherung und danach, wie man nach Außen als Paar wahrgenommen wird, nicht für eine Nebensächlichkeit. Und für mich hängt das alles im wesentlichen damit zusammen, ob man verheiratet ist oder nicht.
    Der Status "verheiratet" hat heute erfreulicherweise nichts mehr mit
    sozialer Rangordnung und Prestige zu tun.

    Wie man nach Außen als Paar wahrgenommen wird, hängt von anderen
    Faktoren ab als dem gemeinsamen Familiennamen. Man kann unverheiratet
    weit mehr Zusammengehörigkeitsgefühl empfinden - und auch entsprechend
    ausstrahlen - als mit Trauschein. Letzterer sagt absolut nichts über die
    Qualität einer Beziehung aus.

    Was die gegenseitige Absicherung (worunter auch das Erbe fällt) betrifft, so dürfte
    das Thema in sehr verantwortlichem Umfang geregelt worden sein, wie die
    TE selbst schreibt:

    Zitat Zitat von basisch Beitrag anzeigen
    wir sind achtzigfach abgesichert


    Zitat Zitat von basisch Beitrag anzeigen
    Es wurde erst vor fünf Jahren erstmals ein Thema als ich einfach gefragt habe wie er dazu steht, aber damals sagte er er sieht dafür keinen Grund ...
    Dich hat das Thema "heiraten" demnach also bereits beschäftigt, bevor
    das erste Kind kam. Ich kann mich nach wie vor des Eindrucks nicht erwehren,
    dass Du im Laufe der Jahre einfach darauf gehofft hast, dass Dein Partner seine
    Einstellung ändert.

    Genau genommen hast Du Dich auf die zunehmende Verbindlichkeit (Kinder)
    eingelassen, ohne eine für Dich wichtige Voraussetzung zu klären. Jetzt macht
    Dir seine "Sturheit" zu schaffen - was ich in Anbetracht der Vorgeschichte ihm
    gegenüber einfach nicht fair finde.

    Entschuldige den platten Vergleich - aber das kommt mir in etwa so vor, als
    würde ich einen überzeugten Vegetarier einladen und einen Braten kredenzen
    in der Hoffnung, er möge sein Essverhalten ändern, wenn er erst einmal
    probiert hat, was in meinen Augen köstlich ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Zitat Zitat von basisch Beitrag anzeigen
    Vielen Dank!
    Ich denke, es wäre das Beste, ich würde es schlicht nicht persönlich nehmen und es als nicht wertbaren Teil einer Lebensgestaltung ansehen.
    Nimm es nur nicht als Abwertung deiner Person. Persönlich kannst du es ansonsten schon sehen, ist es doch ein "Ziel" von dir gewesen. Ich finde jedenfalls, du hast eine tiefgründigere Erklärung verdient.

    Zu lösen sein wird es sowieso nicht mehr, denn in der Tat möchte ich inzwischen ja auch nicht mehr heiraten. Ich hätte dann das Problem, dass ich ja genau wüsste, es war gar nicht sein Wunsch, sondern mehr ein Zugeständnis.
    Tja, Romantiker trifft auf Nicht-Romantiker. Alles scheint gut, nur das romantische Gefühl bleibt auf der Strecke. Wegpacken würde ich es an deiner Stelle nicht, es kommt bestimmt wieder, irgendwann und vielleicht viel stärker. Wie geschrieben, eine nachvollziehbarere Begründung von deinem Partner könnte dir helfen.

    Das würde den Konflikt und mein Gefühl nicht in Luft auflösen. Ich denke daher wirklich, ich muss daran arbeiten es mich nicht mehr belasten zu lassen.
    Arbeitet gemeinsam. Siehe oben, das Gefühl und das Bedürfnis nach ein wenig Romantik wird bleiben.
    Geändert von Inaktiver User (15.12.2014 um 09:09 Uhr) Grund: Zitatskennzeichnung

  10. Inaktiver User

    AW: Verletzt, weil kein Heiratswunsch, bin ich empfindlich?

    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    Ich halte die Frage nach dem Status, nach dem Erbe, der gegenseitigen Absicherung und danach, wie man nach Außen als Paar wahrgenommen wird, nicht für eine Nebensächlichkeit. Und für mich hängt das alles im wesentlichen damit zusammen, ob man verheiratet ist oder nicht.
    Allerdings hätte man es sicherlich vor dem Geburt der gemeinsamen Kinder klären sollen.

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